Finanzielle Aspekte im Trennungsfall

Ich überlege gerade zusammen mit meinem Partner, wie wir sicher stellen können, beide finanziell unabhängig zu bleiben, auch im Hinblick darauf, dass nach einer Trennung jeder für den eigenen Lebensunterhalt aufkommen kann und auch für ein gemeinsames Kind, unabhängig vom Kindesunterhalt, der natürlich je nach Betreuungsmodell zu zahlen wäre, aber einfach nice to have ist.
Ich habe da gute Erfahrungen mit dem Wechselmodell gemacht, dann ist bei annähernd gleichem Verdienst kein Unterhalt für's Kind zu zahlen.
Wie stellt ihr sicher, dass ihr im Falle der Trennung für die Familie selbst sorgen könnt?

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Ich bin getrennt:
- gute Ausbildung
- Mut zum Neuanfang, als der alte Beruf aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr ging
- sich informieren

Wechselmodell bringt nichts, da er kein Interesse am Kind hat und Kind dadurch auch keines an ihm. Unterhalt, sofern dieser kommt, wird gespart.

Im Grunde mache ich nach der Trennung das gleiche, wie davor auch. Arbeiten, Geld gut einteilen, Versicherungscheck.
Nur dass ich mit Kind mehr Geld übrig habe, weil ich durch die Verantwortung bewusster einkaufe, reifer geworden bin und nicht mehr unnötiges auf den Kopf haue.

Welches Modell für die jeweilige Familie passt, muss jede Familie für sich prüfen.
Je nachdem ob ihr verheiratet seid und ob ihr im Trennungsfall noch friedlich alles regeln könnt oder nicht: vorher schon für jeden Geld für Anwälte beiseite sparen ;-)

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Nein, nicht verheiratet.
Ich bin geschieden, einvernehmlich, nur ein Anwalt, der Notar für die Scheidungsfolgevereinbarung war das Teuerste. Ein paar Tausend Euro sind trotzdem zusammen gekommen.
Kind ist eine Woche beim Vater und eine Woche bei mir.
Daher auch keine Unterhaltszahlungen fürs Kind.
Nicht verheiratet zu sein macht im Trennungsfall alles einfacher.
Das erspart einen Ehevertrag, im Grunde darf man einfach nicht den Fehler machen, zusammen WohnEigentum zu finanzieren und sollte immer eigenes Geld verdienen , was einem ermöglicht, sich und vorhandene Kinder zu finanzieren.

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Und mit dem neuen Partner hast du auch ein Kind?
Wenn nicht, erübrigt sich die Frage wegen Kindesunterhalt und Umgangsmodell.

So lange ihr nicht verheiratet seid, wird sich bei Trennung nicht viel ändern.
Mit deinem Ex-Mann ist ja schon alles geregelt und mit deinem neuen Partner, der dann Ex wäre, würde es so werden, wie vor der Beziehung.

Wenn ihr Familie plant, mit Kind mit oder ohne Hochzeit
oder vor habt gemeinsames Eigentum zu erwerben, dann könnt ihr euch auch beraten lassen und überlegen, was ihr schriftlich festhalten wollt.

Wenn ihr weder Kind noch Hochzeit plant, noch irgendwas zusammen zu kaufen, dann seid ihr euch gegenseitig auch zu nichts verpflichtet. Saubere Trennung beim Mietvertrag. Jeder nimmt sein Konto wieder mit und fertig.

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Im Falle einer Trennung bleibt unsere Tochter bei mir. Hauptbezugsperson. Mein Mann darf sie aber sehen, wann immer er möchte und sie dürfte Papa sehen, wann immer sie möchte. Priorität hat die kleine. Künftige Partner müssten damit leben, dass sie nicht die erste Geige spielen. Würden wir im Gegenzug auch nicht, sollte der neue Partner Kinder haben. Wenn die kleine am Wochenende bei mir bleiben sollte, darf sie in der Woche zwei Tage zu Papa. Es ist also nicht das wechselmodell im klassischen Sinne, aber es ist so gedacht, dass wir so viel wie möglich von unserem Kind haben. Für mich und für meinen Mann Ware eine ganze Woche ohne unsere kleine zu lang. Wir brauchen da einfach eine Zwischenlösung. Ist erstmal nur eine Idee, wir würden aber gemeinsam schauen, wie wir das gestalten würden.
Plan ist, dass egal was mit uns passiert unsere Tochter uns immer verbinden wird. Dass wir immer Teil einer Familie bleiben werden und da zusammen durch müssen. Da also immer unser bestes geben, auch wenn die Situation nicht leicht ist.
Geburtstage sollen zusammen gefeiert werden. Feiertage werden fair aufgeteilt. Eltern und Schwiegereltern behalte alle „rechte“ und dürfen stets vor der Tür stehen.
Finanziell verdiene ich weniger, als mein Mann. Sollten wir uns trennen, gehe ich wieder voll arbeiten. Sollte es wegen meiner Pause da finanzielle Schwierigkeiten geben. Gleicht er das aus solange, wie ich für die Familie zurückgesteckt habe. Mein Mann verdient sehr gut, für ihn wäre das kein Thema und der Vorschlag Kam direkt von ihm. Er wollte das einer von uns beiden für die Familie kürzer tritt. Da er viel mehr verdient und super Arbeitszeiten hat im Vergleich zu mir und somit trotz Job viel Zeit mit uns hat, hat er mir diesen Vorschlag unterbreitet. Ich würde dennoch schauen, dass ich auch ohne klarkomme. Dennoch nett, wenn man da ein Puffer hat.
Wir bleiben in der Nähe wohnen, danke die kleine immer zwischen und pendeln könnte, wenn sie das Bedürfnis danach hat.
Mein Mann und ich lieben uns und gleichzeitig sind wir die besten Freunde. Wir könnten uns trennen ja, aber ganz ohne einander könnten wir wohl eher nicht. Wir kennen uns seit der Schule. Waren da nur Freunde... irgendwie hat uns das Leben immer wieder zueinander geführt. Ich weiß, man sollte nie nie sagen, aber ich denke unsere Liebe könnte natürlich zerbrechen, aber die Freundschaft nicht. Außerdem hält uns die Liebe zu unserer kleinen Zusammen. Wir sind eine Familie, auch, wenn wir kein Liebespaar mehr sein sollten.

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Wir sind verheiratet und ich zuhause, 3 kleine Kinder. Mein Mann verdient ziemlich gut.
Meine Sicherheit ist zum einen, dass mir alle Konten gehören und zum anderen unser Eigenheim meins alleine ist und er dafür der alleinige Kreditnehmer. Sein Beschluss.
Im Falle einer Trennung, bleibe ich mit den Kids hier und er nimmt sich eine kleine Wohnung. Selbstverständlich in der Nähe und die Kinder und er können sich nach Wunsch sehen.
Wenn das Jüngste Kind 3 ist und halbtags in Kiga geht, dann arbeite ich wieder. Sollten wir getrennt sein und mein Job bringt genug Geld ein, dann wird er weniger arbeiten und ich ein bisschen mehr-sodass die Kinder immer jemanden zuhause haben und das gleichmäßig aufgeteilt ist.
Mein Haus würde er dennoch abbezahlen, weil ich in den Kinderjahren nichts an Rente eingezahlt habe und zudem natürlich die vielen Jahre zuhause Gehaltserhöhungs-mäßig nicht aufholen kann.
Wir fühlen uns beide damit gut.

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Und z.B. die Abzahlung des Hauses im Falle einer Trennung/Scheidung ist ehevertraglich geregelt?

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Es werden dir doch Rentenpunkte gutgeschrieben fpr die Kindererziehung.

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Ich arbeite zur Zeit nur 20 Prozent.
Sobald meine Kinder im Kindergarten sind, möchte ich auf 50 Prozent erhöhen.

Sollten wir uns trennen, müsste ich schauen, wie viel Unterhalt ich bekomme und wie viel ich dann noch mehr arbeiten muss, um genug Geld zu haben.

Ein Wechselmodell wäre für mich evtl. auch ok, dann würde ich in den Kindfreien Wochen mehr arbeiten. Aber ich denke, das würde für meinen Mann nicht in frage kommen, da es ihm zu stressig wäre.

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Das heißt, du hast zugestimmt, dass die die finanziellen Nachteile durch Kinder im Falle des Falles alleine ausbügelst?!
Dir ist bewusst, dass dein Mann nur für die Kinder Unterhalt zahlen muss, nicht für dich bei Kindenr Ü3?!

Und zahlt dein Mann dann wenigstens für dich in eine Altersvorsorge ein?!

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Was meinst du mit finanziellen Nachteilen ?
Sollten wir uns trennen, würde ich einfach wieder mehr arbeiten.

Nein, er zahlt nicht meine Altersvorsorge.
Ich habe schon vor 15 Jahren eine Altersvorsorge abgeschlossen. Seitdem wird sie von meinem Konto abgebucht.
Seit der Heirat haben wir ein gemeinsames Konto und jetzt wird sie halt von diesem abgebucht.

Wobei ich das eh nicht ganz verstehe.
Sollten wir uns scheiden lassen, bekomme ich doch sowieso über den Versorgungsausgleich einen Teil seiner Rente oder habe ich da einen Denkfehler ?

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>> Wie stellt ihr sicher, dass ihr im Falle der Trennung für die Familie selbst sorgen könnt? <<

Durch einen gut bezahlten Job.
Alles andere verschiebt doch nur die Faktoren der Rechnung.
Wechselmodell mindert vielleicht die gegenseitigen Barunterhaltsverpflichtungen, allerdings müssen beide in gleicher Weise Naturalunterhalt zahlen. Also z.B. entsprechend grosse Wohnungen finanzieren.
Ebenso das angesprochene Modell, einem gehört die Immobilie, der andere zahlt dafür. Im Falle einer Trennung muss derjenige, der in der Immobilie bleibt, in der Lage sein, die auch zu finanzieren.

Im Übrigen stellt sich das Problem nicht nur bei Trennung. Auch in intakten Partnerschaften kann es sein, daß das Gehalt eines Partners wegfällt. Durch Arbeitslosigkeit, Krankheit, etc.

Grüsse
BiDi

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Seh ich genauso. Und Dinge, die man vor einer Trennung sagt können nach der Trennung Schall und Rauch sein.
Also: Gute Ausbildung, nicht in die Teilzeitfalle tappen sondern beide reduzieren die Arbeitszeit und ein gutes Netzwerk aufbauen, falls der Partner zur Betreuung wegfällt.

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Ich muss ein bisschen lachen, wenn ich einige der Antworten hier lese. Egal, mit welchen guten Vorsätzen man in eine Trennung geht: wie sie abläuft, weiß man vorher einfach nicht genau. Ich kenne kein Paar mit Kindern, das sich in guten Zeiten nicht vorgenommen hätte "wenn wir uns jemals trennen, bleiben wir definitiv Familie". Bei fast niemandem hat das reibungslos funktioniert, erfahrungsgemäß gibt es nach einer Trennung immer eine Phase, in der es Spannungen gibt und man vollkommen entsetzt davon ist, wie sich die guten Vorsätze plötzlich in Rauch auflösen. Und da ist nochnichtmal die Rede vom Auftauchen neuer Partner.. Mit Glück findet man irgendwann einen guten Weg, wenn die Emotionen sich wieder beruhigt haben.
Ich würde im Vorfeld immer zu finanzieller Absicherung durch einen guten Job raten. Wenn es dann wirklich so weit ist: alles, was besprochen wird (evtl. auch mit Hilfe einer Mediation oder Trennungsberatung) schriftlich fixieren.

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Sehe ich auch so. Ich würde mich da auf nichts verlassen, nur auf mich selber.

Habe auch genug Fälle im Umkreis gehabt, wo der Mann (immer nur diese Konstellation) noch bereitwillig mehr bezahlt hatte als er musste, damit die Frau den gewohnten Lebensstandard halten kann. Das hat genau so lange funktioniert bis eine neue Frau ins Spiel kam. Die sehen nämlich in den wenigsten Fällen ein, dass der Mann mehr als nötig an die Ex zahlt.

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Oder die Frau einen neuen Partner hat. Dass die Ex mit profitiert, wenn man den Kindern den gewohnten Lebensstandard weiter finanziert, ist noch okay. Aber beim "Neuen" der Ex war dann für die Männer in meinem Umfeld Schluss.

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Ich gehe arbeiten....
Ich bin nach einem Jahr EZ wieder voll eingestiegen, habe aber auch einen Arbeitgeber, wo man das relativ flexibel gestalten kann.
Ich habe studiert und wie ich schon schrieb einen tollen Arbeitgeber. Ich kann in meiner Kindwoche ruhig etwas flexibler arbeiten und es dann eben nachholen, wenn Sohnemann beim Papa ist. Das ist definitiv ein Vorteil des Wechselmodells.
Auch verdiene ich entsprechend meiner Qualifikation.
Klar mit den Mieten hier bei uns in der Stadt ist alleine leben schon ne Nummer, aber ich leiste mir daher nur zwei Zimmer.
Ich komme gut klar.

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Ich hab das vor dem Kinder kriegen sicher gestellt, indem ich mir einen Job gesucht habe der gut bezahlt ist.. unbefristeter Vertrag.
Ob mein Partner das Wechselmodell gut findet weiß ich nicht. Das würde wahrscheinlich auch stark vom Alter unserer Tochter abhängen. Bis zum Grundschulalter wohl eher nicht. Aber was wir beide auf jeden Fall niemals wollen würden, den Vater nur 2 Mal im Monat am Wochenende sehen, aus dem dann eher ein Mal im Monat wird. So ist mein Partner aufgewachsen und wir finden das schlimm.
Ansonsten könnte ich gut alleine mit meinem Gehalt auskommen, das war und ist mir wichtig.

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Wir stellen das sicher indem wir beide gut ausgebildet sind und damit als Fachpersonal sichere Arbeitsplätze haben die recht gut bezahlt werden.
Zudem stellen wir das sicher, in dem wir uns die Elternzeit aufgeteilt haben und nicht nur einen die „Last“ mit dem Kind tragen lassen.
Außerdem zahlen wir von unserem gemeinsamen Geld in Altersvorsorge für jeden von uns ein.