Pflegehund- Sehr viel Arbeit??

    • (1) 08.08.12 - 07:26

      Hallo!
      Vorweg: Ich interessiere mich schon immer schon immer für Tierschutz und Spende regelmäßig und war auch länger Gassigänger im Tierheim,

      gestern rief mich unsre Urlaubshunde- frau an (die im tierschutz tätig ist), mit einem großen Anliegen: Sie suchen eine Pflege- oder besser Endstelle für eine 1,5 jährige Staff-Mix Hündin die geschlagen wird. Sie kommt wirklich aus schlechten Verhältnissen. Hund und Besitzerin haben wir gestern kennen gelernt. Es ist ein lieber Hund, grundgehorsam, total lieb zu Kindern, leinenführig. Aber es hat bei uns allen nicht "klick" gemacht. Weder bei Mensch noch Tier. Unsre Hündin hat sie nicht angegiftet, aber mit manch anderen Hunden ist sie anders.

      Nun, was tun. Sie finden Momentan keine Pflegestelle, der Hund tut mir furchtbar leid, er muss dort raus. Aber -nicht falsch verstehen- ich hab auch so schon genug Arbeit. Wisst ihr was ich meine? Es wäre so einfach, wenn der Hund total süß wäre.....

      Was würdet ihr tun??

      Ich hab ja auch 2 kleine Kinder und das heißt für mich, dass ich die nie mit dem Fremdhund alleine lasse. Er hat noch nie was gemacht, und die Vermittlerin schwört (und das glaube ich) dass sie mich nicht gefragt hätte, wenn sie 100% sicher sei, dass er Kinderlieb ist. Aber es wird schon einige Arbeit sein, von der "normalen" Arbeit mit Hunden mal abgesehen. Interessenten empfangen,etc.

      Naja, irgendwie ist für mich schon fast klar, dass wir es versuchen werden, also ob unsre Hündin die Fremde überhaupt annimmt, in ihr Reich lässt und aktzeptiert. Aber ich wollte mal wissen, auf was ich mich einstellen muss..... Dummem Gerede wegen der Rasse mit einbegriffen.....

      Wäre Dankbar über zahlreiche Antworten.

      #winke Und By the Way: Superliebe SOKA Hündin weiß- braun, 1,5 Jahre sucht liebe Familie bitte mit Kindern, da sie Kinder liebt. Bei Interesse PN an mich!!:-D

      • (2) 08.08.12 - 09:54

        So eine richtig hilfreiche Antwort kann ich dir nicht geben, aber ich glaube, mit zwei kleinen Kindern würde ich mir einen Staff mit problematischer Vergangenheit ins Haus holen, egal, was die Vermittlerin sagt. Ich hätte da zuviel Angst, dass es doch mal zu einer Situation kommt, in der er überfordert ist und nach den Kindern schnappt. Gerade weil du schon einen Hund hast - du kannst deine Augen nicht überall haben.

        Und du schreibst ja selbst, dass du schon so genug zu tun hast. Ein zweiter Hund im Haus, von dem du schon weißt, dass er viel Arbeit machen wird, geht letztlich zu Lasten des bereits vorhandenen Hundes und vor allem auch der Kinder. Und wenn der Funke eh schon nicht übergesprungen ist, würde ich es lassen.

        • (3) 08.08.12 - 10:02

          sorry, wollte schreiben "würde mir KEINEN Staff ins Haus holen"

          (4) 08.08.12 - 10:19

          Danke für deine Antwort!

          Naja, wir haben schon einen staff-mix im Haus! Und nur weil ich die Rasse kenne, traue ich mir/uns das zu!

          Es ging mir auch nicht um die Rasse, die hab ich nur vollständigerweise dazu geschrieben. Ich lasse keinen Fremdhund (auch kein Yorkie oder Malteser) mit meinen Kindern alleine.

          Es ging mir rein um die Mehrarbeit bei Pflegehunden, die ja immer aus irgendwelchen Missständen heraus kommen. Sie kann ja nix dafür, dass sie ein Staff-mix ist. Und gerade weil sie es ist, hat sie eh schon schwerer. Ich habe keine Vorurteile, und setze mich vielleicht gerade deshalb für die Hunde ein. Da ich ein Halter bin, der sich Tierschutz und Gesetzgeber für solche Hunde wünschen, sodass die Rasse vielleicht irgendwann aus dem schlechten Licht, in dem sie unverschuldet steht, rauskommt. Und wieder als ganz normaler Familienhund (wofür die Rasse gedacht ist), ohne erhöhte Steuern, aber mit Überwachung, gehalten werden darf! Dafür setze ich mich gerne ein!!! Aber narürlich werde ich weder meine Familie noch unsern Hund dafür leiden lassen, da hast du voll und ganz recht! Ich muss sehen, ob wir das stemmen können!

          VLG

          • (5) 08.08.12 - 11:43

            Mir ging es auch weniger um die Rasse an sich, sondern darum, dass gerade Staff von gewissen Leuten versucht werden, "abzurichten", sprich bissig und aggressiv zu machen. Du schreibst ja selbst, dass er geschlagen wurde - wer weiß, was ihm noch widerfahren ist, um ihn "auf Spur" zu bringen.

            • (6) 08.08.12 - 14:29

              Die versuchten mit den Schlägen nicht den Hund agressiv zu kriegen, das wäre ein No-go.

              Der Mann schlägt auch seine Frau. Die arme Wurst kann sich wohl nicht richtig ausdrücken. Egal, jedenfalls ist der Hund nicht agressiv oder abgerichtet. Es wurde einfach nicht richtig mit ihm umgegangen.1 mal täglich 5 Minuten gassi gehen, aber mit im Bett schlafen, und gefangen hat er eine, wenn er nach 12 Stunden in der (Mini) Bude reingepieselt hat, das sind nur die Highlights. Davon abgesehen, dass das Paar den Hund nicht halten darf, weil sie vorbestraft sind. Der Hund ist ein Lämmchen. Natürlich würde ich nie einen Hund der abgerichtet werden sollte und agressiv ist in meine Familie holen....

              Und darum ging es auch nicht! Ich hätte dieselben Bedenken bei einem Retriver aus guter Haltung, es geht mir rein darum, wieviel Mehrarbeit ein Zweit oder Pflegehund macht.

      Ich finde es klasse, dass Du Dich so einsetzt!
      Ich habe seit einer Woche eine alte CNI-Katze zur Pflege aus dem Tierheim.

      Mit Hunden kenne ich mich nicht aus. Aber wenn Dein Gefühl Nein sagt , wird es so auch wohl richtig sein.
      Könntest Du evtl den Hund jetzt nehmen, aber er soll weiter vermittelt werden? Damit ihm jetzt erst mal geholfen ist.

      • Danke!

        Ja, so hatten wir es jetzt geplant! ich nehm sie nur in Pflege bis eine Endstelle gefunden ist und werde auch selbst versuchen sie zu vermitteln. Die Frau, die mir sie vermitteln will wird mich auch unterstützen und mir nicht den Hund einfach hinsetzen, sondern ihn nur bringen, wenn alles klappt. Und wenn ich nach einem oder mehreren Tagen merke, dass es nicht klappt, dann muss ich ihn auch nicht behalten, sondern er wird dann wieder geholt.

        Ich muss halt sehen wiviel Mehrarbeit das wird und ob ich/wir das stemmen können.

        Aber erstmal ist sie von den gruseligen Leuten los und wird nicht mehr geschlagen, was ich am wichtigsten finde!#schmoll

    (9) 08.08.12 - 10:28

    < und die Vermittlerin schwört (und das glaube ich) dass sie mich nicht gefragt hätte, wenn sie 100% sicher sei, dass er Kinderlieb ist. >

    Mal davon ab das man sich bei keinem Hund 100%ig sicher sein kann, sprechen wir hier von einem Hund der geschlagen wird.

    Ein Pflegehund macht Arbeit, je größer sein Schicksal, desto mehr Arbeit!

    Hast Du denn überhaupt Erfahrung mit Hunden die geschlagen (oder wer weiß was noch) wurden?

    In dem Verein für den wir tätig sind, kommen solche Hunde direkt zu einer Trainerin und nicht auf die "normalen" Pflegestellen. Und trotzdem hat man mit den normalen Problemchen schon genug Arbeit.

    Ich würde Dir das nicht empfehlen und finde die Vermittlerin alles andere als seriös!

    LG

    • (10) 08.08.12 - 14:18

      Danke für deine Meinung!

      Ich kenne die "Vermittlerin" privat. Sie nimmt unseren hund wenn wir in Urlaub sind. Sie ist seit 20 Jahren im tierschutz tätig, arbeitet im und mit dem Tierheim,hat selbst Pflegehunde,holt mit dem Amt Tiere ab und hat eine Trainerin an der Hand, falls es Probleme gäbe. Sie würde den hund auch sofort wieder abholen, wenn ich Bedenken hätte.

      Unser Hund (auch Staff-Mix) wurde ebenfalls geschlagen, also ist mir die Problematik sehr wohl bekannt.

      Mir ging es auch eigentlich viel mehr darum, wieviel arbeit ein Pflegehund oder Zweithund überhaupt macht. Um die Rasse und die Hintergründe ging es mir gar nicht. Da hab ich keine Bedenken.

      • (11) 08.08.12 - 14:28

        ***Mir ging es auch eigentlich viel mehr darum, wieviel arbeit ein Pflegehund oder Zweithund überhaupt macht.***

        Naja, doppelte Aufmersamkeit geben sozusagen. Man kümmert sich halt um 2 Hunde und nicht nur um einen #kratz
        Raus müssen alle beide, von daher kommt es da wohl nicht drauf an, ob 1 oder 2 und wenn du Probleme bekommst, dann steht dir auch Hilfe zur Seite. Wenn du ein gutes Gefühl hast, dann mach es.

        LG

        (12) 08.08.12 - 14:39

        Von der Rasse habe ich überhaupt nichts geschrieben, sehr wohl aber zur Arbeit!

        Mir macht es den Anschein das Du gar keine anderen Meinungen hören willst und nur für das Gewissen fragst!

        Und Nein, ich finde die Frau nach wie vor nicht seriös! Wie blöd für den Hund wenn er nach einer Woche wieder wechseln muß weil es doch nicht klappt!

        • (13) 08.08.12 - 18:08

          <<<Wie blöd für den Hund wenn er nach einer Woche wieder wechseln muß weil es doch nicht klappt! <<<

          Denkst du das ist blöder als Schläge zu kassieren oder in einem überfüllten Tierheim zu sitzen?? Und es würde ja probiert werden ob es klappt, bevor er einzieht.

          Und ich find es nicht seriös über jemand zu urteilen den man nicht kennt und zudem nicht nach der meinung über die Frau gefragt wurde!

          Ich wollte lediglich eine Antwort auf die Frage zu der Arbeit, die auf mich zukommt, und dazu sagtest du nur : Ein Pflegehund macht Arbeit, je größer sein Schicksal, desto mehr Arbeit! und :Und trotzdem hat man mit den normalen Problemchen schon genug Arbeit.

          Und ich wollte die "normalen Problemchen" hören.
          Trotzdem danke für deine Meinung!

          • (14) 08.08.12 - 19:53

            Wenn die Frau so toll ist wie Du sie beschreibst, dann hätte der Hund längst eine vernünftige Pflegestelle!

            Wenn man 20 Jahre im Tierschutz tätig ist, dann kennt man ne menge Menschen die sich mit Problemhunden auskennen, da muß man nicht irgendjemanden fragen und eine Hals-über-Kopf-Entscheidung treffen!

            Warum nimmt sie denn den Hund nicht?

            Und warum fragst Du überhaupt? Wo Du doch selbst einen missahndelten Hund zuhause hast, müßtest Du doch im Bilde sein!

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