Die Frau finde ich einfach nur daneben............

    • (1) 13.11.06 - 17:26

      Hallo,

      als großes Vorbild in Sachen Kindererziehung und Karriere wird uns ja neuerdings vor allem Frankreich vorgeführt, wo ja alle Muttis sooooooooooooooooo toll Karriere machen können und sooooooooooo viele Kinder bekommen können. Ein besonders extremes Beispiel ist Professor Dr. Dr. Juliane Kokott, Generalanwältin am Europäischen Gerichtshof. Lest selbst:

      http://www.spiegel.de/kultur/literatur/0,1518,409854,00.html

      Sorry, aber das geht mir eindeutig zu weit. Für mich hat sie ein totales Persönlichkeitsproblem, keinen emotionalen Bezug zu ihren Kindern, was sich ja auch in Aussagen äußert wie:

      ##Speziell Katharina ist sehr anhänglich. Sie sagt immer, die sollen dir doch einfach das Geld aus Luxemburg schicken, du kannst doch auch zu Hause arbeiten."

      Natürlich gebe ihr das zu denken, "aber es wäre doch nicht vernünftig, mein Leben nach den Wünschen einer Sechsjährigen auszurichten. Sie kann ja die Konsequenzen gar nicht übersehen." Vernünftig ist ein Begriff, der bei Juliane Kokott sehr häufig vorkommt. ##

      Ich frage mich nur, was sie gemacht hätte, wenn sie zum Beispiel eine massive Erkrankung in einer der Schwangerschaften entwickelt hätte oder eines der Kinder behindert gewesen wäre????#schock

      Was haltet ihr von ihrem Lebensentwurf und wie findet ihr das für die Kinder?

      lg Ellen

      • Hi,

        was stört dich daran?
        Millionen von Frauen auf dieser Welt managen eine Familie und gehen nebenbei arbeiten.
        Ich verstehe deinen Ärger darüber nicht.
        Viele Babys haben eine Kinderfrau, Tagesmutter oder Nanny und leben ganz normal damit.
        Sie scheint eine Powerfrau zu sein, die es schafft, Familie und Karriere unter einen Hut zu bringen.
        Warum ärgerst du dich darüber?
        Versteh ich jetzt nicht. #kratz
        LG Birgit

        • Sorry, aber in 10 Minuten kannst du unmöglich den Artikel gelesen haben, also lies ihn bitte erstmal.

          Was ich dagegen habe? Die Kinder sind noch nicht mal da und freuen sich auf ihre Mutter, wenn sie wie jede Woche nach 4 Tagen Arbeit nach Hause kommt. Ist das nicht etwas komisch????#heul Komm, sie hat doch überhaupt keine Beziehung zu ihren Kindern, Zeit ist auch ein Faktor, und sie hat 4 verschiedene Kindermädchen, damit die ja keinen stärkeren Bezug zu den Kindern aufbauen als sie selbst........einfach nur ätzend.#schock

          Ellen

          • Hi,

            nur mal vorweg, ich kann schnell lesen...
            und finde es überaus traurig, dass man sich über so belanglose Dinge so sehr aufregen kann.
            In anderen Ländern ist es durchaus üblich, arbeiten zu gehen und die Kinder kurz nach der Geburt zu einer Kinderfrau oder in eine Krippe zu geben.
            Ist wahrscheinlich nur in den "konservativen" Ländern wie Deutschland und Österreich ein Problem.
            Ich weiss ehrlich gesagt auch nicht, warum man sich immer um die Angelegenheiten anderer scheren muss, noch dazu, wenn das Familienleben funktioniert.
            Man sollte sich lieber umsehen, was in seiner Umgebung passiert, man hört ja laufend Meldungen von getöteten und misshandelten Kindern.
            LG Birgit

            • .....für mich ist das auch eine Misshandlung von Kindern, und zwar eine massive!!! Hallooooooo? Diese Kinder haben jeden Tag eine andere Bezugsperson, dass ist doch echt schlimm!!!!!

              Ellen

              • Im Gegenteil. Es kann sehr gut für Kinder sein, wenn diese hochqualifizierte Fremdbetreuungskräfte haben. Sie lernen mehr und können sich auch ein adequates Sozialsystem aufbauen. Lernen also soziale Kompetenzen, die eine Nur-Mutter und Hausfrau nicht einmal vergleichsweise beibringen kann. Schlussfolgerungen wie Deine sind nicht nur statistisch falsch abgeleitet, sondern zeugen einfach auch nur von Unwissenheit,
                Angst vor Veränderungen und Ignoranz.

                Glück ist eine Definition, das jede Frau und jede Familie für sich allein erfinden muss. Und es ist mir zuhöchst zuwider zu lesen, dass Toleranz beiso vielen Menschen einfach nicht vorhanden ist. Gerade von anderen Frauen und Müttern. Wie sollen Kinder lernen was Toleranz und Akkzeptanz ist, wenn deren Eltern alles Verschreien, was ein bisschen anders ist.
                Es ist ebenso gut, wenn eine Frau zu Hause bei den Kindern bleibt und dies auch will, als wenn eine Frau arbeiten geht und anderweitig für eine gute und sinnvolle Betreuung sorgt.

                Ihns

        • Hallo Ellen,

          ich kann deinen ärger auch nicht ganz nachvollziehen, weiss aber dass es verscheidene Lebensmodelle gibt und jeder nach seiner Fassung glücklich werden kann und sollte. Den Kindern wird das wohl nicht schaden!

          Was mich aber schreiben lässt, wie kommst Du darauf, sie habe mehrere Kindermädchen um eine engere Bindung als die zu sich selbst als Mutter, zu vermeiden? Ist es nicht etwas vermessen diese Schlußfolgerung zu ziehen?
          Ich kann mir ernsthaft nicht vorstellen, dass sie auch nur eine Sekunde einen derart dummen Gedanken hatte!

          Oder habe ich etwas überlesen?

          Gruß bw

          ellen,

          die frage ist auch, zu WEM haben denn die kinder überhaupt eine wirklich intensive beziehung bei der lebensweise???


          ich finde, einfach eben NUR gut betreut, ist wirklich nicht genug!


          lg
          ayshe

    Find ich gut, da ich nicht sehen kann, dass irgendjemand unter dieser Art des Familienlebens leidet.

    Ich möchte dazu sagen, dass ich persönlich "Nur-Mutter" und Hausfrau bin. Ich bin so glücklich und zufrieden. Ich bin nun einmal keine Power-Frau, die Beruf und Familie locker unter einen Hut bringt bzw. bringen möchte; ich bekomme leicht Migräne und mag überhaupt keine Hektik. Die Vorstellung, morgens zur Kita und anschließend zur Arbeit hetzen zu müssen, finde ich nicht sehr erbaulich. Aber warum sollte ich anderen Frauen, die andere Bedürfnisse haben, ihren Beruf nicht gönnen?

    Ich habe in meinem Freundeskreis verschiedene Mütter, die gern arbeiten und gern Mutter sind. BEIDES. Und weißt Du was? Die Kinder scheinen nicht unglücklich zu sein, obwohl sie schon recht früh in die Kita gingen. Diese Kinder werden sehr geliebt und respektiert, sie wurden niemals schreien gelassen, wurden teils sogar lang gestillt. Aber sie haben gelernt, dass es neben Mama und Papa noch andere Bezugspersonen in ihrem Leben gibt. Meistens sind diese Kinder sehr sozial, und ich lade sie sehr gern zu mir nach Hause ein.

    Ich finde es schade, dass gerade in Deutschland so ein Kampf zwischen den Müttern herrscht. Arbeitet man nicht, heißt es, man sei ja nur "Muttchen am Herd". Und arbeitet man, dann ist man eine Rabenmutter.

    Außerdem: Was ist eigentlich mit den Vätern? Wenn der Artikel über einen Mann und nicht über eine Frau geschrieben worden wäre, würdest Du wohl nicht so einen empörten Beitrag schreiben.

    LG
    lilas

    • Hallo lilas,

      ich bin zum Glück in der Lage, selbst entscheiden zu können, ob ich arbeiten gehe oder nicht. Ich habe mich für meine Kinder entschieden, richtig, so wie du, und habe es noch keinen einzigen Tag bereut. Ganz im Gegenteil wir wollen noch ein drittes Kind.
      In ein paar Jahren, wenn die Kinder zur Schule gehen, werde ich auch wieder arbeiten.

      Ich kenne auch viele Mütter in meinem Bekanntenkreis, die sehr schnell wieder gearbeitet haben und ALLE Kinder haben ausnahmslos darunter sehr gelitten. Sie haben ohne Ende geheult in den ersten Wochen in der Krippe und weinen auch sonst viel. #heul Die Mütter fühlen sich auch sehr hin und hergerissen, was sie mir erzählen. Also nix da Friede, Freude, Eierkuchen!!!!!

      Das wird natürlich von den Müttern immer sehr gerne vertuscht und überspielt, aber wenn ich die Kinder nur heulen sehe, oder wenn sie wie eine Klette an der Mutti hängen, weil sie sie viel zu wenig haben, dann ist für mich alles klar. Die Tochter von einer Freundin von mir spielt immer Kita auf dem Spielplatz: Mutti muss in die Ecke und das Kind geht zur Arbeit und sie kommt erst seeeeeeeeeeeeeeeeh spät wieder, ihre Mutter darf dann ewig nicht aus der Ecke raus - also da brauch ich keinen Kinderpsychologen, um das zu deuten!!!#heul#heul#heul

      Ellen

      • Nun ja, dann haben wir im Bekanntenkreis eben andere Erfahrungen gemacht.

        Aber was mir dazu noch einfällt: Meine Tochter ist ein richtiges Papa-Kind (obwohl ja ich und nicht mein Mann die meiste Zeit für sie da ist). Und sie ist auch immer sehr unglücklich, wenn mein Mann zur Arbeit geht. Neuerdings nimmt sie sogar immer ihre Spielzeug-Handtasche und will mit ihm mitgehen... Soll mein Mann nun seinen Job aufgeben, damit meine Tochter nicht mehr traurig ist? Das ist doch Quatsch.

        Kinder brauchen eine liebevolle, verlässliche Bezugsperson. Oder auch mehrere. Ich kann nicht erkennen, warum das nur die Mutter sein sollte.

        lilas

        • #Kinder brauchen eine liebevolle, verlässliche Bezugsperson#

          ....richtig, sie brauchen EINE; aber nicht mehrere, das kann auch die Oma oder der Papa sein, aber doch bitte nicht so!!!

          Ellen

          • Ein Kind kann auch mehrere Bezugspersonen haben, nicht nur eine. Ich gebe allerdings zu, dass ich vier Kinderfrauen auch für etwas viel halte.

            Aber von "Misshandlung" zu sprechen, finde ich vollkommen übertrieben und ist zudem eine Verharmlosung von dem, was wirklich in einigen Familien, in denen misshandelt wird, abläuft. Man sollte diesen Begriff etwas vorsichtig verwenden: Für Kinder, die geschlagen, gequält und wirklich vernachlässigt werden.

            Und eine Frage hast Du mir noch immer nicht beantwortet: Warum regst Du Dich eigentlich nur über die berufstätigen Mütter auf? Was ist den Vätern? In dem Artikel geht es doch um eine hochqualifizierte Frau. Warum ist ihr Job weniger wert als der ihres Mannes? Wenn schon, dann solltest Du Dich über beide Eltern gleichermaßen aufregen.

            lilas

            • (15) 13.11.06 - 19:01

              Muss man das denn immer extra betonen? ich bin sicher sie würde sich nicht aufregen, wenn der Vater permanent zu Hause wäre, aber der hat jawohl auch einen sehr anspruchsvollen Job. Also hat keiner der beiden Eltern wirklich Zeit für die Kinder.

              Liebe Grüsse
              Jennifer

              • (16) 13.11.06 - 19:33

                Also hat keiner der beiden Eltern wirklich Zeit für die Kinder<<

                Das ist nichts weiter als eine Unterstellung auf Grund seines Gewerbes - es sagt nichts über die Kanzlei oder sein Engagement als Anwalt aus - schon mal überlegt wieviele Anwälte auf Grund eines politischen Mandats zb. ihre Arbeit fast komplett einstellen - weißt du wieviele Anwältinnen reduziert arbeiten weil ihre (meist größere) Kanzlei das ohne weiteres zulassen?

                • aber es geht doch aus dem Artikel hervor, dass der Vater auch nie zuhause ist. Im Artikel steht, dass er auch morgens geht und nie vor 19 Uhr zuhause ist. Die kleinen Kinder schlafen dann wahrscheinlich auch schon alle und sehen tagsüber weder Papa noch Mama - ich persönlich finde es schrecklich, aber wie gesagt, jedem wie es ihm gefällt.

                  • "Die Kinder" sind zu einem Großteil schon Älter - willst du mir wirklich erzählen dass du allen ernstes dran glaubst dass die im Alter von 6-17 Jahren um 19 Uhr im Bett liegen?

                    Das glaub ich nichtmal bei dem Baby - in dessen Alter ist nämlich auch noch seltenst ein Rytmus drin.

                    Im Alter seiner Geschwister müssen viele Kinder damit rechnen Eltern erst Abends zu sehen - oder ein Elternteil gar nicht - auch wenn dies meist der Mann ist.

                    .............riiiiiiiiiiiiiichtig, endlich mal jemand, der den Artikel genau gelesen hat und keine Pauschalantworten gibt. Die Kinder wachsen vor allem mit wechselnden Kindermädchen auf, nicht mit den Eltern, auch nicht mit dem Vater.

                    Und ich finde nicht, dass jeder machen sollte, was ihm gefällt, nein, wir tragen eine größe Verantwortung für unsere Kinder und müssen diese auch wahrnehmen!

                    lg Ellen

            1. Es gibt eindeutige Studien zu der emotionalen Entwicklung von Kindern, die klar herausstellen, das Kinder in den ersten zwei Lebensjahren EINE Bezugsperson brauchen, an die sie sich binden können, um ein stabile psychische Persönlichkeit zu werden.

            2. Über die Väter habe ich nichts geschrieben, weil sie nicht Gegenstand des Artikels waren, sonders es ging ja in erster Linie um Frau Kokott. Natürlich ist es tragisch für ein Kind, wenn es keinen oder keinen ausreichenden Kontakt mit seinem Vater hat!!!!

            3. Der Job von Frau Kokott ist nicht weniger wert, habe ich nirgens behauptet. Mal genau lesen.

            Ellen

            • Hallo

              Jetzt muss ich aber auch noch mal

              >>1. Es gibt eindeutige Studien zu der emotionalen Entwicklung von Kindern, die klar herausstellen, das Kinder in den ersten zwei Lebensjahren EINE Bezugsperson brauchen, an die sie sich binden können, um ein stabile psychische Persönlichkeit zu werden.<<

              Und warum gibt es das neue Elterngeld dann nur 12 Monate , ähhmm #kratz

              Und nicht 24 Monate, wenn es so wichtig ist ??

              Nach den neuen Gesetz werden doch die Mütter nach 12 Monaten wieder zurück in den Beruf gezwungen, da heute selten 1 Einkommen Reicht #aha

              LG Manu

        Wie kommst Du darauf ein Kind brauche lediglich EINE Bezugsperson? Hast Du eine seriöse Quelle für diese These?

        Gruß bw

Hi,
ich habe meinen Job freiwillig aufgegeben, damit ich Kinder bekommen konnte - beides war nicht zu haben!!!!

Jetzt sitze ich zu Hause, genieße es unheimlich Mutter zu sein aber leider weiß ich auch, das ich niemals mehr in meinem Beruf arbeiten kann, trotz Wochenendstudium, etc.
Was würde ich geben, in Frankreich wohnen zu können, wo beides viel einfacher zu handhaben ist!!!!!

Deutschand ist in dieser Beziehung so weit am Ende, wie es nur geht! Und wer keine Großeltern hat, ist auf Tagesmütter, etc. angewiesen - wo ist das Problem. Im Endeffekt ist es doch egal. wer die Kinder betreut, Hauptsache es ist eine liebe und kompetente Person, der man 100% vertrauen kann.

ich frage mich immer wieder, warum solche Diskussionen in den Raum geworfen werden. Es gibt halt Frauen, die laufen nicht den ganzen Tag mit ungewaschenen Haaren und Jogginghosen herum. Es gibt Frauen, die wollen gerne arbeiten und Kinder haben.

Wenn Du nicht dazu gehörst, OK - aber verurteile deswegen bitte nicht andere Frauen.

Lisa
21.11 Zwillinge

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