Freundin haut ihrem Kind auf Po und Finger

Hallo zusammen,

ich habe eine Frage an euch, weil ich nicht wirklich weiß, wie ich mich verhalten soll.

Eine Freunden hat einen fast zweijährigen Sohn. Wir treffen uns nicht so sehr oft und auch meißtens ohne Kind. Nun hatten wir uns am Freitag getroffen und sie erzählte mir, dass es ihr egal ist, was andere davon halten, aber wenn ihr Junge nicht spurt, dann gibt sie ihm schon mal nen Klaps auf Hänge oder Po. (auch wenn ohne Windel, weil er z.B auf der Wickelkommode zappelt).

Ich weiß nicht, wie ich mich da verhalten soll. Weil erstens hab ich ja selbst keine Kinder und kann deswegen gar nicht einschätzen, in welchen Situationen einem die Hand ausrutscht. Das Kind scheint sehr fordert und anstrengend zu sein. Sie arbeitet drei/viertel, ihr Mann vol und das Kind ist dann entweder in der Kita oder bei Oma/Opa.

Ich würde euch um Tipps bitten. Was ihr einer freundin sagen würdet, wenn sowas euch gegenüber zugibt. Oder, wie verhaltet ihr euch selbst euren Kindern gegenüber. Sind Klapser okay oder ein No-go. Ich bin da leider ziemlich ratlos im Moment.

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Ich hatte letztens die Diskussion mit meiner besten Freundin, die selbst noch keine Kinder hat und der Meinung ist, ein Klaps würde nicht schaden.

Also ich finde, das geht gar nicht. Was ist das nur, dass man sich als Erwachsener nicht mehr anders zu helfen weiß als sein Kind zu schlagen. Wie erbärmlich ist das denn? Wir wurden auch geschlagen, ich auf den Kopf und auf den Po und auch auf die Finger...und was lernt man...Angst...ganz ehrlich, das ist nicht die Art von Beziehung die ich zu meinem Kind haben will!!!

Ich weiß nicht, was ich in der Konsequenz machen würde, wenn ich das mitbekäme. Sein Kind zu schlagen ist jetzt mal davon abgesehen auch ungesetzlich. Aber ich würde es nicht über mich bringen, meine Tochter zu schlagen! Ich möchte auch nicht geschlagen werden wenn mein Mann mich von seiner Meinung überzeugen will.

Ich würde die Freundin sachte drauf ansprechen und auch mal feinfühlig nachhorchen, warum sie das macht. So kleine Kinder verstehen ja noch nicht mal den Zusammenhang...um so verwerflicher ist es. Sie ist bestimmt überfordert und weiß sich nicht zu helfen. Da kann man als gute Freundin auch mal eingreifen und sagen komm, geh mal kurz vor die Tür, beruhige dich und lass mich ihn wickeln. Und ihr vllt Alternativen zeigen. Es geht bei der Erziehung auch nicht darum, die Oberhand zu behalten oder zu "gewinnen" sondern sein Kind zu befähigen in unserer Gesellschaft mit einer starken Persönlichkeit zu bestehen. Man will, dass das Kind Respekt vor einem hat, dann sollte man es auch mit Respekt behandeln. Ein Kind ist kein Eigentum sondern ein Lebewesen!

Das Kind lernt nur "Mami tut mir weh". Ich komm nicht drüber weg, so kann man das Urvertrauen auch erschüttern.

Versuch mit ihr zu sprechen, am Ende ist es ihr Kind und sie macht, was sie für richtig hält. Aber ich sag dir ehrlich, würde ich das bei meiner Freundin mitbekommen und sie würde es nicht ändern, muss ich gestehen, würde ich ernsthaft darüber nachdenken ob ich damit leben kann. Man schlägt einfach nicht, niemanden...

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Sie erzählt mir davon, ich war da noch nicht live dabei. Aber allein das er zählen macht mich schon unruhig. Ich weiß, dass sie selbst von ihrer Mutter auch Klapse bekommen hat und sie ist der Meinung, es hätte ihr nicht geschadet. Ich frag mich eben auch, wie sehr man sich da einmischen darf/soll. Sie sagte auch ganz deutlich, dass sie es in der Öffentlichkeit nicht tut. ich denke, sie ist sich schon bewußt, dass das ganze nicht in Ordnung ist, weiß sich aber nicht besser zu helfen. Und da würde ich gerne ansetzten, wie man helfen kann und weniger darum, wie ich sie dafür kritisiere.

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Ein Klaps geht gar nicht!

Mein Sohn ist auch zwei. Er entdeckt seinen eigenen Willen und das führt auch bei uns zu Reibereien. Das ist einfach so, wenn man Kinder hat. Arbeiten ist auch kein Grund. Mein Mann und ich arbeiten beide Vollzeit.

Aber ich finde dazu Jesper Juul sehr gut. Kinder sind uns gleichwürdig. Sie haben die gleiche Würde, wie wir auch und diese MUSS man respektieren.

Ich würde meine Freundin mal fragen, wie sie es denn finden würde, wenn ihr Chef sie so maßregelt? Bei Erwachsenen würde jeder ein Fass aufmachen, aber bei einem Kind soll das ok sein?

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Ein Buch von Jesper Juul hatte ich ihr schon ausgeliehen. Sie sagt, damit komme sie nicht klar. Ihr Sohn müsse ein NEIN einfach akzeptieren. Anscheinend tut er das aber nicht. Wenn er etwas bestimmtes will, dann brüllt er alles zusammen und schleißt z.B. alles vom Tisch runter.

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Ach herrje.

Wie genau stellt sich Deine Freundin das denn vor?

Es ist absolut verständlich, dass ein Mensch, wenn er etwas nicht bekommt, was er möchte, enttäuscht, traurig oder wütend ist. Das sind auch wir Erwachsenen.
Nur, haben wir gelernt, rationaler damit umzugehen und die Gefühle nicht frei rauszulassen.
Ein Kind kann das noch nicht und muss das lernen.

Das bedeutet nicht, dass man nachgibt, sondern, dass man trotzdem Verständnis für die Gefühle des Kindes aufbringen kann.

Wie sagte mein Kinderarzt so schön. Jetzt beginnt die Zeit, da gehen die Kleinen die Palme hoch. Wichtig ist, wir sind erwachsen, wir klettern nicht mit, sondern stehen unten und fangen auf, wenn das Kind runterfällt.
Deine Freundin klettert aber mit auf die Palme. Sie lässt die Situation eskalieren und der Junge hört nicht, weil er versteht, was sie möchte, sondern weil er Angst hat.
Was aber, wenn der Klaps nicht mehr ausreicht?

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Hallo,

Du hast schon zwei ganz tolle Antworten von meinen Vorschreiberinnen bekommen. Auch finde ich es gut, dass Du dir Gedanken machst und nicht nur Kritik üben, sondern ihr auch Alternativen bieten willst.

Ich kenne das auch von einer Freundin. Sie hat ihr Kind nie vor mir geschlagen, aber schon mehrfach erzählt, dass es dann mal auf den Po gibt wenn sie sich gar nicht beruhigt. Auch die Tochter (3) hat mir das schon erzählt, als ich mal auf sie aufgepasst habe ...

Am Anfang (als Neumama) hat mich das so sehr verärgert, dass ich den Kontakt stark reduziert habe. Gespräche mit meiner Freundin brachten nix, es kam das übliche "das schadet nicht"-Gerede. Meine Freundin ist generell liebevoll mit ihrer Tochter. In den meisten Situationen tröstet sie oder der Papa trägt das Kind mit 3 Jahren noch, wenn es draußen weint und in wieder anderen Situationen reagieren sie dann so harsch. Ich sehe da auch, dass es meiner Freundin an Empathie fehlt. Das ist für mich der Grund, warum sie das tut.

Beispielsweise sagt sie dann bei der Kindergarteneingewöhnung, die Kleine würde mit Absicht weinen (am 2. oder 3. Tag der Eingewöhnung).

Oder ein anderes Beispiel: sie hat mir mehrfach erzählt, dass sie sie ins Zimmer trägt, wenn sie brüllt. Ich habe ausdrücklich nachgefragt, ob sie die Tür abschließt. Das hat sie verneint ... aber neulich beim Essen hat sie ihrer Tochter gedroht, sie ins Auto zu sperren (weil sie unter dem Tisch saß und weinte). Und was macht die Tochter bei unserem letzten Treffen? Sperrt unseren Sohn in ein Zimmer und hält die Tür zu, woraufhin die Eltern total sauer reagieren und ihr wiederum drohen, sie den ganzen Tag einzusperren, wenn sie das nochmal tut. Aber es fehlt die Empathie und Weitsicht, dass das Kind ja nur nachmacht, was es vorgelebt bekommt.

Klapsen ist ein No-Go und auch wenn es bei deiner (oder meiner) Freundin nicht zu Einsicht führt, finde ich es wichtig, diesen Standpunkt deutlich zu machen.

Der Mann einer anderen Freundin hat seinen Sohn auch mal vor mir auf den Hintern gehauen. Ich war in dem Moment so perplex, weil ich die beiden auch schon etwa eineinhalb Jahre kannte und sie stets sehr liebevoll mit ihrem Kind umgingen. Ich habe damit nie gerechnet ... Ich war in dem Moment so sauer, dass ich gegangen bin ... ein paar Tage später habe ich dann mit meiner Freundin das Gespräch gesucht und ihr erklärt, warum ich das so schlimm finde. Daraus ist ein gutes Gespräch entstanden, in dem sie mir zuhörte, aber auch erzählte, dass ihr Mann als Kind viel geschlagen wurde.

Für mich ist Klapsen / Schlagen ein Armutszeugnis für die Eltern. Denn die Eltern stoßen in dem Moment an Grenzen, weil sie sich nicht anders zu helfen wissen (das ist für mich schon der erste Schaden aus dieser Erziehung, von wegen es schadet nicht). Der zweite Schaden: man glaubt, man selbst bzw. kleine Kinder hätten es verdient, geschlagen zu werden. Welcher Mensch hat das verdient? Was sagt das über mein eigenes Selbstbewusstsein aus?

Von einem fast 2-Jährigen zu erwarten, dass er jedes Nein akzeptiert, ist utopisch.

Meine Mutter hat mich auch geschlagen (richtig geschlagen, nicht nur auf den Po). Wenn ich an meine frühe Kindheit zurück denke und meine Mutter vor Augen habe, fällt mir als erstes Gefühl ein: Angst. Danach kommt lange nichts. So eine Beziehung möchte ich nicht zu meinem Kind.

Frag' deine Freundin doch auch mal, wie sie diese Art von Erziehung fortsetzen will, wenn ihr Sohn größer wird und bereits abgestumpft ist, was das Klapsen angeht. Irgendwann wird er darüber lachen. Was dann? Schlägt man dann ins Gesicht oder hört die Gewalt dann plötzlich auf?

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Einem Kind Gewalt jeglicher Form entgegenzubringen ist eine Schande. Es sagt sehr viel über den Schlagenden aus.Dies hängt auch nicht mit der Intensität der Gewalt zusammen.

Ich verliere in dem Fall jeglichen Respekt vor dieser Person.
Gerade wenn sie es nur so schildert - kannst du sagen inwieweit es "nur ein Klaps" ist?

Da würde ich nicht scheuen meine Meinung kundzugeben, gar keine Frage.

Eine ehemalige Bekannte hat einen Sohn,der mittlerweile 2 Jahre alt ist. Einmal habe ich gesehen wie sie ihm mit 7 Monaten einen Klaps gab,weil er auf dem Wickeltisch nicht parierte.
Ich dachte ich seh nicht richtig. Habe sie dann darauf angesprochen,woraufhin sie entgegnete :"Das macht der mit voller Absicht. Ich lass mich doch nicht von meinem Kind treten." .
Selbige verurteilte mich ein paar Monate später dafür, dass ich keine "Konsequenzen" einleite,wenn mein Kind (damals gerade 12 Monate alt) mich "absichtlich" tritt.

Diese Konsequenz konnte man dann aus dem weiteren Gesprächsverlauf ableiten: "Wenn XY das macht, dann bekäm er sowas von auf die Finger" .

Klar, die Mütter haben dann kurzzeitig Ruhe, das Kind hat ja Angst.
Aber was lernen die Kinder langfristig daraus ? "Wenn ich nicht lieb bin, haut mich die Mama" "Wenn ich etwas nicht will, haue ich".
Die weiteren Schritte kann ich auch noch erläutern, da ich auf der Arbeit ziemlich oft mit Kindern aus solchen Haushalten zusammentreffe.
Da kommt dann von einem 4jährigen (zur eigenen Oma): " ich komm gleich und verhau dich!" oder "Du dumme alte Kuh!".
Den Umgangston kann man sich dann ja vorstellen.
Und oft ist es eben nicht so,dass die Kinder zu jedem so unverschämt sind-begegnet man ihnen mit Respekt und sie merken das, schätzen sie dich auch.
Eben der selbe Junge kommt immer zu mir und setzt sich auf meinen Schoß,erzählt mir Geschichten und sagt mir,dass er mich lieb hat (was ich schon sehr bedenklich finde,da ich ihn vielleicht 1-2mal im Monat sehe).

Die Spätfolgen dessen werden oft im Erwachsenenalter deutlich und sind so verworren,dass man meist gar nicht darauf kommt ,es Erlebnissen in der Kindheit zuzuschreiben.
Man tut seinem Kind damit keinen Gefallen,sondern nur sich- weil man zu charakterschwach war,um sich mit den Problemen auseinanderzusetzen.

Einige haben sich wohl noch nicht so ganz mit der Reformpädagogik auseinandergesetzt und hängen noch ziemlich tief in der Schwarzen Pädagogik fest..

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Ich würde mit der Person nichts mehr zu tun haben wollen, denn ich hätte keinen Respekt mehr vor ihr. Wenn man sich als Erwachsener einem Kind gegenüber nur durch Schläge mitteilen kann, und dazu gehört ein Klaps nunmal, dann ist das die untereste Stufe.

Ich bin auch manchmal stinksauer auf meinen Sohn, aber es gibt immer eine andere Lösung als die Hand zu benutzen.

Meine Mutter hatte damals auch den schnellen Weg genommen und das sorgt nicht für gute Gefühle bei mir. Sollte sie jemals meinen Sohn eine runter hauen, werde ich den Kontakt komplett abbrechen.

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Yeah *popcorn raus hole*

Diese Diskusion wird dir nichts bringen, weil alle "Oh mein Gott wie kann man nur" schreien und es eh keiner zugeben wird, dies selber abundzu zu machen

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Na da hast du dich ja mit dem Beitrag gleich mal geoutet und weil du dich bei der vielen Kritik gegen dieses Verhalten schlecht fühlst, behauptest du einfach, es würden alle machen. Dann sind nämlich wieder die anderen schuld und man muss sein eigenes Verhalten nicht überdenken. Das ist wesentlich einfacher - für dich.

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#rofl

Ich habe nie gesagt, dass es alle machen, nur das es nimand zu gibt.
Und wenn du meinst deswegen daraus schließen zu müssen, dass ich das tue dann bitte #gaehn

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Hallo,

du meine Güte, ich würde mit offenem Mund und starr vor Entsetzen der Person gegenüber sitzen, die mir das erzählt!

Ich wurde selbst als Kind geschlagen und die Statistik sagt, dass der Großteil der Eltern, die als Kind selbst misshandelt wurden, dies bei ihren Kindern ebenso machen. Zum Glück gehöre ich nicht in diese Statistik, denn was ich daraus gelernt habe ist, dass ich das meinem Kind auf keinen Fall antun will. Es ist einfach schrecklich. Nicht der Schmerz, sondern die Tatsache, dass die Person, die einen schützen sollte genau das Gegenteil macht und man sich selbst vor IHR schützen muss. Ich habe mich niemals sicher zu Hause gefühlt und mir oft gewünscht, dass ich adoptiert wäre und in eine andere Familie könne... das war natürlich nur Wunschdenken und ging nie in Erfüllung.

Mittlerweile weiß ich, dass tatsächlich sehr, sehr viele Kinder zu Hause misshandelt werden und ja, auch ein "Klapps" ist eine körperliche Misshandlung. Von den seelischen und emotionalen Schäden ganz zu schweigen. :-(

Was ich tun würde, wenn meine Freundin mir sowas erzählte? Ich würde möglichst bald versuchen, ein ruhiges, aber sehr bestimmtes Gespräch mit ihr zu führen. Sie müsste begreifen, dass sie ihr Kind ganz, ganz arg verletzt mit ihrem Verhalten und Gewalt gegen die eigenen Kinder das Schlimmste ist, was sie ihren Kindern antun kann. Würde sie darauf nicht eingehen oder hätte ich das Gefühl, dass sie meine Worte nicht ernst nähme oder ihr Verhalten nicht ändern könne (das ist oft das schwierigste, auch wenn man es möchte - man steckt einfach in dieser Spirale des Alltags und der Gewohnheiten fest und kommt ohne Hilfe von außen nicht mehr heraus), würde ich nicht zögern und das Jugendamt einschalten. Das hört sich immer so böse an, aber tatsächlich würden erstmal Gespräche mit der Mutter stattfinden, sie würde Unterstützung erhalten und vor allem durch die Hilfe des Jugendamtes die Möglichkeit, ihr Verhalten zu bessern.

Und ganz ehrlich und aus eigener Erfahrung: Wenn jemand schon zugibt, sein Kind mit "Klappsen" zu bestrafen, wird es in Wahrheit nicht nur das sein. Niemand gibt gerne und freiwillig zu, dass er sein Kind schlägt. Wenn dieser Jemand aber schon soweit ist, dass er Klappse nicht wirklich als (strafbare!) Gewalttat ansieht... dann will ich nicht wissen, was hinter verschlossener Türe noch alles passiert. :-(

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Genau!

Meine Mutter hat mich übrigens nicht geschlagen (außer einmal, das habe ich auch nicht vergessen), aber war sehr aggressiv in Form von Anschreien und sogar Schimpfwörtern. Ich habe da als Jugendliche SEHR drunter gelitten. Und obwohl ich meine Mutter immer sehr geliebt habe und auch noch tue und ihr alles "verziehen" habe, weiß ich noch, wie ich als Kind immer sehr viel "Respekt" (nicht im positiven Sinne) vor ihr empfunden habe. Der liebevolle, herzliche Umgang hat einfach gefehlt, meine Mutter empfand ich als eher kühl und unerreichbar. Ich wurde selten getröstet, wenn ich geweint habe (man soll sich ja "nicht so anstellen"), es wurde auch nicht einfach mal so geherzt. Habe auch mein Päckchen zu tragen mit Essstörungen im Jugendalter und massiven Schamgefühlen, ich denke, es rührt zT. daher.

Meine eigenen Kinder erziehe ich anders und möchte ihnen zeigen, dass ich sie immer liebe, egal wie ätzend sie auch grade drauf sind ;) und dass ich Verständnis für ihre Gefühle habe, egal ob die mir in dem Moment nachvollziehbar erscheinen oder nicht.
Und Gewaltfreiheit gehört natürlich dazu!

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Statistiken stimmen auch nur ungefähr...
Ich habe als Kind auch hin und wieder den hintern versohlt bekommen oder was auf die Finger bekommen etc. aber trotzdem hatte ich:
1. Keine Angst vor meinen Eltern
2. Gerade in der Pubertät auch nicht den geringsten Respekt #schein
3. hat es sich auch nicht vererbt

Genau genommen kann ich mich gar nicht mehr dran erinnern, ich weis es nur weil es mir mein Dad gelegendlich erzählt...

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Hallo,

ich probiere es einmal anders herum und hoffe es wird nicht zu verworren.
Als ich Kind war gehörte es einfach dazu, der Klaps auf den Po. Über die Gründe oder übe rdas was diese Klapse anrichten können hat man damals nicht nachgedacht. Und auch ich habe in jungen Jahren diese Meinung vertreten, ein Klaps schadet nicht. Ich habe oft auf die KInder meines Bruders aufgepaßt, hatte die Erlaubnis zum Klapsen und habe es auch völlig unreflektiert gemacht. Ich war einfach noch nicht soweit.

Die Kids wurden größer und haben mir trotzdem vertraut und mich sehr lieb gehabt. Dann hörte ich ein Lied aus meiner Kindheit, ich weiß um dessen eigentliche Bedeutung, aber nur mal stumpf der Text hat mein handeln und auch mein denken völlig auf den Kopf gestellt.
https://www.youtube.com/watch?v=fcdkwdfz0GA
Ich konnte den Kids kaum noch in die Augen schauen, mein schlechtes Gewissen wegen jedem einzelnen Klaps hat mich aufgefressen. Auch meine eigene Kindheit habe ich plötzlich mit anderen Augen gesehen. Als sie dann so 12/13 Jahre alt waren habe ich mich bei ihnen entschuldigt. Sie konnten sich nicht mal daran erinnern. Auch sie hat es zum nachdenken gebracht, das mich das so sehr beschäftigt hat. Mein Neffe ist jetzt selber Papa und sagt immer wenn das Kind anstrengend wird und er gerne mal auf den kleinen Hintern hauen würde muß er an mich denken, daran wie ich mich bei ihm entschuldigt habe.
Meine Tochter ist fast 2 und richtiges kleines Biest (manchmal), trotzdem käme es mir nicht in den Sinn unerwünschtes Verhalten mit einem Klaps zu unterbinden. Sie würde doch überhaupt nicht den Zusammenhang begreifen.
Ja, es ist ein Entwicklungsprozess. Nicht jeder ist bereit sein Vehalten zu überdenken. Ich für meinen Teil flippe heute komplett aus, wenn jemand sein Kind haut. Da muß ich mich noch etwas in Selbstbeherrschung üben. Ich bin dann nicht in der Lage einen ruhigen Kopf zu behalten, egal wieviel Ärger ich deswegen schon hatte. Und es ist mir egal, ob ich den Menschen kenne oder auch nicht. In meinen Augen nützen Worte halt nichts, alles nur blabla. Es gab Menschen, die nach meiner verbalen Attacke angefangen haben zu weinen....bei denen ist etwas im Kopf passiert. Und es kam schon vor, das ich danach ein blaues Auge hatte.....bei denen wird sich nie etwas ändern.

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Ich hatte auch eine Bekannte, die ihre Kinder schlägt. Auch auf die Finger oder den Po. Sie tut das auch ab, als wäre das normal. Unsere Kinder sind im gleichen Alter und zusammen groß geworden. Ich habe irgendwann den Kontakt eingestellt. Der Junge hat sich sehr negativ. Er neigt zu extremen Wutausbrüchen.

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Negativ entwickelt...