Katzen aneinander gewöhnen, wie beruhigen?

    • (1) 20.10.14 - 08:42

      Hallo,

      unser Kater, 1 Jahr 3 Monate alt war es gewöhnt mit einem Zweiten.
      Unser Zweiter (etwa 2 Monate älter) wurde leider von einem Auto zusammen geführt. Das ist jetzt 2,5 Monate her.

      Wir haben etwas gewartet bis sich unser Kater beruhigt hat und als er dann anfing blödsinn zu machen, also als ihm dann langweilig wurde alleine, haben wir uns gedacht, dass es Zeit wäre wieder ein 2tes Kätzchen zu nehmen.

      Letzten Donnerstag (also vor 5 Tagen) haben wir uns einen 3 Monate alten Kater genommen. Mir ist schon klar, dass es eine Weile dauert bis sie sich aneinander gewöhnen. Der Kleine ist sehr verspielt und springt im Haus herum, ....

      sobald der Große aber anfängt zu brummen und fauchen ist der Kleine ruhig und geht auf Abstand.

      Aber unser Großer kriegt sich nicht ein.... wir lassen ihn aber weiterhin auch raus, da er das ja auch gewöhnt ist. Jetzt am Wochenende wollte er raus und wir haben ihn auch gelassen, wenn man dann aber raus schaut bleibt er beim Haus sitzen bzw setzt sich in eine Ecke. Wenn man ihn ruft, kommt er nicht. Das war vorher anders. Man muss wirklich hingehen, mit ihm reden und dann hoch nehmen, dann kann man ihn mit rein nehmen. Sobald er den Kleinen sieht, gehts wieder los. Raunzen, brummen....

      Unser Hauptproblem ist aber, dass der Große eh schon Probleme hatte mit seinem Magen und oft auch das Futter nicht vertragen hat oder ohne Grund einfach gespieben hat. Wir haben das ganz gut in den Griff bekommen mit Futterumstellung und Homäopathie. Seither hat er sich nur mehr ganz selten und einmalig übergeben.

      Seit der kleine Kater da ist hat er sich (zumindest im Haus, was wir mitbekommen haben) auch schon wieder 2mal übergeben. Er isst kaum, wenn dann nur Leckerlies od eine Wurst. Aber meistens will er nichts und natürlich kommt da nur Flüssigkeit raus beim Übergeben.

      Also meiner Meinung nach ist das sicher die Aufregung, weil da jetzt ein neues Tier da ist usw... Aber was können wir tun um unseren Großen zu beruhigen? Damit sich der Magen wieder beruhigt, er hat ja dabei auch schmerzen, da raunzt er immer sehr #schmoll Meint ihr könnte eine Baldrian Tinktur helfen?

      Ich hätte zwar noch Homäopathische Mittel zuhause für den Magen, aber da er mir ja nichts isst, kann ich ihm das nur sehr schwer geben. Außerdem möchte ich ja, dass er sich generell beruhigt. Das mit dem Magen ist ja nur das Sympthom, das daher kommt weil er sehr aufgewühlt ist.

      Wenns nicht besser wird, werde ich sowieso zur Tierärztin gehen.

      Habt ihr Tipps? #heul

      • Ja, ich würde die andere Katze wieder wegtun. Kater sind Einzelgänger. Er ist halt noch jung und braucht Beschäftigung, ich würde ihn rauswerfen, wenn er etwas kaputt macht. Draußen findet er schon etwas zu tun.

        • Das ist nicht ganz richtig!

          Unser Großer war von Anfang an mit einem Zweiten. Sie haben sich prima verstanden und miteinander gespielt, gekuschelt und sich gegenseitig geputzt. Der Zweite war auch ein Kater. Also er ist kein Einzelgänger nur weil er ein Kater ist!

          Wenn ich mir eine Katze zulege, vorallem eine Kleine, muss ich damit rechnen dass sie etwas "kaputt" machen wird. Die muss man erst "erziehen" und ihnen beibringen was ok ist und was nicht. Das hat bis jetzt immer super funktioniert.

          Aber danke trotzdem fürs Kommentar.

        • Seit wann? Das ist auch so eine urbia-Legende...

          • Das hat nichts mit Urbia zu tun, dass weiß jeder Mensch, der sich intensiv mit Katzen und deren Sozialverhalten beschäftigt hat.
            Bei Urbia werden eher solche Sachen erzählt, dass Katzen Einzelgänger sind.

            In Katzenfachforen würde niemand zu einer Einzelhaltung raten.

            Katzen waren noch nie Einzelgänger! Ich hatte schon immer Katzen, als ich noch ein Kind war sogar 8 Stck auf einmal, darunter Katzen und Kater, keine Geschwistertiere, alle unterschiedlich alt. Die haben sich gut verstanden.

      Katzen lebten schon lange bevor die Menschen sich um sie gekümmert haben in großen Kolonien. Oft 20 oder 30 Stück in einem Bauernhof, mit mal mehr, mal weniger intensiven Freundschaften.

      Nur Menschen sind so egoistisch eine einzelne Katze haben zu wollen und die von ihren Artgenossen zu trennen.

      Klar brauchen sie Platz, und nicht jede Katze will gerne mit jeder anderen eine kleine Wohnung teilen, aber sie kommen mit Artgenossen trotzdem gut klar, Sogar zwei Katzen die sich gar nicht leiden können tun sich nichts - sie gehen sich nur aus dem Weg.

      • Das ist aber kein Bauernhof, sondern eine Wohnung. Diese 20-30 Stück auf einem Bauernhof leben auch nicht zusammen, wenn man die Kämpfe, die es dauernd gibt, mal betrachtet.

        Man kann einen Freigänger sehr wohl alleine halten, der sucht sich schon seine Mädels, wenn er rollig ist.

        Dass es nicht funktioniert mit den 2 Katzen, hat die TE doch geschrieben. Das Tier ist ja sogar gesundheitlich schwer angegriffen, ich verstehe nicht, warum man das erzwingen will.

        Grüße von der Sumatrabarbin, zwischen 3 Bauernhöfen mit verschiedenen Konstellationen an Katzen und Katern aufgewachsen

        • Die man unkastriert draußen rumlaufen lässt?

          super Idee. Behalte deine Ansichten einfach für Dich, wenn Du SO eine Einstellung zu Tieren hast.

          Offenbar findest Du auch Anbindehaltung bei Kühen ganz toll, und Hühner in Legebatterien haben auch ein super Leben.

          • Du hast doch angefangen von vor 30 Jahren, da waren Bauernhofkatzen sicher nicht kastriert, heute sind sie das wahrscheinlich da immer noch nicht.

            Weißt du, das hier ist ein Forum und da kann jeder seine Meinung sagen.

            Nur weil du gleich 2 Tiernamen und ich nur einen als Nickname habe, bist du hier nicht der Experte.

            Und deinen letzten Satz kannst du dir sparen, das ist echt unverschämt.

            • Meine Großeltern haben schon vor 60 Jahren ihre Katzen kastrieren lassen. Das das nicht alle machen ist mir klar, macht diese Tatsache aber kein Stück besser.

              Ebenso wie Deine Ansichten von Vorgestern nicht deswegen wahr wären.

              Hast Du selber überhaupt mehrere Katzen direkt im eigenen haushalt erlebt?

        Das 2.Tier ist noch nicht so lange da, es dauert eben.

        Meine Oma hatte auch immer Katzen auf dem Bauernhof aber Ahnung hatte sie nie von ihnen. So viel zu deinem letzten Satz.

(16) 20.10.14 - 09:40

Wharscheinlich hast Du die Zusammenführung falsch gestaltet. Hast Du die neue Mieze einfach ins Haus gesetzt und fertig?

Dann ist die Reaktion Deines Katers normal. Du bringst einfach jemand neues und er soll sich freuen.
Jetzt kannst Du nur abwarten. Das Fauchen ist ganz normal, er weißt den Neuen in seine Schranken.
Wichtig ist, dass Du der "alten" Katze mehr Beachtung schenkst als dem neuen Tier, denn sonst verbindet er mit dem neuen Tier etwas negatives.

  • (17) 20.10.14 - 09:43

    Könnte auch sein. Aber darum gehts mir in erster Linie gar nicht. Dass soetwas länger dauern kann, ist mir ja eh klar. Ich lass den beiden einfach Zeit. Hab sowas ja schön öfters gemacht und bisher hats immer noch geklappt.

    Unser Problem ist, dass der Große seither nicht wirklich isst und sich noch dazu übergibt.
    Das hatte er vorher auch immer wieder mal, wenn er zu schnell gegessen hat od das Futter nicht vertragen hat,... Und jetzt isst er aber so gut wie nichts und erbricht nur Flüssigkeit.

    • (18) 20.10.14 - 09:44

      Es könnte sein, dass ihm die neue Katze soviel Stress bereitet, dass er sich übergeben muss und nicht frisst.

      Allerdings würde ich ihn beim Tierarzt vorstellen, um organisches Ledien ausszuschließen.

(20) 20.10.14 - 10:26

Bitte auf gar keinen Fall Baldrian!

Baldrian hat auf Katzen eine aufputschende Wirkung, die drehen dann erst recht am Rad und sind absolut nicht beruhigt. Wenn Du sowas überhaupt im Haus hast, dann bitte immer gründlich weg schließen, für Katzen ist das die reinste Droge. Du kannst ja mal ein Stinkekissen kaufen, die sind oft mit getrocknetem Baldrian in sehr geringen Mengen gefüllt und die Show genießen - aber besser dann, wenn sie nicht mehr so aufgeregt sind.

Sonst fängt es doch gut an, der Kleine benimmt sich genau so wie er sollte, wenn der Große ihm mitteilt, dass es reicht geht er brav auf Abstand.

Das Problem ist eher, dass der Große versucht, auszuweichen, indem er nicht mehr heim kommt. Er überlegt ernsthaft, ganz weg zu ziehen, um dem Konflikt aus dem Weg zu gehen. Und das solltest Du nicht zulassen, also behalte ihn erst mal im Haus, bis er anfängt sich mehr an den Kleinen zu gewöhnen. Es ist ja nur für ein paar Wochen.

Wenn man ihn dazu zwingt sich dran zu gewöhnen wird es dann recht schnell deutlich besser, auch das Fressen wird dann wieder besser klappen. Katzen sind eben sensibel und nehmen sich solchen Stress schnell zu Herzen, und der kann auch auf den Magen schlagen. Aber manchmal brauchen sie eben sanften zwang, um das durch zu stehen.

Alternativ kannst Du aber auch viel langsamer vorgehen - den Kleinen in ein Zimmer sperren,d as der Große selten benutzt, und statt Zimmertür eine Gittertür einbauen. Erst wenn es am Gitter keine Aggressionen mehr gibt den Kleinen raus lassen. Auf die Art dauert es wesentlich länger, ist aber schonender, weil der Große sich dabei nicht aus seinem Revier "vertrieben" fühlt.

Und bitte solange es stressig ist auf keinen Fall Futter mit Getreide oder pflanzlichen Nebenerzeugnissen oder sowas geben. Ein Futtertagebuch ist auch hilfreich, einfach aufschreiben, was es gegeben hat und ob danach erbrechen vorgekommen ist. manche Katzen vertragen einfach eine bestimmte Fleischsorte nicht so gut, aber das merkt man oft gar nicht so schnell.

  • (21) 20.10.14 - 10:57

    Oh das mit dem Baldrian hab ich irgendwo gelesen. Nein hab ich nicht zuhause! Also ich werde es auch nicht kaufen.

    Also eher sanft "zwingen"?

    Wenn ich merke, dass es zuviel wird und er dann weg rennt, geh ich rauf mit ihm ins Schlafzimmer und beruhige ihn da. Er schläft dann sowieso ein und kann ein paar Stunden entspannen.

    Komisch finde ich eben nur, dass er sich nicht während oder kurz nach der Aufregung übergibt. In der Nacht, der Kleine war nicht im Zimmer bei uns. Es war zwar offen aber er war nicht da.

    Ja, wenn unser Großer was essen würde.... Wir probieren ja alles mögliche. Echtes Fleisch, Wurst, Trockenfutter, Nassfutter. Ein bisschen Wurst od Leckerli isst er dann, aber das wars.

    Na ich werde den Süßen heute einpacken und mit ihm zur Tierärztin fahren, mag das mit dem Magen auf jeden Fall abklären lassen.

    • (22) 20.10.14 - 12:22

      Wenn man eine Katze die sowieso eher ängstlich ist und Konflikten eher aus dem Weg gehen will raus lässt, besteht eben immer das Risiko, dass die sich ganz bei den Nachbarn einquartiert, statt den Stress auszuhalten.

      Dabei machst Du es ja für ihn. Und es ist ja auch nur ein paar Wochen so stressig, dann wird es echt von Tag zu Tag besser.

      Die Essensverweigerung ist natürlich ein Problem, es kann aber auch gut sein, dass er, wenn ihm klar wird, dass er draußen nichts finden kann, wieder anfängt zu fressen. Allerdings solltest Du bei einer Katze mit empfindlichem Magen Trockenfutter ganz vom Speiseplan werfen, das belastet oft noch mehr durch das enthaltene Getreide, und nebenbei verletzt es die Speiseröhre beim hochwürgen.

      • (23) 21.10.14 - 07:11

        Wir waren gestern beim Tierarzt.
        Er hatte schon etwas Schmerzen in der Magengegend. Es ist auch für die Tierärztin sehr naheliegend, dass es an dem Stress liegt. Das letzte Mal als er so Probleme mit dem Magen hatte, waren wir auf Hochzeitsreise.

        Er hat einen Magenschutz bekommen, Homöopathische Kugal zur Hilfe gegen den Stress und außerdem kriegt er zuhause für 14 Tage noch Medikamente für den Magen. Das kennen wir aber eh schon.

        Also ich war überrascht, er is zwar schon noch etwas unter stress aber es ist bereits besser geworden. Er hat neben dem Kleinen gegessen und sie haben auch gemeinsam gespielt. Sobald aber der Kleine zu weit kommt, faucht er. Aber alles gut!

        Beide haben bei uns im Bett geschlafen, ohne viel Drama :-)

        • (24) 21.10.14 - 07:44

          Damit ist der Teil der Vergesellschaftung so gut wie durch. Es gibt schon freundschaftliche Kontakte, jetzt müssen sie sich nur noch richtig aneinander gewöhnen.

          Dann reagiert er wohl einfach auf Stress mit einer Magenschleimhautentzündung, das kann man ja durchaus nachvollziehen. für die Zukunft weißt Du es ja, und kannst ihm gleich vor dem Urlaub einen Magenschutz geben.

          Ich hoffe, er frisst dann auch bald wieder.

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