Wie Kind etwas verbieten?

    • (1) 09.01.19 - 19:30

      Unsere Tochter ist 21 Monate alt und erreicht gerade (hoffentlich) den Gipfel der momentan anstrengendsten Phase mit ihr.
      Wir arrangieren uns ganz gut damit, haben allerdings ein großes Problem:
      Zu Hause können wir ihr NICHTS verbieten. 1000 mal nein, laut leise. Es bringt NICHTS, denn sie macht es trotzdem. Zb Schlafzimmer. Sie will 99% des Tages im Schlafzimmer auf dem Boxspringbrett hüpfen und ich kann sie 1000 mal rausholen, sie bekommt die Tür trotzdem auf. Unsere Schlösser sind zubetoniert und wir haben keine Schlüssel. Das selbe Thema mit Bad. Wir sind langsam wirklich verzweifelt. Ich kann sie ja nicht anleinen. Und egal was man ihr anbietet, sie haut sowieso wieder ab und ich muss 162637216 mal am Tag Angst haben dass wir mit Gehirnerschütterung im Krankenhaus landen!
      Hat jemand einen Tipp?

      • (2) 09.01.19 - 19:37

        Könnt ihr die Klinken hoch montieren? Also dass sie von unten nach oben stehen? Dann bekommen Kinder die Türen idR nicht mehr so leicht auf. Das wäre das einfachste...

        • (3) 09.01.19 - 19:51

          Danke für den Tipp, versucht mein Mann gerade! Sie steht im Flur und schreit wie immer Auaaa Auaaaa, weil er sie nicht reinlässt. Ich erwarte schon täglich das Jugendamt, so oft mein Kind Auaaaaa schreit..

      Wir hatten auch so eine Phase
      Ich hab mich dann echt vor die Tür gesetzt u ihn davon abgehalten ins Zimmer zu kommen... er stand jedesmal davor u hat gebrüllt u geheult, aber er hat es begriffen... er geht nur noch ins Schlafzimmer nach Aufforderung oder wenn er fragt...

    • So unterschiedlich, ich v wäre dankbar wenn sie Mal in ein anderes Zimmer geht wie in das wo ich bin. Also meine durften immer hüpfen, dann powern sie sich Wissens nach aus. Aber wenn nicht gewünscht, Typ mit Klinken hoch Hand ja schon U sonst immer wieder nein U weg holen

      Kinder haben einen Entdeckerdrang und einen Bewegungsdrang. Du kannst beides versuchen zu unterdrücken. Oder du findest einen Weg, wie sie entdecken und toben darf. Wenn das Bett zum hüpfen zu gefährlich ist, dann kann man ein kleines Trampolin besorgen, oder eine Matratze hin und wieder mittig in ein Zimmer legen und da hopsen lassen, oder...

      Meine Kleine ist etwas jünger, aber auch total aktiv. Aber sie darf sich bewegen und ihr passiert eigentlich nichts. Manchmal stößt sie sich irgendwo und verlangt dann pusten und ein Küsschen, aber da war's dann auch schon.

      lg

      • Wir haben es mit Matratzen probiert, fand sie blöd. Wir haben ihr ein Kleinkind Trampolin gekauft, nie benutzt. Wir haben ihr einen Garten Trampolin (!!!) ins Wohnzimmer gestellt, den sie manchmal genutzt hat, aber den Drang hat es nicht gemindert aufs Bett zu springen. Mir ist das schlichtweg zu gefährlich. Klar darf sie es machen, wenn jemand dabei ist. Aber sorry, wenn ich auf Klo bin und sie drüben mit vollem Elan hüpft, bleibt mir das Herz 3 mal stehen! Entdecker, bedürfnisorientiert etc. hin oder her. Die Idee mit den Griffen hat übrigens geklappt!
        Sie hat auch gemerkt dass sie nicht mehr reinkommt, aber bisher keine große Eskalation

        • (8) 10.01.19 - 09:54

          Vielleicht ist ein Teil des Problems dann auch das sie mal darf und mal nicht. Aber wenn es mit dem Griff so jetzt klappt ist ja gut 😊

    (9) 09.01.19 - 21:02

    Hast du keine alte Matratze auf der sie hüpfen kann? Also eine Alternative bieten!

    • (10) 10.01.19 - 00:02

      Wenn das mal so einfach wäre...

      Bei Tochter1 hätte das vermutlich funktioniert. Tochter2 lacht höchstes laut.

      Wenn sie über die Couch rennen möchte, rennt sie über die Couch. Da kann ich den Boden mit Matratzen zu betonieren und es würde sie nicht interessieren.
      Die einzigen Optionen sind: Einen Raum ohne Couch aufsuchen oder sich selbst auf die Couch setzen und versuchen, sie davon abzuhalten dort zu laufen.

      Und da reden wir nicht von 10 Minuten oder einer halben Stunde. Sie ist viel hartnäckiger.
      Denkt man nur eine Sekunde, dass sie es nun verstanden hat und sie sich mit etwas anderem beschäftigt und steht auf, steht sie schneller auf der Couch als man gucken kann.

      Solche Tipps sind je nach Kind echt für den Eimer ...

      VG Isa

(13) 10.01.19 - 10:42

Hallo du.

Du hast ja schon viele Antworten bekommen und anscheinend klappt es ja laut einer Deiner Antworten mit den hochgestellten Türgriffen.

Was ich aber rausgelesen habe aus deinen Antworten und wo ich einen Ansatzpunkt sehe, bitte korrigier mich, wenn ich das falsch verstanden habe.

Du schreibst wenn Du daneben stehst darf sie hüpfen wie sie will, nur alleine nicht.

Da sehe ich das Problem, entweder etwas ist verboten, dann ist es das immer oder etwas ist erlaubt.

Wenn sie mal auf dem Bett hüpfen darf und mal nicht, verwirrt sie das und sie wird halt immer hüpfen wollen, wenn sie lust hat.

Also entweder konsequent verbieten, sie hat ja laut deiner Aussagen genug Alternativen, oder damit leben, dass sie es nunmal immer tun will.

Lg waldfee

  • (14) 10.01.19 - 22:19

    Ich denke schon, dass man etwas an eine Bedingung knüpfen kann. Das kann sogar sehr helfen, wenn es eben kein vollkommenes Verbot ist. "Du darfst auf dem Bett hüpfen, sobald ein Erwachsener mit im Raum ist. Wenn du alleine bist, ruf bitte zuerst und warte, bis jemand da ist."
    Mein Sohn darf auch auf der Küchenarbeitsplatte sitzen - wenn ich dabei bin.
    Er darf auf dem Bürgersteig aus dem Buggy - wenn er dann bei mir an der Hand läuft.
    etc etc die Welt ist ja nicht nur schwarz oder weiß und das können auch kleine Kinder schon verstehen, wenn man sich selbst darüber klar ist, warum man etwas verbietet oder erlaubt und das so ganz klar vermittelt.

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