Hilfe meine stiefmutter sammelt tiere?

    • (1) 15.07.13 - 18:03

      Hallo liebe Urbianer

      Ich hab ein ganz großes Problem, naja eigentlich nicht ich sondern die Frau meines Vaters

      alles fing vor knapp 3 Jahren an als die beiden (papa+frau) sich ein Haus gekauft haben120 qm mit minigarten also nichts großes.
      seine Frau ist sehr Tierlieb und Hat sich eine Katze aus dem Ausland geholt dabei hatten sie schon 4 Katzen (gegen eine weitere spricht ja an sich nichts) aber das unglück nahm seinen lauf in küzester zeit wurden aus 5 katzen 10 ein Hund kam auch noch dazu dann der nächste usw... die Katzen alles keine Freigänger also sie leben nur im haus und auf dem balkon der überall mit netzen damit sie nicht abhauen können gesichert ist. die frau lässt sich andauernd Krankschreiben weil sie ihre gesammte zeit mit den tieren verbringt.

      mittlerweile sind wir bei 14 Katzen und 4 Großen hunden (die sie alle leider nicht unter kontrolle hat)
      nun war seine frau heute morgen mit mir unterwegs und wollte mit mir reden was aber in vergesseheit geriet also schrieb sie mir eine nachricht bei Facebook das Katze nummer 15 unterwegs sei und ich meinem vater nichts verraten soll ... ich finde langsam sollte ich ihr was sagen das nimmt nämlich langsam überhand als außenstehender kann ich das nur so beurteilen da die frau und mein vater andauernd nur noch streiten wegen den tieren mein problem wie kann ich ihr am besten klar machen das ich mir sorgen mache ohne sie zu verletzen da ich sie auch sehr gerne habe mag ich ihr das nicht so pforsch sagen sondern lieber etwas netter verpackt ich brauch dringend einen rat!

      lieben gruß sunshinex

      • (2) 15.07.13 - 18:18

        Hi
        Das ist eine krankheit, wie messis, nur auf tiere bezogen. Im grunde gehört sie in psychatrische behandlung (das soll keine beleidigung sein!) . Denn das ist auch keine tierliebe mehr, sondern sie versucht mangelnde zuneigung oder wenig selbstwertgefühl mit "tierliebe" zukompensieren. Die tiere leiden im grunde auch, sowie dein vater und das haus.
        Zuersteinmal solltest du den tierschutz auch aktivieren, damit die ein paar der tiere abholen und weitervermitteln.
        Da gab es vor einer weile bei bbc oder so eine tolle und informative doku drüber.
        Lg conny

        Hallo

        Ach das ist doch noch nix.

        Ne alte Bekannte hat 19 Hunde (2 Pflegis) grad Welpen bekommen und zwar 8 Stück. Ein Freundin lebt jetzt mit ihm Haus mit ihren 2 Hunden. Der eine Hund wirft diese Woche auch. Dazu kommen nochmal ca. 25 Katzen. Schweine, Hühner, Hasen.Vögelchen. Das Aquarium ist mittlerweile weg.

        Vom Vet-Amt hat sie die Erlaubnis von 20 eigenen Hunden #schock Das ist viel zu viel.

        Man stößt aber auf taube Ohren, weil man ja glaubt, man habe kein Problem. Schlimm sowas. Und noch 4 Kinder dazwischen, welche nur auf der Strecke bleiben.

        Liebe Grüße

        Animal Hoarding ist eine ernste psychische Störung, oft aus dem bedürfnis heraus, sich um etwas kümmern zu können, etwa bei unerfülltem Kinderwunsch oder wenn die eigenen Kinder aus dem Haus sind.

        Einfach nur Tiere weg geben hilft nicht, sondern die Person muss ein Verständnis dafür entwickeln, dass es so nicht geht, dass die Tiere unter den Zuständen leiden etc.

        Vielleicht kannst Du da ansetzen - etwa sehr feinfühlig mit deiner Stiefmutter reden, wenn sie an Futter oder Tierarztkosten sparen muss, oder wenn die vielen Katzen auf dem begrenzten Platz aneinander geraten. Vielleicht hat sie auch Tiere vom Tierschutz, auch Tierschutzvereine können da unterstützen.

        Vielleicht gibt es auch einen Ersatz für Deine Stiefmutter, etwa Engagement im Tierheim oder in einem Kindergarten?

        • ich hatte vor einiger zeit mal ein gespräch mit ihr da mein vater anscheinend komplett ausgerastet ist als sie mal wieder 2 katzen und einen hund angekarrt hatte ohne ihm vorher bescheid zu sagen, hatte ihr damals geraten das es wohl besser wäre sowas mit ihm abzusprechen bevor die tiere unterwegs sind anstatt ihn vor vollendete tatsachen zu stellen. sie hatte den anschein es verstanden zu haben gemacht, aber ne woche später war wieder ein hund zur "pflege" dort der aber da sie die kontrolle über die anderen 4 hunde verloren hatte die dabei waren verlor und der "pflegehund" vor ihren augen auf die straße gerannt war und überfahren wurde. sie war echt fix und fertig daraufhin hatte ich sie gefragt wieso sie denn nicht anstatt sich so einzudecken mit tieren in einem tierheim ehrenamtlich anfänngt zu arbeiten so wäre zumindest denen auch geholfen da meinte sie, das ist nichts für sie da sie ja nichts von den tieren hätte ... also sie möchte die tiere bei sich haben

          das schlimme an der ganzen sache ist das ihre ganzen freunde sie noch ermutigen mehr tiere aufzunehmen und sich anstatt gegen die tiere doch gegen ihren mann entscheiden sollte und das macht nicht nur meinen vater fertig sondern auch mich da ich ja mittendrin stehe weil sich beide andauernd bei mir ausheulen wenn es mal wieder eskaliert

          langsam weiß ich echt nicht mehr was ich da noch sagen soll ohne irgendwen zu verletzen

          • (6) 16.07.13 - 00:27

            Hi,
            das was deine Stiefmutter da tut hat nix mehr mit Tierliebe zu tun. Wenn sie schon selber sagt sie könnte in keinem TH ehrenamtlich helfen weil sie nichts von den Tieren hätte, dann geht es ihr auch gar nicht mehr um die Tiere, sondern nur noch um sie selbst.

            Es wird nicht ausbleiben das niemand verletzt wird, aber es wäre sicherlich das Richtige den Zustand einem Tierschutzverein mitzuteilen. Es ist ok, ein paar Tiere zu haben, aber nicht in den Massen, das ist nur noch Quälerei für die armen Tieren, denn diese sind die Leidtragenden in der ganzen Angelegenheit.

            Gib dir einen Ruck, sprich mit deinem Vater und ihr und übergebt die Tiere an einem Tierheim, vielleicht kann sie noch 1 oder 2 Katzen behalten, aber sie braucht eindeutig Hilfe. Auch gegen ihren Willen würde ich die Tiere beim Tierschutz melden.

            LG

            • (7) 16.07.13 - 07:46

              Das hilft nicht!

              man kann Animal Hoardern zwar die Tiere weg nehmen, aber dann dauert es in aller Regel nur wenige Monate bis mehr Tiere als vorher da sind - aber man hat es dann mit einem misstrauischen Menschen zu tun, der erst recht niemand mehr an sich heran lässt.

              Will man erst mal den Tieren helfen, dann besser bei Pflege und Versorgung ansetzen, helfen die Katzenklos sauber zu halten, und zum Tierarzt fahren. Sonst rettet man 20 Tiere und stürzt damit 30 neue in die Situation.

              Selbst wenn das Veterinäramt ein Halteverbot ausspricht hilft es wenig. Dann schwenkt der kranke Mensch eben von Hunden und Katzen auf Kaninchen und Meerschweinchen um.

              Ich war selber lange im Tierschutz aktiv, und kann nur raten dem Impuls zu wiederstehen da erst mal die Tiere raus holen zu wollen. Erst wenn jemand von sich aus einsieht dass Tiere weg müssen kann man das sinnvoll umsetzen, und da auch nur langsam und schonend.

          (8) 16.07.13 - 17:38

          Kannst Du vielleicht mal beide (Deinen Vater und Deine Stiefmutter) zu einem gemeinsamen Gespräch bekommen?
          Für die Tiere ist es kein schönes Leben - sie haben Bedürfnisse, die Deine Stiefmutter anscheinend nicht erfüllen kann (zB Erziehung und Beschäftigung der Hunde). Vielleicht könnte man da ansetzen: keine weiteren Tiere, bevor die derzeitigen Tiere nicht optimal gehalten werden! (Voliere im Garten als sicherer Katzenauslauf, selbstgebaute "Kletterlandschaft" im Haus als Rückzugsort und "Katzenbaum", Hundeschule und artgerechte Auslastung für die Hunde - zB Hundesport, da findet sie dann auch Kontakt zu tierlieben Mitmenschen).
          Desweiteren keine unüberlegte Anschaffung neuer Tiere ohne Absprache mit dem Partner - denn der muß schließlich auch damit leben und trägt eine gewisse Verantwortung.
          Versucht sachlich zu bleiben, Ausrasten bringt nix.

          vg exot

          Das zeigt doch, dass sie (psychisch) krank ist.
          Sie muss die Tiere also bei sich haben, damit sie was von ihnen hat.... Hat sie vielleicht niemals eigene Kinder bekommen, hat keine Hobbys... Irgendwas muss bei ihr ja eine große "Lücke" verursachen.

          Im Tierheim sind sie um jede Hilfe dankbar. Leute, die mit den Hunden Gassi gehen, die beim sauber machen helfen usw.

          Ich selbst helfe unserem örtlichen Tierheim auch, indem ich Pflegekatzen aufnehme. Aber sie gehen auch immer wieder weg (entweder Kitten, die wir groß ziehen, oder alte/kranke die bei uns einen schönen Lebensabend haben), Gut ich habe aber auch keine 20 eigene Tiere...

          Die Frau braucht Hilfe. Ohne Hilfe wird sie immer mehr Tiere anschaffen, das ist wie bei Messis.

          Da hilft auch irgendwann kein freundliches Ansprechen mehr. Sage ihr, dass es so nicht geht, und dass Du Dich beim Tierschutz oder so meldest, wenn sie sich nicht Hilfe sucht und sich von einigen Tieren trennt.

          "Ich habe ja nichts von den Tieren" sagt sie, wenn die Tiere nicht bei ihr sind. Aber so haben die Tiere auch nichts von ihrem Leben!

    Sehr schwieriges Thema. Wie schon gesagt, ist es nicht damit getan, ihr einfach alle Tiere wegzunehmen und zu sagen: "du darfst jetzt keine mehr haben".

    Ich kannte selbst jemanden, der so krank war. 40-50 Katzen in einem kleinen Haus, diese dann auch noch weitergezüchtet bzw sich vermehren lassen. Ich habe oft mit der Frau gesprochen als sie bereit war freiwillig welche abzugeben und sie hatte derart phantastische Vorstellungen von den neuen Leuten, dass die nicht zu erfüllen waren, wobei das aber einfach nur daran lag, weil sie eigentlich doch keine abgeben wollte und einen Grund brauchte, es nicht zu tun.
    Ich habe letzendlich doch 5 dieser Katzen aufgenommen. Die Tiere waren derart voll mit allen möglichen Parasiten, die Darmflora war völlig gestört, weil die Tiere durch den andauernden Streß der Enge und vielerlei Konflikten Dauerdurchfall hatten. Sowas sehen die Leute aber nicht. Irgendwann viel später hat das Vetamt dann alle Tiere rausgeholt und die Frau ist in eine Einrichtung gekommen.

    An deiner Stelle würde ich mich erstmal ausführlich über das Krankheitsbild infomieren um zu gucken, wo du ansetzen kannst ohne bei ihr den Vorhang dicht zu machen. Setz dich mir TSchV in Verbindung, ect.

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