Wir verzweifeln an den Nachbarhunden

    • (1) 25.08.14 - 21:34

      Hallo,

      Ich mag Hunde sehr. ABER das geht mir langsam zu weit:
      Unsere Nachbarn, zwei Häuser weiter, hatten als ich einzog einen großen Hund. Ich glaube es ist ein Berner Sennenhund, sehr groß, schwarz, sehr kräftig. Angeblich sei er ein Therapiehund, meinte das Frauchen #rofl dieser Hund hört Null, bellt, zieht sein Herrchen an der Leine durch die Gegend und einmal abgeleint prescht er überall hin. So stand er eines Tages einfach in unserem Garten, er war abgehauen, sie haben es nicht einmal bemerkt. Da haben wir schnell mal ein neues Gartentürchen installiert.

      Dann kauften die Nachbarn einen zweiten von der Sorte. Kurz darauf kamen sie auf die glorreiche Idee, sie könnten ja züchten und hatten dann tatsächlich einen Wurf.
      Sie wohnen in einer Doppelhaushälfte, die eine haben sie vermietet, die andere bewohnt die Frau mit ihrem zweiten Ehemann, oben die erwachsenen jungen Söhne und unten der Opa. Den gesamten Wurf haben sie behalten (wir können es nicht übers Herz bringen, auch nur einen wegzugeben.. #augen)

      In dem Haus wohnen nun also 5-7 (die Schätzungen der Nachbarschaft gehen hier etwas auseinander) große, unerzogene, ständig kläffende dunkel Riesenhunde. Da sie so schlecht bzw. garnicht erzogen sind, gehen sie nur auf Portionen mit max zwei Hunden Gassi. Und auch das nur an der Leine, sie hören ja nicht und wären auf und davon.

      Alternativ haben sie ja "zum Glück" den großen Garten. Dort toben, kläffen, bellen und kacken die Hunde zu jeder Tages- und Nachtzeit. Sie bellen und rangeln miteinander, aber kläffen auch alles an, sei es Mensch, Auto, Katze, Vogel oder anderer Hund in der Nähe. Sie wecken mich, sie wecken mein kleines Kind, sie wecken die gesamte Nachbarschaft, sie nerven uns, wenn wir im Garten grillen, arbeiten oder spielen, wir hören das Kläffen im Sommer wenn alle Fenster auf sind oder wir Abends noch ein Glas Wein auf der Terrasse trinken.

      Morgens um halb sieben, gegen die Mittagszeit, abends um 21/22 Uhr und auch gerne nochmal nachts um eins oder zwei, wenn der arbeitslose Sohn nach Hause kommt und sie nochmal raus lässt. Also fünf, sechs oder sieben mal am Tag. Dazu kommen die Kläffattacken beim Gassigehen.

      Ich mag Hunde. Ehrlich. Mir tun diese Hunde auch echt leid. Aber so langsam werde ich wirklich aggressiv. Mehr auf die Herrchen, natürlich. Nicht wenige aus der Nchbarschaft wünschen den Haltern die Pest an den Leib und ich merke, dass sich die Wut auch gegen die Hunde richtet.

      Das Ordnungsamt sagt, es könne nichts machen und verweist auf die Schiedsstelle des Stadtteils. Wir wohnen in einem normalen Wohngebiet mitten in der Stadt.

      Mit den Leuten reden... Nun ja. Sie sind etwas schwierig, wenig zugänglich, zurückgezogen. Von den Mietern der Doppeldhaushälfte hört man auch nichts nettes über sie.

      Dazu finde ich es aber schon seeeehr bedenklich im Sinne des Tierschutzes, solch große, bewegungsfreudige junge Hunde nur an der Leine auszuführen. Kein Wunder, das die vollkomen Abdrehen, wenn sie endlich mal im Garten toben können.

      Heftig mir mal, was kann man für die Tiere tun? Ich hab ein bisschen Sorge, die Stimmung kippt zur Zeit sehr...

      Lieben Dank

      • Da wäre das Veterinäramt dein nächster Ansprechpartner.

        Eben weil es Tierschutzrelevant ist -also nicht damit argumentieren dass es dich nervt, sondern dass es den armen Tieren nicht gut geht!

        • Das ist aber ja nach ihren Schilderungen nicht wirklich wahr. Die Tiere leben zu mehreren und haben einen großen Garten zur Verfügung, wo sie mit den Artgenossen rumtollen können. An welcher Stelle soll es den Tieren jetzt schlecht gehen?

          Gassi an der Leine ist ja fast nicht anders möglich. für so große Hunde besteht auf öffentlichen Wegen Leinenzwang (zumindest hier), im Wald gehören sie auf Grund der Wildtiere an die Leine und auf landwirtschaftlichen Flächen haben sie mal rein garnichts verloren. Also können sie sich ja glücklich schätzen, einen Garten zum Toben zur Verfügung zu haben. Ausgewiesene Hunde-Freilaufflächen sind ja nicht allzu häufig.

          Warum geht es den armen Tieren denn nicht gut?
          Leinenzwang betrifft etliche Rassen lebenslang gesetzlich verankert und Auslauf haben sie im Garten...

          Lg

          • Naja, so wie TE es beschrieben hat hörte es sich nach "Vernachlässigung" an...

            Durch den Kommentar einer anderen Userin seh ich es aber im anderen Licht, soo schlecht gehts den Hunden wohl nicht (wenn das Gelände tatsächlich groß genug ist).

            • Dass das Grundstück ca. 150 - 200 qm hat, schreibt die TE doch selbst und den negativen Touch bekommt die Geschichte m. E. hauptsächlich durch die völlig irrelevanten Infos, die mitgeliefert werden.

              Schau Dir Tierhaltung im Tierheim an, überleg Dir, wieviel Freilauf ein Listenhund in Deutschland behördlicherseits genießen darf, dann sieht das schon ganz anders aus.
              Die TE weiß ja nicht mal, ob dort 5 oder 15 Hunde rumlaufen...

      Danke dir. Ja, primär geht es mir um die Hunde. Die können ja nichts dafür.

      Diese großen schönen Tiere sind körperlich und seelisch völlig unausgelastet. frei flitzen übers Feld kennen die garnicht, die haben nur ihren Garten. Der ist zwar nicht so super klein (150-200qm geschätzt) aber für die Anzahl der grossen Hunde natürlich trotzdem nicht gross genug. Das kann doch auf die Dauer nicht gut gehen!

      • Frei übers Feld flitzen darf in Deutschland so mancher Hund schon von Gesetzes wegen nicht. Das dürfte kein Argument fürs Veterinäramt sein, die unterstützen die Hundeverordnungen ja selbst..

    Ob das Ordnungsamt oder das Veterinäramt zuständig ist, ist in jeder Kommune anders geregelt.

    Da Du aber schon beim Ordnungsamt warst, hätten sie Dir dort sicherlich (außer der Schiedsstelle) eine Alternativadresse genannt. Somit hast Du den Ämtergang also ausgeschöpft.

    Ich persönlich kann Dir sagen, dass diese Hunde sicherlich nicht optimal versorgt oder ausgelastet werden. Aber sie werden definitiv nicht tierschutzrelevant schlecht behandelt. Kein Ordnungsamt der Welt wird dagegen etwas machen - da laufen ganz andere Fälle auf.

    Du wirst mit der Situation leben müssen oder erneut den Weg des Gesprächs mit den Nachbarn suchen. Das ist sowieso immer der beste Weg. Leider hast Du nichts in der Hand, um die Situation zu ändern - lediglich das ständige Bellen wäre ein Angriffspunkt. Gegen die Geruchsbelästigung durch Kot und Urin kannst Du nichts machen, da sie sich auf Privatgrundstücken befinden.

    (10) 26.08.14 - 07:51

    Ich kann Dich durchaus verstehen ,mich würde das auch tierisch nerven und ich würde jede Lärmbelästigung durch ausgiebiges Bellen (länger als 20 Minuten am Stück ) beim Ordnungsamt anzeigen (Lärmprotokoll führen ,durch andere Nachbarn bestätigen lassen ) ! Hundehalter sind nun mal angehalten ihre Hunde so zu halten das sie niemanden stören !

    Aber die Art wie Du Dein Problem hier darlegst finde ich doch sehr abwertend !

    Es geht Dich nichts an wer wo in deren Haus wohnt ,es geht Dich nichts an ob einer der Söhne arbeitslos ist ,es geht Dich nichts an das die Frau mit dem 2. Ehemann in der einen Doppelhaushälfte lebt und die Andere vermietet hat ,es geht Dich nichts an ob ,wann und wie oft die Hunde welches Geschäft in deren Garten verrichten ( so lange es nicht Dein Garten ist ) ,es steht Dir nicht zu Dich aufzuregen das die Hunde an der Leine geführt werden (würde der Haufen ohne Leine kreuz und quer über Stock und Stein durch die Gegend rennen ,hättest Du ein Recht Dich darüber aufzuregen ,aber nicht weil sie an der Leine geführt werden ) ,es geht Dich auch nichts an mit wie vielen Hunden sie auf einmal Gassi gehen ! Das hat nun auch alles nichts mit dem ständigen Bellen zu tun oder stört Dich generell die Anzahl der Hunde und die Art wie die Familie zu leben scheint ?

    Darüber hinaus schreibst Du mehrfach von großen schwarzen Hunden ,ich finde die Farbe und die Größe spielt da keine Rolle ,Hund ist Hund ! Kleine weiße Hunde sind im übrigen nicht weniger Hund als große schwarze (großer schwarzer Hund ist in vielen Augen immer gleich ein großer böser Hund ) !

    LG

(16) 01.09.14 - 13:14

Hallo Sumsi,
das war gewollt so abwertend geschrieben. Es sind nicht nur die Hunde, die diese Familie etwas "lästig" macht.

Der Mann sägt, hobelt, bohrt, schleift, hämmert, sandtrahlt,... ständig, und das mit Vorliebe zur Mittags- und Abendzeit sowie am Wochenende frühmorgens und spätabends im Hinterhof. In der Richtung, wo auch unsere Terrasse und das Schlafzimmerfenster ist.

Der arbeitslose Sohn ist endlich von seiner extrem laut knatternden Enduro, mit der er vornehmlich mit 70-90 km/h durch unsere 30er Zone gebrettert ist, auf ein Auto umstiegen. Endlich? Nun schraubt er ständig in der Einfahrt mit seinem Kumpels an seinem Auto rum, mit Bier und lauter Musik, und das natürlich am Abend.

Die Geruchsnelästigung durch Kot und Urin der Hunde (und es sind keine Welpen mehr, die sind schon groß) ist laut der direkt anliegenden Nachbarn bisweilen unerträglich.

So. Und dazu noch das Bellen. Eine Familie, die mit ihren "Tätigkeiten" alle um sie herum dauernd belästigt und mehr als einmal mein Kind aus dem Bett geschmissen haben. Da hört bei mir der Spaß echt auf. Und bei den Nachbarn auch. darunter sind einige sonst eher ruhige Gesellen, wo ich mir nicht sicher bin, ob die noch lange fackeln.

Und du regst drüber auf, das ich von großen schwarzen Hunden schreibe. Von mir aus könnten die auch rot-gestreift sein, das würde es nicht besser machen.. #klatsch

Mit denen zu sprechen ist in etwa so effektiv wie meinen Kühlschrank anzubrüllen.

  • und warum schreibst Du das nicht gleich so?

    Gehört doch alles eigentlich in eine ganz andere Kategorie. die Hunde sind doch nur ein kleiner Anteil eures Ärgers und nicht das eigentliche Problem.

    (18) 02.09.14 - 09:36

    Von welchen Uhrzeiten reden wir hier eigentlich ?

    Früh morgens am Wochenende wäre bei mir 06:00Uhr und spät abends wäre bei mir nach 22:00Uhr !

    Hast Du mit den asozialen Störenfrieden (arbeitsloser Sohn ,Frau mit dem 2. Ehemann ) schon mal vernünftig über das was Dich stört gesprochen ?

    LG

(19) 03.09.14 - 22:04

Das ist aber auch bei schwarzen Katzen, die haben es auch schwerer bei der Vermittlung
Naomi die schwarze Katze liebt

(20) 26.08.14 - 09:08

Du könntest Dich nur mit den Nachbarn zusammen tun und ein Lärmprotokoll führen. Ständiges Hundebellen vor allem auch nachts ist nicht zulässig.
Du könntest dann Klage wegen Ruhestörung einreichen.

"dieser Hund hört Null, bellt, zieht sein Herrchen an der Leine durch die Gegend und einmal abgeleint prescht er überall hin. So stand er eines Tages einfach in unserem Garten, er war abgehauen, sie haben es nicht einmal bemerkt."

kann passieren. Hab heute früh auch den Berner-Sennen Mischling meiner Nachbarn wieder nach Hause geleitet. Der hört sehr gut, fand es aber in unbeobachtetem Moment bei uns halt doch spannender. Unserer schafft das auch hin und wieder und geht beim Nachbarn spielen.

"Morgens um halb sieben, gegen die Mittagszeit, abends um 21/22 Uhr und auch gerne nochmal nachts um eins oder zwei, wenn der arbeitslose Sohn nach Hause komm"

aha...ist ja für den ganzen Sachverhalt unheimlich wichtig zu erwähnen, dass der Sohn arbeitslos ist #augen

Du hast doch schon den Tip bekommen, dich an die Schiedsstelle des Stadtteils zu wenden. Mach das doch.
Für mich klingt es nicht, als müßtest Du etwas für die Hunde tun. Denen scheint es doch nicht schlecht zu gehen. Unsere Hunde fangen auch morgens um 6 an aufzudrehen und kläffen dann im Spiel auch relativ viel...wir haben nur keine Nachbarn die das stört und es sind nur 2 Hunde.
Die Schiedstelle kann aber vielleicht vermitteln, das die Hunde nachts halt nicht raus kommen.

Das es nervt glaube ich Dir aber trotzdem

  • "aha...ist ja für den ganzen Sachverhalt unheimlich wichtig zu erwähnen, dass der Sohn arbeitslos ist #augen"
    Vielleicht hätte sie die Information, dass es sich um einen "Sohn" handelt auch weglassen können (wegen Diskriminierung) und die Uhrzeit sowieso (Datenschutz)

    Übrigens: Dass deine Nachbarin einen Berner-Sennen Mischling hat, ist für den Sachverhalt auch nicht entscheidend und dass du ihn nach hause geleiten kannst, stellt dich zwar in ein gutes Licht, hilft der TE aber auch nicht weiter.

    • Was hast du denn für ein Problem?

      Ich habe von einem Hund gleicher Rasse geschrieben...erkennst Du den Zusammenhang?
      Um ihn nach Hause zu bringen, mußte auch der erstmal abhauen....fällt Dir was auf?
      Und das obwohl er gut erzogen ist....Fazit: Hund=niemals 100% berechenbar?

      Der Rat kam später!

      Den Zusammenhang arbeitslos und Hund hab ich noch nicht erkennen können.#nanana

(24) 26.08.14 - 12:38

Hallo,

ich kann dich verstehen und die Gefahr ist bei diesen Leuten groß, dass da irgendwann ein Tierhasser Giftköder rein wirft :-(

So wie du das beschreibst, geht es den Hunden super! Nicht jeder Hund muss Freilauf haben und diese Leute haben sogar einen Garten.
Wenn es von dort also nicht zum Himmel stinkt und die Hunde nicht verwahrlost wirken, dann wird kein Veterenäramt einschreiten.

Anders sieht es da aber bezüglich Ruhestörung aus und wenn ihr sogar nachts ständig aus dem Schlaf geholt werdet, dann ist das nicht zu akzeptieren.
Wie dir hier schon empfohlen wurde, notiere genau die Zeiten, wann die Hunde bellen - jede Minute und tu dich mit den anderen Nachbarn zusammen. Gemeinsam ist man stark.
Ebenfalls ist es ein no go, dass Hunde ständig abhauen, das auch aufschreiben.
Und dann gemeinsam anzeigen!

Es tut mir sehr leid für die Hunde, sie können nichts dafür!
Ich kann nicht verstehen, dass man einen Wurf macht und alle Hunde behält #klatsch
Sowas wäre evtl. noch zu akzeptieren, wenn man auf einem Einsiedlerhof lebt!
Gegenseitige Rücksichtnahme ist das Zauberwort und 7 Hunde machen nun mal Lärm und Dreck!!!

LG Pechawa

Also wir hatten auch mal so ein Mistvieh bei den Nachbarn. Aber nicht hier wo wir jetzt wohnen. Denn deren Köter ( sorry eigentlich kann der Hund auch nichts dafür) kam offenbar frühs raus und kläfte gerne mal ab 6.30 bis mittags um 12 durch. 5 Minuten Luftholen war das höchste! Dann hab ich nen Brief geschrieben wo sie dann irgendwann vor meiner Türe stand ( der Brief war höflich!!!) und fragte ob ich das gewesen sei! Ja war ich weil das so nicht ginge. ich weiß nicht mehr was sie mir dann sagte. JEdenfalls wenn man die Straße dann vorlief zur nächsten Kreuzung musste man immer an dessen Garten vorbei weil wir am Ende einer Sackgasse wohnten. Der Hund sprang jedes Mal mit dermaßen Anlauf an und in den Zaun das ich sagte eines Tages kommt der rüber. Der Zaun war keinen Meter hoch und das blöde Vieh ein Schäferhund. Irgendwann hatte ich chronisch was in der Hand wenn ich vorbei musste um mich zu wehren wenn das Tier rüber gekommen wäre. DAnn zogen wir doch um und ich bin das Teil nicht mehr als Nachbars Hund zu haben.

Ela

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