Wie abstillen bei Dauernuckeln und Schnullerverweigerung?

    • (1) 17.02.19 - 12:23

      Hallo zusammen,

      Da mein Problem sowohl Schlafen als auch Stillen betrifft, bin ich hoffentlich hier richtig.
      Meine Tochter ist jetzt 12 Monate alt und seit Geburt Brustjunkie und Dauernucklerin. Unsere Nächte waren auch schon immer schlecht, sie wird so zwischen 2-5 mal wach und ab 4/5 geht’s nur noch mit dauernuckeln weiter, sonst ist sie wach. Schnuller hat sie leider noch nie genommen, auch Flaschen mit Milchpulver verweigert sie.
      Ich würde jetzt gerne abstillen, hab aber tatsächlich keine Ahnung, wie und ob das klappen kann ohne dass ich dann jeden Tag um vier aufstehen muss, weil sie ihr saugbedürfnis nicht mehr stillen kann.
      Habt ihr Tips? Wie hat das bei euch geklappt?

      Liebe Grüße,
      Der menschliche Schnuller;)

      • Hi,
        Ich habe keine Lösung für dich, aber hier ist es ähnlich.
        Meine Zwillinge sind schon knapp 17 Monate und nehmen nachts nichts anderes als die Brust.
        Ich habe schon versucht sie nur so zu beruhigen oder das meinen mann machen zu lassen, aber das Geweine hab ich nur eine Nacht durchstehen können und dann nicht mehr.
        Immerhin schlafen sie mittags und abends mit Flasche statt Brust ein.

        Bin gespannt, ob jemand hilfreiche Tipps hat!

        Ich kenne das und habe dem ganzen mit etwa 10 Monaten ein Ende bereitet. Ich habe einfach aufgehört zu stillen, nachdem ich die nächtlichen Mahlzeiten zuvor schon auf 2 reduziert hatte. Zwischendurch musste dann halt getragen werden. Oder auch mal um 5 aufgestanden. Nach ein paar Tagen pendelt sich das aber ein und es war auch viel weniger schlimm als erwartet.

        Ich glaube es wird immer schwieriger, je älter die Kinder werden. Denn dann können sie auch mehr protestieren und so...

        Wie gut und wie viel isst deine Tochter denn tagsüber? Und stillst du tagsüber auch noch?

        • Sie isst ganz ok, zumindest wenn es was gibt, was ihr schmeckt. Man muss auch noch sagen, dass sie sehr leicht ist (10% Perzentile), was es irgendwie noch schwerer macht, ihr das wegzunehmen...
          Tagsüber stille ich maximal einmal, nämlich während ihrem Mittagsschlaf. Da hat sie tatsächlich noch niemals länger als 15 Minuten geschlafen, wenn ich sie nicht nuckeln lasse und sie ist auch IMMER sofort wach, wenn ich sie da abdocke. Das funktioniert abends komischerweise🤷🏼‍♀️

        • Das es schwieriger wird, je älter die Kinder werden kann ich nicht bestätigen. Ich habe mehrfach probiert meine dauernuckelnde, schnullerverweigernde Tochter abzustillen unter heftigen Protesten und unterschiedlichen Varianten (zum Stillen anderer Ort als das Schlafzimmer / kurz nach dem Trinken Brust weg, beruhigen, bevor sie sich reinsteigert wieder trinken lassen und dann Zeitabstände des Nuckelns vergrößern). Nichts hat geholfen Mit etwa 18 Monaten habe ich ihr erklärt, dass ich das nicht mehr möchte weil es mir wehtut, sie aber einen Schnuller für Nachts haben darf (den durfte sie sich dann beim Kaufen aussuchen) und ich sie zum kuscheln im Arm halten werde, solange sie das möchte. Es hat ein paar Nächte gedauert mit ein bisschen Weinen und seit dem geht sie nicht mehr an die Brust.

          • Klar, es ist immer unterschiedlich.
            Ich habe allerdings tatsächlich auch nicht an noch sehr viel ältere Kinder gedacht. Wahrscheinlich, weil ich es im Leben nicht noch weitere 8 Monate so ausgehalten hätte #schwitz

      (7) 17.02.19 - 13:27

      Immer zuerst Wasser in der milchflasche gegeben. Erst wenn sie innerhalb kurzer Zeit wieder wach wurde und was wollte gab's die Brust. Die Abstände wurden länger und innerhalb einer ein paar Tagen war sie abgestillt. Da war sie 8 Monate.

    (10) 17.02.19 - 13:32

    Hallo!
    Bei meiner Kleinen war es auch so, wie du beschreibst. Ich war der lebende Schnulle, ca. 6 mal die Nacht wach, ab ca. 4 Uhr Dauernuckeln. Mir hat schon alles weh getan, weil ich immer seitlich liegen musste. Im Oktober (da war sie 13 Monate), wollte ich nachts abstillen. Mein Mann hat am Wochenende die ersten zwei Nächte übernommen. Die Nächte waren natürlich anstrengend, aber er hat sie immer auf den Arm genommen, war einfach immer für sie da und ... hat ihr auch immer die Flasche mit (Kuh-)Milch und eine mit Wasser angeboten. Da sie dann eine Erkältung hatte, bzw. mehrere hintereinander, haben wir gleich wieder aufgehört und sie hat die Brust bekommen. Erst im Januar (mit 16 Monate) haben wir dann wieder angefangen, nachts nicht zu stillen. Genauso wie vorher: Mein Mann hat die ersten zwei Nächte am WE übernommen. In der Früh durfte sie dann wieder ran an die Brust, wir haben viel gekuschelt.
    Da ich eh komplett abstillen wollte, habe ich tagsüber immer erst die Flasche angeboten, wenn sie an die Brust wollte, oder habe versucht, sie abzulenken. Aber ich habe sie nie deswegen schreien lassen! Wenn sie also wollte, hat sie die Brust bekommen.
    Kurzum: Die ersten zwei Nächte waren schon "schlimm". Sie hat viel nach mir und der Brust geweint. Nach den ersten zwei Nächten ging es aber besser, sie hat nicht mehr viel gemeckert, nach etwa einer Woche so gut wie gar nicht. Auch an die Flasche hat sie sich in dieser Zeit gewöhnt. Jetzt Anfang Februar habe ich komplett abgestillt, manchmal fragt sie noch, aber sie weint nicht deswegen (macht aiai und gibt Bussis auf die Brust :-D ).
    Allerdings wacht sie nachts immer noch sehr oft auf, etwa 5 Mal oder so :-( Das Abstillen hat in der Hinsicht nicht viel gebracht.
    Viele Grüße!

    Guck mal hier, das fand ich ganz hilfreich:

    https://www.stillkinder.de/ohne-saugen-einschlafen-lernen/

    https://www.still-lexikon.de/nachts-abstillen/

    Wir stillen zwar noch nicht komplett ab, aber wir sind gerade dabei, das Einschlafstillen abzugewöhnen... Vielleicht macht es für euch ja auch Sinn, schrittweise abzustillen. Erst nachts und dann nach und nach die übrigen Mahlzeiten tagsüber weglassen. So jedenfalls mein Plan...

    Ich hab hier auch so einen Brustjunkie (13 Monate), der Flasche und Schnuller verweigert hat. unsere Nächte sahen bis vor Kurzem genauso aus wie bei euch. Das Ende des Einschlafstillens hat tatsächlich eine deutliche Besserung gebracht. Morgens gegen 4 lässt sich mein Sohn aber auch partout nicht anders beruhigen. Ich denke, er hat dann nach 9 Stunden ohne Nahrung ganz einfach wieder Hunger. Also steh ich dann auf, stille ihn im Kinderzimmer im Sitzen und nehme ihn anschließend mit in mein Bett. Danach kuscheln und schlafen wir meist nochmal bis 7 Uhr.

    Im Endeffekt müsst Ihr wohl da durch und den zu erwartenden Protest ertragen. Es ist wichtig, wenn Ihr euch einmal dafür entschieden habt, es auch konsequent durchzuziehen. Sonst wird der Protest noch schlimmer ausfallen. Die erste Nacht war bei uns echt schlimm und herzzerreißend, ab der zweiten wurde es schon deutlich besser. Jetzt nach einer Woche sind wir bei ca. 20 Min Jammern und 10 Min Rumwälzen, bevor er einschläft.

    Stillen bietet ja neben Nahrung auch intensive Nähe. Die sollte man m.M.n. irgendwie weiterhin bieten. Ich habe ganz viel Kuscheln, Streicheln, Singen, Summen, leise Sprechen angeboten.

    Viel Erfolg Euch!

    Mit einem Jahr nimmt das Dauerstillen Nachts meist etwas zu, nach ein paar Monaten wird es übrigens oft wieder besser.

    Hey, ich habe auch keine Patentlösung für dich. Ich würde aber empfehlen zumindest noch 2 Monate abzuwarten. Bei uns war es auch um den ersten Geburtstag rum am schlimmsten. Sie ist jetzt 14 Monate und hat urplötzlich die letzten 2 Nächte mal 4-5 Stunden am stück geschlafen. Ich warte jetzt noch ein paar Wochen ab, schaue wie es sich entwickelt und versuche ihr tagsüber erst immer Wasser und essen anzubieten, wenn sie an die Brust möchte. Manchmal klappt es, manchmal nicht.
    Für den mittagsschlaf versuche ich weitestgehend unterwegs zu sein, zuhause schläft sie nur mit der Brust. Unterwegs schläft sie, allerdings unter Protest, im kiwa oder Auto ein. Ich habe zumindest das Gefühl, dass der Protest langsam weniger wird. Ich finde auch jetzt mit dem besseren Wetter habe ich zumindest mehr Energie.

    (14) 18.02.19 - 10:17

    Selbes Problem... Tochter 15 monate und auch noch keine lösung....

    Wir stillen daher nachts erstmal weiter. Ich möchte jetzt aich nicht noch mit einem Schnuller anfangen

    Liebe Grüße

    (15) 18.02.19 - 13:19

    Danke für eure Antworten! Wenigstens bin ich nicht alleine, das ist ja schon mal was😊
    Also, der Plan ist jetzt erstmal, da echt noch bisschen zu schieben und zu schauen, ob es von alleine besser wird. Einschlafstillen abends haben wir schon abgeschafft, mein Mann trägt sie in den Schlaf. Aber irgendwie macht das ja auch keinen Sinn auf Dauer, das stillen mit rumtragen zu ersetzen, oder? Finde ich auch viel anstrengender🙈

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