Umgang mit negativer Rendite Aktien

Guten Morgen zusammen,

ich habe mittels eines (auch sehr gut bewerteten) Finanzberaters einen Aktienfonds zur Altersvorsorge angelegt. Nun gibt es bezogen auf den bisherigen Anlagezeitraum (seit Februar) eine negative Rendite. Mir ist bewusst, dass man hier langfristig denken muss und eine lange Anlagedauer für pos. Rendite benötigt ist und man solange mit Schwankungen rechnen muss.
--Ich finde es irgendwie trotzdem hart mit anzusehen, wenn die Wertentwicklung schlecht ist. Ich denke dann, was ich in der zeit erwirtschaftet hätte, wenn ich das Geld einfach auf dem Tagesgeldkonto geparkt hätte. Es ist auch irgendwie emotional besetzt, da in die Anlage von meinem Vater vererbtes Geld geflossen ist. Das möchte man natürlich nicht verlieren. Es hat mich richtig runtergezogen.
Wie geht ihr damit um? -Ich tendiere nun zu Vermeidung, also die Wertentwicklung nun nicht mehr zu checken, sondern eine Zeitlang zu warten bis es vom Finanzberater ein Bilanzgespräch gibt, auf dass ich mich nicht weiter verrückt mache.

Vielen Dank schon mal

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Kommt halt drauf an, willst du an das Geld sowieso erst in 10 Jahren oder mehr ran, dann brauchst du dir da im Moment keine Gedanken drüber machen.

Solange du nicht verkaufst sind die Verluste nicht realisiert und dementsprechend ist es auch nicht produktiv sie anzustarren.


Ich nehme an du hast breit gestreut investiert und somit ist über einen langen Zeitraum ein Verlust sehr unwahrscheinlich.


Dein Vergleich zum Tagesgeld hinkt eben auch, klar im Moment hätte man da grad mal mehr raus als bei dem Aktienfonds, aber vor 5 Jahren hättest du selbst aufs Festgeld nur 1% bekommen und die Aktienfonds lagen da deutlich drüber.

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ja, danke. Ja, es sind sehr breit gestreute Fonds; die Anlagen sind auch gut (soweit von mir einschätzbar u. aufgrund Wertentwicklungsverläufen der Portfolios dieser Finanzberatung).
Ja, als Altersvorsorge ist es langfristig angelegt, nur ggf. müsste ich bei evtl. Immokauf einen Teil vorzeitig entnehmen. Ich werde mir das mit dem noch nicht realisierten Verlust nochmals besser klar machen und aufhören draufzuschauen. Habe unterschätzt, dass man da so emotional auf (wahrgenommene) Verluste reagiert bzw. einiges an Unsicherheit aushalten muss.

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Wenn du damit nicht umgehen kannst, sind Wertpapiere nichts für dich. Muss man so sagen.

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Und was hättest Du ohne den Finanzberater gemacht?

Wenn Du mehr auf Sicherheit Wert legst, dann sind Aktien(fonds) nichts für Dich. Du solltest auch immer dran denken, dass der Berater vermutlich eine dicke Provision bekommt, die von Deiner Rendite weggeht (Ausgabeaufschlag, Managementgebühr des Fonds etc...)