Golden-retriever oder Berner Sennen??

    • (1) 15.02.12 - 09:54

      Hallo!!

      Wie wollen uns liebend gerne einen Hund zulegen.Wir haben 3 Kinder und daher kommt nur ein Familienhund in frage.Wir schwanken nun zwischen Golden-retriever und Berner Sennen.Beides wunderschöne Tiere.

      Nun habe ich mir sehr viel durch gelesen.Mein Mann und die Kinder tendieren eher zum Berner Sennen,aber ich bin nicht sicher,ob er wirklich 100% ig zu uns passt.Wir gehen gerne sehr viel spazieren,wohnen auch Ländlich,haben ein eigenes Haus und einen Grundstück von 950 qm,also platz wäre auf jeden fall da.Ich habe nun gelesen,das Berner Sennen ja ganz ruhige und gemühtliche Tiere sind,passt schon,aber ich möchte schon mal bischen mit ihm spielen,einfach,mal bischen so mit Ball.muss ja nicht viel sein,aber so ein bischen halt.Spielt diese Hunderasse nun garnicht oder spielen sie schon,aber halt nicht so ausdauernd wie ein labrador oder so?

      Wäre schön,wenn ihr mir die frage beantworten könntet;-)

      glg pipi86

      • (2) 15.02.12 - 10:05

        Hi,

        vorab: DEN Familienhund gibt es nicht. Beide von euch favorisierte Rassen werden immer als besonders geeignet angeboten (sind ja auch nicht ungeeignet), aber haben ganz unterschiedliche Ansprüche. Und geeignete Familiehunde bekommt man durch entsprechende Erziehung (auch Tierschutzhunde / Mischlinge können das sein!).

        Retriever sind Jagdhunde - und sollten auch entsprechend beschäftigt werden. Die Golden aus reiner Schönheitszucht sind dazu noch Krankheitsanfälliger als aus Arbeitlinien.

        Berner Sennenhunde sind -sofern nicht fett gefüttert- alles andere als gemütliche Hunde. auch diese wollen beschäftigt werden (und können durchaus Jagdtrieb haben!). Bei uns im Ort gibt es mehrere - einer ging nach 4 Jahren wieder zum Züchter zurück, weil er Hühner und Kaninchen gerissen hat. Die anderen beiden Familien gehen sehr viel wandern, machen Nasenarbeit mit den Hunden, etc. ABER: auch hier muss man sehr auf gute und gesunde Zucht achten, ansosten hat man nicht viel Freude am Hund.

        Spieltrieb haben alle Hunde mehr oder weniger ausgeprägt. Je jünger desto mehr - und je mehr Jagdhund drin ist, umso mehr.

        Was ist euch denn an einem hund wichtig? Was könnt ihr ihm bieten? Wieviel Zeit habt ihr und was möchtet ihr mit dem Hund machen? Habt ihr Hundeerfahrung? Es gibt sicher noch andere Hunde, die in Frage kommen würden.

        Gruß
        Kim

        • (3) 15.02.12 - 10:25

          Also uns ist wichtig,das er vor allem leicht zu erziehen sein soll.klar muss man einem Welpen alles bei bringen,aber er sollte gelehrig sein.
          Was können wir ihm bieten?Ein Schönes Dach über dem kopf,super viel liebe und abwechslungsreichen Altag.spazieren gehen,spielen,ans Wasser gehen,da wir direkt an der Nordsee leben.Denke so alles was ein Hundeleben so braucht ;-).
          Ich bin Hausfrau und Mutter.mein Mann im Schichtdienst tätig,von daher entwerder Vormittags oder Nachmittags zu Hause.
          Also ich habe Hunde erfahrung.mein Mann nicht wirklich.
          Wir wollen mit unserem Hund auf jeden fall in die Hundeschule und Welpenspielstunde.Viel alleine sein braucht er auch nicht,nur höchstens,wenn ich die Kinder aus dem Kindergarten hole oder eben einkaufen muss....

          Also meinst du,das ein Berner Sennenhund doch nicht ganz so träge ist,wie er da gestellt wird?uns ist wichtig,das er auf jeden fall ruhig sein soll.also eher so eine rasse,die eher gelassen ist und eine hohe tolernazgrenze hat,würde ich so sagen..;-)

          allerdings,würde voll die sportskarnone auch nicht zu uns passen,da wir eher gemphtliche menschen sind,bewegenung toll,aber nicht übertrieben....hehe

          glg

          • So wie du schreibst, würde ich dir zu einer kleineren Rasse raten!! Ich bin nicht sicher, ob du wirklich weißt worauf du dich da einlässt. Glaube für gemütliche Menschen sind beide Rasse absolut nichts!!!

                • Körperlich ja, geistig nein!

                  • Ich bin auch kein Experte:-). Meine Erfahrungen im Bekanntenkreis sind aber schon so, dass grosse Hunde anspruchsvoller sind. Was natürlich nicht heißt, dass kleine nix brauchen!!!

                    Versteh auch immer nicht, warum es ein Rassehund sein muss. Die Tierheim sind soooo voll...:-(

                    • So pauschal kann man das eigentlich nicht sagen, ganz große Rassen sind tatsächlich eher gemütlich. Gibt aber auch unter den größeren welche die ein hohes Bewegungspotenzial haben, Dobermänner zum Beispiel.

                      Fest steht, sie müssen alle geistig und körperlich ausgelastet werden. Einem Berner reicht tatsächlich ein Spaziergang (natürlich ein langer Spaziergang) und ein bisl Spielen, dazu dann halt noch was für den Kopf.

                      Kleine Rassen sind oft Jagd- oder Hütehunde und die brauchen viel Auslauf und viel Kopfarbeit.

                      LG

                (10) 15.02.12 - 12:13

                Hi,

                damit kann man (soweit ich das nach gut 30 Jahren Hundehaltung beurteile) keinen Hund auslasten. Und wie schon gesagt, die geringe Körpergröße hat nichts, aber auch gar nichts mit weniger Arbeits- und Bewegungsdrang zu tun. Ich kenne Leute, die Agility und Mantrailing mit Chihuahuas und Yorkies machen oder mit ihren kleinen Hunden joggen gehen. Anders sind diese oft nicht auszulasten. Da passt es schon eher, dass ein großer, eher schwerfälliger Hund leichter auszulasten ist - und auch das ist rasse- und Hundeabhängig.

                Gruß
                Kim

        (11) 15.02.12 - 11:07

        Hi,

        die Voraussetzungen sind ja schonmal gut, aber überlege dir, ob Du wirklich einen Welpen nehmen möchtest! Die Arbeit, die so ein Knäuel macht, ist nicht zu unterschätzen (das sehe ich bei unserer knapp 1jährigen DSH-Mix-Hündin - die ist mit ihrer Erfahrung auf dem Level eines ca. 4-5 Monate alten Welpen) - und du hast zwei noch recht kleine Kinder. Vielleicht wäre ein 2-3 Jahre alter Hund (welche der beiden Rassen ihr bevorzugt ist da egal) mit der Grunderziehung besser. Und nicht jeder Abgabehund ist ein gestörtes Wesen.

        Wir habe ja auch einen Sohn - und alle unsere jetzt 4 Hunde (zwei leben leider nicht mehr) sind aus dem Tierschutz bzw. schlechter Haltung gekommen (zw. 6 Monate und 10 Jahre alt bei Einzug). Alle waren/sind ganz tolle Fmiliehunde (gewesen).

        Was für euch evtl. auch in Frage kommen würde, wäre ein Spitz - Wolfsspitz oder Großspitz. Das sind Hunde, die auch mal weniger Beschäftigung vertragen, eine hohe Lebenserwartung haben, nicht überzüchtet sind, geduldig zu Kindern, gerne spielen - und sowas von grundehrlich. Und alle Spitze die ich kenne sind ganz super liebe, familientaugliche Hunde. Unser nächster Hund wird auf jeden Fall wieder ein Spitz - im Moment ist die Trauer um unsere Wolfspitzmaus noch zu groß, um einen neuen Spitz aufzunehmen - deshalb unsere DSH-Mix-Hündin (die super geduldig mit unserem Sohn und den Besuchskindern ist und absolut sanft).

        LG
        Kim

        Hallo,

        also bei "leicht zu erziehen" würde ich keinen Berner nehmen! Die Berner, die ich kenne haben keinen großartigen "will to please", da sind die Retriever zumindest rassetypisch einfacher (aber jeder Hund ist halt auch anders ;-)).

        Unsere ist ein Labrador-Berner-Mix und außer den Fressdrang und das dunkle Fell hat sie wenige Labrador-typische Eigenschaften, dafür ist sie - Berner-typisch - sehr eigenständig. Bekommen haben wir sie schon erwachsen.

        Sie macht gerne ihr Ding - egal ob Mensch oder Hund gerade zur Beschäftigung zur Verfügung steht. Natürlich orientiert sie sich an uns, was aber ein hartes Stück Arbeit war, sie hört aber m.E. nach nicht weil sie mir gefallen will, sondern weil sie weiß, dass ich Chef bin. Man merkt ihr an, dass sie "mitdenkt" und gibt man ihr Kommandos kann man es ihr ansehen, wie es in ihrem Hund-Hirn rattert, ob das jetzt sinnvoll ist. Am Anfang bin ich daran fast verzweifelt, weil sie beim Abrufen nur kam, wenn sie gemerkt hat, dass es einen Grund gibt. Hat sie keinen Grund gesehen kam sie gar nicht oder in einem Tempo, dass du ihr während dem Laufen die Krallen hättest schneiden können.

        Wir haben viel Hundeschule und viel Hundeeinzeltraining hinter uns und trotzdem ist es jeden Tag ein neues Abenteuer. Berner sind ja auch Hütehunde und irgendwann fing sie z.B. auch bei uns an Menschen zu hüten und zu maßregeln. Stell ich mir mit Kindern schwierig vor, schon alleine wegen der Masse an Hund.

        Sie ist sicherlich auch Berner-typisch keine Sprinterin, aber sie läuft lang und ausdauernd und braucht das auch! Sie läuft auch bei der aktuellen Witterung hier in Süddeutschland 3,5h am Stück, zwar nicht schnell, aber ausdauernd. Zudem braucht sie extrem viel geistige Auslastung, Intelligenzspiele, Fährtenarbeit etc.

        Kannst du einem solchen "Sturkopf" wirklich einen abwechslungsreichen Alltag bieten? Ich meine damit nicht Menschen-abwechslungsreich, sondern Hunde abwechslungsreich. Bist du körperlich in der Lage fast ein Zentner Hund an der Leine zu halten und gleichzeitig deine Kinder zu beaufsichtigen. Mit einem großen Hund gassi gehen ist was anderes als so spazieren zu gehen, du musst ständig aufmerksam sein, ständig konzentriert sein, dich im Zweifel regelmäßig auf`s neue durchsetzen, wenn dein Hund mal wieder schaut, ob die Grenzen von gestern auch heute noch gelten.

        Wenn du das alles leisten kannst über Jahre, dann klappt es sicherlich auch mit dem Berner, aber bitte nicht in Haus und Hof als "Nebenbei-Hund" verkümmern lassen.

        Alles Gute für eure Entscheidung,

        kitty

    >>Und geeignete Familiehunde bekommt man durch entsprechende Erziehung (auch Tierschutzhunde / Mischlinge können das sein!).<<

    Jawoll!! So isses!

Wir haben einen Golden und sie ist ein super Familien Hund. In einem Buch über Retriever habe ich mal gelsen, dass Retriever sehr anpassungsfähig sind. "bist du ein Couchpotatoe, wird auch dein Retriever einer sein". ;-)
Wenn du mit einem Hund am Meer und im Wasser Spass haben willst sind Retriever ideal. Sie lieben Wasser. Meine nimmt sogar mit Pfützen vorlieb, wenns sonst keins gibt. ;-)

  • Hi!

    "In einem Buch über Retriever habe ich mal gelsen, dass Retriever sehr anpassungsfähig sind. "bist du ein Couchpotatoe, wird auch dein Retriever einer sein""

    Dann solltest Du das Buch schnell wegwerfen - natürlich wird jeder Hund irgendwann resignieren und nicht mehr arbeiten wollen / müssen, aber das ist weder Rasse- noch Artgerecht - egal, ob aus Schönheits- oder Arbeitslinie!

    Gruß
    Kim

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