Sehe ich das zu locker ?

    • (1) 01.03.19 - 06:55

      Hallo wir gehen einmal die Woche kinderturnen. Unsere kleine ist 2,5 und natürlich Mitten in der Autonomie Phase :)
      So wie es glaub ich meistens üblich ist wird am anfnag der Stunde und am Ende zusammen im Kreis ein Lied gesungen.
      Außer meine die rennt schon herum und hat dazu null Lust.
      Ich finde das jetzt nicht so schlimm - sie ist eben aufgeweckt und neugierig.
      Meine Bekannte die ebenfalls mit kinderturnen ist sprach mich letztens darauf an ich muss strenger sein.
      Ich denke mir aber wenn ich sie festhalte um mitzusingen macht sie Mega Theater und stört eben den Ablauf.
      Was meint ihr ?

      • (2) 01.03.19 - 07:32

        Hallo,

        Wir haben auch so einen der nicht sitzen kann und würdest du irgendwohin zum test wie spz wäre das ein Defizit das beobachtet und sanft gefördert werden muss. Sowas verwächst sich nur zu 50 % bei den anderen bleibt es und damn geht der adhs zirkus los. Ausserdem ja es stört. Ich hab ihn sanft gefördert, immer wieder eingefangen und versucht zu animieren. Man kann das locker sehen kann aber sein dass man später bereut nicht frühzeitig angefangen hat das ruhig bleiben zu fördern.

        • (3) 01.03.19 - 19:04

          ADHS ist eine Wahnehmungsstörung und kein Verhalten, was man durch Erziehung "wegtherapieren" kann. Jeden, der halt lieber herumläuft statt in Sitzkreis zu sitzen als ADHS abzustempeln hilft weder dem Kind noch den tatsächlich Betroffenen. Im SPZ wissen die Mitarbeiter das zum Glück.

          • (4) 01.03.19 - 21:52

            Dann hab ich mich missverständlich ausgedrückt!
            Nein, Kinder die nicht stillsitzen haben kein ADHS, um Himmels willen. Aber solche Kinder haben oft ein Entwicklungsdefizit im Bereich Konzentrationsfähigkeit, ähnlich wie es sprachliche Defizite gibt gibt es das auch völlig unabhängig von der Krankheit / Behinderung ADHS. Und wenn es eine "normale" Entwicklungsverzögerung ist kann man da sehr wohl fördern und therapieren! Bei 50% aller Kinder die im Kindergartenalter "ADHS-Symptome" zeigen handelt es sich um einfache Entwicklungsverzögerungen die sich herauswachsen oder wirklich durch Förderung behoben werden können! Das hat uns zumindest das SPZ so erklärt.

            Auf keinen Fall sollte man diese Kinder zum Sitzenbleiben "hinprügeln" wie man das leider oft vorgeschlagen bekommt. Aber da Kinder die eine Verzögerung haben das was sie nicht können gerne vermeiden und es damit nicht besser sondern eher schlimmer wird sollte man sie erst mal sanft dazu animieren, wenn das nichts bringt muss man eben wirklich mal über Ergo nachdenken.

      Ich würde sie nicht auf biegen und brechen zwingen aber mit 2,5 versteht sie ja schon viel und man kann es durchaus versuchen.
      Wie soll sie es auch lernen, wenn du sie immer nur rennen lässt.
      Meine Tochter ist ähnlich aktiv und wild. Ich nehme sie beim Begrüßungsspiel bei unserem Turnen immer auf den Arm oder nehme sie an der Hand und versuche, dass sie mitmacht.
      Vielleicht könnt ihr auch 2-3 Minuten eher schon hingehen, sodass sie sich erst kurz austoben kann und dann mitmacht...

      Was sagt denn die Turnlehrerin dazu?
      Also ich bin ja auch eher für strengere Erziehung und klare Regeln. Ich finde, die Kinder können sich schon mal mit in den Kreis setzen und mitmachen, und müssen nicht rumspringen wie die es ihnen gerade gefällt.
      Wenn es meine Tochter wäre, und sie so ein Theater macht, würde ich mit ihr raus gehen und mal eine klare Ansage machen. Und sie vor die Wahl stellen, entweder wie die anderen Kinder im Kreis sitzen oder heim gehen. Würde das dann auch so durchziehen.
      Irgendwann müssen sie auch mal lernen Regeln einzuhalten, und das nicht nur Zuhause.
      Lg,
      Anjobi mit J und A an der Hand 💙 Babyboy 28. SSW inside

      • (7) 01.03.19 - 09:48

        So mach

        • (8) 01.03.19 - 09:50

          So mache ich das auch. Es ist meinen Kindern völlig klar, dass jetzt „Sing-Zeit“ ist. Wenn sie nicht mitmachen wollen, heißt das für meine Kinder aber ich lange nicht, dass sie daraus eine „Spiel-Zeit“ machen dürfen.

          Notfalls brechen wir ab und gehen vor die Tür.

    Bei den ersten paar Male habe ich da auch keinen großen Wert drauf gelegt.. aber nach und nach habe ich gesagt sie sollen sitzen bleiben..anfangs nur 1lied..dann 2lieder..dann komplett. Das hat gut funktioniert. Meine waren zu dem Zeitpunkt auxh 2.5 jahre.. ich denke da kann man sich als Mutter schon durchsetzen und die Kinder können es verstehen

    (10) 01.03.19 - 08:05

    Wir sind auch beim kinderturnen, erst gestern war's wieder soweit. Auch hier am Anfang und am Ende eine singrunde mit Liedern und fingerspielen. Mein sohn ist 19 Monate alt, wie waren zum dritten mal dort. Er kann damit auch noch nichts anfangen, er steht entweder vor mir, auch wenn alle sitzen, und guckt rum oder stellt sich zur Leiterin in den Kreis und guckt. Für mich in seinem Alter noch okay, vorallem, weil er nur steht und guckt, sonst nichts weiter. Wäre er aber bereits 2,5 und würde durch die Gegend rennen, würde ich wohl auch sagen, entweder er bleibt bei mir während des Kreises oder wir gehen. Er muss ja nicht mitmachen, aber mit 2,5 kann das Kind verstehen, dass es andere stört, wenn es schon rumrennt. Der Kreis gehört dazu, wer mitturnen will, der kann auch beim Kreis dabei sein. Selbst wenn sie nicht mitmacht, man kann in dem Alter durchaus erwarten, das Kind zumindest dabei sitzt und fertig.

    (11) 01.03.19 - 09:02

    Huhu

    Meine Tochter ist zwar erst 1,5 aber wir singen auch in Krabbelgruppen;-)
    Ich fange sie zum Singen spielerisch ein und setze sie auf meinen Schoß, meist sind die mitmach Lieder spannend genug, wenn nicht lasse ich sie dann loslaufen.
    Zumindest so sanft üben würde ich es also schon.
    Meine kommt mittlerweile wenn wir anfangen oft von selbst an und setzt sich zu mir :-)

    Liebe Grüße

    Danke mal für euer antworten.
    Die Turnlehrerin sagt dazu nichts.
    Ich spreche sie das nächste mal darauf an.

    (13) 01.03.19 - 09:17

    Ich war mit allen meiner 3 Kinder in so Gruppen.

    Meine beiden Großen haben (obwohl sie auch immer wibbelig waren, wie jedes Kind) immer alles brav mitgemacht. Meine Älteste haben die Kinder die aus der Reihe tanzen immer gestört. Das geht ja so weiter. „Diese“ Kinder machen das auch noch mit 6, 7 und 8 Jahren. Wegen solchen Verhalten hat sich meine Tochter mit 9 Jahren aus ihrem Verein abgemeldet und sie war 6 Jahre dabei. Eine Alternative ist gefunden. Viel teurer. Aber bei dem Preis schickt keiner mehr sein Kind hin, was nicht richtig mitmacht.

    Meine Jüngste wäre auch gerne rumgelaufen, aber ich finde, man kann und muss lernen in dem Alter sich an Regeln zu halten. Für sich selbst und für die anderen.

    (14) 01.03.19 - 09:42

    Ich finde, das muss nicht sein und stört die anderen.

    Mit 2,5 sollte ein Kind in der Lage sein, zwei mal 5 Minuten Stillsitzen im Abstand von einer knappen Stunde auszuhalten. Im Kindergarten wird sie auch mal sitzen müssen, obwohl sie gerade keine Lust hat.

    Wenn das nicht geht, weil es sonst ein großes Geschrei gibt, muss man daran arbeiten und das evtl auch mal zu Hause üben. Mit 2,5 kann man ja auch schon mit den Kindern reden.

    (15) 01.03.19 - 09:46

    Ich habe das selbe „Problem“ mit unserem jüngsten. Allerdings in der Spielgruppe.
    Da es mich immer total nervt, wenn andere Eltern ihre Kinder schon/noch spielen lassen, während meine Kinder im Kreis sitzen „müssen“, halte ich meine Kinder immer dazu an, sich ebenfalls zu setzen.

    Bei uns war es genauso. Ich wollte ihn auch auf keinen Fall "zwingen" beim Singkreis mitzumachen, wenn er das halt nicht möchte. Allerdings wollte ich auch nicht die anderen stören.
    Also habe ich mit ihm erklärt, dass ich nicht möchte, dass er die Turngeräte während des Singkreises schon benutzt und dass wir leise sein sollen, damit wir die anderen nicht stören.

    Gerade anfangs hatte ich ihn dann oft in der Zeit auf dem Arm und habe ihm das im Flüsterton immer wieder erklärt, haben oft den anderen zugeschaut, irgendwann hab ich mich dann alleine mit in den Kreis gesetzt und natürlich immer gesagt er kann aussuchen, ob er mitmacht oder solange wartet und nur zuguckt. Inzwischen macht er auch öfter mit.
    Wäre es irgendwann mal gar nicht gegangen, hätte ich mit ihm so lange vor der Tür gewartet, kam bei uns aber nie vor.

    Von dem "das müssen Kinder mal lernen" halte ich überhaupt nichts. Lernen unter Zwang klappt nie gut und es ist viel wertvoller, wenn ein Kind das schließlich aus eigenem Antrieb lernt, eben zu seinem passenden Zeitpunkt.
    Ich denke man erreicht bei Kindern viel mehr, wenn man sie erst mal versucht zu verstehen und das auch zeigt. Also nicht sagt "du musst jetzt aber..." sondern zuerst einmal "Ich weiß, dass es dir total schwer fällt." "Komm, ich helf dir dabei, wir sitzen jetzt mal zusammen ganz still." "Ich sehe, deine Beine wollen gerade am liebsten schon losflitzen" und erst nachdem man das eigene Kind gesehen und seine Wünsche anerkannt hat sagen, was man für Erwartungen und Wünsche an das Verhalten des Kindes hat.

    Also das nur so meine Gedanken dazu am Rande :-)

    • (18) 01.03.19 - 16:06

      Und dann ist es nachher 18 und hat ganz toll gelernt, dass seine Wünsche zuerst kommen und dann der Rest.

      In einer Gruppe gibt es Regeln, sonst funktioniert eine Gruppe nicht. Ist das Kind noch nicht so weit sich in eine Gruppe einzufügen, dann gehe ich nicht mehr hin oder erkläre ihr, warum sie das jetzt mal durchhalten soll.

      • (19) 01.03.19 - 19:24

        Du erliegst einem Trugschluss: Nur weil man die Wünsche eines Kindes hört, heißt es nicht gleich, dass man sie auch erfüllt. Da liegt ein großer Unterschied.

        • (20) 01.03.19 - 19:31

          Aber hier sehe ich doch auch ohne nachzufragen den Wunsch. Es möchte sich einfach bewegen und nicht stillsitzen. Das geht aber nicht.

          • (21) 01.03.19 - 22:11

            Ich sehe es eher als ein "noch nicht stillsitzen können" und ich kenne und verstehe Sportgemeinschaften im Breitensport so dass man auf den Schwächsten Rücksicht nimmt und ihn mitzieht und nicht dass man ihn nur weil er eine kleine Teilaufgabe nicht kann von der Gemeinschaft ausschließt!

            Natürlich sollte die Mutter nicht tatenlos zusehen sondern ihren Teil dazu beitragen dass es irgendwann besser wird.

            (22) 02.03.19 - 21:58

            Da stimme ich pikku völlig zu. Einfach zu sagen "das geht aber nicht" und das Kind vom Turnen auszuschließen hat keinen Lerneffekt fürs Kind, zumindest keinen positiven. Und es gibt ja keine irgendwo in Stein gemeißelte Regel, dass am Anfang der Turnstunde ein Singkreis sein muss, an dem alle teilnehmen müssen. Wenn von 10 Kindern da 9 keinen Bock zu hätten, wäre es eher an der Turnleiterin, das Ritual zu überdenken. Viel zu oft schreiben meiner Meinung nach Erwachsene die Rituale vor, ohne zu gucken, ob das denn auch für den Großteil der Kinder passt und sich zu überlegen, was man denn mit den Kindern macht, zu denen das nicht passt.

            Außerdem finde ich es definitiv einen Unterschied, ob man seinem Kind sagt, dass man seinen Wunsch sieht und respektiert und erklärt, warum man dem Wunsch nicht nachkommen möchte oder ob man einfach sagt "Entweder du sitzt jetzt still oder wir fahren nach Hause."

            • (23) 02.03.19 - 22:05

              So habe ich meinen Post nicht gemeint.

              Ich erkläre meinem Kind auch, warum es Regeln gibt. Aber in der akuten Situation, wenn es die anderen Stören würde, dann würde ich raus gehen, nach Hause fahren und zuhause in Ruhe erklären, dass alle Kinder dies zum Abschied oder zur Begrüßung machen, dass dies das Gruppengefühl stärkt und sie sich bitte daran zu halten hat, da es eine Regel in diesem Turnverein ist.

              Und ich finde zwischen den Wunsch nach Bewegung sehen und ihn zu tolerieren sind halt Unterschiede, je nach Situation. Hier finde ich persönlich es unangebracht, wenn alle sitzen.

              Ich erziehen auch nicht nach "du musst das jetzt Punkt" sondern "du musst das jetzt, weil". Es gibt nun mal im Leben Dinge, die sein müssen. Ich kann im Erwachsenenalter auch nicht Pause machen, weil ich das gerade so wünsche.

              • (24) 02.03.19 - 22:40

                Aber irgendwie kamst du ja darauf, dass das nicht-ausschließen meines Sohnes vom Turnen dazu führt, dass er mit 18 nur das macht, was er will und nicht auf andere achtet ..........? Natürlich eine völlig überzogene Schlussfolgerung, aber auch die Idee dahinter finde ich einfach unsinnig.

                Zwischen nicht mitmachen und andere stören ist ja auch nochmal ein Unterschied.
                Ich habe in meinem vorherigen Post (16) ja auch geschrieben, wie ich es mache und hatte damit zumindest für uns eine gute Lösung gefunden, wie wir die anderen nicht stören und ich meinen Sohn trotzdem nicht zum mitmachen zwinge und er die Möglichkeit bekommt, es mit der Zeit selbst zu wollen und dann auch zu lernen.

                Klar kann man im Erwachsenenalter nicht immer Pause machen, wenn man es sich wünscht. Trotzdem wünsche ich mir für meinen Sohn, dass er lernt zu erkennen, wann er eine Pause braucht und daraufhin eine Entscheidung zu treffen, ob er diese Pause nimmt (und jeweilige Konsequenzen trägt) oder nicht. Erziehung, die nur auf Gehorsam aus ist, bringt Kinder dazu, nur nach der Pfeife anderer zu tanzen, sich nur so zu verhalten, wie andere es erwarten und schließlich verlernen zu erkennen, was sie selbst denn eigentlich wollen.
                Das ist jetzt nicht auf dich bezogen. Damit wollte ich nur meine Einstellung erklären.

      (25) 01.03.19 - 22:06

      Ich habe so ein Kind das "noch nicht soweit ist" und muss hier sagen: Na vielen Dank dass Du mir die Möglichkeit nehmen willst mein Kind "in der Situation" zu fördern und am Beispiel der anderen zu lernen" und an etwas teilzunehmen für das es zu 90 % weit genug ist und das ihm auch noch Spaß macht. Und nein, ein Kind das noch nicht so weit ist das zu schaffen ist auch nicht soweit dass es negatives Verhalten erlernt. Ich hatte genau das Problem und zum Glück eine Turnleiterin die integrativ denkt und arbeitet und gesagt hat "90 % der Stunde tun ihm gut und die macht er auch toll und an den 10 % arbeiten wir eben noch, er sieht es ja wie die anderen das machen." Sie geht ja schon extra in eine Turngruppe und sprengt nicht die Sing-und Musikschulstunde.
      Es macht eben nicht immer einfach irgendwann klick und es funktioniert dann, manches muss man sich mit seinem Kind einfach auch "erarbeiten".

      Zum Glück hatte ich sehr tolerante Mitmütter die kein Problem damit hatten uns in diesen 5 Minuten einen Rahmen zu bieten in dem ich mit meinem Kind 1:1 diese Situationen üben konnte und die sich mit uns gefreut haben wenn etwas klappte und die es nicht störte wenn es eben nicht klappte.

Top Diskussionen anzeigen