Geschenk für das Trockenwerden

    • (1) 07.03.19 - 14:29

      Hallo ihr lieben,

      habe mir eben so meine Gedanken gemacht, was ich meiner Tochter (2 Jahre 8 Monate) als Geschenk kaufen, dafür dass sie trocken geworden ist.

      Haben Eure Kinder was bekommen, zB für Schnullerentwöhnung oder Trockenwerden?
      Wenn ja, was?

      Liebe Grüße

      • Gibts hier nicht ...

        Ich persönlich finde es schwierig, dafür etwas zu schenken.

        Es ist wunderbar, dass sie trocken ist - für sie. Ein Geschenk ist wie eine Beurteilung von Außen und auch so, als würde sie dafür belohnt werden, dass sie diesen Schritt vollzogen hat. Das ist sicher lieb gemeint, aber es baut auch einen Druck auf. Was ist, wenn sie launen- oder krankheitsbedingt nochmal häufiger einnässt?

        Ich finde, dass gerade das Trockenwerden ohne Druck passieren sollte. Überhaupt finde ich Geschenke für bestimmte Entwicklungsschritte unangemessen. Man kann natürlich hübsche Unterhosen aussuchen, denn die braucht an ja nun :-) das ist aber etwas anderes als eine Belohnung.

        (4) 07.03.19 - 16:59

        Hallo,
        nein, für gewöhnliche Entwicklungsschritte (z. B. von der Flasche auf Trinkbecher wechseln, mit Besteck essen, Trockenwerden, laufen lernen...) gibt es bei uns keine besonderen Geschenke, sondern nur entsprechendes Zubehör, was dann fortan gebraucht wird (neuer schöner Trinkbecher, Kinderbesteck, Toilettenpapier, passende Schuhe...).

        Wenn unserer Tochter etwas Neues gut gelingt, freuen wir uns mit ihr darüber und bestärken sie darin, es nochmal zu versuchen oder allgemein, Dinge auszuprobieren. Meist ist allein schon das Erfolgserlebnis, dass sie etwas dazugelernt und alleine geschafft hat, Belohnung genug, weil sie stolz auf sich ist. Da braucht es bei uns kein extra Spielzeug und das möchte ich auch nicht einführen.

      Hallo.

      Meine Tochter ist mit 2 Jahren und 3 Monaten trocken geworden. Es war ein längerer Prozess, wie so ziemlich alle Entwicklungsschritte. Insofern gab es für mich keinen wirklichen Anlass für ein Geschenk. Es gab ein neues, schönes Set Unterwäsche und das war's. Das hätte sie aber von da an ohnehin gebraucht.

      Bei uns gibt es kleine Geschenke auch einfach so zwischen durch. Ich finde es merkwürdig alles an irgendwelche Bedingungen zu knüpfen. Sie bekommt etwas, weil ich es schön finde und denke, dass sie sich darüber freuen würde oder weil es gerade zu ihrer Entwicklung passt. Nicht weil sie etwas besonders "gut" gemacht hat.

      Liebe Grüße

    • (7) 07.03.19 - 18:47

      Hi,

      unser Großer ist jetzt gerade trocken geworden gerade zum 4. Geburtstag.
      Er durfte sich im Spielwarenladen was aussuchen, er hat sich einen Hund von Paw Patrol ausgesucht.

      Bei ihm war es lange so, dass ihm alles wichtiger war, als auf Toilette zu gehn, sprich er merkte er muss, hatte aber keine Lust.
      Daher gab es für jeden Toilettengang einen Sticker, als das gut funk

      • (8) 07.03.19 - 18:51

        Funktionierte, gab es immer, wenn kein Tropfen in die Hose ging ein Toffifee. Seit 2 Wochen gab es jetzt zu Hause keinen Unfall mehr und auch im Kiga klappt es gut. Da gibt es jetzt noch Belohnung in Form von einem Toffifee, wenn die Hose trocken bleibt.

        Wir haben es so machen müssen, sonst hätte er jetzt noch welche an 😂 Jetzt ist er ganz stolz, dass er der Große ist, der keine Windel mehr braucht und seine kleine Schwester noch eine braucht, weil sie ja noch ein Baby ist 😊.

        Ich finde, trocken werden ist doch ein großer Schritt und eine tolle Leistung, da darf es auch eine Belohnung geben.

    Nein. Finde ich total daneben so etwas materiell zu belohnen!

    (10) 07.03.19 - 19:50

    Bei uns gab es eine Barbie von Oma. Sie war sehr stolz darauf. Es war aber nicht vorher angekündigt, also sie wusste nichts davon. Der Kleinen sage ich jetzt immer, dass sie dann Unterhosen anziehen darf, wenn sie auf Toilette geht. LG

    (11) 07.03.19 - 21:01

    Unsere hat an ihrem 2. Geburtstag entschieden: Windel ab. Und das trotz richtig miesem Gesundheitszustand...
    ich hatte eine Box mit Stickern auf sämtliche Toiletten verteilt und wollte einen „Anreiz“ anbieten (piepegal ob Hose nass oder trocken).
    Sticker fand sie zwar toll, gebraucht haben wir sie eigentlich nicht 🤪 weil sie war einfach so weit - Tags wie nachts...
    Also eigentlich war die größte Belohnung: Mama und Papa haben endlich kapiert: KEINE WINDEL MEHR...

    Beim Schnuller gucken wir mal. Im Moment möchte ich ihn ihr noch lassen. Auch weil in nächster Zeit wieder viele doofe Arzttermine anstehen. Aber ich denke, eines Tages wird sie da auch entscheiden: brauch ich nimmer

    (12) 07.03.19 - 21:09

    Hier schrieben ja schon viele, dass sie es nicht für angebracht halten.
    Wollte nur noch ergänzen, dass das nicht bloß so eine "Meinung" ist, sondern tatsächlich wissenschaftlich erwiesen. Belohnungen (ist ein Geschenk ja) untergraben die innere Motivation uns das Selbstwertgefühl. Wenn sich das Kind selbst über den Entwicklungsschritt freut und stolz ist, wird das Glückshormon Dopamin ausgeschüttet. Bekommt es dann eine Belohnung, wird zwar kurzzeitig mehr Dopamin ausgeschüttet, fällt aber rasant ab, sodass das Glücksgefühl weniger lange anhält (so Ähnlich passiert es auch bei Drogen und so wird das Gehirn süchtig nach Belohnungen/Anerkennung).
    Das heißt im Umkehrschluss natürlich nicht, dass Eltern die Entwicklung ignorieren sollten, es ist ein Unterschied, ob man dem Kind eine Belohnung gibt oder eben einfach mit stolz ist und sich freut.

    Letztens noch einen tollen Vergleich in nem Buch gelesen: Geht ein Mann jeden Freitag zum Fußballschauen in die Kneipe, so tut er das wahrscheinlich, weil es im Freude bereitet. Gibt ihm dann der Barkeeper plötzlich jede Woche 50€ und sagt "Toll, dass du wieder hergekommen bist" wird der Mann weniger Freude dabei empfinden.
    Klingt paradox ;-) Aber es fühlt sich einfach gut an, etwas für sich zu tun. Weil man es will/kann. Durch Belohnung tut man es dann irgendwie ungewollt mehr für andere als für sich.

    • Jupp! Die intrinsische Motivation geht komplett flöten. Man sieht das sehr sehr schön an der letzten Generation. Hier stand Lob und Belohnung hoch im Kurs. Viele (nicht alle) Auszubildenen und Berufseinsteiger beispielsweise tun nichts ohne dafür materiell belohnt zu werden. Der Chef hat eine spezielle Aufgabe für dich. Toll, krieg ich da mehr Geld für? Nee, sei doch stolz drauf, dass der Chef Dir das zu traut. Nee...😒

      Erlebe ich leider sehr oft....

(14) 07.03.19 - 21:36

Als unsere Kinder trocken würden, dann gehörten sie zu den Großen, die schon Unterhosen anziehen. Das fanden sie toll.

Danke für die Antworten, ich hatte da an was kleines gedacht wie süße neue Unterwäsche vllt mit den lieblingsfiguren drauf, ein neues Buch zum vorlesen oder ein Mal-/Bastelbuch oder ähnlich.

  • Also wenn dein Mutterherz da so ein Bedürfnis hat 😀 Dann fahre doch mit ihr in die Stadt und kündige an, dass sie jetzt ja richtige Unterwäsche benötigt und dann kann sie sich was aussuchen. Der Gedanke „Belohnung bei Entwicklungsschüben“ würde ich mit Vorsicht betrachten.

(17) 08.03.19 - 13:15

Sowas gibt es hier bei uns gar nicht..

Ich finde es irgendwie befremdlich das ein Kind Geschenke bekommen soll, für irgendwas was zu die natürliche Entwicklung gehört. Soll Kinder dann auch Geschenke bekommen dafür dass die sprechen lernen, Fahrrad fahren lernen, etc? #kratz

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