Wir können nicht mehr spazieren gehen 😔

Hallo ihr Lieben,

Ich weiß mir leider keinen Rat mehr. Vielleicht habt ihr eine Idee?

Meine Tochter ist gerade 2 Jahre alt geworden und steckt in der Autonomiephase. Seit einer Woche ist sie nun Pandemie-bedingt nicht in der Kita. Eigentlich kein Problem, ABER: Ich gehe morgens und nachmittags immer ca. eine Stunde mit ihrem 4,5 Monate alten Bruder spazieren, da er tagsĂŒber nur im Kinderwagen schlĂ€ft. Wir haben versucht den Spaziergang gemeinsam zu machen, aber es endet immer (wirklich immer 😔) mit einem Heulanfall meiner Tochter, der solange andauert bis wir zuhause sind. Meistens geht es um ihre Sicherheit.

Wir wohnen im Dorf und um zu einem relativ sicheren Weg (Waldweg oder Feldweg ohne Autos) zu kommen, mĂŒssen wir an einer langen Hauptstraße entlang gehen (10 Minuten Wegstrecke). Wir hatten ihr eigentlich schon frĂŒh (mit einem Jahr) beigebracht, dass sie dort nur an der Hand gehen darf.

Seit Kurzem reißt sie sich aber immer los und rennt/tanzt/springt voraus, leider auch auf die Straße. Sie hört ĂŒberhaupt nicht mehr auf mich und lacht mich aus. Ich erkenne mein braves MĂ€dchen nicht mehr wieder. Sie hört nur auf andere Menschen (z.B. Papa, Omas), aber nicht mehr auf mich.

Dieses Verhalten greift auch auf andere Bereiche ĂŒber. Ich darf zeitweise nicht mehr wickeln, ZĂ€hne putzen, anziehen usw. Das nervt natĂŒrlich, aber es ist mir zuhause relativ "egal". Ich "sitze es aus" und warte einfach so lange bis sie doch gewickelt usw. werden möchte. Draußen habe ich aber noch den Bruder im Kinderwagen, der geschuckelt werden möchte. Ruhig und wiederholt erklĂ€ren bringt nichts, schimpfen auch nicht.

Schlussendlich nehme ich sie immer ganz fest an die Hand und gehe weiter, wĂ€hrend sie heult wie ein Schlosshund und sich hinterherzerren lĂ€sst. Oder sie schmeißt sich auf den Boden und tritt um sich. Das tut mir immer in der Seele weh. Ich habe gestern zu ihr gesagt, dass ich sie so nicht mehr auf einen Spaziergang mitnehmen kann. Es war aber Samstag und mein Mann hat dann zuhause auf sie aufgepasst. Das geht natĂŒrlich Montag bis Freitag nicht.

Ich wĂŒrde ja einfach nicht mehr spazieren gehen, aber mein Sohn schlĂ€ft wirklich tagsĂŒber NUR im Kinderwagen. In der Trage oder Federwiege habe ich bei ihm keine Chance, geschweige denn in seinem Bett (in dem er nachts schlĂ€ft).

Wie wĂŒrdet ihr die Situation handhaben?

Lg, babyelf mit babygirl (2 Jahre) und babyboy (19 Wochen)

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Huhu, so wie du es beschreibst handelst du super. Du bist konsequent an der richtigen Stelle (Straße), lĂ€sst ihr aber Zeit, wenn ihr sie habt. Top!
Das ihr Verhalten im Straßenverkehr natĂŒrlich an die eigene Grenze geht versteh ich total.
Mir wĂŒrde spontan einfallen, dass sie vielleicht einen Puppenwagen mit nehmen könnte und ihr einen kleines Rollenspiel daraus macht. Sie muss auf Puppi so aufpassen, wie du auf sie. Sie kann der Puppi die Regel erklĂ€ren, denn ich bin mir sicher, das Puppi die noch ĂŒberhaupt nicht kennt ;)

Halte durch... Es ist nur eine Phase.

LG Audrey

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Oh, das wĂ€re eine Idee! Danke đŸ‘đŸ»

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Habt ihr einen Spielplatz in der NĂ€he?

Ich wĂŒrde dort hingehen und dann wenn sie zb im Sandkasten sitzt immer ein paar Meter hin und her gehen mit Kinderwagen. đŸ€·đŸŒâ€â™€ïž

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Ja, aber um dahin zu kommen, mĂŒssen wir an der langen Hauptstraße vorbei (unser Haus liegt daran).

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WĂ€re denn ein Geschwisterwagen etwas? Damit du sie diese 10 Minuten reinsetzen kannst?
Ändert sich denn ihre Stimmung, sobald ihr auf dem sicheren Weg seid und sie dann losstĂŒrmen kann?
Vielleicht auch immer wieder spielerisch locken. Steine suchen, Zapfen o.Ă€?
Ihr vielleicht auch einen Puppenwagen mitgeben?

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Ein Geschwister wagen o.Ă€. WĂ€re auch mein Vorschlag. Von einer zweijĂ€hrigen kann man meiner Meinung nach noch nicht erwarten, dass sie sich sicher im Straßenverkehr bewegt. Gerade weil sie auch mitten in der Autonomiephase ist.

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Ich habe es auch so gemacht, auf dem Spielplatz gehen und den mehrfach mit dem Kinderwagen umrunden.
Das hat gut funktioniert.
Dass sich dein MĂ€dchen mit 2 verĂ€ndert, ist ganz normal. Es beginnt langsam die Trotzphase in der man das eigene Kind sowieso nicht mehr kennt 😅 zudem ist es natĂŒrlich doppelt schwer, wo noch dazu das kleine Geschwisterchen dazu gekommen ist.

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Habt ihr ein Buggy Board, um sie an der Hauptstraße, oder auch mehr, mitfahren zu lassen?

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Buggyboard? Auf unebenen Wegen kannst du das dann abmachen und unten in den Korb legen. Also wirklich nur auf diesem Streckenabschnitt als was besonderes nutzen?

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Vielleicht wĂ€re ein Buggyboard was fĂŒr sie? So wird sie (wie das Baby auch) geschoben.
Ansonsten - Sicherheit geht vor - und wer nicht hören will, muss an der Hand gehen.

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Ich wĂŒrde es auch mit einen Geschwisterwagen oder einem Buggyboard versuchen. Es ist normal, dass sie ihre Grenzen testet und auch richtig, dass du sie dann an die Hand nimmst. Auf dieses Theater jeden Tag und das auch noch mehrfach hĂ€tte ich allerdings auch keine Lust, da kann ich dich total verstehen.

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Hallo,

Wie findet deine Tochter es, den Kinderwagen mit zu schieben? Meine Kinder haben den gleichen Abstand, und mein Sohn ist das glĂŒcklichste Kind auf der Welt, wenn er den Kinderwagen schieben darf (den ich natĂŒrlich mit festhalte). Wir wohnen nĂ€mlich auch an einer vielbefahrenen Strasse, und das klappt total super.