heute blutergebnisse: FIP positiv :-( was nun?

    • (1) 23.03.12 - 19:24

      hallo an alle. hoffe ihr könnt mir ein bisschen weiterhelfen oder erfahrungen berichten...

      ich hatte hier schön öfters mal gepostet. mein kater, der gerade mal 1,5 jahre alt ist hat seit längerem blut im stuhlgang. bin zuerst davon ausgegangen, dass er was komisches gegessen hatte. haben ihn auch röntgen lassen ( da war dann was im entdarm sichtbar...es war ein stück haargummi ) und 2mal entwurmt, antibiotikaspritze usw. hat nix geholfen....immer noch blut im stuhlgang...nicht regelmäßig, aber alle paar tage schon blut sichtbar.

      nun hat er vor ein paar tagen blut abgenommen bekommen: großes blutbild plus die ganzen infektionskrankheiten.

      habe vorhin in der praxis dort angerufen:

      Arzt:" ja fast alle blutwerte sind super, außer leukos grenzwertig und FIP titter bei 1/100...neg wäre bis 1/25. Pos ist von mehr als 1/25-1/400 "

      ich ihn dann gefragt, was dann jetzt weiter geschehen wird oder was das für folgen hat. er meinte nur...ja so in nem halben jahr machen wir wieder blutuntersuchung und evtl. könnte man hömopathisch die immunabwehr stärken...

      sonst meinte er nix.

      ich dann nach FIP gegooglet, denn ich hab keine ahnung was das bei katzen ist.

      ich war geschockt: FIP unheilbar #schock#heul

      warum sagt mir das der tierarzt nicht...bin echt sauer....sowas muss doch aufgeklärt werden.

      mein kater hat sich wohl bei meiner vor nem halben jahr verstorbenen ( eingeschläfert ) katze angesteckt. FIP ist doch ansteckend oder???? damals ne andere tierärztin, die sie behandelt hatte, meinte sie hätte nix ansteckendes...sie ging von blutkrebs der erys aus....aber fip hatte sie nie kontrolliert, wie ich jetzt erst erfuhr. sie meinte damals zu mir: merli hat nix ansteckendes.

      ich bin sooo sauer auf die tierärzte....die meisten wollen echt nur geld verdienen und nutzen das vertrauen der kunden aus :-[

      mein kater kann sich auch nur bei merli angesteckt haben, da er nicht rausgegangen ist und auch nicht geimpft ist....

      ich bin sooo traurig. ich liebe meine katze so sehr. er ist mein familienmitglied und jetzt??? jetzt muss er so sterben wie merli. sie hatte damals so abgenommen und wurde immer schwächer.....

      jetzt noch was wichtiges: ist FIP auch auf den menschen übertragbar und gefährlich oder hat es auswirkungen?? weiß das vll jemand??

      bin nämlich ss...gerade fast 39ssw...also erwaten unser baby bald ;-)

      werde mich natürlich auch genaustens informieren....

      ich bin so traurig , wenn ich meinen kater simba anschaue und weiß er ist so krank und muss bald sterben und man kann ihm nicht helfen :-( hab doch erst das mit merli hinter mir :-(

      schicksal eben...der eine früher, der andre später :-(

      danke für eure antworten...

      lg, amina

      • Hallo!

        FIP wird normal über die Muttermilch übertragen. Ist also nicht so ansteckend.Und iemand kann sagen, ob es jemals ausbricht - 95 von 100 Katzen mit hohem FIP-Titer werden trotzdem 15 Jahre alt.

        Das ist ein Virus, de nahezu ALLE Katzen in sich tragen, der aber normal einfach nur Durchfall verursacht. Nur bei wenigen Katzen entartet der Virus. Die bekommen dann Wasseransammlungen im Bauchraum und sterben innerhalb von 3 Wochen.

        Das besagt wirklich gar nichts, sondern Du machst Dich nur total verrückt deswegen.

        Und Menschen bekommen kein FIP.

        (3) 23.03.12 - 20:52

        Ich hab mich früher mal sehr intensiv mit dem Thema beschäftigt, leider hab ich vieles wieder vergessen, aber ich versuche trotzdem, zu helfen.

        FIP ist nicht auf den Menschen übertragbar.
        Und vor allem bedeutet ein Titer NICHT automatisch, dass die Krankheit auch ausgebrochen ist.

        FIP-Titer heißt nur, dass deine Katze mit dem Corona-Virus in Kontakt gekommen ist und dagegen Antikörper entwickelt hat. Das bedeutet nicht, dass sie FIP hat!
        Erst wenn das Coronavirus mutiert, kann sich daraus FIP entwickeln.
        Für eine akute FIP Erkrankung gibt es aber keinen Blutnachweis.

        Siehe hier:
        Es gibt ein im Zusammenhang mit FIP weit verbreitetes Mißverständnis, und das betrifft den "FIP-Titer". Ein Titer ist ein Maß für die Menge vorhandender Antikörper im Blut. Je größer der Titer ist, desto mehr Antikörper wurden gefunden. Ein Titer von 1:10.000 bedeutet, daß die Blutprobe auf das 10.000-fache verdünnt werden mußte, bevor der Antikörper nicht mehr nachgewiesen werden konnte. Demnach zeigt ein Titer von 1:10 wesentlich weniger Antikörper im Blut an als ein Titer von 1:10.000.

        Mit den zuvor beschriebenen Ursachen für die Erkrankung FIP wird sofort ersichtlich, worin das Mißverständnis liegt: Es kann gar keinen "FIP-Titer" geben, es kann nur einen Titer geben, der die Antikörper gegen die harmlosen FECV mißt. Der "FIP-Titer" müßte also korrekterweise als Coronavirus-Titer bezeichnet werden. Leider hält sich der unzutreffende Name hartnäckig und verführt immer wieder zu der falschen Schlußfolgerung, ein hoher Titer sei nahezu gleichbedeutend mit FIP.

        Was aber kann ein einen positiver Titer wirklich anzeigen? Die Katze macht gerade eine harmlose FECV-Infektion durch. Die Katze hat irgendwann einmal eine FECV-Infektion durchgemacht und/oder trägt harmlose FECV in sich. Die Katze wurde mit Primucell® geimpft (siehe unten). Die Katze hat eine akute FIP.

        Ein positiver Titer kann also schon eine Reihe harmloser Ursachen haben. Hinzu kommt, daß selbst Katzen mit einem negativen Titer, d.h. ganz ohne Antikörper im Blut, akut an FIP erkrankt sein können. Damit dürfte klar sein, wie wenig aussagekräftig der Titer tatsächlich ist.

        Man forscht gegenwärtig verstärkt nach eindeutigen Nachweismethoden für mutierte FIPV. Wegen der sehr großen Ähnlichkeit zu den harmlosen FECV gestaltet sich dies als äußerst schwierig. Sowohl auf Basis der Viren selbst als auch auf Basis der Antikörper gelingt es bisher keiner überprüften Methode, beide Viren eindeutig nachzuweisen bzw. zu unterscheiden.

        Weiter hat man versucht mit einem sogenannten FIP-Profil, d.h. anhand verschiedener Blutparameter, eine ausgebrochene FIP nachzuweisen. Leider ermöglicht aber auch dieses Profil keine eindeutige Diagnose.

        Selbst bei einer ausgebrochenen nassen FIP kann man eine Diagnose nicht mit absoluter Sicherheit stellen. Es gibt zwar Methoden zur Untersuchung von Flüssigkeitsproben aus dem Bauchraum, die eine Diagnose sehr wahrscheinlich werden lassen. Hundertprozentig sicher sind sie jedoch auch nicht.

        Fazit: Es gibt derzeit keinen eindeutigen Nachweis einer FIP-Erkrankung.

        Quelel: http://www.odo.in-berlin.de/mini-FIP-FAQ.html

        -----

        Ich hoffe, ich konnte weiterhelfen.

        • (4) 23.03.12 - 21:02

          Und der Absatz dürfte für dich auch interessant sein:
          Nach aktuellem Stand der Forschung wird daher eine direkte Ansteckung einer Katze mit mutierten FIPV ausgeschlossen.

          Achja und Immunsystem stärken macht auf jeden Fall Sinn!
          Aber wie bei den meisten Katzen mit Coronaviren-Titer (sehr viele) wird das Virus vermutlich nie mutieren und deine Katze bleibt gesund und wird steinalt.
          Blut im Stuhl kann viele Gründe haben - vermutlich nachwievor bedingt durch die Verletzung im Darm. Eine ausgebrochene FIP-Erkrankung hat jedenfalls andere Symptome.

          Ein Titer von 1:100 ist übrigens auch nicht sehr viel. Aber wie oben dem Artikel zu entnehmen hat das sowieso keinerlei Aussagekraft.

          Also Kopf hoch und hör auf, dich verrückt zu machen. Dein Kater wird steinalt werden. ;)

      (5) 23.03.12 - 21:52

      Als unser Kater 3 war starb sein Bruder und wir holten aus dem Tierheim neue Gesellschaft für ihn. Die hatte leider FIP und starb nach nur 2 Wochen bei uns. Bei meinem Kater wurde dann auch ein FIP Titter festgestellt und er hatte ständig Durchfall.

      Ich hab ihn dann keinen Stress mehr beim Tierarzt ausgesetzt und ihn umgestellt auf besseres Futter und so Vitaminpasten gegeben. Und ich hab ihn nicht mehr impfen lassen.

      3 Jahre später hab ich ihn nochmal testen lassen und der Tierarzt gab das O.K. zum Freigang. Gestorben ist mit 12 weil er Krebs hatte.

      Nicht den Kopf hängen lassen. Ein Titter ist kein Todesurteil.

      Gruß Sabine

      (6) 24.03.12 - 10:04

      ich danke euch sooooo sehr für die netten und ausführlichen antworten. hmmm komisch, dann hat das blut im stuhlgang doch andere gründe. durchfall hat er nicht. er ist auch nicht wesensverändert. spielt wie immer...ist fit....und frisst ganz schön viel...aber zunehmen tut er auch nicht. er ein kastreierter kater und sehr schlank....

      das einzige was seltsam ist, dass er öfters komische dinge isst oder essen möchte ( haargummi, schnürchen, plastik, stöcke usw... )

      vielleicht wäre doch ne stuhlprobe angebracht, naber ich hab hier in darnstadt einfach kein vertrauen mehr zu den tierärzten...war schon bei 2en und die haben einfach geld abgezockt und nie richtig informiert....da hab ich ja hier mehr infos bekommen....

      ach mensch...mal sehen was ich mache.

      frage mal meine tante, die ist heilpraktikerin....vll kann sie mir tipps geben, wie man die immunabwehr stärkt....

      danke euch!!

      • Hallo!

        Am einfachsten ist es, Kot von drei Tagen zu sammeln (im Kühlschrank aufheben) und den untersuchen zu lassen, das kostet auch nicht viel. danach solltest Du bescheid wissen und ist viel billiger als so eine Blutuntersuchung.

    (8) 24.03.12 - 11:30

    Mach dich mal nicht verrückt! Uns ist eine Katze mit 9 Jahren an FIP gestorben (Innerhalb 2 Wochen ganz elendig weil der TA nichts gemacht hat) und unsere 2te Katze wird jetzt im Mai 17 Jahre alt! Am Anfang haben wir auch gedacht das die 2te Katze das sicher auch hat bzw ausbricht, aber das ist es zum Glück nicht.Also Kopf hoch:)

    (9) 24.03.12 - 19:06

    Hallo,

    lass dich nicht verrückt machen, bei einem Titer von 1:100 wird deine Katze unter normalen Voraussetzungen genauso alt werden wie jede andere Katze.

    Ein Titer von 1:100 kann zb schon durch den Stress beim Blutabnehmen bzw in die Praxis fahren entstehen, ist also nicht wirklich aussagekräftig im Bezug auf eine "Krankheit".

    Der FIP Titer sagt rein garnichts über FIP als Krankheit aus, sondern lediglich über die Coronaviren welche 99% aller Katzen in sich tragen.

    Und FIP ist auch nicht anstecken, weil die Krankheit FIP durch eine Mutation entsteht und dann ist es tatsächlich unheilbar, eine sichere Diagnose ob das Tier aber auch wirklich an FIP verstorben ist, lässt sich nur mittels Autopsie feststellen.

    Zum Blut im Stuhl würde ich mal Kotproben über 3 Tage sammeln und mal auf Giardien und Kokzidien testen lassen, die beiden lösen nämlich gerne mal Blut im Stuhl aus.

    Und wenn dein Katerle ansonsten zz fit ist, dann lass dich nicht verrückt machen sondern schaut das ihr rausfindet warum er ab und zu Blut im Kot hat und erfreu dich weiter an deinem Katerle :-)

    Viele Grüße Caidori

    (10) 24.03.12 - 22:01

    wechsle mal ganz schnell den tierarzt, der scheint absolut keine ahnung zu haben.
    ich habe bereits zwei katzen an fip verloren und weiß wie ein solches blutbild aussieht.
    ein titer von 100 spricht NICHT für fip.
    meine zwei fip katzen hatten nen titer von 800, miese leberwerte, kaum hämoglobin, jede menge eiweiß und leukos. du brauchst viele faktoren um fip eventuell zu diagnostizieren.

    zwei meiner kater haben nen titer der schwankt zwischen 400 und 800. aber die restlichen blutwerte sind super. also haben sie kein fip.

    und blut im stuhl kann viele ursachen haben, da wäre ne kotprobe angesagt, es könnte auch nur würmer sein oder ne darmentzündung. hatten meine auch schon. alles nicht so wild, ist schließlich heilbar

    falls du noch fragen hast kannst du dich gerne melden, über fip habe ich wochenlang gelesen und es immerhin geschafft meine katze so aufzupäppeln das sie noch ein jahr gelebt hat, danach musste ich sie erlösen lassen

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