Erfahrungen bei Hunden mit DCM

    • (1) 05.05.13 - 10:33

      Gibt es hier Hundebesitzer, deren Hunde an DCM erkrankt sind oder Hunde mit DCM hatten?

      Unsere Schäferhund-Dobermannhündin ist 6 Jahre alt. Vor einem Jahr wurde ein geschwächter Herzmuskel festgestellt und nach dem Langzeit-EKG und Ultraschall kam DCM raus.

      Sie ist eigentlich ein echter Ball-Junkie und hört nicht von sich aus auf, wenn sie nicht mehr kann. Gerade bei warmen Wetter habe ich jetzt vermehrt Angst und entferne mich nicht weit vom Auto.

      Wie hat sich euer Leben dadurch verändert?

      • Hallo,

        unser erstes Neufundländermädchen bekam mit 5 Jahren die Diagnose DCM. Sie lebte fortan mit insgesamt 6 Tabletten jeden Tag, Herzmedikamente und Entwässerungstabletten. Das verschaffte ihr noch 3,5 wunderbare Jahre bei recht guter Lebensqualität.

        Sie selbst durfte ab Diagnosestellung bestimmen was und wieviel sie macht. Wenn sie nicht mehr konnte hörte sie auf, im Sommer war es sowieso immer weniger gut als im Winter.
        2 Wochen bevor wir sie gehen lassen mussten tobte sie noch im Frankreich-Urlaub im Wasser herum. Am letzten Urlaubstag wollte sie, ganz unbekannt von ihr, gar nicht weg vom Strand und schaute sich immer wieder um. Und auf der Rückfahrt ging es einige Kilomteter am Wasser entlang, da saß sie im Auto - sonst hat sie sich immer, wirklich immer, nach spätestens 50m hingelegt und geschlafen - und klebte mit der Nase an der Scheibe, woraus die aufs Wasser sehen konnte. Ganz als ob sie sich verabschieden wollte...

        Begleiterscheinung bei uns: im Sommer hat sie an sehr heißen Tagen im Badezimmer gelegen auf den Fliesen, mit dem Rücken an die Duschwanne, hat auch nachts dann draußen schlafen wollen. Somit ließen wir die Terrassentüre offen, so dass sie dann hin und her konnte, wie sie mochte.
        Besonders im letzten Jahr, hat sie sich öfter erbrochen und oft nur sehr sehr wenig gefressen. Aber Leckerchen gingen immer und man merkte, dass sie leben wollte. Und ängstlicher ist sie geworden - all das gehört zum Krankheitsbild.
        Spaziergänge wurden immer kürzer udn langsamer, aber imer noch mit viel Freude ihrerseits, sie war halt mit 8 Jahren sowieso schon eine Hundeoma, die zusätzlich noch herzkrank war...

        Insgesamt war es trotz allem recht komplikationslos bis zum letzten Tag, an dem sie morgens noch wedelnd aufstand und uns dann innerhalb von 1 Stunde sehr deutlich zeigte, dass wir sie gehen lassen sollten...

        Hab keine Angst, unser Tierarzt hat uns viel Mut gemacht, nur leider gibt es keine Vorhersagen, wie lange ein Hund mit DCM nach Diagnosestellung noch leben wird.

        Bereitet Ihr Eurem Mädchen das Leben mit Hilfestellung so schön wie möglich, schränkt das Ballspielen ein, sucht Alternativen. Dieses Sprinten ist wirklich nicht unbedingt das allerbeste. Lieber moderater Ausdauersport - Herzpatienten sollen Fahrradfahren (geht natürlich nicht beim Hund ;-)) aber man könnte ja dafür die nasenarbeit mehr einbeziehen. Ball vllt. nicht mehr werfen, sondern verstecken, so dass sie ihn suchen muss. Vllt. hilft ihr das ein wenig.

        Keine Frage, es ist eine große Umstellung für Hund und Familie, aber durchaus gut händelbar!

        Viel Glück für Euch und ein noch hoffentlich lange komplikationslose Zeit mit Eurem Mädchen wünsche ich Euch - das wird schon

        LG

        • Erstmal vielen Dank für deine Antwort, das macht wirklich Mut!

          Ich war 16 als ich unseren ersten Hund gehen lassen musste. Er starb an Muttertag bei uns Daheim. Es war einfach schrecklich und wegen dieser Erfahrung graut es mir vor dem Tag, an dem wir unser Energiebündel gehen lassen müssen.

          Mein Mann möchte versuchen mit ihr joggen zu gehen und das Ball spielen haben wir schon etwas reduziert bzw abgeschwächt. Im Feld und auf der Wiese werfen wir ihn ins hohe Gras und im Wald legen wir fährten. Das geht soweit ganz gut, aber irgendwas müssen wir uns noch einfallen lassen. Sie wird so noch nicht richtig ausgelastet.

          Unser Tierarzt möchte uns jetzt das Hills Futter für Herzerkrankungen andrehen, der Tierheilpraktiker versicherte uns, mit den Medikamenten zusammen würde auch Futter mit viel L-Carnitin reichen. Hast du da zufällig Erfahrung?

          Nochmals Danke und liebe Grüße

          • Nein, damit haben wir keine ERfahrung.

            Unser Mädchen wurde sehr mäkelig mit dem Futter, sie nahm hinterher nur noch das Billigfutter vom Aldi. Haben wir ihr nie gegeben vorher. wir hatten letzten Endes 5 verschiedene angebrochen Futtersäcke hier stehen, keines mochte sie fressen,a ber das Aldifutter...

            Wir füttern unseren beiden Neufimädchen nun

            Wolfsblut, schau Dir da mal die Infos drüber an, speziell diese Info

            http://www.wolfsblut.com/hunde-und-taurin.html

            LG

            • Jetzt wollte ich mir von den einzelnen Futtersorten die Nährstoffanalysen ansehen, aber mal stehts in % da dann wieder in mg/kg.

              Werde mich dann mal schlau machen, wieviel Taurin im Futter enthalten sein sollte.

              Auch wenn die auf der Seite schreiben, ihr Futter würde eine extra Portion Taurin enthalten, so wird es bei der Nährstoffanalyse nicht bei jeder Sorte aufgeführt. Finde ich sehr schade, wo es doch viele Hundebesitzer gibt, die wirklich genau drauf achten :(

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