Angst es ihm zu sagen

    • (1) 10.02.19 - 08:50
      Pusteblumen19

      Hallo,

      Ich stecke in einer unangenehmen Situation, anders als es manche hier schreiben. Wir (26 und er 30) leben in einer fernbeziehung. 150 km trennen uns und sehen uns eher unregelmäßig. Dennoch ist es passiert, ich bin schwanger. Er weiß es auch und für ihn ist es kein Problem. Ich hab schon einen 7 jährigen Sohn in die Beziehung gebracht. Das Problem, ich kann bzw will es nicht jetzt. Ich wollte nächsten Sommer zu ihm ziehen und dann eine neue Ausbildung beginnen. Da ich schon damals eine begonnen hatte, aber aus krankheitsgründen nicht mehr weitermachen konnte. Noch immer stehe ich mit den alltäglichen Dingen mehr oder weniger allein da. Auch hab ich Angst, wieder allein gelassen zu werden, wie beim ersten. Da wollte der Erzeuger auch, dass ich ihn bekomme, dass er für mich da ist. Und was war? Nix.
      Ich will nicht wegen einer Schwangerschaft alles wegwerfen müssen. Der ganze Plan ist nix mehr wert. Und schwanger will ich nicht umziehen. Aber allein hier will ich auch nicht sein. Ich weiß, dass er sich ein Kind wünscht. Und er hat wie gesagt kein Problem, seine Eltern würden uns auch unterstützen. Aber ich kann es trotzdem nicht. Ich bin 26 und hab keine Lehre und kaum gearbeitet, wegen Krankheit und Kind, da ich hier keine Hilfe hab. Ich will das nicht nochmal und selbst wenn ich Unterstützung hab, jeder weiß wie schwer es ist, zu lernen mit 2 Kindern. Jeder weiß, wie unsensibel Arbeitgeber zu Müttern sind (leider zu viele)
      Sicherlich fragt ihr euch, warum ich überhaupt schwanger geworden bin.
      Ich achte penibel auf Verhütung, weil ich in den nächsten 4 Jahren nicht schwanger werden wollte. Daher immer kondom und auch wenn es keine richtige Verhütung ist, schaue ich auch immer auf denn Zyklus. Der ist recht regelmäßig, daher weiß ich ungefähr wann ich wo ich stehe, auch spüre ich den Eisprung.
      Ich spare eigentlich auch für eine kupferspirale, da ich hormone nicht nehmen darf.
      Als es passiert ist, haben wir eine Stunde später die Pille danach geholt und ich nahm sie auch. Von den ganzen Nebenwirkungen ganz zu schweigen, hat sie nix gebracht. War dann wohl zu spät. Wie man ja jetzt sieht. Und immer noch, ich weiß nicht wie ich ihm sagen soll, dass ich es nicht will. Nicht jetzt.
      Er ist so ein toller Mann. Eigentlich kann ich ihm das nicht antun. Aber ich will nicht meine Bedürfnisse schon wieder für einen Mann zurück halten. Ich fühle mich schlecht, jetzt ein Kind weg zu machen, weil es nicht passt und später, wenn es passt eins zu machen.
      Es passt so gesehen nie, es ist immer was, dass weiß ich. Aber meine Ausgangssituation ist einfach zu schlecht. Natürlich besser als damals, aber ich hab ja gesehen, was es aus mir gemacht hat.
      Manchmal wünsche ich mir, dass die Natur das regelt und ich mich nicht mehr kümmern muss. Einfach abartig diese Gedanken, ich verstehe mich selber nicht. Wir haben so ziemlich am Anfang über Kinder gesprochen, wir wollen beide welche. Aber nicht jetzt. Mein Sohn muss ungeschult werden, seine Förderungen müssen in der neuen Stadt beantragt werden, dass ist ein enormer Kraftakt, da es hier schon seine Zeit gebraucht hat, alles zu bekommen, was ihm zusteht. Und nun müsste ich das alles im schnell Durchlauf machen. Müsste ich nicht, wenn ich wie geplant erst nächstes Jahr rüber ziehe. Aber ich will trotzdem nicht allein die Schwangerschaft mitmachen und allein die Geburt durchstehen. Wir sehen uns durch seine Arbeit zu selten. Natürlich kann ich alles mit ihm teilen und zeigen. Aber es ist doch was anderes, wenn der Partner es hautnah mitbekommt. Ich will es nicht noch einmal erleben, wie bei der ersten Schwangerschaft.
      Ihr seht schon, es ist ein Gefühlsbad. Ein hin und her, aus Wunsch und Wirklichkeit. Aus Angst und Hass.
      Auch die "normalen" Symptome machen mich fertig. Das macht die Situation nicht besser.


      Ich weiß eigentlich gar nicht, was ich mir erhoffe von euch. Aber ich musste mich mal ausk*****.

      Euch ein schönes Wochenende noch

      • Ich bin absolut niemand, der einen Abbruch grundsätzlich ablehnt, aber bei Dir sehe ich einfach keinen absolut schwerwiegenden Grund dafür.
        Ich hatte es bei beiden Kindern wesentlich schwerer als Du, ohne auf Einzelheiten einzugehen - aber Hilfen und Förderungen gab es damals Null. Aber ich wusste einfach, dass ich es packen würde - und dann geht vieles.
        Du überträgst die schlechten Erfahrungen vom ersten Mal nun auf Deinen Partner, das ist grundfalsch, darf man nie tun, sonst dürfte man nie mehr eine weitere Beziehung eingehen. Lernen kann man durchaus auch mit Kindern, es ist nicht einfach, aber es geht. Es gibt heutzutage soviele Modelle, mit ein bisschen Unterstützung klappt das. Zusammensetzen, planen, wie machen wir es und nicht pauschal von vornherein sagen, dass es nicht klappt. Gibt einen schönen Spruch: wer will, findet Wege, wer nicht will, findet Gründe. Ist mein ganz persönlicher Eindruck Deines Postings und ist wirklich nicht böse gemeint. Du bist eine erwachsene Frau, Du hast einen Vater für das Kind und momentan kannst Du noch garnicht wissen, wieviel Unterstützung Du doch von ihm bekommst. Dass er nicht dauernd um Dich herumtüdeln kann in der Schwangerschaft, ist normal, das kann kein berufstätiger Mann. Redet und dann entscheide Dich. Auf "die Natur hoffen" ist Quatsch und nur den Kopf in den Sand gesteckt;-) das wird nix. LG Moni

        Ich sehe das ähnlich wie Moni. Ergänzen würde ich noch, dass du vielleicht dringend deine schlechten Erfahrungen aufarbeiten solltest.

        Welchen Plan B gäbe es? Wie viel Elternzeit könnte dein Partner nehmen? Könntet ihr mit Kita, Reduzierung der Stunden, Hilfe der Großeltern nicht dafür sorgen, dass das Baby auf die Welt kommen kann und du zeitnah deine Ausbildung machen kannst?

        Ich habe mit meiner damals begonnen, da war mein Sohn 20 Monate alt. War nicht immer einfach, hat sich aber gelohnt.

        LG

        Hallo

        Ihr seht Euch eher unregelmässig? Liegt es an der Distanz? 150 km sind eigentlich nicht die Welt, hat es andere Gründe, Du erwähntest die Arbeit (von ihm? Was macht er genau, wäre das in einer Beziehung auch ein Problem?).
        Einen Ausbildungsplatz hast Du noch nicht? Es wäre sicher was anderes, wenn Du schon einen hast. Denn mit 2 Kindern ist das effektiv nicht so einfach. So müsstest Du es halter weiter aufschieben. Du bist 26. Wäre natürlich schon besser, je eher Du beginnen kannst, wenn die Ausbildung 4 Jahre dauert.
        Was für eine Krankheit hattest Du, wenn man fragen darf? Ist sie überstanden oder kann es wiederkommen?
        Wie war es denn beim ersten Erzeuger? Wollte er auch das Kind oder war es da anders?
        Wurde die Schwangerschaft durch den Frauenarzt bestätigt? In welcher Woche bist Du? Je nach dem wärst Du bei einem Umzug also im 6. Monat? Würde Dein Freund Dir helfen? Hast Du andere Helfer, eine Umzugsfirma?
        Sprich mit Deinem Freund über Deine Ängste, Angst verlassen zu werden, vor dem Umzug etc. Vielleicht kann er Dir die Angst nehmen. Sprich mit ihm darüber, dass Du das Kind eigentlich momentan nicht möchtest.
        Etwa die Hälfte der Schwangerschaftsabbrüchen ist von Frauen, die später noch ein Kind bekommen. Du wärst also nicht damit alleine.
        Dein Wunsch, dass die Natur es regelt, haben viele Frauen. Du musst Dich dessen nicht schämen. Andererseits ist die Wahrscheinlichkeit eher kleiner.
        Natürlich ist es schwer, Förderung zu bekommen. Mit zahlreichen Personen ist man in Kontakt und es kann viele Wochen dauern.
        Warst Du bei einem Beratungsgespräch, z. B. bei Pro Familia?

        Wünsche Dir, dass Du den für Dich richtigen Weg finden kannst.

        Freundlichen Gruss

        tm

      • Hallo meine liebe

        Lass doch den Schock erst Mal verarbeiten

        Dann ihm mitteilen und schauen was er denn sagt :).

        Zusammen findet sich doch bestimmt ne Lösung

        Ich finde absolut nicht, dass du für eine Schwangerschaft schlecht aufgestellt bist. Du kannst auch deinen jetzigen Partner nicht mit deinem Expartner vergleichen. Du hast Unterstützung. Von deinem Partner und seinen Eltern. Ich denke, sie helfen dir auch sicher beim Umzug.

        Mal nicht den Teufel an die Wand, dass dein Partner dich auch sitzen lässt. Ich persönlich sehe keinen überzeugenden Grund, weswegen du das Kind nicht behalten solltest.

      • Hallo, eigentlich gehöre ich hier mehr zu dejenigen die 1000 Gründe gegen eine Abtreibung finden.
        Doch bei dir habe ich ein anderes Gefühl und du schreibst klar und deutlich "ich will es nicht"
        Und zwar nicht weil du noch a bissle feiern willst oder so, dein Hauptgrund ist dein beruflicher Werdegang, damit deine Lebensgrundlage, die du schon einmal für ein Kind nach hinten geschoben hast.
        Du hast schon einmal dein persönliches Opfer gebracht und es war hart. Ich kann verstehen, dass du es jetzt anders machen willst und ich finde auch du hast das Recht dazu. Den schweren Weg bist du schon mal gegangen, du darfst auch mal den leichteren gehen. Immer dann wenn DU es so möchtest. Ich meine nicht herauszulesen dass du es bereuen würdest.

        Ich werde bei meiner nä. Aussage wahrscheinlich gesteinigt, aber du kannst auch abtreiben und sagen es war ein natürlicher Abgang.

        Du scheinst eine gute Mutter zu sein, wie du dich um deinen Sohn sorgst und seine Förderungen. Vertraue deinem Gefühl, deine Angst wieder allein da zu stehen ist echt und realistisch, es kann passieren egal was dir versprochen wird. Und es is legitim es nicht wieder in der gleichen Situation in Kauf nehmen zu wollen.

        Und auch weisst du, dass wenn du es bekommst und alles wieder gleich wird, du es hinbekommst. Bewiesen hast du es schon.

        Viel Glück für welchen Weg auch immer du dich entscheiden magst.

        Nachtrag,: du brauchst dich nicht schlecht zu fühlen "weil es jetzt nicht passt und später schon"
        Das ist meist so bei ungeplant.
        Mit 16 passt es nicht, mit 30 evtl schon.

        (9) 10.02.19 - 20:52

        Wenn du den Abbruch willst, dann mach ihn. Wenn dein Gefühl sagt es geht nicht, dann geht's auch nicht. Du hast einen Sohn den du umsorgen und behüten musst - wenn nebenher kein weiteres Kind geht dann ist das eben so. Und das wichtigste: mach dir keine Vorwürfe, und lass dir auch keine einreden. Alles gute dir!

        Ich würde dir empfehlen, ganz offen und ehrlich mit deinem Partner über deine Gefühle zu sprechen.

        Ich finde deine Gründe nicht aus der Luft gegriffen oder egoistisch, sondern vieles davon durchaus nachvollziehbar.
        Manches ließe sich aber mit entsprechender Unterstützung/Planung auch entkräften:
        vielleicht könnte dein Partner die komplette oder zumindest einen Teil der Elternzeit übernehmen, so dass du früh nach der Geburt die Ausbildung starten könntest.
        Vielleicht kann er dich bei deinem Sohn unterstützen, die Umzug vorbereiten etc.
        Vielleicht könntet ihr gemeinsam mit den Schwiegereltern die potentielle Unterstützung (finanziell / organisatorisch?) genauer umreißen, so dass du dir besser vorstellen kannst, wie dein Alltag mit 2 Kindern aussehen könnte.

        Ihr habt gemeinsam ein Kind gezeugt - für dieses tragt ihr nun gemeinsam die Verantwortung und müsst eine gemeinsame Entscheidung treffen.
        Du weiß ja schon, dass er sich das Kind wünscht und kein Problem sieht - er sollte aber fairerweise auch wissen, wie es in dir ausschaut. Nur so kann er deine Bedenken nachvollziehen und darauf eingehen.

        Wer weiß - vielleicht bewirken die gemeinsamen Gespräche und Planungen, dass du dich mit dem Gedanken wohler fühlst und guten Gewissens eine Entscheidung für das Kind treffen kannst.
        Vielleicht trefft ihr auch gemeinsam die Entscheidung, dass der Zeitpunkt doch nicht passt.

        In jedem Fall solltest du aber mit deinem Partner sprechen und ihm die Chance geben, für dich da zu sein.
        Und - einige haben es hier auch schon geschrieben: deine Angst, dass er dich ebenso sitzen lässt, ist aufgrund deiner Erfahrung verständlich - aber ihm gegenüber auch sehr unfair. Er ist nicht dein Ex und du solltest ihn auch nicht mit ihm vergleichen.
        So wie du ihn beschreibst würde ja nichts darauf hindeuten, dass er euch sitzen lassen könnte...

        LG

        Hallo pusteblume,
        du hast einige Antworten bekommen. Ich staune, wie unterschiedlich dir geraten wird - aber doch klar und deutlich zu Kind oder zu Abtreibung.
        Ich nehme einfach mal deinen letzten Satz - du weißt selbst nicht genau, was du dir erhoffst, möchtest dich aber mal ausk ... Das Wort möchtest du nicht sagen.
        Was wäre wenn du sagen würdest: mein Herz ausschütten?
        Vielleicht zu poetisch, nicht mehr zeitgemäß, aber was ist es anderes.
        Man will mal alles rausjammern, aber wer will das schon hören?
        Dabei wäre damit schon mal viel gut ... einfach, dass jemand hört und versteht.
        Ich kann sehr gut verstehen, dass du dir gerade keine Situation zumuten möchtest, weil du schon viel allein warst und dir gleichzeitig viel aufgebaut hast.
        Dein bzw. euer Ziel ist schon das Leben dort, wo er wohnt (und auch seine Eltern?).

        Dir selbst ist auch nicht wohl bei dem Gedanken, dieses Kind nicht zu bekommen und dann "ein anderes". Aber du brauchst Verständnis für deine Situation und wirklich Unterstützung bei den ganzen Dingen für den Umzug.
        Wie geht er mit deinem Sohn um? Sieht er ihn auch als "seinen" an, als seine Aufgabe?

        Du sagst, du stehst heute besser da als damals. Halt nicht wirklich gut. Aber doch besser. Das würde ich festhalten.
        Du warst länger krank und hast ein Kind alleine großgezogen. Wer eine Ausbildung gemacht hat, hat das nicht zugleich schaffen können. Also: alles kann kein Mensch schaffen und du musst dich deshalb nicht so fühlen, als würdest du immer "hinterherhinken".
        Dass du einen Mann gefunden hast, der dich liebt und in stabilen Verhältnissen lebt, ist doch umso schöner. Jetzt sollte er nicht von dir abverlangen, sondern eher: dir geben, was du brauchst. Volle Unterstützung und fragen, wie es dir am ehesten gut geht.
        "Normale" Symptome schreibst du. Die nehmen auch ganz schön viel Kraft und Mut weg in der ersten Zeit.

        Könnte die Zeit bis zum Sommer ein guter Kompromiss sein? Dann wäre es in etwa ein Umzug zum neuen Schuljahr für deinen Sohn?
        Das Wichtigste aber (und das zum Schluss ...): Hattest du schon Mut und Gelegenheit, es ihm zu sagen?
        Gerne ein update!
        Liebe Grüße von Kyra

        Hallo liebe pusteblumen,

        ich bin´s nochmal.
        Wie geht es dir mittlerweile?
        Du hattest am Sonntag geschrieben. Dein Herz ausgeschüttet. #herzlich ;-)
        Redet ihr zusammen über alles, wenigstens am Telefon? Und kann er dich bisschen verstehen, dass du zögerst?

        Versteht er deine Enttäuschung von damals? Und dass dir das vielleicht noch nachhängt, dass der Vater deines Großen für ihn und für dich nicht da war.
        Ist die Angst für dich groß, dass es mit deinem neuen Freund wieder so werden könnte?
        Das muss es ja nicht.
        Er ist ein toller Mann, schreibst du. Vielleicht will er gar nicht, dass du deine Bedürfnisse für ihn zurückhältst, sondern er unterstützt darin, das unter einen Hut zu bringen, was dir wichtig ist. Weil du ihm wirklich wichtig bist.
        Wie geht es dir von den Symptomen her? Warst du schon beim ersten Arzttermin?
        Ist keine leichte Zeit ... #liebdrueck Wen hast du sonst mal zum Reden?
        Liebe Grüße von Kyra

        Hallo :-)
        bisher hab‘ ich einfach nur so mitgelesen... schade, dass du dich nicht mehr meldest!?
        Hoffentlich hat sich der Sturm deiner Gefühle inzwischen etwas beruhigt!? Wie lange weißt du eigentlich schon, dass du schwanger bist?
        Hast du denn nun mit deinem Freund schon gesprochen, wie sehr dich die Schwangerschaft grade belastet!? - Jedenfalls kann ich deine Gedanken alle super nachvollziehen. Auch deine Angst, es könnte sich alles, was du schon mal durchgemacht hast, nochmal wiederholen... #gruebel

        In den letzten 7 Jahren hast du echt viel geleistet und dein Leben mit deinem Sohn, trotz Trennung und Krankheit in klare und geordnete Bahnen gelenkt. Dass das für dich alleine superanstrengend war, kann ich mir vorstellen. Du bist offensichtlich eine taffe junge Frau! :-D Ich finde, du hast bisher in deinem Leben alles ziemlich richtig gemacht und wünsch‘ dir nun dass du das, was du dir vielleicht hier beim „dir mal alles von der Seele schreiben“ erhofft hast, einfach in dir selbst spüren und finden kannst!

        Schreibst du wieder, wie's dir geht? Ich hoffe du konntest irgendwie zur Ruhe kommen!
        Ganz liebe Gedankengrüße von Emilia

        (14) 16.02.19 - 09:26

        Hallo ihr lieben,
        Zunächst einmal möchte ich mich für die vielen Antworten bedanken. Sie waren wirklich unterschiedlich und haben viel geholfen.
        Wo fange ich an?
        Einige fragten, welche Erkrankung ich habe/hatte. Ich hatte starke Depressionen und hatte mehrere und lange Aufenthalte. Leider leider hat mein Sohn Entwicklungsprobleme und hat dadurch auch seine Schwierigkeiten. Die Denkweise, dass es nun genauso wie damals wird, liegt nahe. Aber da habt ihr recht, es ist wirklich unfair von mir, dass ich meinem neuem Partner die Art und Weise unterstelle. Sicher es kann alles passieren, aber wir hatten natürlich Gespräche. Dazu komme ich gleich. Ich weiß seid 2 Wochen, dass ich schwanger bin. Diese Woche hab ich es bestätigt bekommen, da es noch nicht klar stand, wie ich mich entscheide, hat der Gyn erstmal die Bilder nicht mitgegeben. Aber mein Partner war dabei. Ich habe mir gewünscht, dass er zu uns kommt, da dieses Thema per Telefon nicht gut ist.
        Er fiel natürlich aus allen Wolken, aber hatte Verständnis für alle Punkte. Er konnte mich auch beruhigen. Seine Eltern sind zwar voll arbeiten, aber würden uns auch unterstützen. Die Sache zwecks des Umzugs, ist für ihn auch eine unangenehm Situation. Er will mich auch da haben, für uns sorgen und seine Angst ist auch, dass er viel von der Schwangerschaft und Geburt etc. Verpasst. Finde ich schon toll, dass er das so gesagt hat. Dies zeigt auch, dass er es wirklich ernst meint. Wir haben uns entschieden, dass ich wie geplant, in den Sommerferien nächstes Jahr umziehe und er so oft da sein wird bzw ich bis es nicht mehr geht. Er wird sich, dass erste halbe Jahr Elternzeit nehmen, um die erste Zeit abzufedern. Ich werde in dieser Zeit alles regeln, wie es ja eh geplant war. Mit dem Thema Ausbildung, werden wir uns dann beschäftigen, wenn alles geregt ist und es einen geregelten Ablauf gibt.
        Er arbeite im Gesundheitswesen und ist zwar relativ viel eingespannt, aber sein Arbeitgeber ist sehr familienfreundlich. Wir waren, als er da war zusammen bei der Beratung und natürlich gibt es auch Zweifel und Ängste. Aber wir haben uns entschieden, also war ja schon raus zu lesen ')
        Da ich vom jobcenter lebe, wird dies nochmal eine Herausforderung, alles zu managen, zwecks Umzug und Natürlich muss er dann erstmal Unterhalt zahlen. Aber wir führen jeden Tag intensive Gespräche, die auch zum Teil von ihm kommen und dies stimmt mich positiv. Es wird nicht leicht, aber leicht gab es in meinem Leben noch nie.
        Er möchte Papa werden und dies lässt er mich spüren. Ein ganz tolles neues und wunderbares Gefühl.
        Da ich mich jetzt der Schwangerschaft mehr öffne, hab ich das Gefühl, dass die hormone und Symptome noch ein Zahn schärfer geworden sind.. 5 bis 6 mal brechen, schlaflose Nächte und viele Hormonausbrüche, deswegen hat er uns zu sich geholt, damit er mir helfen kann. Mein Sohn haben wir aus der Kita genommen, ist natürlich keine Dauerlösung, aber zumindest bis die ersten 12 Wochen um sind und sich die Symptome hoffentlich bessern.

        So nun hoffe ich alle Fragen geklärt zu haben, aber wenn noch welche offen sind, beantworte ich sie gerne.

        Ich danke euch nochmal :)

        • Hallo, ich war ein paar Tage nicht online und staune gerade, wie sich inzwischen bei dir alles gut entwickelt hat. Echt schön, dein Freund und du, ihr habt offenbar über deine gemischten Gefühle und Zweifel super reden können und er versteht warum du dich sorgst! Er geht auf dich ein! #pro Ziemlich wunderbar wie ihr nun miteinander versucht, die Umstände an eure eigentlichen Pläne neu anzupassen. Dein Wohlbefinden und das deines Sohnes hat offenbar für ihn jetzt erstmal oberste Priorität.

          „Er möchte Papa werden und dies lässt er mich spüren. Ein ganz tolles neues und wunderbares Gefühl.“ Der Satz berührt mich sehr. Er liebt dich einfach! Liebe zu spüren ist doch das Schönste was es gibt auf der Welt! #liebdrueck Es motiviert und gibt Kraft, egal wie kompliziert alles sein mag, da findet man eben immer eine gute Lösung! Ich glaube jedenfalls daran, dass ihr Zwei zusammen alles schaffen könnt!

          Habt ihr vielleicht bei der Beratung Tipps bekommen, was es konkret für eure Situation an Hilfe und Unterstützung gibt? Tatsächlich gibt es da durchaus Möglichkeiten und Anlaufstellen, die kostenlos Hilfe und Unterstützung anbieten. Du kannst mich gerne privat anschreiben, wenn du magst!
          In welcher Woche bist du? Ich hoffe, die Hormone spielen sich so ein, dass es dir dann bald besser geht. In der Apotheke gibt es Armbänder gegen diese Übelkeit. Sie massieren eine Akkupunkturstelle am Handgelenk und heißen See-Band! Kennst du das?

          Jedenfalls finde ich es super, wie ihr die Situation jetzt angeht und ich hoffe, du wirst weiterhin positiv überrascht und es öffnen sich für dich immer wieder neue schöne Perspektiven! :-D

          Alles Liebe von Emilia

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