Kastrieren oder nicht? Rüde 5 Jahre

    • (1) 10.10.13 - 14:29

      Hallo

      Ich weiß gerade nicht was ich machen soll.

      Er war nie wirklich der dominante Rüde oder hatte Probleme mit der Sexualität etc.
      Er war halt immer mal am streiten mit anderen Rüden,deswegen haben wir die chemische Keule erst einmal versucht.
      Naja..dann wurde es noch schlimmer und er hat sich auch mit Hündinnen angelegt ab und an. Ich denke weil er nicht mehr wusste wo er stand. er wurde immer unsicherer und manchmal ängstlicher als zuvor.
      Zugenommen hat er 5kg dadurch.

      Jetzt nach 1,5 Jahren hat der Chip nachgelassen und er ist den ganzen Tag am jammern, will raus ,hat wieder 4kg abgenommen und will nicht essen.

      Ja was mache ich jetzt?
      Evtl nochmal den Chip ausprobieren und dann endgültig entscheiden?
      Ich weiß nicht wie ich die richtige Entscheidung treffen soll :-(

      LG

      • Die Pöbelei wird durch eine Kastration nicht besser, das ist vor allem eine Frage der Erziehung. Da werdet ihr richtig dran arbeiten müssen.

        Die Kastration hat damit recht wenig zu tun, denn die Menschen müssen ihrem Hund Selbstbewusstsein vermitteln, indem sie ihm die Sicherheit bieten, einen festen und angemessenen Platz im Familienrudel zu haben, seine Kompetenzen und Aufgaben zu haben. Bisher scheint da etwas schief zu laufen, womöglich denkt er, er müsse der Chef sein und euch verteidigen und fühlt sich damit einfach völlig überfordert.

        Aber der Liebeskummer, die Jammerei und Futterverweigerung, die ist vor allem hormonell bedingt, da würde die Kastration helfen. Ich nehme mal an, das tritt auch verstärkt auf, denn Hündinnen in der Nachbarschaft oder entlang seiner Gassirunden läufig sind, oder?

        Eine Gewichtszunahme nach der Kastration kann man verhindern indem man sofort ein Drittel weniger füttert und vor allem mit möglichst wenig Kohlehydraten, also kein Getreidelastiges Trockenfutter. Hochwertiges Eiweiß landet wesentlich weniger in den Speckschichten als Weizen, Mais, Reis etc.

        • Ja klar, ihm fehlt schon einiges ;-)
          Aber uns konnte keine Hundeschule oder Trainer helfen bislang.
          Die Tipps etc. die sind nicht umzusetzen,weil die überhaupt nicht gepasst haben.
          Ich könnte ein Buch drüber schreien :-p
          Ich glaub auch ehrlich gesagt,dass wird nix mehr. Haben uns abgefunden,dass er mit Leine immer pöbbeln wird. Ohne ist er ein Lamm und macht nix, außer evtl weglaufen wenn er schiss bekommt.

          Ich tu mich halt echt schwer mit Kastration :-( mein armer Kleiner.
          Aber wenn es nicht anders geht,dann muss es ja sein

          • Leine und Pöbeln passt aber auch gut zusammen, Du rufst ihn her, leinst ihn an, nimmst die Leine extra kurz und zeigst ja damit "ich bin angespannt und fühle mich nicht wohl" - und wenn DU schon so angespannt bist, ist er natürlich auch in Alarmbereitschaft. Da reicht es dann schon wenn der andere Hund nur schief guckt und er fängt an zu bellen und die große Show zu machen.

            Wenn Du entspannt bleibst dann ist es auch bei ihm nicht so schlimm. Aber ich finde das auch echt nicht so wild...

            da ist der Liebeskummer schon schlimmer. Kannst ja mal mit ihm zum Tierarzt gehen, bei meinem Hund wurde die Kastra in einem Aufwasch mit Zahnstein entfernen etc. gemacht - so hat er nur eine Narkose für zwei Sachen gebraucht, die Zähne hätten ja sowieso gemacht werden müssen...

            • da geb ich dir recht.
              man wird immer unsicherer. aber das hat sich schon sehr verbessert.

              und mit dem zahnstein hast auch recht.

              das ist wirklich bald dran. ich muss mich mal beraten lassen.

              oje oje

              • Siehste, dachte ich mir doch, dass da wahrscheinlich sowieso noch was ansteht. Gerade Zahnstein ist ja doch sehr häufig, und lange abwarten bringt auch nichts - um so höher das Risiko dass sich eine heftige Zahnfleischentzündung bildet.

                Und wenn er sowieso in Narkose muss ist die Kastra echt keine große Sache.

      Kann sein das er so reagiert ,weil der Chip nachgelassen hat ! Die Wirkung lässt ja schon nach 12 Monaten nach !

      Ich denke mal der wird jetzt voll mit seinen Hormonen zu kämpfen haben und da solltest Du Dich von einem Tierarzt beraten lassen ,der wird ihm bestimmt helfen können mit seinen Hormonen klar zu kommen !

      Sein Verhalten wirst Du allerdings mit einer Kastration nicht ändern können (durch die Kastration ändert sich lediglich sein Sexualtrieb d.h. er schnüffelt nicht mehr solange am Urin anderer Hunde und er versucht dann nicht auf alles was ihm vor die Schnauze kommt drauf zu springen )!

      Wenn er so ein Theater an der Leine macht ,versuche es mal mit einem Halti ,versuch ihn abzulenken ! Eine Hundeschule würde ich noch mal probieren (die arbeiten aber in der Regel ohne Halti ) ,aber Du solltest bedenken da Du viel Ausdauer brauchst und immer am Ball bleiben musst ! Eine Hundeschule erzieht Deinen Hund nicht ,sondern gibt Dir nur Tipps wie Du Deinen Hund erziehen kannst !

      LG

      • Ja das Problem war ja,er war schlimmer mit dem Chip :-(

        Ja vielleicht ist es auch zu viel für ihn,weil jetzt alle Hormone zurück kommen.

        Hundeschule war ich 2 und hatte sogar 2 Private Trainer(auch sehr bekannt :-p)
        aber hat einfach nicht funktioniert,weil das Konzept auf ihn nicht passt.
        Das müsste individueller sein.

        Es ist ja jetzt auch nicht unerträglich :-) nur manchmal etwas anstrengend :-p

        • (10) 10.10.13 - 20:32

          Er verträgt den Chip vielleicht generell nicht ,wir vertragen ja auch nicht jede Pille !

          Dann versuch wirklich mal nen Halti ,er kann mit dem Ding nicht so wie er will und Du nimmst ihn mit dem Ding aus der Situation (aus den Augen aus dem Sinn :-) ) ,Du ziehst ihn mit dem Teil mit seinem Kopf in Deine Richtung und damit soll seine Aufmerksamkeit auf Dich gelängt werden ! Weniger Zugkraft hat er mit dem Teil auch !

          LG

          • Ich werd mir das Teil mal anschauen :-)

            danke dir

            • wenn ich Halti lese, schüttelts mich.

              Du sagst, dass mit dem Chip alles viel schlimmer war. Und da denkst du jetzt ernsthaft darüber nach, ihn in einen auf-immer-wie-mit-dem-Chip-Zustand durch die Kastration zu versetzen?

              >>Er war halt immer mal am streiten mit anderen Rüden<<
              ja und? Muss dein Rüde alle anderen Rüden leiden können? Kannst du alle Menschen leiden? In so einem Fall geht man sich aus dem Weg. Mit Hunden macht man das dann genau so, wenn Ärger absehbar ist. Ist zwar etwas unbequem, aber wenn euer Hund nun mal so ist?

              Ich habe zwei kapriziöse Mädels, die sich auch nicht mit jedem verstehen. Akzeptiere ich, ich möchte auch nicht gezwungen werden, mit jedem auf engstem Raum klar kommen zu müssen. Aus dem Weg gehen, fertig.

              Ein Halti ein zu setzen empfinde ich als Zwang

              • Ja weil er leidet

                Er ist dauergeil!!! :-(

                was ist jetzt schlimmer?
                Mit Rüden hat er immer mal Probleme gehabt und mit dem Chip hat er keinen Unterschied mehr zum Geschlecht gemacht und auch Hündinnen angeranzt und alles andere auch .
                Oder leiden weil er nicht pöppeln kann?

                Ich weiß es nicht. Ich steck nicht drinne.Aber wird es nicht langsam besser mit seiner Geilheit bzw. wenn das immer so dolle ist,dann gibt es ja keine andere Lösung

                • oh, das habe ich aus deinen Posts nicht heraus gelesen, dass er dauergeil ist. Wie äußert sich das denn? Jammern, heulen und du weißt mit Sicherheit, dass in der Umgebung eine läufige Hündin ist?

                  Mit dem Chip und bei der Kastration reagiert er nicht mehr auf den Geruch einer läufigen Hündin. Du schreibst, er hat mit dem Chip keinen Unterschied mehr zwischen Rüden od. Hündinnen gemacht. Vielleicht riechen dann alle für ihn gleich.... unangenehm? Keine Ahnung, aber eure Chip-Erfahrung würde mich von einer Kastration abhalten

                  • ja ich mag das sowieso nicht :-( bin eigentlich eher dagegen.

                    Dauergeilheit äußert sich soweit das er jammert,hechelt und kaum frisst.
                    hat schon fast 5kg abgenommen :-(und ist unzufrieden.
                    evtl legt sich das ja bald wieder. ich hoffe es sehr.
                    hab sowieso Angst vor ner narkose :-(

                    ach Mensch. wenn ich wüsste was er will. furchtbar

                    • das was er abgenommen hat ist doch so ungefähr das, was er durch den Chip zugenommen hatte, oder?
                      Könnte auch sein, dass er im Moment hormonmäßiges Chaos hat. Der Chip wirkt vielleicht noch ein bischen aber nicht mehr volle Pulle. Ja, da kann einem schon mal der Appetit vergehen;-) Wenns hormonell chaotisch ist, ja das macht unzufrieden (kennst du doch von dir alle 4 Wochen).

                      Ich würde erst mal abwarten, bis der Chip voll kommen abgebaut ist. Dann noch ein bischen abwarten und dann erst entscheiden.

                      >>ach Mensch. wenn ich wüsste was er will. furchtbar <<

                      eine Kastration will er bestimmt nicht;-) Mal ganz platt gesagt

                      • hehe das stimmt.

                        aber was ist schlimmer für ihn. dauergeil oder schnippi schnappi :-p

                        • dieses Post von dir sehe ich ja jetzt erst. Also wenn du über einen so wichtigen Einschnitt im Leben eines Tieres locker von schnippi schnappi reden kannst, dann kanns mit deiner Sorge um deinen Hund nicht so weit her sein

                          • Das Du immer so dramatisieren musst, wenn es um eine schnöde Kastration geht! Ich finde es schon reichlich dreist, der TE weniger Sorge um ihr Tier zu unterstellen!

                            Du projezierst bei diesem Thema zuviele menschliche Gefühle in einen Eingriff, der für ein Tier durchaus helfend sein kann.

                            >>der für ein Tier durchaus helfend sein kann. <<

                            ja du, es ist wirklich ein Dilemma. Aber ich schäme mich nicht meiner menschlichen Gefühle meinen Tieren gegenüber. Liebe und Verständnis sind sehr starke menschliche Gefühle von denen ich mir wünschte, jeder Tierhalter bringt sie seinen Tieren entgegen.

                            in vielen Fällen ist der Eingriff für den Tierhalter helfend

                            >>in vielen Fällen ist der Eingriff für den Tierhalter helfend<<

                            Ja, das hat sich im Laufe der Evolution als sehr hilfreich im Zusammenleben zwischen Mensch und Tier herauskristallisiert. Das bedeutet im Umkehrschluss aber nicht, dass das Tier dadurch zwangläufig der Verlierer ist.

                            Gerade was die sexuelle Triebhaftigkeit anbelangt, kannst Du die menschliche Ebene nicht auf die tierische projezieren. Wir Menschen haben neben dem ganz normalen "Trieb" - der ja ein Urbedürfnis ist - auch noch Gefühle, wie Moral, Ästhetik, Scham, Anstand, Schuld, Unschuld und vor allem die Lage, alle diese Empfindungen zu kompensieren. Dies alles kann ein Tier nicht.

                            Ein geiler Rüde ist nicht in der Lage, selbstständig aus diesem Dilemma herauszukommen. Er ist durch seinen Trieb komplett lehmgelegt und sein Lebenssinn besteht aus dem Decken einer Hündin. Das ist für das Tier eine furchtbare Situation.

                            Der Vergleich von Mensch und Tier funktioniert nicht. In keiner Ebene. Es schließt aber nicht aus, Sorge und Empathie für sein Tier zu empfinden.

                            LG

                            >>>>in vielen Fällen ist der Eingriff für den Tierhalter helfend<<

                            Ja, das hat sich im Laufe der Evolution als sehr hilfreich im Zusammenleben zwischen Mensch und Tier herauskristallisiert.<<

                            >>Das Tierschutzgesetz

                            Das deutsche Tierschutzgesetz verbietet u.a. die vollständige oder teilweise Amputation von Körperteilen. Kastrationen gelten im Tierschutzgesetz ebenfalls als Amputation. Eine Ausschlussklausel besagt, dass eine Amputation zur Verhinderung unkontrollierter Fortpflanzung erlaubt ist. Unkontrolliert fortpflanzen kann sich eine Katze die freien Auslauf hat, nicht aber ein Hund unter menschlicher Kontrolle.

                            Hundehalter, die ihren Hund ohne medizinische Indikation kastrieren lassen, verstoßen gegen das Tierschutzgesetz und machen sich strafbar. Doch vielen Hundehaltern ist gar nicht bewusst dass sie gegen ein Gesetz verstoßen. Zudem, der Tierarzt hatte keine Einwände, dann wird das schon seine Richtigkeit haben. Ja, der Tierarzt weiß aber auch genau dass sein Kunde den Tierarzt wechseln wird, falls er ihm die Kastration verweigert und die Einnahmen hat dann eine andere TA-Praxis. Und überhaupt, dass man sich strafbar mache, hat man ja noch nie gehört. Tja - wo kein Kläger, da auch kein Richter.

                            Ein Hund hat genauso wie wir Menschen einen hormonell bedingten Stoffwechsel. Dieser gehört zu seinem Leben, beeinflusst auch Entwicklung, Verhalten und Wesen. Wenn wir einen Hund zu uns holen, ein lebendiges Wesen, das fühlt, empfindet, von Trieben gelenkt wird, dann können wir doch nicht einfach so über die Natur dieses Lebewesens hinweggehen, uns das von diesem Tier nehmen was uns gefällt und genehm ist, und das was missfällt oder weniger genehm sein sollte einfach wegoperieren lassen.

                            Leidet ein Hund, egal ob physisch oder psychisch und eine Kastration verspricht Hilfe, dann sollte man seinem Hund diese Hilfe auch gewähren - aber nur dann und niemals aus menschlicher Bequemlichkeit heraus.<<
                            http://www.quin-der-eurasier.de/kastration.htm

                            >>Das bedeutet im Umkehrschluss aber nicht, dass das Tier dadurch zwangläufig der Verlierer ist.<<

                            Es geht nicht um Verlierer oder Gewinner. Es geht um Achtung und Respekt.

                            Diese Achtung und den Respekt bringe ich auch den aktiven Tierschützern entgegen, deren einzige "Waffe" gegen Tierleid ist, die Tiere kastrieren zu lassen.

                            Der "große" und natürlich so wichtige Kampf gegen Tierleid hat aber nichts mit dem einzelnen Tierhalter zu tun, der für sein Tier verantwortlich ist

    Haben Züchter wie auch Tierarzt gesagt, wenn man mit Rüden nicht züchten will, dann sollte man kastrieren! Und selbst bei Hündinnen ist das nicht verkehrt, aufgrund von ständigen Scheinschwangerschaften, Gebärmutterentzündungen etc., die Hündinnen bekommen können(kann, muss nicht), hier heißt es besser vorbeugen als hinterher Das Nachsehen haben.
    Und bei Rüden eben, damit die nicht wegen jeder läufigen Hündin durchdrehen, etc.

    Was halt auch Fakt ist, je länger man mit einer Kastration wartet, desto mehr Unarten wird der Hund beibehalten, die er sich durch Sexualhormone sozusagen einfängt, Die Erziehung muss natürlich auch stimmen! Ist vielleicht etwas unglücklich ausgedrückt, ich hoffe ihr wisst was ich meine...

    • ja versteh das.

      die hündin meiner Freundin wäre heute wahrscheinlich noch am leben. hatte überall krebs im bauch,Brust usw.
      ich muss mich mal beraten lassen.

      ach Mensch

      • Bei nem rüden ist das ja auch keine großartige sache. Den bringst morgens zum ta und holst den mittags wieder ab und das Thema ist so gut wie erledigt. Wobei man beachten muss, das nen Hund danach noch knapp 6-8Wochen Zeugungsfähig ist. Danach ist das Hormontechnisch auch ausgestanden. Aber besser als ne hormonelle Verhütung. Bei Hündinnen ist das nen etwas komplizierterer Eingriff, was ich aber trotzdem immer machen würde, wenn ich nicht züchten will. Vorteil hier ist, das Hündinnen nach einer Kastration auch nicht mehr rot auslaufen.

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