Thema Sprachstörung

Hallo ihr Lieben,
mich belastet dieses Thema leider schon sehr sehr lange und ich weiß nicht was ich mir hier erhoffe. Vielleicht will ich mich auch einfach nur auskotzen:-/
Mein Sohn ist 3 Jahre alt und er hatte schon von Geburt an es nicht leicht wegen einer Geburtsverletzung. Er wurde mit der Saugglocke rausgeholt. Er hat fast zwei Jahre Physiotherapie und mehrere Einränkungen hinter sich und war mit so vielem spät dran. Beispiele: Laufen hat er mit 16 Monaten gelernt ( was aber noch im Rahmen ist) Köpfchen halten oder Drehung vom Bauch auf den Rücken hat er als Baby auch etwas später gelernt. Genauso wie das sitzen oder der vierfüßlerstand. All das hat er etwas verspätet gelernt aber letztendlich hat er es gelernt. Habe hier und da natürlich Sprüche gehört aber da habe ich oft weggehört oder mich darüber aufgeregt. Schließlich hat jedes Baby sein eigenes Tempo. Allerdings was das Sprachliche angeht....das verunsichert mich doch sehr. Mein Sohn redet leider nicht viel, er brabbelt zwar viel am Tag aber so richtige Sätze kommen nicht raus. Eher so Bruchstücke und manche Wörter wie z.B. kaputt spricht er anders aus „paputt“
Wenn er was will sagt er „anziehen“ oder „Durst“ „essen“ usw. Waren auch schon beim pädaudiologen aber Hörtest ist alles unaufällig. Haben nur ein paar Tipps bekommen und das war’s. Für Logopädie wäre es noch zu früh und da er fahrig sei, würde es jetzt noch keinen Sinn machen. Aber evtl. könnte er später angeblich eine ergothérapie brauchen. Das alles verunsichert mich sehr. Vielleicht hat einer von euch so ähnliche Erfahrungen gemacht. Ich wünsche mir wirklich nichts sehnlicher als das es mal Klick macht und er plötzlich anfàngt zu reden. Denn auch mit seiner Oma kaue ich dieses ewige Thema durch und das führt nur dazu, dass ich mir nur noch mehr Sorgen mache. Denn sie kommt manchmal wirklich auf Themen wie, dass er vermutlich adhs hàtte. Sie macht sich dann sorgen und ich müsse aufpassen und so weiter :-/

Entschuldigt bitte den langen Text und jetzt schon mal vielen Dank fürs Lesen.

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Hallo, ich schreibe dir mal per PN. LG 🤗

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Okay gerne:)

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Hallo!

Wie habt ihr denn die Sprache zu Hause mit ihm “entwickelt”? Habt ihr von Anfang an viel mit ihm geredet? Korrigiert ihr ihn bei Fehlern? Gerade wenn Dinge am Anfang noch falsch ausgesprochen werden ist es wichtig, das Kind nicht zu korrigieren, da es sonst eine Sprechangst entwickeln kann. Wenn er also sagt, dass das etwas “paputt” ist, ist es gut wenn man dann zB antwortet: Stimmt, das Spielzeug ist kaputt. Man soll halt dann zB nicht antworten: Nein, das heißt “kaputt”.
Oder zB auch eine leichte Sache um das Sprechen von ganzen Sätzen zu fördern: Wenn das Kind zB einen Hund sieht und sagt: “Hund!”, dies aufgreifen und sagen: Oh ja, das ist ein schöner/brauner/kleiner/großer Hund. Also immer das ausgesprochene Nomen mit einem Adjektiv verbinden. Was ich mit meinem Kleinen auch ganz oft mache ist zB ganz simpel die Wochenprospekte durchblättern und alle dort abgebildeten Sachen benennen. Das ist mittlerweile richtig zu einem Ritual bei uns geworden und er freut sich da Sonntags immer schon drauf.
Ich denke jedes Kind ist unterschiedlich und hat ein anderes Tempo, ich würde einfach insgesamt versuchen ihn so viel wie möglich zum Sprechen zu animieren, auch mit ganz einfachen Dingen. Achja, ich würde auch darauf achten, dass nicht zu viele Hintergrundgeräusche (TV/Radio etc) präsent sind.
Ich drücke euch die Daumen! :)

Lg

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Dankeschön fürs Daumen drücken. Ja genau so machen wir das, wenn mein Sohn zum Beispiel ein Auto sieht dann sagt er „da Auto“
Dann sage ich, stimmt da fährt ein Auto vorbei. Und wenn er „paputt“ sagt, korrigiere ich ihn nicht sondern antworte ihm aber spreche es dann richtig also „kaputt“ aus.
Wir versuchen viel mit ihm zu reden. Nur manchmal will er einfach nicht zuhören oder die Aufmerksamkeit ist nicht da. Manchmal nennt er unbewusst auch Dinge richtig aber will sie dann nicht nochmal wiederholen. Zum Beispiel kann er Taschentuch sagen aber er will lieber „tatzi“ (sein Wort für Taschentuch) sagen.

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Hm also bei meinem Kleinen (ist jetzt 23 Monate alt) war es auch so, dass er zB am Anfang zu Banane “pata” gesagt hat..das hat sich dann irgendwann geändert und er sagt jetzt ganz normal Banane. Hat denn ein Arzt mal gesagt, dass die Sprachentwicklung bei ihm auffällig ist? Kann er sich mit Kindern in seinem Alter verständigen? Ich würde ihn auch nicht versuchen zu “zwingen” zu sprechen- wenn es nichts medizinisches ist denke ich, dass es einfach irgendwann kommt wenn er bereit dazu ist.

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Mach dich nicht zu verrückt.. ich weiß es ist nicht leicht vorallem weil von allen seiten dumme fragen kommen. Von meiner freundin der kleine (ist gerade 3 geworden) redet auch nicht wirklich so viel. Der kinderarzt hat ihr hier auch keinen druck gemacht. Als wir mit unserem die zwei jahres untersuchung im oktober hatten meinte unser kinderarzt gleich das es nicht normal sei, dass unser sohn so wenig rede (Auto, Titi, Papa, das wars dann auch schon). Unser sohn ist allgemein ein etwas eigenes kind (vielleicht auch weil er mehr oder weniger nur mit erwachsenen ist). Der kinderarzt meinte dann gleich das er vielleicht Autismus haben könnte und ob ich ihn nicht durchchecken lassen möchte. Ich hab dies sofort abgelehnt, da ich als mutter einfach spüre das er gesund ist. Er haltet blickkontakt zu menschen, und spielt auch mit jedem, kann zornen und kann lachen. Er meinte ich soll ihm nach 2-3 monaten einen Zettel abgeben mit wörtern die er jetzt kann. In diesen 3 monate hat sich auch ein bisschen was getan. Er ist auch keineswegs perfekt in der aussprache, was ich aber überhaupt nicht schlimm finde, da die kleinen einfach so viel lernen müssen 😊 zb. zu traktor sagt er kacku, zu bravo babo, zu oma amu und opa apu. Was ich dir sagen will, lass dich nicht stressen, denn dein kind wird dann auch in den stress kommen. Jedes kind braucht seine zeit und das ist auch gut so schließlich ist keines gleich 😊

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Danke für deine lieben Worte. Das tut gut zu lesen. Ich will meinen Sohn auf keine. Fall h Tee Druck setzen und gebe ihm gerne die Zeit. Bin einfach nur oft verunsichert und frage mich, ob ich vielleicht was falsch mache oder mehr was machen sollte. Naja und wenn dann der Kinderarzt auch diese Sprachauffälligkeiten feststellt und die Oma uns besuchen kommt und stàndig über das Thema „Sprachstörung oder adhs“ mit mir sprechen will...das macht es alles nicht einfacher für mich. Seitdem Kita Start brabbelt er zumindest viel mehr als vorher. Davor hatte er nicht so viel Interesse zu reden.

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Ja das kenne ich zu gut, aber wir als mütter könnten uns die füße ausreissen, wenn die kleinen nicht wollen, dann wollen sie eben nicht 😅 mehr als versuchen ihnen etwas beizubringen können wir nicht. Außerdem wenn man am wenigstens damit rechnet passierts. Meiner hat von heute auf morgen angefangen ein paar zahlen in drei verschiedenen sprachen zu sagen, war auch total verwundert, vorallem weil er garnix geredet hat 😄 solange du weisst, das du dein bestes gibst, musst du kein schlechtes gewissen haben, ich wünsche euch alles gute 🍀

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Hallo meine Tochter ist zwar noch jünger aber ich hab erst gestern mit dem Kinderarzt wegen der Sprache telefoniert.
Unsere möchte einfach gar nicht sprechen.
Wenn sie ganz viel Lust hast kann sie haben,Mama,Papa.ja,nein,da

Aber obwohl sie das kann benutzt sie es fast nie.

Letztens wusste ich nicht was sie wollte dann läuft sie halt in die Küche schleppt mir die Packung Milch an um mir zu erklären das sie Milch trinken möchte also einfallsreich ist sie.

Unser kia ist sehr entspannt er sagt wir sollen ihr mindestens bis 2,5 Jahre Zeit geben.

Dann könnte man ein Logopädie Versuch starten wobei es bei so kleinen Kindern eher schwer ist produktiv mit der Logopädie zu arbeiten.

Aber was ich sagen will unser kia sieht überhaupt keinen Stress sie ist ein aufgewecktes Mädel das viel lernt nur zum sprechen hat sie keine Animation.

Er sagt auch wir als Eltern können nicht mehr machen als Geduld haben und viel mit ihr sprechen ,vorlesen etc.

Lg

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ADHS würde ich jetzt vorerst mal nicht annehmen. Mit 3 kann man das wohl eh noch nicht feststellen :)

Dass noch nicht alle Wörter richtig gesagt werden (wie paputt für kaputt) ist meines Wissens auch noch im Rahmen.

Ansonsten hab ich hier oft gelesen, dass man ein SPZ aufsuchen sollte. Eine bekannte hat ein Kind mit T21 und ist auch im SPZ und sehr begeistert :)

Alles Gute für euch 😊

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Glaube auch nicht, dass er adhs hat aber nicht weil ich als Mami alles rosarot sehe sondern weil ich eben sehe, dass die Symptome nicht passen. Finde es einfach doof, wenn man als Oma alle zwei Wochen für zwei Stunden das Kind sieht und direkt feststellt, dass es adhs haben könnte. Sowas bringt mich auf die Palme. An das SPZ hatte ich noch nicht gedacht. Wäre eine Überlegung wert. Danke dir:)

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Ich war als Kind super nervös und aufgeregt. Zu Hause konnte ich mich schlecht konzentrieren oder ruhig sitzen.

Meine mama (selbst Psychologin) meint, dass ich in heutiger Zeit sicher ADHS diagnostiziert bekommen hätte 😂 aber in der Schule war ich immer gut, konnte ruhig sitzen und konzentriert arbeiten. Und zu Hause half ganz viel Ruhe und Geduld. Also auch eine solche Diagnose wäre nicht direkt ein Weltuntergang!

Aber wie gesagt, bei so jungen Kindern ist Unruhe und Konzentrationsschwäche völlig normal, eben weil das Hirn ja auch noch gar nicht so weit ausgereift ist ;)

Klar hilft manchmal ein objektiver Blick von außen, aber grade in der heutigen Zeit wird ja gern schnell die ADHS Keule geschwungen 🙈 was natürlich Quatsch ist :)

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Guten Morgen :)

mein Sohn wird morgen 3 und ist in der Sprache auch sehr verzögert.

Bei der U7 mit zwei Jahren konnte er eine Hand voll Wörter + Tiergeräusche. Damals hieß es "abwarten" - sprachverzögert wurde aber bereits im U-Heft vermerkt.

Vor zwei Wochen waren wir bei der U7a. Junior spricht schon DEUTLICH mehr, 3-4 Wort-Sätze, sehr selten auch mal 5. Er reiht die Worte oft falsch aneinander und die Aussprache ist sehr unklar bzw. manches versteht man garnicht.

Wir gehen jetzt auf Rat vom Kinderarzt zur Frühförderung. Das erste Gespräch hatten wir schon. Ich finde das wichtig! Man kann nicht immer ewig abwarten, manche Kinder brauchen Unterstützung. Natürlich KANN es sein, dass es auch ohne geklappt hätte. Aber wer weiß das schon? Unsere Erzieher haben auch klar dazu geraten. :)

Ein Punkt, den meine Kinderärztin noch angebracht hat war, dass sie Angst hat gleichaltrige Kinder "meiden" ihn, weil sie nicht so gut mit ihm kommunizieren können und Junior das selbstverständlich super frustriert. Er würde so gerne.... Und es ist tatsächlich so: sein Kumpel (spricht fließend) spielt am allerliebsten mit Kindern, mit denen er sich ordentlich verständigen kann.

Ich hoffe Junior hilft die Förderung und der Knoten platzt bald endgültig.

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Was genau ist diese Frühförderung? Davon habe ich von unserem Kinderarzt nie was erfahren. Sie schickt uns ständig zum Pädaudiologen aber diesmal werde ich nicht hingehen, denn es bringt einfach nichts. Zwei Stunden warten nur um ein Hörtest zu machen. Die Ohren wurden sehr oft schon von anderen Ärzten untersucht. Es ist alles unauffällig. Das ist übrigens auch meine Sorge, dass mein Sohn nicht wirklich Anschluss findet, da er nicht so viel reden kann wie die anderen kinder. Leider sind in seiner Gruppe auch fast alle Kinder älter als er. Der größte Teil ist 5 Jahre alt und die können natürlich sehr gut reden. Die Erzieherin sagte auch, dass Milan manchmal nicht versteht, was die Erzieherin von ihm will. Mich macht das natürlich traurig, denn ich würde auch so gerne ihn erzählen hören, wie es in der Kita war.

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Hallo und sorry für die späte Antwort :)

Google einfach mal nach Frühförderung... meistens haben die Kinder dort aber mehrere Defizite bzw. hinken etwas hinterher. Bei uns ist es eben die Sprache / Auffassungsvermögen und die Feinmotorik.

Er wird dort heilpädagogisch "behandelt" und geht ab März zusätzlich zum Logopäden - er ist frisch 3 geworden.

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Mit 3 kann man noch nicht wirklich zuverlässig eine Sprachstörung diagnostizieren und daher halten sich die Ärzte sehr zurück. Es bringt auch noch nicht viel, die Pferde zu früh scheu zu machen, deshalb reden Kinder immer noch nicht mehr. Wichtiger statt einer Diagnose ist es mit dem Kind viel zu reden und auch Medienkonsum minimal zu halten.
Zwei meiner Kinder haben mit 3 kaum gesprochen und sie haben sich dennoch sehr verschieden entwickelt. Die Große, mittlerweile 17, haben wir mit 6 oder 7 auch nochmal von einem Pädaudiologen anschauen lassen, weil sie auch nur beschränkt auf Sprache reagierte. Es waren aber keine Therapien nötig und wir haben es hingenommen. Was soll ich sagen, sie ist sehr sprachgewandt als junge Erwachsene, schreibt Bücher und ist sehr kreativ. Sie ist allerdings eher introvertiert, was auch der Grund für ihre zögerliche Sprachentwicklung war. Meine Drittgeborene hat ebenfalls sehr spät gesprochen und dann auch viele Worte/ Laute falsch. Auch jetzt mit fast 10 spricht sie viele Worte falsch aus und es fällt ihr schwer sich sprachlich auszudrücken. Diagnostiziert wurde auch im Vorschulalter/ frühem Grundschulalter. Audititive Wahrnehmung und Konzentration sind bei ihr auffällig. Sie wird aktuell inklusiv geschult. Sie hatte auch längere Zeit Logopädie und Ergotherapie, aber auch nur mit mäßigen Erfolgen. Jede Therapie muss schon sehr mit Bedacht durchgeführt werden. Ich persönlich finde am schlimmsten, wenn Kinder immer erfahren, mit mir stimmt was nicht, deshalb werde ich von Therapie zu Therapie geschleppt. Wichtiger für Kinder mit Einschränkungen ist, dass sie akzeptiert werden, wie sie sind. Denn wenn man nicht permanent rumtherapiert, um einen bestimmten Standard zu erreichen, hat man auch die Chance ihre wahren Stärken und Neigungen zu erkennen. Und die hat jedes Kind.
Daher kann ich dir nur raten - lerne dein Kind zu nehmen wie es ist und hab nicht immer die Angst im Nacken sitzen, dass irgendwas nicht der Norm entspricht. Normen sind veränderlich. Um so mehr wir Anderssein annehmen können, um so mehr wird auch dies "normal".

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Danke, dass du mir deine Erfahrungen mitgeteilt hast.
Das macht mir jetzt schon Kopfschmerzen, wenn ich dran denke, er braucht vielleicht ergothérapie und Logopädie. Möchte ihm das alles natürlich gerne ersparen. Manchmal denke ich mir, vielleicht braucht er einfach viel mehr Zeit als andere Kinder. Ich rede auch wirklich viel am Tag mit ihm, rede auch weiter, auch wenn von ihm nicht viele Antworten kommen. Ich will einfach nichts bei ihm vernachlässigen aber auch kein Druck ausüben. Ich mache mir aber automatisch mehr Sorgen, wenn beispielsweise seine Oma auch ständig über seine Sprachverzögerung spricht und das das nicht normal sei. Wenn wir beim Kinderarzt sind, müssen wir dann erneut zum Pädaudiologen, weil er sprachlich nicht so weit ist. All das macht mir Kopfschmerzen. Ist manchmal nicht leicht damit umzugehen, wenn dieses Thema ständig aufkommt.