Frage zu Gesäuge bei Hündin

    • (1) 10.12.11 - 23:39

      Hallo,

      unsere Jack-Russell-Hündin ist jetzt mittlerweile fast 10 Monate alt. Sie war bereits das erste Mal läufig, das war Anfang Oktober. Alles ist soweit gut gegangen.

      Jetzt fällt mir halt auf dass ihre Zitzen irgendwie "dicker" sind bzw. so wie nach der Läufigkeit geblieben sind. Also sie sind nicht angeschwollen sondern nur leicht abstehend. Sind aber sonst ganz weich und die "Kleine" hat scheinbar auch keine Schmerzen wenn man sie da anfässt. Sonst waren die Zitzen halt immer flach anliegend...

      Habe auch schon überlegt ob sie scheinträchtig sein könnte aber sonst hat sie überhaupt keine Anzeichen.

      Kann das normal sein? Ist das bei Euren auch so?

      Wir haben am Dienstag einen Termin beim TA zum kastrieren (wir möchten nicht züchten).

      Würde mich über ein paar Antworten freuen #danke

      • (2) 10.12.11 - 23:48

        hi

        also ich hab schon von vielen hündinnen gehört, die scheinträchtig waren. das kann ja auch bei eurer so sein. also wenn es ihr sonst gut geht und sie auch keinen anschein macht, das ihr was fehlt, dann wird da auch nichts anderes sein.

        ich tippe, wie gesagt, auf ne scheinträchtigkeit (wollt schon scheinschwangerschaft schreiben)

        gruß mami#winke

        • (3) 10.12.11 - 23:53

          Hmm, also ich hab mich ein bisschen über das Thema Scheinträchtigkeit informiert. Die ganzen Anzeichen die dafür sprechen hat sie alle nicht. Sie ist völlig normal, frisst wie immer, Bewegungsdrang ist genauso wie vorher auch etc.

          Keine Ahnung was die Kleine hat... #augen

          • (4) 10.12.11 - 23:58

            naja dann schätze ich nicht, das ihr was fehlt. aber wenn sie sich dann anders verhält, weißt ja was zu tun ist.

            ok ich muss nun ins bett#gaehn gut nacht und ein schönes rest adventswochenende!#winke

        • (6) 11.12.11 - 00:05

          #kratz ich weiß ja nicht was eine scheinträchtige hündin machen muss ... aber meine war es und hat sich soweit auch normal verhalten. das einzigste was aufgefallen ist war dass sie psychisch etwas angeschlagen war (hat sofort den schwanz eingekniffen wenn was war) und wenn sie die gelegenheit bekommen hat hat sie versucht in ner höhle ein nest zu graben ...

          beim ersten mal ist das noch nicht so ausgeprägt wie auch die läufigkeit selber ....

          lg

          • (7) 11.12.11 - 00:10

            Mag sein dass es noch nicht so ausgeprägt ist. Wobei die Läufigkeit schon auch fast drei Wochen gedauert hat, da war alles völlig normal (kenne das von den vorherigen Hunden), dh sie hat alle Phasen voll durchgemacht.

            Aber ich werde sie mal bewusster beobachten. Habe halt die Info aus dem Internet dass ein Hund anhänglicher wird, sich ein Nest machen will, mehr oder weniger frisst etc. Wie gesagt das alles ist mir bisher nicht aufgefallen und ich bin im Moment den ganzen Tag zuhause.

            Werde aber mit dem TA am Dienstag reden.

            • (8) 11.12.11 - 12:58

              nö, dass die läufigkeit 3 wochen dauert ist schon klar. aber bei der ersten läufigkeit interessieren sie sich für rüden. aber bei der 2. läufigkeit weißt du wenn sich im umkreis von nem km ein rüde bewegt ;-) einfach am verhalten deiner hündin. sie wissen dann schon worum es geht und erleben das ganze intensiver. ich nehm mal an, dass das mit scheinträchtigkeit ähnlich ist #kratz

              vielleicht ist sie auch nicht anhänglicher weil du ja mehr da bist. sprich sie sowieso schon mehr von dir hat?

              lg
              me

              • (9) 11.12.11 - 13:21

                Also anhänglich ist die schon immer gewesen, sie ist halt ein Kletten-Hund :-D Aber das war auch vor der Läufigkeit schon so. Merke jetzt keinen Unterschied zu vorher.

    (10) 11.12.11 - 00:03

    das kann nicht nur sein sondern ist mit hoher wahrscheinlichkeit so.

    beobachte sie mal - vermutlich erwischt du sie bald dabei wie sie das gesäuge selber leer trinkt.

    ich hab damals beim ersten mal tabletten geholt deswegen - und sie hatte heftige nebenwirkungen.

    das ganze geht auch von alleine wieder weg, dauert halt. du musst dann halt entscheiden ob du sie kastrieren willst oder nicht. aber wenn der hund oft scheinträchtig ist ist das risiko für krebs anscheinend höher #kratz lass dich da vom ta beraten #pro

    übrigens: mit meinem jetztigen wissen würde ich es mit homöopathie versuchen #pro

    lg
    me

    ps: scheinträchtige hündin nciht kastrieren! sie könnte verbluten! aber das wird dir dein ta vermutlich gleich sagen. also entweder tabletten - oder warten. vermutlich klappts dann in 1 - 2 monaten ohne was zu machen.

    (11) 11.12.11 - 10:39

    Scheinträchtig isse! Und das ist JEDE Hündin nach einer Läufigkeit - IMMER.

    Nur verläuft sie oft unbemerkt und wäre nur hormonell erkennbar.

    Du brauchst dabei nichts machen, wenn sie keine offensichtlichen Probleme damit hat. Gesäugeentzündung, Milchstau o.Ä..

    Ich halte es für einen denkbar ungünstigen Zeitpunkt, sie jetzt kastrieren zu lassen. Besser wäre es in 2 Monaten, wenn das alles vorbei ist.

    #winke Ute

    • (12) 11.12.11 - 11:07

      Hallo Ute,

      das jede Hündin scheinträchtig ist wäre mir neu. Natürlich sind die Hormone noch anders und bilden sich erst nach ner Weile zurück, das ist mir klar.

      Habe ja beim Tierarzt vor ein paar Wochen angerufen und die meinten dass die erst zwei bis drei Monate nach der Läufigkeit kastrieren, gerade deswegen. Werde aber nochmal vorher mit denen sprechen.

      LG

      • (13) 11.12.11 - 12:59

        doch ist so. ist von der natur so eingerichtet. denn auf diese weise bringen sie welpen besser durch. die hündinnen die selber keine welpen haben säugen dann die anderen welpen mit ...

        lg
        me

        (14) 11.12.11 - 13:44

        Jep, jede Hündin ist es nach der Läufigkeit. Deshalb sind ja die Hormone auch anders. Genau so lange, wie eine Trächtigkeit dauern würde - ca. 65 Tage, von der Stehzeit (ca. 12. - 18. Tag) an gerechnet. Ist Wolfserbe und macht Sinn.

        Wenn du schreibst, das sie jetzt noch veränderte Zitzen hat, dann ist jetzt auch ihre Scheinträchtigkeit noch nicht vorbei. So einfach ist das.;-)

        • (15) 11.12.11 - 16:34

          Hallo,

          also ich bin jetzt auch total perplex. Ich hab jetzt die 3. Hündin.

          Die erste wurde mit 2 Jahren kastriert. Davor keine Anzeichen für Scheinträchtigkeit.

          Die 2. ist bis heute nicht kastriert, ist jetzt 7 Jahre alt (ShihTzu). Auch bei ihr hab ich noch nichts von Scheinträchtigkeit bemerkt. Seit ein paar Jahren findet sich auch während der Läufigkeit kein Blut mehr. Stehen tut sie trotzdem.
          Ihre Zitzen sind etwa so dick wie ne Salzstange, etwa nen knappen cm lang. Das ist dauerhaft seit der 1. Läufigkeit so, Welpen hatte sie noch nie bzw. war noch nie trächtig.

          Die 3. Hündin ist ein 7 Monate altes Labradormädchen, bislang noch nicht läufig gewesen. Ihre Zitzen sind noch völlig flach.

          Von allen Hündinnen die ich kenne (also nicht nur meine eigenen), sind die Zitzen ab der 1. Läufigkeit eben nicht mehr klein und flach, sondern etwa so wie oben beschrieben (Größe natürlich abhängig von der Rasse, ist klar).

          Komischerweise sind andere Hündinnen oft deutlich erkennbar scheinträchtig (Kuscheltier mit ins Körbchen genommen, sich selbst ans Gesäuge geschoben, völlig hin und weg von fiependem oder quitschendem Spielzeug, dickes Gesäuge inkl Milchbildung usw.), bei meinen gab es sowas noch nicht.

          Ich hätte also gedacht, das meine noch nicht scheinträchtig waren. Und jetzt schreibt ihr, das Hündinnen immer scheinträchtig werden?
          Darauf wär ich nie gekommen.

          LG, Linda

          • Hallo!

            "Von allen Hündinnen die ich kenne (also nicht nur meine eigenen), sind die Zitzen ab der 1. Läufigkeit eben nicht mehr klein und flach, sondern etwa so wie oben beschrieben (Größe natürlich abhängig von der Rasse, ist klar)."

            Das ist genau das, was ich auch festgestellt habe und dem kann ich so zustimmen. Meine Hündin hatte vor ihrer 1. Läufigkeit nicht größere Zitzen als mein Rüde, nun hat sie etwas größere Dinger (so Erbsengröße), die auch immer so sind, wie sie sind. Egal ob läufig oder mitten im Zyklus. Zum Glück hatten wir bisher noch nie ein Problem mit Scheinträchtigkeit, ich hoffe, es bleibt so!

            LG,
            Cosmic

            (17) 11.12.11 - 18:20

            Hab für euch mal was gegoogelt, wo ihr noch einmal genauer nachlesen könnt. Die Scheinträchtigkeitsphase kann sogar noch länger als eine echte Trächtigkeit dauern. 80 - 90 Tage werden angegeben.

            http://www.laboklin.de/de/VetInfo/aktuell/lab_akt_0604.htm

            http://www.eagle-team-international.eu/resources/Zyklus+der+H$C3$BCndin.pdf

            In der Kynologie und in der Veterinärmedizin beschränkt sich der begriff "scheinträchtig" nicht allein auf äussere Anzeichen. Unter den Haltern von Hündinnen aber schon.

            Daher hat man oft den Eindruck, Scheinträchtigkeit wäre etwas pathologisches. Aber nur ein ÜBERMÄSSIGES Auftreten der äusseren Anzeichen ist krankhaft.

            Deshalb spreche ich mich ja auch nahezu immer gegen eine Kastration von Hündinnen wegen einer Scheinträchtigkeit aus. Man kastriert so Hunde wegen einer ganz normalen, völlig typischen Erscheinung - nur weil wir Menschen glauben, damit nicht klar zu kommen. Man WILL es nicht, ohne sich weiter damit befasst zu haben.
            Das ist doch unmöglich und verstößt mMn. gegen das TSG. Blöd nur, das es so viele TÄ mitmachen.

            #winke Ute

            • (18) 11.12.11 - 18:28

              Hallo Ute,

              wir hatten noch nie eine offensichtlich scheinträchtige Hündin, daher eine ganz ernstgemeinte, keine rhetorische, Frage.;-)

              Dass Hündinnen eigentlich nach jeder Läufigkeit scheinträchtig sind, ist mir bekannt. Allerdings bin ich davon ausgegangen, dass eine Hündin, die ganz offensichtlich scheinträchtig ist, auch psychisch darunter leiden kann und es medizinische Probleme geben kann. In dem Fall, so dachte ich, wäre eine Kastration nach der Scheinträchtigkeit durchaus sinnvoll.

              Ist das gar nicht so? Hat das medizinische Problem (z.B. Gebärmuttervereiterung) gar nichts mit der Scheinträchtigkeit zu tun oder sind das dann Extrembeispiele, wo man den Einzelfall betrachten muss? Und leidet die Hündinn nur aus Menschensicht, ist der Zustand für sie völlig "normal" und nicht weiter tragisch?

              Viele Grüße, Alex

              • (19) 11.12.11 - 19:48

                Zitat: "Dass Hündinnen eigentlich nach jeder Läufigkeit scheinträchtig sind, ist mir bekannt. Allerdings bin ich davon ausgegangen, dass eine Hündin, die ganz offensichtlich scheinträchtig ist, auch psychisch darunter leiden kann und es medizinische Probleme geben kann. In dem Fall, so dachte ich, wäre eine Kastration nach der Scheinträchtigkeit durchaus sinnvoll."

                So rhetorisch ist deine Frage gar nicht.

                Ich denke schon, das etliche Hündinnen in der Scheinträchtigkeitsphase psychisch leiden. Aber nicht, weil es an den Hormonen liegt. Vielmehr ist es der Art unseren Zusammenlebens mit den Hunden geschuldet.

                Allein schon, wenn du bedenkst, das es in der Natur nur für die jeweilige Art/Rasse sinnvolle Einrichtungen gibt. Hündinnen in über Jahren freien Wildhundrudeln und Wölfinnen haben das ganz sicher nicht. Sie sind scheinträchtig, um die Welpen ggf. mit zu versorgen oder sogar allein, falls die leibliche Mutter nicht kann. Sie sitzen in einer hormonellen Warteschleife, und werden sie nicht gebraucht, ist der Spuk auch irgendwann wieder vorbei.
                Die betüddelt und behütet aber auch keiner. Den anderen Mitgliedern der Gruppe ist es doch egal.

                Wir sind nicht einmal in der Lage, mit unseren Hunden ohne Hilfsmittel vernünftig zu spielen. Wir brauchen dazu Quietschies, Kuscheltiere, Kongs, Futterbeutel... - whatever. Und damit Hund glücklich ist, hat er die auch schön zur freien Verfügung.
                Es ist keine neue Erkenntnis, das gerade Kuscheltiere und Quietschtiere die Symptome einer Scheinträchtigkeit verstärken. Am besten räumt man für die Zeit alles weg und begibt sich auf die Ebene der Beschäftigung ohne Hilfsmittel. Das bringt auch gleich noch eine neue Sichtweise auf unseren Hund mit sich.

                Auch ist das reichlich vorhandene Futter ein Verstärker für Scheinträchtigkeitszeichen. Sie haben immer alles und mehr als ausreichend. Wo in einer Gruppe in Freiheit die Versorgung der stillenden Hündin vorrang hat. Denn die sorgt für die nächste Generation, da müssen die anderen Mitglieder der Gruppe ggf. mal hintenan stehen. Nur futtertechnisch gesehen.
                Reduzierst du schon in der Läufigkeit das Futter, dann klappt es meistens auch ganz gut, das es hinterher nur ne normale Scheinträchtigkeit wird. In Freiheit wird in der Stehzeit ja auch nicht viel gefressen, da wird gepoppt.

                Wir sind heute für unsere Hunde recht präsent. Das ist auf eine Art ja ganz gut, weil wir Artgenossen ersetzen müssen. Wir sind oft zu präsent, gucken zu viel nach den Hunden, tüddeln rum und fragen uns ständig, warum der Hund nun gerade diese Gemütsäußerung gemacht hat und was er damit meint. Dabei übertragen wir menschliche Emotionen zu oft auf den Hund.

                Du findest das in einigen Denkweisen im Bereich der Fortpflanzung, wie auch im Zusammenleben:

                "Der Rüde soll auch mal seinen Spaß gehabt haben." Nein, Spaß hat der bei einer Belegung eher nicht. Zumindest nicht mit dem Menschen vergleichbar. Es ist sehr anstrengend, und spätestens wenn sie hängen ist es nur beklemmend, erschreckend und man will schnell wieder weg von der Hündin.

                "Die Hündin soll auch mal Welpen aufgezogen haben. Mama sein ist auch für sie mal schön." Nein, Hündinnen gehen körperlich dann bis an ihre Grenzen. Schön ist anders. Es ist nur Pflicht. Sie tun nur, was sie instintiv tun MÜSSEN, weil Mutter Natur so die Hunde erhalten kann.

                "Die Hündin leidet in der Scheinträchtigkeit. Sie möchte Welpen haben. Weil wir sie nicht haben decken lassen, muss die Arme auf ihr Plüschschwein als Ersatzwelpen zurück greifen." Nein, das Plüschschwein ist auch sonst für sie Ersatz-Sozialparnter im Bereich Spiel und Kuscheln und grad verfügbar. Traurig, nicht?

                Zitat: "
                Ist das gar nicht so? Hat das medizinische Problem (z.B. Gebärmuttervereiterung) gar nichts mit der Scheinträchtigkeit zu tun oder sind das dann Extrembeispiele, wo man den Einzelfall betrachten muss? Und leidet die Hündinn nur aus Menschensicht, ist der Zustand für sie völlig "normal" und nicht weiter tragisch?"

                Doch, die Gefahr der Gebärmuttervereiterung ist nach einer Läufigkeit vielfach größer, als normal. Weil der Weg in die Gebärmutter dann offen ist und Keime eher eindringen können. Diesen Hündinnen mus geholfen werden, zweifellos. In Freiheit würden sie sterben.

                Was ich aber zu bedenken gebe: Wir helfen da unbewußt oft auch nach und machen es schlimmer. Wir packen unsere läufigen Hündinnen ein, damit das Haus sauber bleibt. Schön mit ner Vorlage im Slip, weil da so ne schöne Keimkultur drin wachsen kann. Selbst säubern kann sie sich dann auch nicht mehr, und die Keime können prima aufsteigen.
                Lieber alles mit alten kochbaren Laken auslegen, den Boden öfter wischen und höchstens für nachts im Bett nen Schlüpper drum tun.

                Noch vor 20 Jahren hat sich da kaum wer nen Kopp drüber machen müssen. Weils Zusammenleben mit Hunden da noch nicht solche Ausmaße angenommen hat und auch dadurch nicht in dem Maße vorkam.

                Wir Menschen sollten mal drüber nachdenken, warum wir auf einmal unsere Hunde so sehr brauchen?;-)

                #winke Ute

                • (20) 11.12.11 - 22:35

                  Hallo noch mal,

                  vielen Dank für die Mühe, die Du Dir gemacht hast!:-)

                  Ich muss zugeben, vieles von dem, was Du geschrieben hast, ist sehr logisch, wenn man darüber nachdenkt - aber ich muss auch zugeben, das habe ich zum Teil bisher gar nicht...#hicks Mit Sicherheit ist ein Grund, dass wir einen Rüden haben.;-) Die letzte Hündin hatte ich als Teenager.

                  Besonders der Teil mit der Gebärmutterentzündung ist natürlich absolut logisch nachvollziehbar, nur habe ich mir über den Entstehungsweg noch nie wirklich Gedanken gemacht, sondern es einfach so hingenommen, dass eine unkastrierte Hündin häufiger eben darunter leidet. Wobei der Zusammenhang mit der Scheinträchtigkeit dann wohl eher nicht gegeben ist.

                  Das Betüddeln und Verhätscheln, das Du angesprochen ist, ist ja leider sehr weit verbreitet und zieht auch in anderen Bereichen teilweise arge Probleme nach sich - das sehe ich auch absolut so.

                  Ansonsten hast Du mir mit Deinem Text einige Punkte aufgezeigt, über die ich die nächsten Tage sicher noch öfter grübeln werde...;-)

                  Viele Grüße, Alex

                  • (21) 11.12.11 - 22:47

                    "Das Betüddeln und Verhätscheln, das Du angesprochen ist, ist ja leider sehr weit verbreitet und zieht auch in anderen Bereichen teilweise arge Probleme nach sich - das sehe ich auch absolut so.

                    Ansonsten hast Du mir mit Deinem Text einige Punkte aufgezeigt, über die ich die nächsten Tage sicher noch öfter grübeln werde..."

                    Ich möchte auch mal nicht grübeln können.#rofl Aber das rattert immerzu im Kopp.#augen

                    Auch wenn es nicht zum Thema passt, aber das Spielen ohne Hilfsmittel ist z.B. ein Ding, womit ich mich gedanklich derzeit oft beschäftige. Praktisch auch. Das geht sehr gut und ohne Vorbereitung und überall, meine Mädels sprechen sehr drauf an, und die Bindung wird schön damit.

                    Nachti #winke

            (22) 11.12.11 - 21:01

            So, ich hab jetzt vor allem im 1. Link nicht alles gelesen. Der 2. Link ist jedoch für Nicht-Veterinäre deutlich leichter und schneller zu lesen.

            Viel Unterschiede zum Menschen gibt es wohl eigentlich nicht.

            In Link 2 steht auch "es kann zu Scheinträchtigkeiten kommen". D. h. für mich, das eben nicht jede Hündin scheinträchtig wird.

            Bei der Frau läuft der Zyklus ja auch ähnlich ab, und auch bei der Frau sind die Abläufe im Körper ob schwanger oder nicht schwanger ja fast identisch. Bis es dann eben zur Blutung kommt. Ich jedenfalls war noch nicht scheinträchtig, trotz erfolgtem Eisprung und dadurch bedingtem erhöhtem Progesteronspiegel ;-)
            Viele Frauen können von PMS ein Lied singen, vor allem haben viele da Symptome die durchaus auch Anzeichen für eine Schwangerschaft sein können (angeschwollene Brüste, schmerzende Brustwarzen, Ziehen in den Leisten usw.).

            Hab ich jetzt also irgendwas in dem 2. Link nicht richtig verstanden?

            Ich bin eigentlich ein Kastrationsbefürworter. Bei unserer kleinen Hündin waren ursprünglich mal Welpen geplant. Es kam doch nicht so und daher ist sie eben nicht kastriert worden, zumal sie wie schon geschildert keine äußerlichen Anzeichen für Scheinträchtigkeiten zeigt.

            LG, Linda

            • (23) 11.12.11 - 21:28

              "Bei der Frau läuft der Zyklus ja auch ähnlich ab, und auch bei der Frau sind die Abläufe im Körper ob schwanger oder nicht schwanger ja fast identisch. Bis es dann eben zur Blutung kommt. Ich jedenfalls war noch nicht scheinträchtig, trotz erfolgtem Eisprung und dadurch bedingtem erhöhtem Progesteronspiegel

              Viele Frauen können von PMS ein Lied singen, vor allem haben viele da Symptome die durchaus auch Anzeichen für eine Schwangerschaft sein können (angeschwollene Brüste, schmerzende Brustwarzen, Ziehen in den Leisten usw.)."

              Weia, du vermenschlichst zu sehr und siehst es auch nicht richtig.

              Bei uns Frauen kommt es ohne Schwangerschaft zu einer Abbruchblutung, bei der die als "Bett" für eine SS dick aufgebaute Gebärmutterschleimhaut abgestoßen wird.
              Im möglichen Befruchtungszeitraum in der Mitte des Zyklus gibt es beim Menschen keine Blutung.

              Ist eine Hündin befruchtbar, DANN blutet sie. In den Stehtagen zwar nur noch fleischwasserfarbend, aber immer noch. Allein daran ist ersichtlich, das beim Hund ganz andere Prozesse im Zyklus ablaufen, als beim Menschen.

              Menschen haben auch keinen Metöstrus, der beim Hund nun mal die Scheinträchtigkeitsphase bildet. Damit sind, wie von mir bereits beschrieben, nicht die äusserlichen Anzeichen bezeichnet, sondern der hormonelle Status der Hündin.

              PMS ist ein PRÄmenstruelles Syndrom, und bezeichnet die körperlichen und psychischen Erscheinungen VOR der Regelblutung der Frau. Scheinträchtigkeit passiert NACH der Läufigkeit. Hormonell ist da ein Unterschied vorhanden, z.B. beim Prolaktin, was der scheinträchtigen Hündin Gesäugeveränderungen macht.

              Bei uns Menschen ist keine Scheinschwangerschaft vorgesehen, weil wir in einem anderen sozialen Gefüge zusammenleben, als Hunde. Ein bischen funktioniert Evolution schon noch.;-) Auch unsere nahen Verwandten, die Menschenaffen, können nicht einfach ein verwaistes Junges annehmen und stillen. Im Wolfsrudel oder frei lebenden Hunderudel funktioniert das aber.

              Immer hat alles einen Zweck!

              Es geht auch nicht grundsätzlich darum, für oder gegen eine Kastration zu sein, sondern endlich zu einem normalen Umgang mit Hündinnen zu kommen. Dazu muss man aber was wissen. Das ist hilfreicher, als sich den Hund nach Gutdünken zurecht schneiden zu lassen.

              Viel zu wenige Hündinnenbesitzer kennen überhaupt den Zyklus einer Hündin und was da abläuft. Sie sehen nur, was vermeindlich negativ für sie (die Besitzer) dabei passiert.

              #winke Ute

              • (24) 11.12.11 - 21:45

                Na, so ganz richtig ist das aber nicht.

                Frau kann sehr wohl auch ohne ein Kind geboren zu haben stillen. Es erfordert zwar etwas Mühe, ist aber möglich. (ja, es gibt Adoptivmütter, die ihre Babys stillen!)

                Ich habe auch nicht gesagt, das es identisch ist, sondern ähnlich.

                Während Frau blutet, bereiten die Eierstöcke die Follikel bereits für den Eisprung vor (es gibt übrigens Frauen die sogar während der Menstruation ovulieren). Der LH-Peak ist bei der Frau ebenfalls vorhanden. Ebenso wird NACH dem Eisprung alles auf Schwangerschaft gepolt. Und genau das ist PMS.

                Im menschlichen Bereich bin ich da auch nicht völlig unwissend, ich habe eine 3jährige Kinderwunschkarriere hinter mir - inkl. verschiedenster Tests, Hormonbestimmungen, Hormonbehandlungen+GV nach Plan usw. #schwitz

                Es gibt also sicherlich Unterschiede, aber auch reichlich Gemeinsamkeiten.
                Und wie schon eben erwähnt, wird im 2. Link davon gesprochen das die Hündin scheinträchtig werden kann. ;-)
                Wenn das so gar nicht stimmt, würd ich dem Autor mit deinem Fachwissen als Züchterin mal nen netten Hinweis per Mail schicken ;-)

                Ist es denn nicht so, das das Krebsrisiko durch frühzeitige Kastra sinkt? Deshalb und wegen den oft ungeplanten Welpen bin ich für die Kastra. Nicht weil ich nicht aufpassen will oder mir die Bluterei auf die Nerven geht.

                LG, Linda

                • (25) 11.12.11 - 22:19

                  Kann eine Frau denn so einfach, ohne medizinische Hilfen wie Hormongaben, ein fremdes Kind stillen? Und wen ja, wie viele Frauen könnten das? Sicher nicht so viele, wie es Hündinnen gibt, die einen Wurf in ihrem Rudel aufziehen können, ohne ihn selbst geboren zu haben.

                  Wie schon gesagt, bei uns Menschen ist das nicht vorgesehen und eine AUSNAHME. Bei Hunden ist es genau andersrum.

                  Nun verrate mir langsam mal, wozu dir dieser Vergleich Hund-Mensch hilfreich ist? Brauchst du nen Grund für ne Total-OP?#schock

                  Zitat:"Es gibt also sicherlich Unterschiede, aber auch reichlich Gemeinsamkeiten. Und wie schon eben erwähnt, wird im 2. Link davon gesprochen das die Hündin scheinträchtig werden kann."

                  Hm, ich lese da was anderes:

                  3.Phase (=Metöstrus) 60-130 Tage:
                  Etwa 7 Tage dauert die Reise der Eizelle. Während dieser Zeit kann die Eizelle von einer
                  Samenzelle befruchtet werden. Während die Eizelle wandert, verwandelt sich das leere
                  Eibläschen in den Gelbkörper und bildet zusätzlich zu den Östrogenen, ein weiteres
                  Hormon, das Progesteron. Dieses Hormon sorgt dafür, daß die Gebärmutterschleimhaut
                  dicker wird und gut durchblutet ist, falls es zu einer Schwangerschaft kommen sollte,
                  zudem läßt es die Milchleiste anschwellen. Auch wenn kein Deckakt erfolgen sollte, bilden
                  sich die gleichen Hormone, wie bei einer trächtigen Hündin. Das ist ebenso die Erklärung
                  einer Scheinschwangerschaft.

                  Meiner Meinung nach steht da nichts von "kann", sondern dass das die Erklärung dafür IST. Demnach brauche ich den Autor nicht zu korrigieren, was ich ohnehin nicht als meine Aufgabe angesehen hätte.

                  Die Mähr mit dem Krebs ist auch längst widerlegt. Klar können kastrierte Hündinnen nicht mehr einfach so nen Gebärmuttertumor bekommen. Ist bei gut gemachter Kastra ja auch kein solches Gewebe mehr da. Unmöglich ist es aber nicht. Es kann mit einer Kastra kein anderer Krebs verhindert werden. Bestenfalls NUR der Gebärmuttertumor, und das vorsorglich, wo nie gesagt werden kann, ob die Hündin jemals dran erkrankt wäre.

                  Läßt du wegen möglicher Mastzellentumoren der Haut deinem Hund dann auch das Fell abziehen? Nur mal so vorsorglich? Ohnren ab, weil es da auch Krebs geben kann? Nase weg? Gesäugeleisten raus?

                  Es ist nur eine gern genutzte vorgeschobene Begründung für diesen operativen Eingriff. Bei lebenswichtigen Organen oder das äussere Erscheinungsbild prägenden Körperteilen käme keiner auf die Idee, auch wenn dort genau so oft Tumore entstehen können. Aber so'ne lumpige Gebärmutter, pfff...

                  Und ich wage zu beaupten, das 80% der ungeplanten Welpen eigentlich gar nicht sooo ungewollt und ungeplant waren. Zumindest wurde ein nicht geringer Teil billigend in Kauf genommen. Genau so, wie man schnell mal ne Pille nicht richtig nimmt oder aufs Kondom verzichtet. Wird schon schief gehen!;-) Die Leute erzählen dir das nur nicht, weil sie die Reaktionen darauf kennen.

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