Was können wir machen! Hund 1 Jahr alt.

    • (1) 25.01.12 - 21:30

      Hallo,

      wir haben ein furchtbares Problem mit unserem 13 Monate altem Old- English- Bulldog- Rüden.
      Wir waren von Anfang an mit Ihm zur Hundeschule. Die Grundkommandos befolgt er, wenn er will. Zur Zeit ehr selten.
      Wenn Besuch kommt springt er die Leute an, nicht alle, aber irgendwie alle die wo er meint das er es machen könnte.

      Spazieren gehen ist im Moment eine absolute Katastrophe und macht überhaupt keinen Spaß mehr. Im Dunkeln war er schon immer eine Scheißhose. Aber nun haben wir das Problem sowie ein anderer Hund kommt, ist auch nichts mit Futter zu machen, da kannste nur noch die Leine gut fesfhalten. Er bellt sie dann an und zieht wie ein Wilder. Ich vermute das das Problem hauptsächlich daran liegt, das die meisten Hunde die uns über den Weg laufen kleiner sind als er und er durfte noch nie an die kleinen Hunde ran weil deren Hundebesitzer immer Angst hatten das unserer irgendwas an ihrem Hund kaputt macht, da er so groß ist und noch relativ tolpatschig!

      Ganz schlimm ist es wenn ihm Männer auf dem Spaziergang entgegen kommen, da dreht er auch voll am Rad. Ich bekomme echt die Krise.

      Mein Freund hat Mitte Februar Urlaub, da machen wir wieder Termine in der Hundeschule, das Problem ist nur, wenn wir dort sind hört er meist wie ne eins.

      Sicher liegt es wohl an uns. Das wir für ihn wohl nicht die Chefs sind, aber was sollen wir noch tun. Er darf nicht auf die Couch, liegt also immer unter uns. Haben auch ansonsten alle möglich Tipps aus der Hundeschule versucht zu befolgen, damit er nicht die Oberhand bekommt, aber im Moment weiß ich echt keinen Rat!
      Liegt es vielleicht auch etwas am Alter.

      LG Susan.

      • (2) 25.01.12 - 21:44

        Wie reagiert er denn ohne Leine? ist er nur Leinenaggressiv oder generll pissig wenn jemandn von seinen "Feindbildern" entgegen kommt?

        • (3) 25.01.12 - 21:53

          Ich denke, wenn er ürfte wie er wollte, würde er sicher nur hinrennen, schnüffeln und hoffen das sein Gegenüber spielen will. 100%ig sicher bin ich nicht!

          • (4) 25.01.12 - 21:59

            hm,... ischwierig, ... ich bin bei meinem bub sicher, deshalb bequatsche ich die leute imemr ihre hunde los z lassen,... allerdings sind es bei mir auch eher die halter, die der eminung sind IHRE hdne wären so aggressiv. Hast du die möglichkeit mit bekannten zu trainieren?

            Meinem Macho hat es sehr geholfen zu merken, dass ICH in den Situationen völlig ruhig bin. Hab mit ein paar nachbarn mal 3 abende geübt, bin immer abends die straße rauf und runter (Macho hat nachts immer alle angeknurrt oder angebellt). Anfangs bin ich ruhig, aber zügig weiter gelaufen, mit ihm an der leine, wenn jemand kam. Beim so-und-so-vielten mal bin ich stehen geblieben udn habe mit der person gesprochen (er hat sich wieder voll in die seile geworfen) nach einigen veruschen hat er aber gemerkt, dass fremde personen keine gefahr sind, dass sie noch nichtmal erwähnenswert sind. Inzwischen kann ich auch ohne leine an fremden nachts vorbei laufen, vorausgesetzt ich erschrecke mich nicht selbst, das merkt er SOFORT und verfällt in alte Schemen

      (5) 26.01.12 - 07:00

      Hallo,

      es ist so, wie du schon selbst bemerkt hast: es liegt an euch, sonst würde es in der Hundeschule nicht klappen!
      Manche Menschen strahlen natürliche Autorität aus, die Hunde spüren das und für solche Menschen ist Hundeerziehung oder sind Hundebegegnungen recht einfach.
      Haben die Menschen keine natürliche Autorität, dann läuft es so ab, wie bei euch: Hunde springen Besuch an und benehmen sich nicht an der Leine.
      Bei euch kommt noch hinzu, dass gerade Rüden zwischen 1 und 2 Jahren ihre 2. Pubertät durch machen, es also nochmal genau wissen wollen und wenn ihr euch jetzt auf der Nase tanzen lasst, wird es sein ganzes Hundeleben so sein!
      Seid genau mit der Grunderziehung! Der Hund will die Grundkommandos nicht befolgen? Hartnäckig bleiben und nur mit einem positiven Ergebnis aufhören!
      Wenn Besuch kommt, stellt euch zwischen Besuch und Hund. Wenn der Hund dann immer noch den Besuch anspringt, sofort vom Besuch abflücken. Dann würde ich den bei jedem klingeln an die Leine nehmen!
      Wenn ihr unterwegs seid, müsst ihr einen entgegenkommenden Hund früh erkennen und dann sofort reagieren: Hund in die Aufmerksamkeit nehmen, darf mit Leckerchen belohnt werden. "Bei Fuß Übung" machen und immer dafür sorgen, dass er nicht vor läuft, also kurz halten. Wenn es geht, ohne Spannung, immer nur kleiner Ruck, Hund geht bei Fuß, dann sofort die Spannung weg lassen. Nicht brüllen, sondern tief einatmen!
      Kennst du den amerik. Hundeflüsterer Cesar Millan? Kommt täglich im TV auf dem Pay Tv Sender Sky oder hier
      http://www.google.de/#q=cesar+millan&hl=de&prmd=imvnsob&source=lnms&tbm=vid&ei=YuogT5jvEY3BtAaGuc36Bw&sa=X&oi=mode_link&ct=mode&cd=4&ved=0CD4Q_AUoAw&bav=on.2,or.r_gc.r_pw.,cf.osb&fp=28337c3228d64741&biw=1280&bih=661

      LG Pechawa

      (6) 26.01.12 - 08:51

      >>Sicher liegt es wohl an uns. Das wir für ihn wohl nicht die Chefs sind, aber was sollen wir noch tun. Er darf nicht auf die Couch, liegt also immer unter uns. Haben auch ansonsten alle möglich Tipps aus der Hundeschule versucht zu befolgen, damit er nicht die Oberhand bekommt, aber im Moment weiß ich echt keinen Rat!<<

      Womit Dir doch wohl klar sein sollte, daß dieser 'Ich Cheffe - Du nix' Kram überhaupt nichts bringt! Gleichzeitig hast Du Geld an eine (schlechte) Hundeschule verschwendet und zusätzlich ist viel wertvolle Erziehungszeit verloren gegangen.

      Mein Rat: Such Dir eine wirklich gute (nicht billige) Hundeschule. Eine Schule, deren Erziehungsstil nicht auf diesem 'Ich Cheffe - Du nix' Kram aufgebaut ist. Vielleicht mußt Du dafür etwas länger suchen und auch längere Wege in Kauf nehmen, aber es wird sich lohnen.

      Viele Grüße
      Trollmama

    • (7) 26.01.12 - 08:51

      Hi,

      Es liegt an euch, denn in der Händeschütteln ist mal selber sicherer und konsequenter!

      Anspringen:
      Es klingelt, Hund auf den Platz schicken und immer wieder korrigieren und belohnen.
      Und wenn er denn noch springt, sollen die Besucher einen Schritt zurück gehen, das der Hund ins leere springt auch du darfst dieses verhalten bei dir selber nicht mehr akzeptieren!!!! Konsequent sein! Der Besucher soll den Hund total ignorieren und nicht streicheln, Besucher sollen Super langweilig sein. DU erlaubst dann den Hund, das er dann kommen darf zum schnüffeln. Springt er wieder, zurück auf den Platz.

      Spazieren gehen: du scheinst für den Hund langweilig zu sein.
      Leckereien reichen nicht immer!!!!! Außer er bekommt nur noch sein Hauptfutter übers Training. Ansonsten spiele mit ihm mit dem Ball, diese Stoff kauknochen....und wenn er draußen das Spielzeug Super akzeptiert, dann auch immer mit dem Spielzeug ablenken, wenn ein Hund entgegen kommt. Du siehst doch die anderen Hunde, dann vorher anfangen zu spielen und ablenken bevor deiner den Hund sieht und schon anfängt zu ziehen. Einfach dran vorbei ohne stehen zu bleiben.

      Deine Unsicherheit lässt den Hund wilder werden. Der Hund zieht, du ziehst....DU bist die Verlängerung der Leine, bist du ziehend überträgt sich deine Aggressivität und Angst auf den Hund . Einmal stram ziehen und wieder locker lassen. Im Zweifelsfall auch umdrehen und weggehen.
      Und das hat nichts mit kleinen Hunden zu tun!!!!

      Du wirst sehen, wenn du sicherer bist und keine Angst mehr hast " da kommt ein Mann gleich fängt er das ziehen an" dann wird er es schnell lassen!

      Wir hatten auch die selben Probleme und vieles lag auch an meinem verhalten. Erstrecht wenn es der erste Hund ist.

      Grüße
      Lisa

      Vielleicht solltet ihr regelmäßig in die Hundeschule gehen? So einmal die Woche? Und nicht nur, wenn es "brennt". Dann setzt sich das Verhalten bei euch auch fest und ihr werdet nicht so schnell nachlässig in der Erziehung.

      Wie sagt der Rütter doch so schön? Wann hört die Hundeerziehung auf? Wenn der Hund den letzten Atmenzug tut.

      Also immer am Ball bleiben, eine Hundeschule suchen, die z.b. auf die Begleithundeprüfung hinarbeitet.

      So bleibt man immer am Ball, mal übt jede Woche was neues oder wiederholt altes und dem Hund macht es Spaß.

      sparrow

      (9) 26.01.12 - 14:55

      Hi,

      die Pubertät bei Hunden ist was feines :-p- eigene Erfahrung #winke

      Bei euch hilft ausschließlich Konsequenz. Und ob der Hund auf die Couch oder ins Bett darf ist idR völlig unerheblich. Alle unsere Hunde (bis auf den Wolfspitz - der nur in Ausnahmefällen) dürfen/durften das - und wir hatten keine Probleme.

      Ich habe hier bei uns leider die Erfahrung gemacht, dass die Hundeschulen - egal wie teuer - einfach Mist sind. Es darf sich halt jeder Depp "Hundetrainer" nennen. Die besten Erfahrungen haben wir mit der Ausbildung in Schäferhundevereinen gemacht. Deshalb gehen wir mit unserer jungen Hündin da auch seit 4 Wochen hin (haben sie erst seit Ende November).

      Vielleicht hast Du auch einen Schäferhundeverein in der Nähe und kannst Dir das Training dort anschauen. Hat auch den Vorteil, dass Du jede Woche gehen kannst - und nicht der Kurs irgendwann endet und monatelang nichts mehr gemacht wird.

      Gruß
      Kim

      (10) 26.01.12 - 15:43

      Die meisten haben ja schon einiges geschrieben hier. Ich denke auch dass jetzt besonders wichtig ist, dass er merkt dass das was ihr sagt auch tatsächlich so gemeint ist.
      Natürlich kommt evtl noch hinzu dass er momentan sowieso die Grenzen testet, aber das wird er später immer wieder tun. Konsequenz ist alles!!

      Der Martin Rütter sagt auch immer wieder "DU musst dich für ihn interessant machen, so dass er dieses Pöbeln langweilig findet!"
      Er lässt die Leute dann mit net Schleppleine auf net Wiese üben.

      Und je besser es klappt desto näher an andere Hunde ran (oder an die entsprechende Situation).

      Mit nem Spielzeug und/oder Futterbeutel. Kannst ja auch so machen, dass er seine Tagesration nur noch darüber bekommt. Dann lernt er auch gleich, dass du ihm Futter gibst. Denn die Führungsperson bestimmt auch wann der Unterlegene essen darf. falls du feste Fütterungszeiten hast kannst du auch diese bewusst variieren, so dass er dann fressen kriegt wann du es willst.

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