Katze wurde heute kastriert. Verhalten normal?

    • (1) 09.03.12 - 19:55

      Hallo,

      meine Katze wurde heute kastriert. Kastration war heute vormittag. Ich hab sie halb vier wieder abgeholt. Sie schaute mich auch gleich aus der Box an und als sie mich sah mautzte sie auch gleich.

      Als ich sie dann aus der Box daheim rausgelassen habe, ist sie auch gleich raus und umhergelaufen. Natürlich sehr langsam. Hat sich dann in unser Bett gelegt und dort ein wenig geschlafen. Danach hat sie unser Bett erstmal vollgebröckelt und seither schleicht sie eher wie ein Schatten hier umher.

      Klar, sie ist noch benommen, das Gekotze ist mir auch klar, dass das normal ist.

      Ist es aber auch normal, dass sie wie ein Häufchen Elend am Boden sitzt? Man sollte sie ja heut schön warm halten, jedoch sitzt sie nur auf dem Laminat. Geduckte Haltung, Fell aufgebauscht... Muss ich mir Sorgen machen?

      • Klingt nach starken Schmerzen, das sollte nicht so sein - normalerweise sind Katzen nahezu schmerzfrei, ruf bitte sofort JETZT den Tierarzt an, klingt so, als sei etwas schief gelaufen, so extreme Schmerzen dürfte sie nicht haben!

        Nicht bis morgen warten, JETZT! Wenn Du Deinen Tierarzt nicht erreichst einpacken und ab in die Tierklinik.

        • Wieso sind Katzen normalerweise nahezu schmerzfrei?

          Es ist eine große Bauch-OP, das sollte man nicht vergessen.

          Ich hab mich nach der normalen Entbindung im Bauch schon total seltsam gefühlt, ich will nicht wissen wie es nach nem Kaiserschnitt oder gar nach einer Kastration wie bei den Katzen sein muss...

          Ich finde das Verhalten ziemlich normal. Wie gesagt, es ist eine große OP und jedes Tier reagiert anders auf Narkose+OP.

          VG, Linda

          • Normal sind die Katzen den ersten Tag über recht müde und schlafen viel, dann noch ein oder zwei Tage insgesamt ruhiger, sonst packen sie das aber recht gut. der erste Tag ist normal gleich neben der Narkose auch mit Schmerzmitteln abgedeckt, ggf. wird noch was mitgegeben für die nächsten Tage.

            diese Katze schläft aber nicht, sondern sitzt deutlich mit gesträubtem Fell da, das zeigt ganz extreme Schmerzen, die so schlimm sind, dass sie nicht mal ihre Narkose ausschläft.

            Insgesamt gilt: je kleiner das Tier, desto schneller der Stoffwechsel, und desto schneller verlaufen Krankheiten. Sie werden sehr schnell richtig schlimm, heilen aber auf der anderen Seite auch erheblich schneller.

            Und Menschen dürfen auch als fehlkonstruktion gelten - eine Tierart, die oft 20 Stunden hilflos in den Wehen liegt, Babys mit derart riesigem Schädel aus einem eher zu kleinen Becken pressen muss, meistens nicht in der Lage ist, alleine und ohne Hilfe eine geburt zu überstehen, wäre unter den Bedingungen der freien Wildbahn schon längst ausgestorben.

            • Hi,

              also es ist durchaus üblich das grade Katzen am OP Tag ziemlich platt sind und eben auch geduckt rumsitzen, torkelig rumlaufen etc anstatt ihre Rest-Narkose auszuschlafen. (wirkliches ausschlafen habe ich noch nie erlebt bei Katzen)

              Unser TA gibt generell eher weniger Schmerzmittel, damit die nicht sofort über Tische und Bänke gehen, allerdings gibt es auch die Anweisung die Katze räumlich so unterzubringen das sie eben halbwegs warm bleibt und nicht irgendwo rumhüpft geschweige denn springt.

              Denke also wenn sie aufs Bett etc springt, das es einfach zwickt. Wenn sie kein Fieber hat und die Schleimhäute normal sind, würde ich beobachten und im Zweifel eben den Doc anrufen und nachfragen.

              Ich hätte abe rnach der Beschreibung nicht wirklich viel Sorge, weil sich das für mich nach normalem Verhalten anhört.

              Gruss Caidori

              Tja, ich hab für beide Kinder keine 2,5 Std. gebraucht...allerdings hat deine Ausführung nichts mit dem zu tun was ich meine.
              Hast du Kinder? Wenn ja, müsste dir dieses leere Gefühl eigentlich bekannt vorkommen. Stell dir noch Schmerzen durch den Eingriff und bedöppelt sein durch die Narkose, Hunger u.ä. dazu vor....

              Wie schon gesagt, es ist eine große Bauch-OP! Das die Katze nicht beschwingt rumhopst sollte jedem normal denkendem Menschen einleuchten.
              Frage doch mal eine Frau nach einer Total-OP, ob ihr nach rumhüpfen ist...(ne Katze kannst du ja schlecht fragen)

              Wie sich Katzen/Hunde nach Kastrationen verhalten weiß ich, ich züchte seit 2005 BKH und habe sowohl Rüde, als auch Hündin kastrieren lassen.
              Oft ging es den Katern sogar schlechter als den Katzen!

              • Wieviele Katzen hast Du denn nach so "großen Bauch-OP's" begleitet, dass Du derartig austeilst?

                Ich meine, relativ normal zu denken und unterstell das auch unseren Tierärzten hier aber Tiere wie Katzen können sich schon rein instinktiv nicht so gehen lassen wie Mensch bzw. in diesem Fall Frau es tut. Den Vergleich Kastration - Entbindung habe ich übrigens nicht so ganz verstanden... Du bist sicher nicht einfach nur kastriert worden, oder?

                Gruß,

                W

                • Wieso gehen lassen?

                  Ich kann mich nicht erinnern, derartiges geschrieben zu haben.

                  Ich meine dieses Gefühl der Leere im Bauch nach der Entbindung, das Gefühl das für die übrigen Organe/Darm zuviel Platz da ist.
                  Wenn ich mir also dieses ungewohnte Gefühl und dazu den Wundschmerz, Narkose usw. vorstelle...selbst nach einer minimal-invasiven Gebärmutter- u. Eileiterüberprüfung hatte ich knapp ne Woche noch ein ungewohntes Gefühl im Unterleib. Und da wurde nix entfernt oder geschnitten.
                  Ich würde also denken das ein richtiger Bauchschnitt samt Entfernung von GM+Eierstöcke für ne Katze die ohne Schmerzen in Narkose ging anschließend doch sehr unangenehm sein muss.

                  Kater und Katzen gesamt (auch frühere EKH von mir und nahen Verwandten) dürften es gut 15 gewesen sein.(7 Katzen nur in meinem Haushalt).
                  Dazu die Berichte meiner Kittenkäufer.

                  • Wir reden hier aber nicht von 4-5 Kilo Baby plus Fruchtwasser, was da plötzlich fehlt, sondern von gebärmutter und Eierstöcken einer Katze, die Größe wäre in etwa zwei Walnüsse, wenn man alles zusammen nimmt. Das wird auch eine Katze nicht so großartig merken.

                    Je nach OP-Methode geht man heute auch gar nicht mehr durch den Bauch, das resultiert ja oft in einem unschönen schwabbelbauch, sondern geht eher seitlich am Rücken rein, wo auch weniger Organe etc. auch die Seite geschoben werden müssen. Das ist eleganter und hinterlässt zwar zwei, aber dafür kleinere Narben.

                    Der erste Tag nach der kastra sollte mit den Schmerzmitteln die neben dem Narkosemittel gespritzt werden sollten abgedeckt sein (bei gasnarkose ist Schmerzmittel noch wichtiger), und man kann wenigstens für den Notfall noch Schmerzmittel mitgeben.

                    Extra wenig Schmerzmittel geben, damit die Katze sich möglichst wenig bewegt halte ich für nicht besonders schlau. damit leidet die Katze teilweise stark, wo sie mit Schmerzmitteln schon alleine von der Narkose ja oft noch etwas müde ist, aber damit wenigstens besser schlafen kann.

            Ohjeohje, da sagste aber was von wegen Fehlkonstruktion und ausgestorben :)
            Ich schließ mich aber an!

            LG,

            W

        Nee, das klingt nicht normal.
        Eine Kastration merkt man am kommenden Abend den wenigsten Katzen dermaßen an, ob sie jetzt nicht schmerzempfindlich sind oder es besser kaschieren...

        Gruß,

        W

Hallo,

ich schließe mich Hasipferd mal an, sofort in einer Klinik anrufen.

Hab schon mehrere Katzen kastrieren lassen, klar haben sie schmerzen ist ja ne Bauchwunde, aber so extrem hat sich keine verhalten.

Ich kenne aber Tierärzte die Schmerzmittel ganz minnimal dosieren, vieleicht ist sie echt unterdosiert oder es ist im Bauch doch etwas nicht ok.

Alles Gute für die Mieze!

LG

Ich hab jetzt grad beim Tierarzt angerufen. Der meinte, unsere Katze war schon wieder rollig (war sie erst vor zwei Wochen) und daher ist es für sie noch etwas unangenehmer, als es sowieso wohl schon ist.

Ich solle bis morgen warten. Sofern sie sich bewegt, ab und zu mal ein paar Schritte macht und trinkt, wäre alles im Grünen Bereich...

Ich hoff, er hat Recht! :-(

Ich beobachte das jetzt nochmal ne Stunde und schau mal, wie sie sich weiterverhält und zur Not müssen wir wohl doch nochmal in die Klinik

  • Hi,

    versuch sie evtl in einen Raum zu setzten der wärmer ist als normal und wo sie nicht rumspringen kann.

    Dann würde ich an deiner Stelle einfach schauen das die Schleimhäute normalfarbig sind, sie evtl schon bissel trinkt und beobachten. Notfalls musst du halt nochmal zum Doc, wenn sich ihr allgemein Zustand verschlechtert bzw du das Gefühl hast das es so ist.

    Das sie sich so verhält habe ich durchaus schon öfter erlebt, weil unser TA immer sehr gering dosiert beim Schmerzmittel, damit die Tiere nicht sofort wieder wie wild rumspringen und rennen.

    LG Caidori

    • Danke, du beruhigst mich schon ein wenig. Wir haben sie jetzt aufs Sofa gesetzt und ne Decke drumgekuschelt.

      Ich muss dazu sagen, dass wir zwei Kinder haben von 2 und 4 Jahren, die bis vorhin auf waren und wo es nicht wirklich leise zugeht. Jetzt hat sie eigentlich erst so richtig ihre Ruhe, die sie hoffentlich nutzt, um zu genesen.

      Sie hat auch eben getrunken und es blieb sogar drinnen bis jetzt.

      Unser Tierarzt meinte, er lässt sein Handy nochmal bis 22 Uhr an, aber ich solle mir erstmal keine Sorgen machen. Morgen vormittag sollen wir mit füttern anfangen. Sofern das nicht drin bleibt, sollen wir zwischen 13 und 14 Uhr nochmal vorbei kommen.

      Momentan schläft sie.

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