Kaninchen tot...wie alt sollte ein neuer Partner sein?

    • (1) 04.01.12 - 20:42

      Hallo,

      ich hoffe, hier von erfahrenen Kaninchenfreunden einen Rat zu bekommen.

      Heute ist unser Löwenköpfchen-Mädchen gestorben....lag einfach tot im Garten#heul

      Jetzt ist unser Männchen alleine u. wir überlegen uns ein neues Weibchen anzuschaffen.

      Das zurückgebliebene Kaninchen ist jetzt ca. 3 1/2 Jahre alt und ich frage mich, wie alt ein neues sein sollte. Meistens werde ja Jungtiere angeboten, die wenige Wochen alt sind.
      Ist es in Ordnung, ihm ein so junges Tier dazuzusetzen?
      Und wie lange sollte man überhaupt warten mit der Anschaffung eines neuen Tieres?

      Ich habe etwas Bedenken, wenn unser "altes" Kaninchen jetzt im Winter (wenn es dann ja vielleicht auch irgendwann mal wieder Frost gibt..) alleine im Stall sitzt u. keinen Partner zum Wärmen hat.

      Vielleicht kann mir da jemand wertvolle Tipps geben!

      Gruß, Eva

      • hallo,

        tut mir leid, dass dein mädel gestorben ist. unser zwergkanini weibl, war schon über 1 jahr alt als wir ein männl geholt haben. er war noch jung, also nicht ausgewachsen.

        und die zwei haben sich gleich gut vertragen. hätte ich nicht gedacht, weil meine große doch sehr dominant ist.

        sie hat aber gleich ihr schwänzl beiseite getan und ihr hinterteil hingereckt.

        tja, aber wie das sich anders herum verhält... doch ich denke mal, es dürfte da keine probleme geben. aber es kann sein, dass er sein revier verteitigt. und es eine weile dauern wird, bis die sich aneinander gewöhnt haben.

        naja, vielleicht hat ja hier noch jemand einen rat.

      Vergesellschaftung bei Kaninchen (ich gehe davon aus, der Rammler ist kastriert) sind in der Regel kein Problem. Holt ich habe bislang nie einen unterschid feststellen können was das alter der vergesellschafteten tiere angeht!

    Huhu,

    Ich würde an deiner stelle ins Tierheim fahren und dort nachfragen ob sie ein Kaninchen im ungefähr gleichen alter haben, welches aus Außenhaltung kommt. Denn du kannst jetzt kein Tier aus innenhaltung nehmen, da es ja kein winterfell hat und somit draußen nicht überleben würde.
    Außerdem können die tierheimleute dir bestimmt auch bei der Vergesellschaftung helfen.
    Ich würde deinen bock nicht lange alleine lassen. Erstmal wird er sich schnell einsam fühlen und er hat keinen Partner zum wärmen.

    Woran ist deine Dame denn gestorben? Denn 3 Jahre ist ja nun wirklich kein alter!

    LG

    PS.: sry für rechtschreibfehler usw. Handy macht manchmal was es will.

    • Danke für deine Antwort!
      Wir wissen nicht, woran sie gestorben ist. Sie lag einfach tot im Garten. Eine Veränderung hatten wir in den letzten Tagen nicht festgestellt. Allerdings muß ich auch dazusagen, daß es nicht gerade ein Schmusekaninchen war.
      Unsere Kaninchen sind beide nicht so zutraulich, daß man mit ihnen schmusen konnte. Sonst hätten wir vielleicht doch etwas bemerkt.

(8) 04.01.12 - 23:21

Hi,

ich habe da etwas mehr Bedenken als meine Vorschreiber. Ich hatte in Sachen Zusammenführung schon die verschiedensten Fälle gehabt. Meistens ging es mit meinen Tieren nicht so glimpflich ab.

Erstmal sollte das neue Weibchen etwa im selben Alter sein, also auf jeden Fall ausgewachsen und kein Jungtier. Schau im Tierheim, in Vermittlungsforen, Zeitung, etc.
Es muß wie gesagt aus Außenhaltung kommen, wenn es jetzt im Winter draußen leben soll.

Wie lange man warten soll? Am besten Du fängst umgehend damit an, Dich auf die Suche nach einem neuen Weibchen zu machen und die Zusammenführung vorzubereiten. Allerdings solltest Du vorher sicher gehen, daß Dein Weibchen keine ansteckende Krankheit hatte. Dafür solltest Du das tote Tier bei einem Tierarzt untersuchen lassen. Oder wenigstens das Männchen eine zeitlang noch gut beobachten. Ich würde daher lieber noch ein paar Wochen warten. Im Moment sind die Temperaturen ja nicht so tief und wenn der Stall gut isoliert ist und geschützt steht, wird ihm die Kälte nichts anhaben.

Für die Zusammenführung kann es jetzt im Winter schwierig werden einen neutralen und kühlen Raum zu finden. Hast Du einen Keller, den Du als Zusammenführungsraum für einige Tage benutzen kannst? Es ist nämlich wichtig, daß die ZF auf neutralem Boden abläuft, also dort, wo keines der beiden Tiere jemals war. Somit kann dein Männchen nicht auch noch sein Revier verteidigen.

Wie man eine Zusammenführung genau macht, kannst Du auf diebrain.de lesen.

Dann noch ein paar Fragen zum Gehege/Stall: Wie groß ist das Gehege? Oder ist der Auslauf der eingezäunte Garten und die Tiere sind die meiste Zeit (nachts) in einem kleinen Stall?
Ich frage deshalb, weil neu zusammengeführte Tiere mehr Platz brauchen als Tiere, die sich von klein auf kennen. Wenn Du nun nach der ZF das neue Tier zu Deinem Männchen in den Stall "sperrst", wo es keine genügende Ausweichmöglichkeiten gibt, kann das böse enden. Die Tiere könnten sich dann gegenseitig verletzen. Das kann auch noch nach einer geglückten ZF passieren. Es muß nicht sein, kann aber. Daher ist es wichtig, daß sie rund um die Uhr genügend Platz haben, sich aus dem Weg zu gehen. Eine Regel besagt 2 qm pro Tier. Es sollte daher ein Gehege mit mind. 4 qm sein, am besten noch mit Sichtbarrieren bestückt. An das Gehege sollte der Stall angeschlossen sein als Schutzhaus.

Wie und ob sich die neuen Tiere vertragen kommt ganz auf deren Charakter an. Es gibt von Natur aus dominante und unterwürfige Tiere. Das wäre die beste Kombination. Wie ist Dein Männchen so drauf? War er der Chef oder eher der Unterlegene? Wenn 2 charakterstarke Tiere aufeinandertreffen kann das logischerweise mehr Komplikationen geben, wie bei 2 Unterwürfigen, wobei diese aber ja auch erstmal die Rangordung festlegen müssen.

Auf diebrain.de kannst Du in Sachen ZF viel erfahren, und zB. im kaninchentreff.de gibt es immer viele Vermittlungstiere. Bzw. wenn Du detaillierte Fragen zur ZF hast, sind dort die Experten anzutreffen ;-)
Ich hoffe, ich habe Dir nun keine Angst gemacht. In den meisten Fällen raufen sich die Kaninchen früher oder später zusammen. Ich wünsche Dir viel Glück, daß alles reibungslos abläuft.

LGs

Aaaalso nochmal ausführlich wegen der bedenken meiner vorrednerin:

Ich hatte karnickel seit ich,.. keine ahnung etwa 5 jahre alt bin bis vor etwa einem halben jahr (ich hasse marder!!!) haben auch Schuppenhaltung mit freigang praktiziert, nachts wurde die klappe zum freigang geschlossen wegen den Marden,.. einmal vergessen,.. schon waren die Kaninchen geschichte! Dabvon aber abgesehen, habe ich tatsächlich im Winter noch nie ein ganz junges Kaninchen geholt, wegen der Witterungeim Winter sollte das Tier etwas älter sein,.. also ab halbes Jahr und bereits ein winterfell haben!die meisten tierheime haben unbeheizte kleintierhäuser oder freigang, ist also ne gute adresse! das alter hat bei meinen vergesellschaftungen eben so wenig eine rolle gespielt wie das geschlecht nur unkastrierte rammler sind für spätvergesellschaftungen nicht geeiget.

Ich hab die tiere erst auf "neutralem boden" zusammen gelassen, dort auch gefüttert.

nach 2-3 Tagen konnte man sie im Stall (am festen frische Stoh auflage, viel heu) zusammen lassen,... gab nie ernste verletzungen wurde immer schnell ruhig!

  • (10) 05.01.12 - 10:03

    Hi,

    Du hattest dann wohl immer Glück und ich meistens Pech was ZFs betrifft. Es ist schön, wenn sich die Kaninchen gleich so gut verstehen, aber wenn nicht, dann ist die Kacke am dampfen. Daher schrieb ich aus meinen Erfahrungen, ich habe ebenfalls schon 25 Jahre Kaninchen.

    Die ZFs haben immer geklappt aber nach ein paar Wochen gabs mal Zoff. Grund: nachts zu wenig Platz. Es gab ne abgerissene Unterlippe und aufgeschlitzte Bäuche. Das waren zwar 2 Weibchen bei einem Rammler und allerdings vor der Zeit, bevor wir unser großes Gehege an einen altem Hühnerstall bauten. Danach gabs keine Probleme mehr. Du hattest ja mit Deinem Schuppen bestimmt auch mehrere qm Stall. Daher empfehle ich immer genügend Platz den Tieren zu bieten, das ist ohnehin für ein würdiges Kaninchenleben ein Muß.

    Ich habe auch schon ZFs für Bekannte gemacht, die sich die ZF nicht zutrauten. Die ZF war geglückt, aber die Tiere saßen danach eingepfercht im engen Stall, obwohl ich darauf hingewiesen hatte, daß sie ihnen mehr Platz zu bieten müssen. Das Ende vom Lied war, die Tiere wurden getrennt und jedes saß dann einzeln im Knast.

    Was Jungtiere und alte betrifft, es kommt auch darauf an, wie groß der Altersunterschied ist und welche Geschlechter die Tiere haben. Dennoch würde ich keinem 8 Wochen alten Jungen eine ZF mit ausgewachsenen Tieren zumuten. Das kann m.M. nicht gutgehn.

    LGs

    • (11) 05.01.12 - 11:23

      Okay, ich muss dir rechtgeben, platz war bei uns wirklich nie ein problem, drinnen im Schuppen hatten sie zweit etwagen mit einmal ca. 4,50m x 2 m und oben 1,8m x 1m da konnten sie sich atürlich aus dem weg gehen, wenn sie es wollten!

      Einig sind wir uns also zusammenfassend darin, dass es ein adultes tier sein sollte, optimaler weise weiblich, wenn es geht aus außenhaltug, empfehlung tierheim, zusätzlich ist auf ausreichend rückzugsmöglichkeiten bei der ZF zu achten,... *lach* können wir das so feigeben?

(13) 05.01.12 - 09:40

Ich möchte mich meinen beiden Vorschreibern anschließen!
Auf alle Fälle würde ich kein Jungtier dazu setzen, aus o.g. Gründen (momentan zu kalt für Außenhaltung und im Ernstfall wird das Baby so zerbissen, dass es verendet)!
Frage doch mal im Tierheim nach, oder schau im Forum vom Kaninchentreff
http://www.kaninchentreff.de/
Dein neues Tier sollte so schnell wie möglich geholt werden, zwischen 1 und 4 Jahren alt sein und weiblich - so schaffst du die besten Voraussetzungen!
Das wird schon klappen, viel Glück :-)

LG Pechawa

(14) 05.01.12 - 13:10

Vielen Dank nochmal allen. Eure Tips u. Meinungen haben mir sehr geholfen!

Gruß, Eva

(15) 06.01.12 - 14:48

Hi,
wir standen vor ein paar Wochen vor einem ähnlichen Problem. Unsere alte Dame war gestorben, auch vollkommen überraschend, vermutlich war sie schlicht und einfach sehr alt gewesen - bei Fundtieren weiß man das halt nie so genau, und die Zeit, von der wir wissen (die sie bei uns war) war halt auch schon lange...

Und da war dann der 7jährige Partner.

Wir sind ins örtliche Tierheim gegangen. Die Auswahl hat sich auf genau zwei weibliche Tiere beschränkt (Außenhaltung im Spätherbst - da kann man halt kein vorher in Innenhaltung gehaltenes Tier nehmen, davon hätten sie 30 oder noch mehr gehabt...).

Das eine Tier wog ungefähr das 4-5 fache von unserem kleinen Rammler. Sie hätte altersmäßig gepasst - aber vermutlich nicht durch den Durchgang zwischen Hütte und Freilauf.

Das andere Tier passte größenmäßig. War aber erst 2 Jahre alt.

Diese Dame ist bei uns eingezogen. Die Vergesellschaftung lief so ab: er hat sie einmal gejagt, sie sich unterworfen - fertig. Einzug ins eigentliche Domizil ohne jedes Problem. Die beiden sind ein Herz und eine Seele...er bringt ihr bei, was es heißt ein Kaninchen zu sein (sie hat die ersten zwei Lebensjahre alleine verbracht und wusste anfangs gar nicht was er von ihr will wenn er darum bettelt abgeschleckt zu werden), und er hat eine liebe, inzwischen sehr gerne kuschelnde Partnerin. Und hoffentlich noch ein paar schöne Jahre mit ihr.

Es ist ein gewisses Risiko, und wir konnten nicht vorhersehen, ob es passt. Großer Altersunterschied ist halt riskant. Bei uns ging es gut.

Ein Kaninchenbaby würde ich nie mit einem ausgewachsenen Tier vergesellschaften. Die Haut der Kleinen ist sehr dünn, und dann kann eine Vergesellschaftung zu schweren Verletzungen führen.

"Angeboten" werden doch auch eh nur Tiere in Innenhaltung (fast nur mit wenigen Ausnahmen). Das ist natürlich im Winter überhaupt nichts. Was ihr braucht ist ein ausgewachsenes Tier, möglichst das andere Geschlecht, und zwar eines, das jetzt draußen lebt.

Der erste Ansprechpartner wäre für mich immer das örtliche Tierheim. Gerade Außenhaltung im Winter - die waren froh, die Dame abgeben zu können. Dort musste sie nämlich alleine leben (die eine Außenhaltungsgruppe - "Deutsche Riesen -Rammler und die entsprechende Dame - hätte sie einfach "erdrückt"). Vielleicht habt ihr ja dort Glück - oft merken die Menschen in den ersten Wochen nach Weihnachten, dass das innig gewünschte Geschenk tatsächlich Arbeit macht.

Warten sollte man nur, wenn es irgendeinen Grund zur Annahme gibt, dass das verstorbene Tier eine ansteckende Krankheit hatte. Ansonsten - je schneller, je besser. Kaninchen trauern ihrem Partner nicht nach - sie leiden nur unter der Einsamkeit.

Viele Grüße
miau2

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