Partner will Kind nicht

Hallo zusammen,
Wir haben bereits ein Kind, 3 Monate alt. Jetzt bin ich ungeplant schon wieder schwanger. Mein Partner möchte das Kind nicht , weil er denkt wir schaffen das nicht.
Was denkt ihr?
Ich brauch einfach ein paar Denkanstöße. Ich finde nicht, dass wir das nicht schaffen können.

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Hier kann keiner beurteilen, ob Ihr es schafft oder nicht. Wir kennen eure Situation ja leider nicht.
Wenn er aber kein Kind will, dann hätte er besser verhüten müssen. Euer Kind ist ja noch nicht alt, sodass er noch gut wissen müsste, wie ein Kind entsteht.

Warum glaubt dein Partner, dass Ihr es nicht schafft?

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Weil es mit Aufwand verbunden wäre. Wir müssten uns auf Dauer eine größere Wohnung / Haus suchen und weil es ihn weiter in seiner Unabhängigkeit einschränken würde. Und natürlich das finanzielle. Und was, wenn beide Kinder gleichzeitig schreien?

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Hallo Anonym,
wie lange ist es denn her, dass Du mit Deinem Partner gesprochen hast? Muss er erst einmal seine Gedanken und Gefühle sortieren? Sie sind gerne die Helden ihrer Partnerinnen und checken ihre Verantwortung auf vielen Ebenen durch, und ob sie dieser gerecht werden.
Wie ergeht es Dir mit seiner Ablehnung?
Du suchst nach ein paar Gedankenanstößen
-Halte Deinen Kurs, dass ihr es schaffen könnt, und suche darüber immer wieder das Gespräch, welche Ängste , Zweifel und Sorgen Deinen Partner bewegen. Manche Partner sind beeindruckt von der Partnerin, die Stärke zeigt und unbeirrt weitergeht und dadurch lassen sich manche Männer anstecken. Es ist heute noch nicht aller Tage Abend.
-Es kann sein, er ist noch gar nicht gleich offen für Gespräche, dann lass ihm die Zeit. Männer verkriechen sich gerne in Höhlen und kommen erst raus, wenn sie mit sich im reinen sind. Je öfters man sie in der Höhle stört, um so länger braucht es, bis sie weider herauskommen.
- Sage ihm immer wieder, wie wichtig er Dir ist, und was er Dir bedeutet, und dass Du jetzt auf seine Hilfe zählst.
-Du brauchst viel Geduld mit ihm. Und irgendwann kommt die Zeit wo ihr beide viel Gesprächsbedarf habt.
-Männer sind häufig nicht so sehr mit der Schwangerschaft verbunden, weil sich in ihrem Leben zunächst nichts ändert,
das heißt aber nicht, dass sie nachher schlechtere Väter wären. Jedoch kommt dadurch bei Ihnen schneller der Gedanke, dass eine Abrreibung die einfachere Lösung wäre. Kannst Du ihm ein Einblick in Dein Herz gewähren, was eine Abtreibung Dir bedeuten würde?
-Vielleicht zerreißt es Dich fast, weil Du mit Deinen Gedanken so alleie da stehst, gibt es jemand, mit dem Du vertrauensvoll alles durdhdenken kannst?
Viele Grüße Pusteblume Tirza

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Danke für deine Worte. Es ist noch ganz frisch. Vielleicht ist es wirklich erstmal überrumpelt für ihn, für mich ja auch. Mich macht es sehr traurig. Aber ich kann mir nicht vorstellen eine Tablette zu nehmen und quasi zuzusehen, wie mein Kind abgeht. Wenn es denn überhaupt bleibt.

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Hallo ,liebe Anonym,
ja, ihm geht es an dieser Stelle erst auch nicht besser als Dir, Deine Wortwahl "überrumpelt" ist treffend.
Du hörst Dich tatsächlich nicht so an, als könntest Du eine Abtreibung verkraften, denn Du nennst es bereits "dein Kind"
Deinem Mann ist auch nicht geholfen, wenn er dann mit 1 Kind dasteht und einer Frau, die all ihre Kraft braucht eine Abtreibung aufzuarbeiten.
Geh Du Deinen Weg, den Du für Dich erkennst. Ich wünsche Dir, dass die überrumpelt Haltung weicht, und Du seine Unterstützung erfährst.
Pusteblume -Tirza

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Du möchtest jetzt wissen, ob FREMDE Personen in einem Onlineforum die Situation besser einschätzen können als dein Partner? ER ist derjenige, mit dem du dich zusammensetzen und reden solltest!

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Das tun wir, nur eben noch nicht konstruktiv. Ich muss einfach meine Gedanken und Situation schildern und von der Seele haben. Vielleicht auch ein paar Argumente für eine Diskussion mit ihm parat haben, wie andere Paare es auch mit 2 Kindern schaffen. Wir arbeiten beide, sind beide gesund. Warum sollte es nicht klappen?

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Was sind denn seine Ängste?
In dem Moment, wo man überrumpelt ist, kann man auch nicht wirklich konstruktiv vorgehen. Ihr habt nicht damit gerechnet und du hast doch schnell gespürt, was es für dich bedeutet und bist daher zuversichtlicher. Kann das sein?
Kann er sagen, was ihm Sorgen bereitet? Und dann als Tipp für dich: erstmal zuhören und nicht gleich ein Argument dagegen bringen. Erst verstehen. Das tut uns selbst auch gut.
Seid wann wisst ihr es? Beide arbeiten und beide gesund - das ist wirklich eine gute Grundlage.
Guten Abend noch!

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Ich finde die Reaktion von deinem Partner erstmal sehr nachvollziehbar, man ist gefühlt noch nicht mal in der einen Rolle angekommen und dann steht schon die nächste Schwangerschaft im Raum. Wenn das Baby auf der Welt kommt, ist das andere Kind auch noch ein Baby. Unsere Tochter ist gerade 1,5 Jahre alt und wir erholen uns jetzt gerade erst von dem Schlafmangel im 1. Jahr, sie schläft erst seit knapp 1,5 Monaten gut, vorher wars echt schlimm.

Ich kann natürlich auch dich verstehen, das Kind ist nun im Brunnen gefallen und ein Abbruch ohne dass man dahinter steht, ist auch schwer vorstellbar.

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Wenn du dir eine Abtreibung nicht vorstellen kannst, würde ich bei dem Gefühl bleiben. Es ist dein Körper. DU musst das ganze Leben mit dem Schuldgefühl leben, dass du etwas hast mit dir machen lassen, was du nicht wolltest.
Ein Baby braucht kein eigenes Zimmer. Ihr müsst doch gar nicht sofort umziehen.

Liebe Grüße

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Der Groschen ist eigentlich schon gefallen, wenn du keine Abtreibung möchtest. Die Frage ist eher ob er es mit dir gemeinsam durchzieht oder nicht.
Kannst du es dir mit zwei kleinen Kindern auch alleine vorstellen? Also nicht nur mental, sondern auch finanziell?

War eigentlich das erste Kind geplant und von ihm gewollt?
Ich hab da so meine Zweifel, wenn er sich seiner Freiheit beraubt fühlt.

Ich finde es immer schräg, wenn man kein Kind will und gleichzeitig nicht doppelt und dreifach verhütet.

Hätte man von mir eine Abtreibung erwartet, hätte ich den Kerl in den Wind geschossen.
Ein neuer Partner findet sich leichter.
Ein Kind, dass man eigentlich wollte, wird man nie mehr vergessen.

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Sowas heißt grundsätzlich Schockstarre, lasse ihn paar mal durchatmen und dann redet in Ruhe... seine Argumente sind logisch und korrekt, das können Männer besser als wir...wir sehen das Baby, die sehen die Verantwortung für die Familie. Ist ja auch richtig und wichtig, denn beide Aspekte gestallten den Alltag.

Ein Abstand von nur einem Jahr zwischen den Kindern ist krass anstrengend, belastet die Partnerschaft, kostet Geld, Zeit, Gesundheit, denn dein Körper ist gerade so aus der letzten Schwangerschaft raus, der hätte länger Erholung gebraucht, aber nun ist es eben so.

Na ja, wie gesagt, ihr müsst euch einig werden, was ihr schafft und was nicht. Wenn dein Partner von vorne rein sagt - nein, dass möchte ich nicht, nein, das schaffe ich nicht, wird es darauf hinauslaufen, dass er kneift und geht, wenn es dann mal eng oder stressig wird, denn "ich habe es dir ja gesagt" wird immer wieder kommen. Wenn du dich für eine Abtreibung entscheidest, wirst du ihm wohl nie wieder in die Augen schauen können und die Beziehung hat sich eh aufgelöst... Das Vertrauen in "wir schaffen das als Paar, egal was kommt" ist dann eben weg.

Ultimativen Rat gibt es nicht...denke an die Alternative, dass du dann mit zwei sehr kleinen Kindern alleine bleibst... sogar sehr real... wird dir die FAmilie den Rücken stärken? Wie stehst du im Beruf? Wie sind dort die Arbeitszeiten? Schaffst du alleine die TAgesmutter, Krippe, Kindergarten usw. mit den Betreuungszeiten abzufahren... Bitte stelle dir all diese Fragen und dann, dann rede mit ihm...

Babys sind was schönes, tolles, wenn die Partnerschaft stabil ist, es beide wollen, das finanzielle und räumliche stimmt...da reden wir nicht über "perfekt", aber mindestens "funktioniert".

Hoffe, du entscheidest mit Gehirn und Herz im Gleichgewicht. Wie wichtig ist dir dein Partner und seine Meinung, seine Gefühle, seine Ängste, alles zusammen...

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Das finde ich einen sehr schönen, reflektierten und wertungsfreien Beitrag 💛

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Hallo

War die Geburt denn eine natürliche oder eine durch Kaiserschnitt? Falls Kaiserschnitt, solltest Du während 12 Monaten nicht schwanger werden.
Was macht Dein Partner denn, wenn Du das Kind bekommst, bleibt er bei Dir?
Er sieht einen Grund im Finanziellen. Wie stehst Du denn dazu? Zwei Kinder kosten dann auch mehr und eine grössere Wohnung ebenfalls.

Freundliche Grüsse

tm