Wieso macht er das??

    • (1) 19.10.11 - 21:18

      Hallo liebe Tierfreunde

      Ich weiss nicht was mit unserem Hund (Englische Bulldogge) los ist, immer wenn ich auf ihn schimpfe knurrt er mich an und wenn ich ihn dann anpacken will habe ich echt angst das er zubeisst. Gerade war wieder eine Siotuation das er sich was vom Couchtisch geholt hat, und das soll er nicht, ich bin aufgestanden und wollte das er in seine Box geht, er ist weggelaufen und hat richtig geknurrt ich hab mich echt nicht getraut ihn am halsband zu packen und in die Box zu tun. Als mein Mann dann kam und gesagt das er auf sein Platz soll hat er das sofort gemacht.

      Das ist erst seid kurzem so das er mich anknurrt wenn ich mit ihm schimpfe. Sonst ist das so ein lieber Hund, das macht er sonst bei keinem, wieso bei mir?? Liegt das vielleicht daran das ich schwanger bin, Hunde merken sowas ja.

      LG Emilia

      • Hallo,
        er macht das, weil Du Angst vor ihm hast.
        In der Situation mit dem Couchtisch hättest Du ihn ohne großartiges Hinterhergelaufe schnappen und ihm die Beute aus dem Maul nehmen sollen.
        Wenn er von Grund auf gutartig ist und in der Erziehung bis jetzt nichts schiefgelaufen ist, lässt er sich das auch gefallen. Knurren darf er ja, um seinen Unmut auszudrücken. Aber letztendlich muß er es sich gefallen lassen, dass er geklaute Dinge wieder abgibt...Du bist der Chef. Und nicht jeder Hund der knurrt, beißt auch zwangsläufig.
        Wenn Du ängstlich aufgibst und Dein Mann übernimmt, zeigt das dem Hund doch nur, wie schwach Du bist und er wird sich in Zukunft immer mehr herausnehmen. Letztendlich solltest Du so mutig sein, dass Du Deinen Hund in jeder Situation anpacken kannst und er nicht beißt.
        Wenn das nicht möglich ist, brauchst Du vielleicht professionelle Hilfe, denn spätesten wenn Euer Nachwuchs da ist, sollte die Rangordnung geklärt sein.

        L.G.

        zwillima

        • Hallo,

          ich finde es äußerst gewagt, dazu zu raten, den Hund einfach anzufassen, ohne die entsprechende Situation, den Grund und den Hund zu kennen! Mag ja sein, dass es Hunde gibt, die zwar knurren, aber nicht beißen - aber in der Regel ist ja nun mal das Knurren eins der letzten Signale vor dem Beißen. Und was dann? Was rätst Du, wenn es wirklich zu einem Beißvorfall kommen sollte?

          Ich denke eher, hier sind sämtliche Ferndiagnosen absolut fehl am Platz und es sollte schnellstens ein Hundetrainer hinzugezogen werden, der die Situation vor Ort einschätzen kann.

          Viele Grüße, Alex

          • Hallo,

            gewagt finde ich es eigentlich nicht, da die Situation doch eindeutig geschildert wurde. Hund stellt was an, klaut Sachen und knurrt, wenn er ermahnt wird. Sollte man sich wirklich ängstlich zurückhalten, wenn der Hund einen ungerechtfertigterweise anpöbelt?
            Ich denke, damit verstärkt man dieses Fehlverhalten nur.
            Ich hatte schon mehrere Hunde und darunter auch zwei Kanidaten, die schonmal geknurrt haben, wenn ihnen etwas nicht passte. Darunter ein ziemlich dominanter Rüde, der glaubte, er müsse jeden Besucher bespringen und sich an dessen Bein vergnügen. Der Hund hat jedesmal geknurrt, wenn ich ihn dann weggenommen habe. Hätte ich mich ängstlich in die Ecke gestellt und nicht eingegriffen, wäre mir dieser Hund wohl in kürzester Zeit über den Kopf gewachsen.
            Ich bin der Meinung, dass man erst mal selbst testen sollte, ob der Hund vielleicht nur Show macht und pöbelt. Einschüchterungsversuche sozusagen. Natürlich mag es auch Menschen geben, die sich nicht trauen, den Hund anzufassen und einen Hundetrainer einschalten. Aber auch dann wird es zu Konfrontationen kommen, denn durch tatenloses Zusehen, wird sich das Verhalten nicht legen.
            Wenn mich mein eigener Hund beißt, weil ich ihn zurechtweise, würde ich ihn abgeben. Mit Kindern in der Familie geht sowas nicht. Deshalb schrieb ich auch, man solle vielleicht erstmal testen, ob dieses Geknurre und Gemotze vielleicht nicht nur heiße Luft ist und durch beherztes Eingreifen unterbunden werden kann.

            L.G.
            zwillima

            • Hallo,

              ich glaube, wir liegen einfach meilenweit auseinander, was die Ansichten zu Hunden und ihrer Erziehung angeht...;-) Fängt schon damit an, dass ich mit der "Dominanztheorie", so wie Du sie scheinbar siehst, null anfangen kann - Dominanz ist nun mal keine Charaktereigenschaft, DEN dominanten Hund gibt es nicht, das ist immer eine Wechselbeziehung zwischen zwei Hunden...

              Also, Du findest es in Ordnung, wenn Dein Hund Dir durch knurren signalisiert, dass jetzt seine Grenze erreicht ist, aber er muss es dulden, wenn Du diese Grenze dann überschreitest? Dann kannst Du doch auch direkt zur "alten Schule" zurückgehen und Deinem Hund das Knurren an sich verbieten - macht keinen Unterschied unter´m Strich...

              Wenn mein Hund knurrt, ziehe ich mich keinesfalls ängstlich zurück. Ich werde aber auch einen Teufel tun, mich mit einem Ridgeback anzulegen. Sollte er dann wirklich testen, ob ich so stark bin, wie ich tue, brauche ich ihn gar nicht mehr wegzugeben, dann kann ich direkt zum Tierarzt fahren...

              Knurrt mein Hund, ist das für mich ein Zeichen, dass es Situationen gibt, an denen ich definitiv arbeiten muss! Und ja, je nach Situation würde ich tatsächlich erstmal einen taktischen Rückzieher machen, um dann ein vernünftiges Training aufzubauen.

              Was ist denn, wenn das Gemotze nicht nur "heiße Luft" ist? Wie willst Du das allein aufgrund dieser Beschreibung hier erkennen? Dann kommt es zu einem (vermeidbaren) Beißunfall! Und dann?

              Ich persönlich traue mir auch durchaus zu, meinen Hund gut genug einschätzen zu können, wann er nur maulig ist und wann er ernst machen würde. Ich traue mir auch zu, die beschriebene Situation mit MEINEM Hund ohne Trainer hinzubekommen. Aber ich kann nicht von meinem Hund in solch´einer Situation auf einen mir überhaupt nicht bekannten Hund schließen, wo ich darüber hinaus null Ahnung davon habe, wie genau die Hund-Mensch-Beziehung aussieht. Und würde die TE das alleine hinbekommen, hätte sie wohl kaum hier um Hilfe gefragt. Wenn sie selbst schon sagt, sie hätte Angst, dass er beißen könnte - kann sie dann überhaupt die Körpersprache und die Signale ihres Hundes gut genug einschätzen? Kann man ihr dann wirklich raten, auf eigene Faust erstmal zu testen, wie ernst der Hund es meint? Ich finde nicht...

              Aber wie gesagt - unsere Meinung gehen da scheinbar ziemlich weit auseinander.:-)

              Viele Grüße, Alex

              • Hallo,

                also ganz ehrlich, wenn ein Hund seinem Besitzer gegenüber ernst machen würde, dann ist er eh nicht ganz sauber und gehört weg, so sehe ich das.

                Persönlich denke ich ja das bei der TE irgendwas schief läuft, da sie Angst hat der Hund könnte sie beißen. Denn das sollte keine normale Situation sein und sie sollte sich wohl eher Hilfe holen als allein rumzudocktern.

                LG Caidori

                • Hallo,

                  nö, irgendwo ist bei jedem Hund der Punkt, wo er ernst macht - wo genau, hängt von vielen Faktoren ab, bei Weitem nicht nur von der Erziehung.

                  Nicht ganz sauber ist er, wenn er dann direkt durchbeißt. Aber wenn man das Knurren ignoriert und diese Grenze überschreitet, muß man sich nicht wundern, wenn der Hund zuschnappt. Aber auch ein Schnapper kann ordentlich weh tun und fördert vor allem nicht gerade das Vertrauen, wenn die Besitzerin eh schon Angst hat...

                  Viele Grüße, Alex

                  • Huhu,

                    klar hat jeder Hund einen Punkt wo er ernst macht, das der nicht nur von der Erziehung abhängt ist klar und das sehe ich genausso.

                    Für mich persönlich ist aber nur dann ein zuschnappen/beißen irgendwie erklärbar, wenn der Hund garkeine möglichkeit mehr hat aus der Situation zukommen.

                    Ansonsten vertrete ich persönlich halt die Meinung das ich auch ein zuschnappen schlicht nicht tolleriere (ausser in o.g. Situation) und es schon als "nicht ganz sauber" ansehe, wenn der Hund eine Möglichkeit hatte woanders hinzugehen. Und bei mir würden entsprechende Konsequenzen folgen, aber das sieht ja jeder auch unterschiedlich :)

                    Wobei in der Situation wo die TE den Hund am Halsband hält, naja würde der Hund da wirklich zuschnappen/beißen ist da einiges schief gelaufen, für mich ist das nämlich keine normale Reaktion.

                    Viele Grüße Tina

                    • Hallo noch mal ;-),

                      klar, da gebe ich Dir Recht - hat der Hund die Möglichkeit, die Situation zu verlassen, sollte das auch der "normale" Weg sein. Und auch da gebe ich Dir Recht - das ist er sicher auch bei einem "sauberen" Hund.

                      Die Frage ist, warum der Hund der TE knurrt, finde ich. Es kann auch durchaus Unsicherheit oder Angst sein (je nachdem wie solche Situationen bisher gehandhabt wurden). Und da schnappen viele Hunde halt schon noch mal um einiges schneller zu - gerade, wenn dann auch noch Unsicherheit und/oder Angst von der Besitzerin selbst hinzu kommt und der Hund sich durch´s Halten am Halsband bedrängt fühlt.

                      Denn gewisse Situationen sind ja schon über Erziehung beeinflussbar. Z.B. wird ein Hund, der gelernt hat, dass der Geschirr- oder Halsbandgriff nichts Schlimmes ist, in der o.g. Situation sicher nicht zuschnappen, während ein unsicherer Hund, bei dem der Griff ins Halsband hauptsächlich bei Strafe/Maßregelung erfolgt ist, recht schnell den letzten Weg im Zuschnappen sehen.

                      Ich finde, da sind einfach zu viele Wenns und Abers, als dass man die Situation aus der Ferne beurteilen kann und man sollte halt schon einen Hundetrainer hinzuziehen - wobei wir uns in dem Punkt ja sogar einig waren, wenn ich mich recht erinnere...;-)

                      Viele Grüße, Alex

                      • (10) 20.10.11 - 17:46

                        Huhu,

                        ich glaube wir sind uns sogar völlig einig irgendwie ^^ weil das was du schreibst würde ich glatt so unterschreiben :-)

                        Die TE tut gut daran sich einen Trainer zuzulegen, eben weil einfach unzählige Komponenten miteinfließen, warum die Situation ist wie sie ist.

                        Und weil die Situation möglichst geklärt bzw angearbeitet sein sollte, wenn das Baby dann da ist, sollte sie das auch zügig angehen, weil die Zeit schon irgendwie gegen sie arbeitet.
                        Denn ist das Baby erst da, hat man ja meist erstmal andere "Sorgen".

                        Meine erste Antwort war eher allgemein gedacht, nichtmal speziell auf das Problem der TE bezogen.

                        Viele Grüße

                        Tina

      (11) 20.10.11 - 07:33

      Hallo Emilia,

      ich denke, es wäre äuérst gewagt, Dir nun irgendeinen Tipp zu geben, was Du tun sollst - denn es kann zig Gründe geben, warum Dein Hund Dich anknurrt und dem Grund sollte halt auch das entsprechende weitere Vorgehen angepasst sein.

      Du solltest Dich möglichst schnell um einen guten Hundetrainer kümmern, der das Problem mit Euch zusammen kompetent angeht.

      Viele Grüße, Alex

      (12) 20.10.11 - 11:29

      Huhu,

      hm klar könnte es mit deiner Schwangerschaft zu tun haben, aber normal ist es ansich nicht das er dich beim schimpfen anknurrt und vorallem das du Angst hast, er könnte dich beißen in der Situation.

      Vielleicht ist es sinnvoll das du dich mit einem Trainer oder Huschu zusammen setzt um zu schauen wo du ansetzen kannst, denn im alleingang könnte das schwer werden, weil du ja doch schon ein gewisses Maß an Angst vor deinem Hund zeigst.

      Und in anbetracht das ihr bald ein Baby habt, sollte sowas vorher geklärt sein.

      LG Caidori

      (13) 20.10.11 - 17:32

      Hallo Emilia,

      gewünschtes Verhalten wird bestärkt (gelobt, freundlich kommentiert) -
      unerwünschtes Verhalten wird ignoriert (oder Geklautes ohne Kommentar aus dem Fang nehmen)
      so kannst du Schimpfen/Drohgebärden dem Hund gegenüber vermeiden.

      Im Hundekopf sind Dinge/Essen/...die "herrenlos" rumliegen grundsätzlich zur freien Verfügung.

      Willst du den Gegenstand dem Hund nicht zur Verfügung stellen, dann nimm ihn vorher weg oder zeige unmittelbar (du musst direkt daneben sein) an, dass das DEIN Gegestand ist. Der Hund versteht das am besten, wenn du deine Lefzen (Oberlippe) hochziehst und ein leichtes Knurren andeutest.
      Bist du in eurer Mensch-Hund-Beziehung der Chef, wird dein Hund den Gegenstand sofort loslassen. Bei feinerer (fortgeschrittener) "hündischer" Komunikation wird ein fixierender Blick deinerseits genügen, dass der Hund den Gegenstand loslässt oder gar nicht erst nimmt.

      Ich empfehle dir, dich mit hündischer Komunikation auseinanderzusetzen, schau mal bei

      www.natural-dogmanship.de rein, das kann dir helfen deinen Hund besser zu verstehen.

      LG
      Heike

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