Mussten Katze gehen lassen!

    • (1) 22.11.11 - 11:16

      Hallo!

      Hätte nicht gedacht so schnell mal diese Worte schreiben zu müssen.
      Gestern um 14 Uhr mussten wir unseren geliebten Ernie gehen lassen.
      Er war 9,5 Jahre alt & wurde ganz plötzlich schwer krank.
      Am Freitag ging es los, dass er wenig gefressen hat & viel geschlafen hat. Am Sonntag war es dann so schlimm. dass ich die Tierklinik angerufen habe & wir gleich kommen durften. Er war so schwach. Bei den Blutuntersuchungen kam raus, dass die Leber- & Pankreaswerte ganz schlecht waren. Die Vermutung ging auf eine Entzündung. Er hat Medikamente & Infusion bekommen. Dann ging es ihm auch erst mal besser. Er ist umhergleuafen, kam zu uns & hat slebste getrunken. Nur das Spezialfutter haben wir ihm per Spritze gegeben. Gestern Morgen ging es ihm auch besser & ist noch mehr gelaufen & hat nur nicht gefressen. Ich hab dann in der Klinik angerufen & gefragt ob wir noch mal kommen sollen oder erst Dienstag. Sie meinte dann, dass ich auch gleich kommen kann & sie schauen noch mal nach ihm. Da war auch die Tierärztin von Sonntag. Sie freute sich uns zu sehen & das ich gutes berichten konnte. Allerdings fiel die Untersuchung anders aus. Seine Schleimhäute waren schon ganz grau & gelb & die Augen auch. Sie meinte das es eben nicht gut aussieht. Sie fragte dann ob wir uns damit auseinander gesetzt hätten was wir machen wollen, weil sie mir auch schon am Sonntag sagte, dass sie sich nicht sicher ist ob er wieder auf die Beine kommt. Wir haben entschieden, dass wir kämpfen so lang die Ärzte ihm eine Chance einräumen, aber quälen soll er sich auf keinen Fall.

      Ich entschied dann, dass wir noch nicht aufgeben. Also noch mal Infusion & Medikamente & ich durfte ihn mitnehmen. Zu Hause angekommen hatte sich ein Zustand verschlechtert. Ich rief meinen Mann an & bat ihn heim zu kommen. Ich wollte die Entscheidung nicht allein treffen & auch nicht alleinsein. Ich hab wieder die Klinik angerufen & gesagt, dass wir wieder kommen wollten. Sie hat es weiter gegeben, weil dann schon Pause war. Aber dort ist 24 Std. jemand da. Mein Mann kam dann & es ging Ernie noch schlechter. Er hatte keine Kraft mehr zum laufen.

      In der Klinik angekommen war eine andre Tierärtzin da, sie wusste aber Bescheid. Wir haben uns dann unterhalten & sie gab eine Einschätzung ab. Wir haben uns dann entschieden ihn gehen zu lassen. Seine Temperatur lag nur noch bei 33,6 Grad. Mir liefen so die Tränen. Sie gab ihm dann die Narkosespritze & ich hatte ihn im Arm. Nach 10 Min. kam die TÄ wieder, da hat er schon tief & fest geschlafen. Dann kam die Spritze in den Brustkorb. Es war so schrecklich. Nun konnten wir es nicht mehr rückgängig machen. Ich hab meinen Kopf neben ihn gelegt & ihn so etwas in den Amr genommen & gestreichelt.
      Wir haben uns für die schöne Zeit bedankt & ihm gesagt, dass wir ihn lieb haben. Dann kam die TÄ & musste noch mal was nach spritzen. Dabei hat sie etwas seröse Flüssigkeit aspiriert. Dann kam der letzte Atmezug. Vermutlich ist er an Fib erkrankt.
      Wir sind froh, dass wir ihn auf diesem Weg begleiten konnten. Wir sind unendlich traurig & hätten nicht gedacht, dass er so ein riesen Loch hinter lässt. In der Wohnung fehlt was. Ich hätte nie gedacht, dass es so schwer wird.

      Nun machen wir uns natürlich Gedanken über unsere zweite Katze.

      Es hat gut getan zu schreiben, auch wenn es lönger geworden ist.

      Danke mein Ernie, dass du unser Leben so bereichert hast & unser Sohn mit dir spielen konnte. Ich wünsche mir, dass unsere zweite Katze alles gut weg steckt & nicht auch noch stirbt.

      Ernie geb. 03.05.2002 gest. 21.11.2011, 14 Uhr

      Traurige Grüße

      • Mein Beileid!
        Es ist heute genau acht Monate her, als ich meine Katze habe einschläfern lassen müssen.
        Es ist ein ganz schlimmes Gefühl. Die ersten Tage waren für mich unerträglich und ich hätte nicht trauriger sein können.
        Was die zweite Katze angeht: Ich habe vier Monate gebraucht bis ich soweit war, mir neue Katzen ins Haus zu holen.
        Ich hatte einige Wochen nach dem Tod meiner Katze kurzzeitig eine Pflegekatze hier und war sehr froh, als sie vermittelt wurde, denn sie hat mich so sehr an meine Patty erinnert. Das war schlimm.
        Du musst selber wissen ob du eine NEUE Katze haben möchtest oder deine alte Katze zurück.

        Denn das ist oft das Problem. Auch ich wollte meine Katze zurück haben und nicht irgendeine andere. Ich denke, einen Tag nach dem Verlust bist du noch nicht soweit.
        Verarbeite das erstmal und lass es heilen.
        Inzwischen leben bei mir zwei "neue" Kater aus dem Tierheim und ich bin sehr glücklich damit.
        Alles Gute,
        Sandra

        • Lieben Dank für deine Worte!

          Eine neue Katze kommt nicht in Frage. Unser Berti hat Angst vor andren Katzen, er hat nur Ernie an sich ran gelassen. Zu ersetzten ist eh keine der Beiden. Wir warten ab wie es mit Berti läuft & hoffen einfach, dass er wie wir verarbeiten wird & lernt damit zu leben.

          Irgendwie ist es zeitweise als würde mir jemand die Luft abdrücken & es schmerzt. Mich überfordert das doch etwas.

          Gruß
          Katrin

          • Ja, das kenne ich.
            Ich hab über meine Katze mehr getrauert als jemals zuvor.
            Sicher nicht für Jedermann nachvollziehbar.
            Mir hat sie unheimlich viel bedeutet und die ersten Tage war ich wortwörtlich am Boden zerstört.
            Ich hoffe, dein Bert wird sich schnell an die neue Situation gewöhnen. Ich fürchte, bei Menschen dauert das viel länger.
            LG,
            Sandra

            • Naja, die Katzen gehören mehr zu unserem Alltag als unsere Familie. Wir wohnen 350 km von allen weg. Es sind Wohnungskatzen & eben immer da. Somit gewöhnt man sich emens aneinander. Fahren wir heim, sind die 2 auch dabei. Sie gehören einfach dazu.
              Das stimmt, es nicht für jedermann nachvollziehbar. Ich muss sagen, dass bis jetzt alle unsere Trauer verstehen aus unserer Umgebung. Meine Mutti hat gestern sogar geweint.

              Ich hoffe auch, dass Berti gut klar kommt. Das macht nix, dass es bei uns länger dauert. Ich möchte, dass es ihm gut geht & er nicht leidet, weil er allein ist.

              LG Katrin

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