Kita Eingewöhnung -fremdeln

Hallo liebe Mamis,

Ich weiß ja selbst, dass jede Eingewöhnung in die Kita unterschiedlich abläuft.

Hannah ist 19 Monate und seit 3 Wochen in der Kita angemeldet. Die ersten Tage verliefen ganz gut, konnte auch schon für 1,5h gehen. Dann wurde sie kränklich, hat sich nicht mehr beruhigen lassen und ich hab sie abgeholt.

Da sie dann krank war, haben wir ein paar tage pausiert... Und letzten Montag nochmal von vorn angefangen.

Da sie auf einmal viel anhänglicher war und ich es mir zeitlich erlauben kann, war ich die ganze Woche dabei. Die Erzieherinnen meinten, jetzt muss man erstmal Vertrauen schaffen.

Als ich auf Toilette wollte, hätte sie mich am liebsten festgehalten.... Das war vorher nicht so. Als ich zurück kam hatte sie Tränen in den Augen .

Jetzt waren mein Mann und ich am Samstag bei ikea, ich hab schnell woanders geschaut und hab nur 100 mal fragend "Mama" gehört...
Und so war es wohl auch in der Kita.

Jetzt frag ich mich ... Wie soll es weitergehen :-( ?

Wieder ausprobieren zu gehen? Oder lieber weiterhin dabei bleiben, bis Hannah Vertrauen gewinnt?

Da Hannah nie vorher gefremdelt hat, glaub ich, dass es jetzt seit des kennenlernens des vermissens angefangen hat :-(((((

Habt ihr Erfahrungen, tipps?

Bin über jeden Tipp dankbar.

Achso. Was vll wichtig ist. Wenn ich dabei bin, hab ich das Gefühl , dass es ihr gut gefällt und jeden Morgen geht sie auch fröhlich hin.

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Hallo!
Also du schreibst am Ende, dass es ihr gut gefällt. Das ist doch super.
Hat sie denn eine Bezugserzieherin? Ich würde weiter machen und ich würde auch zwischendrin gehen.

Bei uns war es so, dass unsere Tochter schon geweint hat wenn sie gemerkt hat, jetzt kommt gleich die Trennung. Das Weinen war aber schon vorbei, wenn ich die Tür geschlossen habe. Beim abholen hat sie die erste Zeit immer geweint, wenn sie mich gesehen hat. Sie hat aber den ganzen Tag immer schön gespielt und so weiter. Gehörte für sie also dazu. Irgendwann vor ein paar Wochen hörte das geweine auf und sie läuft mir nun immer freudig in die arme. Am Donnerstag wurde sie zum ersten mal vom Papa gebracht. Da gab es dann tränen.

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das ziel der Eingewöhnung ist nicht, dass die kinder nicht traurig sind, wenn Mama geht, sondern dass sie sich trösten lassen von der Erzieherin.

lässt sich deine tochter denn trösten? dann ist alles gut und du kannst gehen.

stimmt die Beziehung zwischen tochter und Erzieherin noch nicht, musst du noch bleiben.

dass die Eingewöhnung leicht war und dann Wochen später plötzlich eine schwere Phase eintritt, ist völlig normal. das Kind hat nun realisiert, was Trennung bedeutet, und das ist natürlich nicht immer im Interesse des kindes. ein gut eingewöhntes Kind lässt sich trösten und geht dann spielen oder bleibt noch ne Woche auf dem schoss der Erzieherin, bis es sich daran gewöhnt hat.

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Ich denke, sie baut gerade eine Beziehung zu der Erzieherin auf,

Am Donnerstag hat sie sich das erste Mal von ihr wickeln lassen.

Die Woche zuvor, als sie angeschlagen war, hat sie sich 10 min. Nicht beruhigen lassen, deshalb wurde ich gerufen.

Letztes mal, als ich zur Toilette ging und wiederkam, saß sie auf dem Schoß der Erzieherin, Tränen in den Augen, aber kein richtiges weinen.

Was wirklich neu ist, sind die 100 "Mamas" gefühlt in 1 Minute.

Ok...also dann erstmal schauen, wie es morgen ist, und dann entscheiden .

Die Erzieherin meinte aber, dass wenn ich gehe und wiederkomme, sie auch auf jeden Fall "abholen " soll... Dass Hannah merkt, dass alles gut ist und wenn Mama kommt, es nach Hause geht.
Kann ich einerseits gut nachvollziehen, andererseits macht Hannah es total toll mit dem Mittagessen, das gefällt ihr richtig gut mit den Kindern, fände schade , wenn sie das dann verpasst.

Wie habt ihr es gemacht. Seid ihr manchmal auch noch dabei geblieben?

Schönen Abend noch !

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ich halte es auch für wichtig, sofort zu gehen, aber nicht, weil das Kind "dann merkt, dass alles gut ist" (es sollte auch alles gut sein, wenn Mama nicth da ist), sondern weil Kita eben Kita ist und Mama ist Mama. wenn die kinder die Vorteile der Kita kombinieren mit den vorteilen von Mama, dann ist Kita ohne Mama immer blöd. denn beides ist natürlich das schönste. sinnvoller ist, wenn es zu hause mit Mama schön ist und in der Kita anders schön ist.

ich habe viele Eingewöhnungen gemacht als ich noch in der krippe gearbeitet habe. insofern habe ich auch schon viele verschiedene abläufe kennengelernt, wobei die grundstruktur gleich blieb.

wir haben nach dem berliner Modell eingewöhnt, d.h. die Eltern bleiben ohnehin mindestens drei tage dabei und man beobachtet in der zeit, wie das Kind Mama als anker benutzt oder nicht und nimmt kontakt auf. ist das geglückt, gibt's den ersten trennungsversuch und je nach Reaktion wird das weitergeführt oder erst mal wieder um mindestens drei tage verschoben...
wenn sich alle an die Spielregeln halten, braucht man eigentlich nicht mehr als 3, ganz selten 4 Wochen für die Eingewöhnung.
Spielregel für mamas ist ganz klar: in der ecke sitzen, uninteressant sein (mit niemandem spielen) und das Kind im auge behalten. so hat das Kind jederzeit Sicherheit, dass Mama da und aufmerksam ist, aber interessanter sind die Erzieherin und die Kita. füttern, wickeln werden nach den ersten tagen von der Erzieherin übernommen. schlafbegleitung gibt's erst, wenn das Kind den vormittag schon schafft.

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und wie lief es heute?

lgj

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Hallo
Danke der Nachfrage!

Es läuft gut. Seit gestern glaube ich, dass Hannah angekommen ist und sich wohl fühlt.

Ich war zunächst dabei, Hannah spielte aber schon mit den anderen und schenkte mir immer weniger Beachtung.

Als es nach draußen zum Spielen ging, hab ich mich verabschiedet.

Es gab kurzen Protest, doch die Erzieherinnen und die Kinder nahmen sie an die Hand und dann war alles gut.

Total lieb fand ich es, dass die Erzieherin mir immer wieder Feedback gab. Da es so gut lief, sollte ich nach dem Essen kommen-mich aber im Gebäude aufhalten.

Und was soll ich sagen-hat alles geklappt. Heute das gleiche Spielchen wieder. Und wieder gut.

Morgen werde ich wieder ein bisschen eher gehen.

ich denke, jetzt kommt ihr alles vertraut vor und sie fühlt sich wohl.

Und auch nachmittags, nach dem Mittagsschlaf habe ich ein sehr ausgeglichenes kind.

Ich denke, wir sind auf dem richtigen Wege ;-)