Katze zurück ins Tierheim geben?

    • (1) 08.10.12 - 13:13

      Hallo,
      wir haben eine älter Katze aus dem Tierheim.
      Ich hatte ein Gespräch vor der Vermittlung, in dem ich gesagt hatte: reine Wohnungskatze und Kleinkinder im Haus, und eine Katze, die das Alleinsein am Tag kennt und auch gut aushält.
      Das Tierheim hat mir eine Katze vermittelt, die nach Aussage des Tierheims nur allein gehalten sollte, ohne eine zweite Katze (nichts gegen zwei Katzen, aber wenn es Einzelgänger gibt, dann wollte ich bevorzug einen Einzelgänger)
      Okay - wir bekamen ein niedliches Kätzen, die in den ersten Tagen selbstverständlich etwas scheu war, aber gut.
      Zunehmend erschien es mir aber so, als ob sie Probleme mit meiner Tochter und Besuchskindern hat (sie hat geschnappt, gekatzt und wirkte gestreßt)
      Nach 4 Wochen begann sie unsauber zu werden.

      Insgesamt hatten wir den Eindruck, dass die Katze nicht glücklich ist, wenn sie allein ist aber auch nicht glücklich ist, wenn bei uns Leben in der Wohnung herrschte.

      Am glücklichsten scheint sie zu sein, wenn sie mit einem erwachsenen Menschen allein zu Hause ist.

      Ich hab die Vorbesitzer kontaktiert (hauptsächlich wegen des Sauberkeitsproblems, weil mir nicht klar war, ob dieses Problem evtl. schon vorher bestand. Offiziell war der Abgabegrund: Allergie, was ich nicht geglaubt habe und was auch nicht stimmte)
      Ergebnis meines Gesprächs mit den Vorbesitzern:
      - Katze hat 5 Jahre in einem Haushalt eines jüngeren Paares ohne Kinder aber mit einem Kater gewohnt.
      - der Kater wurde bereits abgegeben, als das Kind angekommen ist.
      - die Katze war stinkig wegen des Babys und ist auf dieses losgegangen
      - die Frau des Paares war tagsüber zu Hause

      Ergo:
      wir wollten eine kindergewöhnte, tagüber allein bleibende Einzelkatze und haben
      eine kinderhassende, frisch getrennte, ganztagsbetreute Katze bekommen.

      Wir haben uns jetzt monatelang Mühe gegeben, auf Kinder geht sie nicht mehr los, bzw. nur noch ganz selten.
      Aber unsauber ist sie nach wie vor.
      Sie macht auch keinen glücklichen Eindruck.
      Ich hab überlegt, eine Zweitkatze dazu zu holen. Aber da unsere ja schon ein paar Jahre alt ist, weiß man auch nicht so recht, ob ihr dann der ausgewählte Partner passen würde.
      Zeit dafür Katzen aufwendig zu Hause zu vergesellschaften haben wir nicht so recht (zumal es auch keinen Raum gibt, wo die neue Katze ein paar Tage drin erst mal ankommen kann (Wohnzimmer und Küche sind offen zum Flur; unsere Katze mauzt ganz schrecklich, wenn sie nachts nicht ins Schlazi darf).
      Außerdem hab ich schon durch die Tierheime der Gegend geschaut, da meinen sie: besser einen Kater dazu statt einer zweiten Katze und definitiv keine Jungkatze, weil das zuviel Streß für unsere ältere Dame wäre.
      Und die paar Kater die es im Angebot gibt, die gefallen mir nicht.
      Ich möchte aber auch nicht noch 4 monate warten, bis ich mal einen Kater passenden Alters treffe, der mir auch zusagt.

      Mir tut es für die Katze total leid, sie kann nichts für, dass es jetzt ist wie es ist.

      Was würdet ihr denn machen.
      Aktuell neige ich dazu zu sagen: schweren Herzens das Kätzchen zurück ins Heim.

      • (2) 08.10.12 - 14:44

        #winke

        also ich bin ja eigentlich immer der Meinung: man hat sich für das Tier entschieden....aber wenn man selber merkt, sie fühlt sich nicht wohl.....dann würde ich ihr neue Besitzer suchen.....ins Tierheim...weiß ich nicht, denke sie hat eh schon nen "Schaden" genommen und vielleicht war sie ja dort damals doch Freigänger #kratz

        Ich würde sie versuchen privat zu vermitteln, da die Tierheime // Katzenhäuser echt aus allen Nähten platzen!

        Ehrlich reinschreiben womit sie ihre Probleme hat. Denn istd as nicht der Fall wird sie herumgereicht wie ein Wanderpokal. Vielleicht wäre auch eine ältere alleinstehende Person was für sie.....?

        LG#winke

        • (3) 08.10.12 - 14:59

          ja genau, ich denke, eine ältere alleinstehende Frau: sowohl Katze als auch Mensch wären glücklich.
          Die Katze kuschelt nachts total gern, auch mal unter der Decke.

          Sie ist wirklich eine kleines ruhiges genügsames Wesen, wenn man sie nicht ständig betütelt, dann will sie auch immer um einen herum sein, gern auch mit TV schauen und gelegentlich gestreichelt werden.

          Sie bettelt nicht und futtert auch nicht ständig rum.

          Mein Problem ist, das wir bald 2 Wochen in den Urlaub fahren und ich die Katze nicht erst noch für diese Zeit mit 1 Std. bespielen und füttern zu Hause lassen will.
          Ich würde sie in ein Katzenhotel geben, aber dann bekommt sie gleich den nächsten Schreck.
          Wir haben hier auch ein ganz kleines Tierheim, die die Problematik schon kennen und denen ich zutraue, dass sie richtig vermitteln.

          Ich werde aber vielleicht noch schnell einen Zettel in der betreuten Wohnanlage aushängen.
          Vielleicht finde ich eine gute neue Besitzerin, da kann das Kätzchen auch die Lieblingsspielsachen mitnehmen

          ich weiß ja nicht wie es bei euch ist , aber bei uns haben wir damals unterschreiben müßen das wir den Kater nicht auf eigene Faust weiter vermitteln dürften. Unser Kater ist seid 4 Jahren bei uns ...aber bei schwierigkeiten hätte er zurück gemusst.

          Ganz davon abgesehen das man dich schlecht beraten / Belogen hat. Ich würde auf jedenfall den weg zurück ins Tierheim wählen ....wenn die nicht einsehen und sich nicht kümmern , kann man immer noch selbst suchen

          Gruß Sabrina

          • Diese Zettel bringen gar nix.
            Du hast dieses Tier gekauft und somit gehört es dir.
            Da Tiere ja in Deutschland als Gegenstand gelten hast du somit einen Gegenstand gekauft, den du auch weiter verkaufen oder verschenken darfst, wenn du es möchtest.

            Anders ist es wenn man ein Tier geschenkt bekommt.
            Dann muss man sich an die Dinge halten, die in dem Vertrag festgesetzt sind.

            GLG

            • Tut mir leid, aber das ist völliger Unsinn, was Du da schreibst.

              Ich bin im Tierheim tätig und unsere Schutzverträge beinhalten ganz eindeutig, dass das Tier definitiv NICHT eigenmächtig weiterverkauft werden darf. Mit dem Hintergrund, dass man unseriösem Tierhandel verhindern kann/muss.

              Das Tier ist zwar in Deinen Besitzverhältnissen, Du hast Dich aber vertraglich dazu verpflichtet, es bei Abgabe nur an das Ursprungstierheim zurückzugeben. Alle großem Tierschutzorganisationen und auch seriöse Zuchtverbände handeln so - zum Wohl des Tieres.

              • genau so steht es bei uns auch ...

                bei uns stand sogar im Vertrag, dass uns die Katze erst nach einem Jahr gehört. Vielleicht, weil es ein Fundtier war?

                das neue Tierheim hat mir auch nahe gelegt, die Katze nicht einfach so weiterzugeben, eben weil es da wohl sehr viel graue und schwarze Schafe gibt.

                Könnte ich sie weitergeben, wenn ich sie in gute Hände (z. B. ein seriöses älteres Ehepaar) weiterreiche?

                Oder soll ich das zumindest mit dem Tierheim abkären.
                Ich glaub, ich muss noch mal in den Übergabevertrag schauen

                • Also bei uns im Tierheim würde es folgermaßen gehandhabt:

                  Wenn Du mit dem Gedanken spielst, das Tier abzugeben, solltest Du Dich mit dem Tierheim in Verbindung setzen. Schildere ganz klar Deine Bedenken und die Vorgeschichte zum Tier.

                  Wenn Du schon ein gutes Zuhause gefunden hast, wird das Tierheim diese Leute kontaktieren und prüfen, ob sie tatsächlich geeignet sind, das Tier zu nehmen. Das bedeutet, dass sie von einem Tierheimmitarbeiter Besuch bekommen werden. Das müssen sich die neuen Besitzer gefallen lassen, ist aber meistens nie ein Problem. Die meisten Menschen haben Verständnis dafür, dass sie kontrolliert werden. Schließlich geht es bei all dem Gedöns nur um das Wohl des Tieres.

                  Die Tierheimmitarbeiter haben letztendlich das letzte Wort. Wenn sie Bedenken hätten, wäre die Möglichkeit, das Tier direkt ins Tierheim zu nehmen oder Du bleibst als Pflegestelle bestehen - solange, bis sich neue Besitzer gefunden haben.

                  In der Praxis sind die Mtarbeiter aber immer froh um jede Katze, die sie nicht aufnehmen müssen. Unser Tierheim hat schon seit Wochen einen Aufnahmestopp für Katzen, da die Schwemme einfach nicht abreißen will.

                  Somit wirst Du - falls Du ein gutes Zuhause gufunden hast - sicherlich nicht vor den Kopf gestoßen werden. Tierschützer sind ja auch nur Menschen...

                  LG

                  minimöller

      Hallo,

      ganz ehrlich: wenn ihr nicht die Zeit und vor allem den Platz für eine zweite Katze habt, solltet ihr das ganz lassen. Katzenzusammenführung bedeutet für alle Beteiligten erst einmal Stress pur.
      Ich habe schon seit Kindesbeinen immer Katzen gehabt und habe somit einige Erfahrung, außerdem arbeite ich ehrenamtlich in unserem hiesigen Tierheim.
      Bei meiner letzten Katze Puschel hat es ca. 1 1/2 Jahre gedauert, bis sie meine anderen beiden Fellnasen halbwegs akzeptiert haben. Zum Glück sind alle drei Freigänger und ich hatte das Gezanke und Gestreite nicht bzw. nur teilweise in der Wohnung.
      Wie ich schon in einem anderen Posting schrieb, wäre ich durchgedreht, hätte ich auch nur zwei Katzen ständig in der Wohnung auseinandersperren müssen. U. U. wäre dann auch eine meiner Mietzen aus Stress unsauber geworden.

      Warst du wegen der Unsauberkeit deiner Katze denn schon beim Tierarzt? Erst wenn alle organischen Gründe ausgeschlossen werden können, ist es etwas psychisches bzw. kann es auch Protestpinkeln aus Unzufriedenheit sein. Meine beste Freundin hat mittlerweile 4 Katzen, eine war auch gleich nach dem Ankommen unsauber, sie hat es mit Hilfe einer Tierhomöopathin wegbekommen.
      WEnn es gar nicht geht, müsst ihr sie halt zurück ins Tierheim bringen, aber das sollte wirklich die letzte Möglichkeit sein.
      Ich denke, eure Katze wäre vielleicht bei einem Ehepaar ohne Kinder bzw. einer alleinstehenden Person gut aufgehoben, weil du schreibst, sie scheint zufrieden, wenn sie mit einem Erwachsenen allein ist.

      Ich hoffe, dass ihr eine gute Lösung findet

      Nici

      • Ich hab schon Platz für 2 Katzen, aer die müssen sich mögen, weil wir ihnen zwar Regale und Raum bieten können, aber nicht soviele getrennte Zimmer, die man für eine Zusammenführung bräuchte.
        Ich könnte dioe neue nicht für ein paar Tage ins Kizi sperren oder ins Schlafzi und spätestens nach ein paar Tagen müssten sie sich tagüber verstehen.

        Die Unsauberkeit ist reines Protestkacken oder Pieseln.

        Sie macht nicht irgendwo hin in der Wohnung sondern gezielt immer an die selbe Stelle ca. 50 cm neben ihre Toilette.

        Durchfall kenne ich von ihr, das ist anders.
        Ich bin mir sicher, dass man organisches ausschließen kann - du müsstest sie sehen, sie wirkt extrem unglücklich und manchmal (wenn es lebhafter wird, weil mehrere kleine Kinder da sind) auch aggressiv.

        Ich habe hier ein kleineres Tierheim gefunden, die scheinbar kompetent vermitteln und werde auch mal einen Aushang an so einer betreuten Wohnanlage machen.
        Ich denke mit gelegentlichen Enkelbesuch kommt sie schon zurecht.

        Und dann nehme ich beim nächsten Mal gleich ein Päärchen.

        Das tut mir so leid für das Kätzchen, weil eigentlich ist sie ein ruhige süße Miez

    (14) 08.10.12 - 17:44

    Hallo,

    ich würde noch mal mit den Verantwortlichen vom Tierheim sprechen. Vielleicht könnt ihr von beiden Seiten (Tierheim und auch ihr) einen besseren Platz für die Katze suchen und ihr behaltet die Katze solange als Pflegetier, damit sie nicht übergangsweise wieder zurück in Tierheim muss.

    LG

    Warum genau wolltet ihr denn überhauüt eine Katze? Ist nicht böse gemeint die Frage...aber wenn man doch tagsüber eh nicht da ist, in der Nacht normalerweise schläft, dann hat man ja kaum Zeit für so ein Tier.
    Gearde Einzelkatzen brauchen doch Zuwendung und das sicher mehr als eine halbe Stunde am Tag..

    Ich würde vielleicht mal den Versuch mit einer zweiten Katze starten, gibt nichts schöneres als Katzen zu beobachten die zusammen schmusen, sich putzen und toben und auch mal zoffen.

    Mona

    • Mit so einer Katze habe ich Erfahrung.

      Es war Stress pur für alle - und ich hatte IMMER Katzen und noch niemals "Pech" gehabt!
      Aber Sheila war wirklich ein Ding für sich!

      Sie war Einzelgängerin ( wir hatten sie uns bei Geburt ausgesucht und mit 3 Monaten heim genommen), die wollte raus (haben riesen Garten) aber mit UNS kam sie nicht zurecht .. sie hat uns regelrecht angegriffen.

      Heute lebt sie bei meinen Eltern. Mit knapp 1 Jahr kam sie dahin und ist heute 6 Jahre alt.
      Es geht ihr gut da - ist alleine, hat nur meine ltern, Garten, Ausgang und kommt an wenn SIE etwas will und nicht wenn jemand an sie heran geht - dann kratzt oder beisst sie!

      Wir rleben sie also regelmäßig und haben selber nun 2 Katzen (Geschwister) die für uns und die Kinder ideal sind!

      Nunja, eben weil auch Katzen viel schlafen und weil ich weiß, dass es auch Katzen gibt, die auch reine Einzelgänger sind, habe ich das beim Tierheim genau so angesprochen.

      Grundsätzlich hätten wir auch zwei Katzen genommen - eine Einzelgänerin ist uns aber lieber gewesen.
      Wir haben deshalb auch keine ganz junge haben wollen, sondern gezielt nach einer älteren gesucht, die es genau so - und nicht anders kennt, und die ihr Leben so genießt.

      Die Katze kann gern auch mehr als eine Stunde am Tag Zuwendung bekommen - nur geht das gar nicht, sie läßt das kaum zu: streicheln und schmusen maximal am Abend wenn die Kleine schläft und mein Mann seinem Hobby nachgeht, spielen nur, wenn nicht mehr als ein Erwachsener zu Hause ist.

      Früh am Morgen ist ca. 2 Stunden jemand da, d. h. es gäbe auch Zeit für die Katze.
      Am Nachmittag ab 16:00 ist auch immer jemand da bis ca. 23:00 das Licht ausgeht.
      Und die gesamte Nacht über kuschelt sie im Ehebett mit uns.
      So allein ist sie daher nun auch wieder nicht.
      Am nachmittag würde meine Tochter gern mit ihr spielen, hat aber immer unterschwellig Angst dabei, wenn es überhaupt geht und obwohl sie mit anderen Katzen umgehen kann.
      Mein Mann würde die Katze auch gern beschäftigen, aber es ist die Katze, die die Lust verliehrt.

      Den Versuch mit der zweiten Katze, das geht nicht so einfach.
      Ich kann nicht einfach irgendeine zweite Katze dazu nehmen.
      Vielmals wird gesagt, dass eine junge Katze für die doch schon ältere Streß bedeutet und Streß hat sie schon zuviel.
      Das Tierheim rät klar von einer zweiten Mietz ab, es sollte wenn dann ein Kater sein und dann eben auch ein etwas älterer.
      Und wenn ich hier die Tierheime hinsichtlich älterer Kater durch schaue muss ich sage: ich finde bei dem kleinen Angebot an reinen Wohnungskatern, keinen, von dem ich sagen würde, dass ich ihn gern hätte. Bzw. es handelt sich um Fundtiere und von denen weiß man nicht, ob sie nicht auch noch Macken hinsichtlich Kindern haben bzw. gern Freigang hätten.

      Und eine Katze, die Freigang kennt und mag, der sollte man ihn nicht entziehen.

      Zweite Katze bedeutet außerdem allmähliches bekanntmachen der Katzen untereinander. Dafür fehlt mir die Zeit, da müsste ich Urlaub nehmen. Ich kann nicht nach 3-4 Tagen die Katzen über stunden allein zusammen zu Hause lassen.
      Und man sollte erst mal die neue in ein Zimmer einziehen lassen und die Katzen nicht aufeinander treffen lassen sondern nur, dass sie sich hören und riechen.
      Ich hab aber kein Zimmer, welches ich - und sei es nur vorübergehend - für die erste Katze sperren kann. Da blieben nämlich nur Kizi und Schlafzimmer.
      Und im SChlafzimmer schläßt unsere Katze jede Nacht. Die würde doch rasend or Eifersucht.

      Und wann würde ich das Projekt für gescheitert erklären?
      Und was, wenn es scheitert? Dann hab ich zwei Katzen, die ich ans Tierheim zurückgeben muss. Und außerdem ist es der zweiten gegenüber mehr als ungerecht.

      Nein, ich glaube, das ist keine gute Lösung.

      Es sei denn, mir gibt jemand die 90 %ige Garantie, dass es gut geht

      • Tja, das ist echt schwer. Ich denke manchmal sollte man dann doch mal an sich selbst denken. Ihr habt einem Tier ein Heim geben wollen, dem Tier gefällt es bei EUch nicht, warum auch immer........

        Vielleicht findet ihr aber einen Platz ohne das Tierheim zu nutzen. Kann eine ältere Dame sein die für die Katze viel Zeit hat oder, oder, oder!

        Ich drück die Daumen!

        Mona;-)

      Hallo!

      Also grundsätzlich verstehe ich Dich, Du hast das genaue gegenteil von dem bekommen was Du wolltest, aber in Sachen Zusammenführung liegst Du falsch!

      Ein passender Partner kann beiderlei Geschlechts sein - es muss von Charakter her passen, das ist wesentlich wichtiger. Gerade bei Katern sind öfter auch Raufbolde dabei, das könnte ziemlich in die Hose gehen. Er muss auch nicht genau gleich alt sein - nur etwa die gleiche Richtung. Eine Jungkatze unter 2 Jahren zu einer Jungkatze, Mittelalte von 3-10 zu Mittelalten, und deutlich ältere Semester sollten auch unter sich bleiben. ab 15 Jahren kann man auf weitere Zusammenführungen verzichten, solange die Katze nicht deutlich unter dem alleine sein leidet.

      Ob eine Katze mit Wohnungshaltung und Kindern klar kommt erfährt man am Ehesten bei Tierschutzvereinen, die mit Pflegestellen arbeiten. Da leben die Katzen schon eine Weile in einer Familie und können entsprechend wesentlich besser beurteilt werden. Dafür darf man dann aber ggf. auch mal eine Stunde weit fahren - den katzen zuliebe.

      Die Zusammenführung selber bitte NIE mit getrennten Zimmern starten, das ist der größte Quark überhaupt. Damit verzögert man das Kennen lernen nur und macht es den Tieren unnötig schwer. Einfach die Neue Katze samt transportbox in einen ruhigen Raum stellen, der nicht gerade "Lieblingszimmer" der eingesessenen katze ist, Klo in die Nähe stellen, Türen offen lassen und gar nicht weiter beachten.

      Katzen sind intelligente und sehr soziale Lebewesen, die es nicht drauf anlegen, fremde Artgenossen schwer zu verletzen. Sie wollen sie auf Abstand halten, vielleicht auch vertreiben, aber sie legen es nicht auf Blutvergießen an. Das meiste was passiert sind also Drohgebärden wie fauchen und knurren, Jagen ohne die absicht wirklich die andere Katze zu erwischen, nur selten kommt es zu richtigen Raufereien - bei denen aber meistens nur Fellbüschel fliegen, während die Katzen aber bewusst drauf achten, auch wirklich nur in Fell zu beißen, maximal ein Ratscher im Ohr oder eine blutige Lippe, aber keine Bisse die dazu gedacht sind, die andere katze ernsthaft zu verletzen.

      Entsprechend reicht ein langes Wochenende dicke für die erste Zusammenführung - haben sie sich da nichts getan wird es tendenziell besser.

      Eingreifen sollte man sowieso GAR NICHT. Führt eine Katze sich auf wie die Axt im Wald, Jagt und rauft, und schon kommt Frauchen und sperrt den Eindringling weg, dann lernt die Katze nur eines: "Wenn ich böse bin verschwindet der Eindringling wieder und ich habe meine Ruhe". Das lernen Katzen sehr sehr schnell, und entsprechend wird beim nächsten zusammentreffen nur wesentlich mehr Ärger gemacht. Hat man das Spielchen 5 mal gespielt, etwa mit getrennten Zimmern, die man zu macht sobald es Ärger gibt, stehen die chancen für eine erfolgreiche Zusammenführung nicht mehr gut.

      Du bist also wirklich nur in dem Fall gefragt, wenn es so massive Verletzungen gibt, dass Du zum Tierarzt musst.

      Einen langen Atem und gute Nerven braucht man trotzdem, es dauert nicht selten mehrere Monate, bis sie wirkliche Freunde werden. man muss nur einfach Faucherei, Geknurre und Gejage als das sehen was es ist - einfach nur eine Drohgebärde, und auch Verteilung wem welches Zimmer, welcher Schlafplatz, welches Spielzeug gehört. Ist das erst mal alles geklärt ist man durch damit.

      Also eine zweite Katze ist wirklich kein Ding der Unmöglichkeit, nur musst Du es ernsthaft WOLLEN und bereit sein, 3 Monate Fauchen einfach zu überhören.

      • schon mal ein herzliches #danke

        ich weiß halt nicht, ich habe schon ein wenig Sorge, ich bin halt nicht so katzenerfahren und vielleicht auch nicht kompromißbereit, dass alles über mich ergehen lassen zu wollen (wenn ich ehrlich bin).
        Ich dachte damals, wir holen uns ein oder zwei Katzen und das bekommen wir schon hin.
        Jetzt hab ich halt eigentlich wirklich schlechte Erfahrungen mit der einen gemacht.
        ICh scheue mich einfach davor, noch ein mal völlig daneben zu liegen.

        Wir haben sie jetzt halt schon seit einem halben Jahr und irgendwie noch kaum einen ruhigen oder zufriedenen Tag bei ihr erlebt.

        Ich frag mich gerade, warum es bei allen anderen um uns herum gut läuft, nur eben bei uns nicht.

        Und irgendwie schreit alles in mir: warum hab ich denn dann nicht gleich das Paar genommen, was sie noch hatten

        Das mit dem nur Kater, keine Jungtiere etc. war eher die Aussage des Tierheims (nicht das, von dem wir die Katze haben sondern eines anderen, kleineren hier in der Gegend).

        • Hallo!

          Naja, wenn Du Dir mal genauer überlegst, was die Katze im letzten jahr mitgemacht hat - vielleicht kannst Du sie dann verstehen. Man nimmt ihr den besten Freund, statt dessen kommt ein schreiendes Bündel, und wenn sie das auch nur mal anschnüffeln will kommt gleich ein Überbesorgtes Frauchen und jagt sie weg.

          Dann ins Tierheim, großer Raum mit viel zu vielen fremden katzen zusammen, kaum Rückzugsmöglichkeiten (wen wundert es, dass viele Tierheime denken, sie hätten nur Einzelgänger, wenn es da so eng und stressig zugeht?), und dann schon wieder ein Umzug, zu euch... die Kleine kommt ja kaum zur Ruhe.

          Und da kommt die Unsauberkeit ins Spiel: Katzen können einfach nicht weinen. Sie können nur pinkeln und koten. Das hat nichts damit zu tun, dass sie böse sind, oder protestieren wollen, sondern das ist die pure Verzweiflung und Traurigkeit. Nur manchmal greifen katzen zur Selbsthilfe - etwa wenn das Klo so verdreckt ist dass sie es nicht mehr nutzen können pinkeln sie woanders, aber ich bin sicher, dein Klo ist ok.

          Tierheime sind leider oft nicht sooo Katzenbegabt wie man es sich wünscht, weil sie eben katzen nur in dieser Extremsituation erleben. die meisten kommen recht schnell in so ein Zimmer mit 20 anderen katzen, und wenn diese Masse an katzen sie dann so fertig macht, dass sie ernsthafte Schwierigkeiten machen, werden sie dann schnell einzeln weg gesperrt. Klar, es geht ja kaum anders im Tierheim, wenn da jetzt eben jede Katze 50m² mit drei anderen teilen sollte, schön unterteilt in Zimmer, wäre es gar kein Problem.

          Entsprechend haben eben viele Tierheimmitarbeiter das Bild des Überagrressiven Einzelgängers vor augen, der eigentlich nur dann mit Artgenossen gut kann, wenn sie ab Babyalter zusammen sind.

          Ich habe jetzt schon 5 Zusammenführungen gemacht, alles waren Erwachsene katzen, und muss echt sagen, ich hatte nie Probleme. ich habe mir Zeit gelassen mit der Auswahl, habe vor allem drauf vertraut, dass schon alles gut gehen wird und ich keine massenmörder habe, sondern einfach nur schlaue tiere, die es nicht drauf anlegen, jemand anderen zu Verletzen (wären ja auch doof, das risiko bei so einem Kampf selber schwer verletzt zu werden ist ja auch nicht klein). Und ich hatte gute Nerven. Sogar eine selber Katzenerfahrene Nachbarin, die sie während einem Kurzurlaub verpflegt hat meinte schon "Du, die Bennie und die Lissy, das ist ja schrecklich wie die aufeinander los gehen" - und ich bin dran geblieben, trotzdem. Ein halbes Jahr später waren beide unzertrennlich. Heute wo Bennie gestorben ist trauert Lissy weiterhin um sie, obwohl es noch zwei weitere Katzen hier gibt...

          Katzenzusammenführungen gehen in 95% der Fälle gut, vor allem wenn man versucht ein Tier zu finden, das vom Charakter her gut dazu passt. Nur eben Geduld ist wichtig.

          Lesestoff:

          http://www.amazon.de/Aller-guten-Katzen-sind-Mehrkatzen-Haushalt/dp/3899064313/ref=sr_1_1?ie=UTF8&qid=1349789877&sr=8-1

          http://www.amazon.de/Stille-%C3%96rtchen-f%C3%BCr-Stubentiger-Unsauberkeit/dp/3837022250/ref=sr_1_1?ie=UTF8&qid=1349789839&sr=8-1

          • danke noch mal für deine Mühe.

            ja mir ist sehrwohl klar, was die letzten Monate alles für die Katze bedeuteten, deshalb hab ich auch jegliches Theater (Magen-Darm-Infekt, die Suche nach dem richtigen Streu und dem richtigen Futter, diverses Markieren etc.) auch mehr oder minder still hingenommen.

            Ich mach der Katze auch gar keinen Vorwurf, aber ich verstehe ich rumgekacker auch als Zeichen von Unzufriedenheit - wie auch ihr sonstiges Benehmen. Sie macht halt insgesamt keinen glücklichen Eindruck und ich meine, außer vielleicht einer passenden zweiten Katze, kann ich nicht viel an den Rahmenbedingungen ändern. Aus diesem Grund habe ich aber auch die Rahmenbedingungen, die ich bieten kann sehr genau im Tierheim beschrieben.

            Ich schwanke daher ja auch sehr mit der Frage, was wohl für uns und die Katze die richtige Lösung sein wird.
            Das dümmste was passieren kann ist ein nicht glückender Versuch der Zusammenführung. Damit wäre nämlich weder uns noch der Katze geholfen.

            Fakt ist, dass wir jetzt 2 Wochen in den Urlaub fahren und die Katze entweder allein bei uns zu Hause bleiben muss (mit Versorgung durch eine Nachbarin, die selbst eine Katze hat und sich auch ein wenig mit ihr beschäftigen wird) oder sie für diese Zeit in eine Katzenpension gehen muss.
            Hier stehe ich vor der Wahl, dass ich der Nachbarin schon eine ganz schöne Aufgabe überhelfe (wir haben uns bisher immer um ihre Katze gekümmert), weil es nicht mit Versorgung und einer halben Stunde spielen getan sein wird. Und die Katze das doof finden wird, weil sie schon mit der Situation, wie sie jetzt ist nicht gut klar kommt.
            Geben wir sie in die Pension wird sie denken, dass sie schon wieder abgegeben wurde - der nächste Streß für die Katze.

            So und wenn wir dann wieder da sind ist die Katze vermutlich noch verwirrter und gestreßter als jetzt.
            Was mach ich dann - sie dann ins Tierheim bringen? Sie in Pflege lassen, bis das Tierheim sie vermittelt hat (scheint mir momentan die beste Lösung)? Oder eben mich auf die Suche nach einer zweiten Katze machen und hoffen, dass die beiden sich verstehen? Oder alles lassen wie es ist, und hoffen, dass die Katze diese Situation annimmt irgendwann?

            Der Streß für die Katze scheint so auf Perspektive noch länger nicht vorbei zu sein. Und damit auch der Ärger für uns.

            Ich weiß einfach nicht, was richtig ist.

            Ich werde aber erst mal die beiden Empfehlungen von dir durchschauen. Vielleicht bekomm ich noch die Erleuchtung.

            Das dumme bei der Auswahl eines möglichen Partners bzw. einer Partnerin ist, dass ich nicht mal so richtig sagen kann, welches denn nun die Eigenschaften unserer Katze sind, da ich vermute, dass ich sie aktuell nur von ihrer nicht so guten Seite kenne.

            Was würdest in der Urlaubszeit machen?

            • Hallo!

              In der Urlaubszeit würde ich mich an einen Tierschutzverein mit Pflegestellen wenden, oder eine Katzenpension, die gelegentlich Notfälle vermittelt. Und genau diese Zeit nutzen, um sie zusammen führen zu lassen. Wenn sie sich in einer Pension oder einer Pflegestelle mit einer anderen Katze schon mal ein wenig anfreunden kann, dann ist die Sache ja praktisch schon halb ausgestanden, wenn Du dann eben zwei mit Heim nimmst, vor allem kann sie sich so ihren neuen Partner aussuchen.

              Und natürlich kannst Du da dann mit den Leuten auch reden, wie sie sich in einer ruhigeren Umgebung verhalten hat, ob sie aufgeblüht ist, ob die Artgenossen ihr gut getan haben etc. Wenn die Dir dann raten, dass sie doch eher eine sehr ruhige Umgebung braucht, dann ist das eben so, eine Katzenhilfe kann sie dann gleich weiter vermitteln.

              Hat sie dagegen ihren Traumpartner gefunden, und ist die Umgebung mit Kind gar nicht so sehr ihr Problem, dann hast Du ab dann zwei Katzen, die sich schon kennen, und bei Dir zu Hause nur eine kurze Eingewöhnungsphase brauchen, nur noch eine kleine Weile Stress, bis eben geklärt ist wem welcher Schlafplatz gehört.

              Ich würde bei Tierschutzvereinen und Tierheimen anrufen, nach katzenhilfen Googeln etc., da solltest Du eigentlich schon fündig werden. und auch Pensionen nehmen immer wieder mal einen Notfall auf.

Also nochmal zur Klarheit, weil Du darauf kaum eingegangen bist. Wie lange habt ihr die Katze insgesamt? Also guck bitte in den Vertrag mit dem Tierheim, da steht normalerweise ganz klar drin - wie hier auch schon angesprochen - dass Du das Tier nicht weitergeben darfst. also nix mit anderes Tierheim oder nette Omi suchen.

Ich würde klar dazu raten, das Tier zurückzugeben. Auch wenns blöd ist, das arme Tier etc... aber das Tier "gehört" eben noch ein Jahr lang dem Tierheim. Weiterhin haben die eindeutig falsch vermittelt. Wenn die die vorgeschichte so kannten wissentlich sogar... aber warum sollten sie das tun? Das Tierheim und die Mitarbeiter dort möchten doch, dass die Katzen/Tiere passend vermittelt werden und es gut haben. WAhrscheinlich haben die Vorbesitzer dem Tierheim die Allergiegeschichte erzählt, damit die die Katze nehmen?

Lichtchen

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