Hund sprengt kosten

    • (1) 01.12.14 - 08:11

      Hallo. Ich bin zur zeit echt ratlos. Hatte hier schon mal gepostet. Ich habe seit August einen inzwischen 1 jährigen labrador von einer Familie uebernommen ( Abgabegrund war Allergie ). Seit ich ihn habe humpelt er sehr stark nach Belastung . Es wird immer schlimmer . Er kommt nicht mehr wenn ich ihn rufe da er schmerzen beim aufstehen hat. Man sieht er versucht es aber er kommt nicht hoch. Alle 4 Schritte setzt er sich hin. Wenn er einen guten tag hat und normal belastet wird ist er am tag danach so fertig das er nicht mehr aufstehen kann. Ich War schon bei 4 aerzten.es ist wohl Ne starke hd auf beiden seiten. Ich habe inzwischen ueber 1000 Euro fuer medikamente, Behandlungen , roentgenbilder usw. Ausgegeben.ich mache das gern wenn es ihm hilft aber es ist fast wie ein Fass ohne boden. Niemand sagt mir wirklich was kosten technisch noch alles auf mich zu kommt. Ich suche verzweifelt nach einer Tier Versicherung aber so ziemlich alle schliessen hd aus.jetzt soll er physio Therapie bekommen ....ich hoffe es hilft und ich hoffe es ist nicht so kosten intensiv. Ich liebe diesen Hund a er ich kann diese ganzen kosten nicht mehr tragen. Ich hab ihn erst seit August und es wird alles immer schlimmer :/

      • (2) 01.12.14 - 08:43

        dann wäre wohl auch klar, warum die Familie ihn abgegeben hat, wg. der Kosten.

        Wichtig ist jetzt schonender Muskelaufbau, denn die Muskeln können noch viel ausgleichen. Zudem sollte er Zusätze in die Nahrung bekommen, Grünlippenmuschelpulver, Eierschalenpulver usw.
        Gegen die Schmerzen kannst du Taumeel geben, das hilft über einen längeren Zeitraum, also nicht sofort ist aber etwas sanfter, als die normalen Schmerzmittel, die er aber wohl auch weiter brauchen wird.

        Am besten suchst du dir im Internet ein extra Hundeforum, am besten eins für Labi Besitzer, da gibt es sicher den ein oder anderen der da bewandert ist und ähnliche Probleme hat. Labrodore neigen ja zu HD und ED.

        Aber so jung schon solche Probleme heißt, entweder ganz viel Pech, der Züchter hat nicht ordentlich verpaart oder bei der Aufzucht wurde alles falsch gemacht was nur ging.

        1000 € ist übrigens bei einer HD Behandlung jetzt noch nicht so viel. Und such dir 1 Arzt dem du vertraust, sonst zahlst du ständig alles neu, komischerweise brauchen die nämlich sonst immer alle extra Röntgenbilder.
        Im Endeffekt wirst du wahrscheinlich um eine Operation nicht rum kommen. Entweder Goldimplantate ca. 5000 - 8000 € je nachdem wie viele gesetzt werden und welcher Tierarzt, die Kosten schwanken da ziemlich. Zwei neue Hüftgelenke, falls es beidseitig ist, wäre auch noch eine Option, kostet aber auch um den Dreh rum.

        Lass dir von deinem TA auch noch sagen, welcher Schweregrad die HD hat, das sehen die ja am Bild, es geht von A - HD frei bis E schwerste HD. Die Behandlung muss darauf abgestimmt sein.

        Sonst gilt moderates laufen zum Muskelaufbau, für Fahrradfahren ist er noch zu jung, im Sommer auf jeden Fall schwimmen lassen, das ist auch sehr schonend für die Gelenke und gut für den Muskelaufbau. keine Jagdspiele oder Zerrspiele, also nichts bei dem er abrupt bremsen muss, also Ball jagen etc. Keine Tobereien mit anderen Hunden und am besten nicht ohne Leine laufen lassen. Auslastung am besten mit Suchspielen. Beim Gassigehen Leckerchen verstecken und ihn suchen lassen, das gleiche im Haus und gut darauf achten, dass er nicht zu dick wird. Jedes Kilo zu viel ist Gift für die Hüfte.

        Hoffe das hilft dir etwas weiter und sonst, such dir wirklich im Internt ein extra Forum dafür, habe ich bei unserer Hündin mit ihrer CNI auch gemacht und dort viele Infos gefunden und auch Erfahrungen von anderen Betroffenen und was dort geholfen hat.

        • (3) 01.12.14 - 09:04

          Das Problem ist das ich mir eine solch kosten intensive Behandlung nicht leisten kann :/ ich denke auch das uns die vorbesitzer angelogen haben. ....und sogar noch Geld dafuer wollten ( 800 Euro fuer den Hund ). Naja nun ist es so.
          Fakt ist leider ich kann mir die ganzen kosten die seine Krankheit verursacht einfach nicht leisten. Ich habe zwar ein Sparbuch fuer ihn.aber das ist schon alles weg seit august. Ich hoffe noch auf ne Versicherung die vielleicht physio uebernimmt. Die Frage ist was ich tun soll wenn das so weitergeht ?! Er hat offensichtlich schmerzen und ich kein Geld fuer ne grosse hueft op oder ähnliches. Ich kann ihn doch nicht mit schmerzen rum laufen lassen ?! Aber ich kann ihn auch nicht operieren lassen.......ich bin schon soweit ihn an eine Familie zu vermitteln die ihm so eine Behandlung ermöglichen kann. Aber wer moechte einen kranken Hund ? Und eigentlich will ich ihn behalten ......

          • Hast du denn die oben genannten Dinge bereits ausprobiert? Insbesondere Grünlippenmuschelpulver (das kriegst du bei DM für ca 5 Euro die Packung, brauchst nicht extra ein teures Präparat vom Tierarzt kaufen den Tipp habe ich von meiner Tierärztin) und Taumeel.
            Statt teurer Physiotherapie sieh zu, dass du den Hund durch den Winter bringst, Massagen und Übungen kannst du selber erlernen, gibt ausreichend Tipps und Anleitungen im Internet, und sobald es vom Wetter her geht ab in den nächsten See oder Fluss zum regelmässigen Schwimmtraining.

          • Hast du eine Rechtsschutzversicherung? Ich würde nämlich versuchen die 800.-Euro zurückzuholen, ich weiss nicht genau wie es in Deutschland ist, aber hier in der Schweiz hätte man gute Chancen, wenn man beweisen könnte, dass die Erkrankung bekannt war, und das zu beweisen sollte nun nicht sooo schwer sein.

            Geh doch auch mal zu einem Tierheim und schildere deine Situation. Die haben 1. Ärzte die für das Tierheim billiger operieren und 2. evtl steuern sie etwas dazu, evtl können die dir auch sagen wie es rechtlich wegen den 800€ ausschaut, denn ich denke so einfach kommen die Vorbesitzer nicht davon.

          • Wir hatten auch einen Hund mit schwerster HD aber so weit, dass er nicht mehr aufstehen konnte oder keine paar Schritte am Stück laufen kann ohne sich hinzusetzen, haben wir es nicht kommen lassen.
            Wie wird er denn aktuell behandelt? Bekommt er wenigstens Schmerzmittel?

            So hart es klingt aber wenn Ihr Euch eine vernünftige Therapie, die ggf. eben eine OP beinhaltet, nicht leisten könnt, solltet Ihr ihn schnellstens abgeben, das wird dann auf einen Tierschutzverein hinauslaufen oder einschläfern lassen.
            Wir hatten übrigens Glück, dass bei unserem Hund Goldimplantate/Goldakupunktur (kosteten vor ca. 15 Jahren 800 Euro) hervorragend gewirkt haben und das über Jahre.
            Irgendwann waren die Gelenke aber so kaputt (er hatte überhaupt keine Gelenkpfannen ausgebildet), dass er nicht mehr aufstehen konnte und wir mußten ihn einschläfern lassen.

            Lg

            • Diese Summe von ca 500-800€ haben wir letztes Jahr auch für Goldimplantate/-akkupunktur letztes Jahr auch bekommen - scheint also recht stabil geblieben zu sein.

              • Das wundert mich jetzt, ich hätte erwartet, dass es wesentlich teurer geworden ist.
                Wir haben eine ziemliche Menge Gold benötigt bei unserem Kalb und das waren damals schon 800 Euro, was im Vergleich zu anderen TÄ aber relativ günstig war.

            Also an manchen Tagen kommt er gar nicht hoch und an anderen nur nach mehreren Anläufen. Ich bin Hunde anfaenger und hab gar keinen Plan davon ob er sehr leidet oder ob es ok ist.....er macht nen sonst fröhlichen eindruck. Er jault nicht vor Schmerz. Aber er humpelt eben immer oder läuft gar nicht. Es ist auch immer leicht gesagt ich wuerde den Hund nie abgeben.....mir wurde gesagt das es selbst mit op kosten intensiv bleibt.und er ist gerade mal 5 Monate bei uns........es ist zum kotzen :/ ich weiss nicht was besser ist. Fakt ist : ich kann ihm nicht die medizinische Versorgung bieten die er braucht.

            • Ein junger Hund, der nicht aufstehen kann, leidet definitiv, sonst würde er aufstehen und rumtoben.
              Tiere jauern nicht unbedingt, schon gar nicht bei chronischen Schmerzen. Unserer ist nur "geeiert" beim Laufen und hat ganz selten mal beim Aufstehen kurz aufgeheult und der hatte definitiv Schmerzen.

              Wie gesagt, der Hund muß jetzt dringend behandelt werden und seien es erstmal nur Schmerzmittel und wenn das finanziell nicht möglich ist, gebt ihn ab.

              Dass Ihr einen kranken Hund erwischt habt, ist natürlich ärgerlich, das Risiko besteht aber immer und wenn man Hunde aus zweiter Hand über Annoncen kauft, ist das eben längst nicht immer seriös.
              Ich würde einen Anwalt über den Kaufvertrag schauen lassen, vielleicht bekommt Ihr zumindest den Kaufpreis zurück.

              Wenn Du an Goldakupunktur interessiert bist, kann ich Dir nur zuraten.

              LG

              (12) 01.12.14 - 12:21

              Du kannst davon ausgehen, dass Dein Hund schmerzen hat und leidet, wenn er humpelt. Und bis Hunde Schmerz zeigen (z.B. in Form von Humpeln) dauert es. Ausserdem hat er Schmerzen, wenn er nicht aufstehen kann. Dafür muss er nicht jaulen - tut er das, dann sind die Schmerzen extrem.

              Natürlich gibt es unterschiedliche Schmerzlevel und mit manchen kann man leben (tue ich seit 20 Jahren - kaputter Rücken - andere würden damit nichtmal mehr laufen), aber für einen jungen Hund ist das kein dauerhafter Zustand.

              Der Labbi meiner Freundin - im gleichen Alter Diagnose schwere ED & HD - ist seit der OP und der anschließenden "Reha" schmerzfrei. Und mittlerweile 12 oder 13 Jahre alt! Der Hund lief ein Jahr nach der letzten OP sogar regelmäßig am Pferd mit.

              Sollte sich nach einer vernünftigen Diagnosestellung, einem vernünftig erstellten Therapieplan herausstellen, dass ihr euch die nötigen Therapien (OP, etc) definitiv nicht leisten könnt oder die Erfolgsaussichten gering sind, ist es legitim über die Einschläferung nachzudenken. Abgeben in eine ungewisse Zukunft käme für mich nicht in Frage - und mal ehrlich: wer tut sich freiwillig einen so kostenintensiven Hund an? Tierschutzvereine können ja die eigenen Tiere oft nur schwer entsprechend versorgen und werden Dir nicht helfen können.

              • (13) 01.12.14 - 14:00

                Wir werden ihn jetzt in einer tierklinik vorstellen und nochmal von Grund auf alles durch checken. Ich hoffe immer noch er hat sich nur was verrenkt. Dann Hoff ich einfach das wir schlauer sind. Wenn gar nix hilft was ich bezahlen kann dann weiss ich auch nicht weiter.....ich gebe ihn niemals ins tierheim!!!!! Ich finde zum einschlaefern ist er nicht " krank " genug .....er hat ja Phasen wo er sich freut und mit dem schwänzt wedelt.....zwar im liegen aber er wirkt dann froehlich. Ich weiss es einfach nicht. An Medikamenten hat rimadyl super geholfen. Plus schonung. Aber ist das ein leben immer nur kurz zum pippi machen raus zu kommen ? Jetzt soll et wieder 5 Wochen sich schonen......dazu kommt das er auch nicht in die hundeschule kann..und so richtig erzogen ist er nicht

                • (14) 01.12.14 - 14:30

                  "er hat ja Phasen wo er sich freut und mit dem schwänzt wedelt.....zwar im liegen aber er wirkt dann froehlich."

                  Bitte - nicht falsch verstehen!

                  Ich will es weiß Gott nicht beschwören, aber Du bist da sehr blauäugig (und unerfahren ;-)). Wedeln hat nicht zwangsweise etwas mit "fröhlich sein" zu tun.

                  Genau das hat unsere verstorbene Hündin noch am Tag ihres Todes gemacht - sie hatte einen Bauchspeicheldrüsentumor. Sandy freute sich auch, wenn wir zu ihr kamen, sie wedelte vorsichtig wenn sie es schaffte zu uns zu kommen.

                  Und ein Hund, der im Liegen wedelt kann durchaus auch "Hilfsbedürftigkeit" signalisieren.

                  Du musst einfach abwägen, wenn die Diagnose steht und die Behandlung NICHT anschlägt: was überwiegt - die guten oder die schlechten Phasen. Überwiegt letzteres, ist die Entscheidung eigentlich klar.

                  Genauso musst Du überlegen: was passiert, wenn ihr euch die einzig mögliche Behandlung nicht leisten könnt?

                  Nehmt in die Klinik ALLE Unterlagen mit, die ihr zur bisherigen Untersuchung und Behandlung bekommen könnt und fragt eben auch nach Kopien der RöBis (alternativ kann die Klinik diese anfordern - der TA muss einem anderen TA diese übermitteln).

                  Ich finde es toll, dass ihr es nochmal angeht und nicht aufgebt. Allerdings müssten alle anderen TÄ, die schwere HD diagnostiziert haben, Stümper sein, wenn es eine falsche Diagnose ist.

                  Hast Du die Bilder eigentlich gesehen? Haben die TÄ sie Dir erklärt?

                  Rimadyl ist allerdings wirklich nicht geeigent, um langfristig gegeben zu werden. Hier würde ich tatsächlich nach Metacam fragen. Und Schonung heisst nicht, dass der Hund sich nicht bewegen darf. Mit Schmerzmitteln so oft es geht 15-20min raus - das muss keine lange Strecke sein, aber Du kannst ihn dabei z.B. Leckerli suchen lassen oder "bei Fuß gehen" üben, "steh" üben - eben Dinge, die den Kopf beschäftigen, wenn der Körper nicht "darf/kann".

                  LG
                  Kim

                  • (15) 01.12.14 - 14:41

                    Ja das ist mein erster hund. Habe da wenig Erfahrung . Um so ratloser bin ich nun. Aber das ist ja schon mal gut zu wissen. Er hat auf einen guten tag meist 2 schlechte und wenn er dann doch mal mit nem anderen Hund tobt braucht er meist ne Woche um überhaupt irgendwie laufen zu koennen.

                    Jetzt wo Weihnachten vor der tuer steht ist es umso schlimmer mit den kosten. 2 Kinder die Geschenke moechten.....ein Hund der krank ist.......ich hab gerade erst 400 euro für die letzte behandlung gezahlt...und kann nun schon wieder los da es wieder schlechter geworden ist.

                    Der erste Arzt meinte es waere das knie....der zweite meinte die huefte und machte auch roentgenbilder ( hd und ed und den rücken ). Und da wurde eine hd festgestellt. Der Arzt meinte die huefte waere grottig....als ich dann in Tränen ausbrach meinte er vllt. Waere es doch nicht so schlimm. Ich soll mal physio machen. Jetzt liegt er hier und jammert weil er nicht raus darf zum toben. Manchmal flitzt er dann wie ein irrer durchs Wohnzimmer und danach kann er dann drei tage nix mehr. Da er bisher kaum in der hundeschule war hoert er so mittelpraechtig. Hatte schon hunde Trainer hier weil er ja keine 10 Meter laufen wollte...aber das kostet eben auch locker 50 euro die stunde.

                    • (16) 01.12.14 - 15:07

                      Oh weia. Hört sich für mich nicht gut und vor allem nach nicht angemessener Behandlung an. Was war denn lt TA so grottig an der Hüfte? Wenn es so schlimm ist, dann hilft Physio auch nicht...

                      Und ja, die Kosten sind vor Weihnachen noch ungünstiger als sonst. Kann Dich da absolut verstehen.

                      Wie gesagt: fragt den TA nach den RöBis (Kopien) und leg diese der Klinik vor. Dann sparst Du zumindest für eine erste Einschätzung die Narkose & das Röntgen incl Bilder. Sollte die Klinik neue Bilder für nötig halten, dann lass Dir erklären, warum und welche Bereiche - man muss nichts doppelt machen, wenn Bilder vorhandene verwendbar sind. Und frag vor allen nach, was die TÄ vermuten! Lass nicht einfach etwas machen, wenn man es Dir nicht erklären kann oder will, wenn Du nicht überzeugt bist! Und frag nach den Kosten und kläre ggfs VOR der Untersuchung ab, ob ggfs. Ratenzahlung möglich ist. Unser TA gewährt diese, wenn man vorher fragt.

                      Mein erster Weg wäre nun, den Hund erstmal schmerzfrei zu bekommen durch Schmerzmedikation. Sobald diese wirken, kannst du mit ihm arbeiten. Ich war mit Sana auch auf dem Hundeplatz während der akuten Phase, als sie Schmerzmittel bekam. Das Training wurde eben entsprechend angepasst. Dein Hund muss nicht 20x Sitz/Platz etc machen - es reichen auch 2-3 korrekte Übungen und es gibt genügend andere Übungen, um den Gehorsam zu trainieren.

                      Das toben mit anderen Hunden solltest Du bis zur endgültigen Diagnose und Therapie erstmal nicht zulassen - es ist kontraproduktiv - auch wenn er dank Medis keine Schmerzen hat. Ihn mal alleine im Garten flitzen lassen, wenn Du vorher mit ihm spazieren gegangen bist und die Muskulatur warm ist, ist möglich - sollte aber nicht zu oft und nicht zu lange sein. Manchmal muss die Energie raus - und das lieber regelmäßig und kontrolliert im Garten als unkontrolliert im Haus. Aber nicht anfeuern oder Bällchen werfen etc. sondern beaufsichtigt alleine laufen lassen und wenn es zu wild wird, abbrechen.

                      Dazu braucht er Kopfarbeit! Clickertraining, apportieren (z.B. Socken aufheben und bringen, Spielzeug aufheben und bringen, etc.), Denksport-Spiele bei denen er sich Leckerchen verdienen kann (Plastikbecher im Raum verteilen wo Leckerli drunter sind), Bodenarbeit (z.B. Leiter auf den Boden legen und drüber laufen - also in die Löcher treten oder Stöcke in den Rasen Stecken und großzügigen Slalom gehen, etc.).

                      Es gibt so viele Möglichkeiten, ihn kopfmäßig müde zu machen - Du musst nur das richtige für ihn finden. Körperlich wird ein junger Hund nie müde...

        (17) 04.12.14 - 20:18

        Hast Du einen Kaufvertrag?

        Meines Wissens greift in diesem Fall das BGB.
        Wenn eine Sache (Tiere fallen hier unters Sachenrecht) mangelhaft war und der Verkäufer den bekannten Mangel verschwiegen hat, hast Du möglicherweise Anspruch auf Schadensersatz oder zumindest Minderung des Kaufpeises.

        Aber ich bin nicht so firm, dass ich das komplett darlegen kann...

        wahrscheinlich hatten die das arme Viech vom Polenmarkt oder so...

        • (18) 04.12.14 - 20:21

          Es ist zum verrückt werden . Nach fast ner Woche schonung ist er heute mal wieder etwas reger unterwegs gewesen ( halbe std. ) .....und nun kann er sich wieder kaum bewegen. Laeuft auf drei beinen und setzt sich alle fünf Schritte hin....bzw. laesst such auf den Boden plumpsen

          • (19) 05.12.14 - 10:51

            Armer Kerl.:-(

            Hi, das hört sich aber so an, als ob hier nochmal eine vernünftige Diagnostik gemacht werden muß. wenn das Knie schon mal im vVerdacht stand, springt vielleicht die Kniescheibe raus??? Ist das schon mal untersucht worden?? Klingt so als ob der Tierarzt nix taugen würde.... Den würd ich sicher nicht mehr aufsuchen.....
            Lg Elfi

      (21) 17.12.14 - 19:40

      Ich kann dir nur Raten: Beruhige dich erstmal und mal nicht den Teufel an die Wand!

      Gleich mal vor weg. Wenn du für den Hund eine Versicherung abschließt und im laufe der Zeit wird eine HD festgestellt, zahlen die Versicherungen für gewöhnlich.

      Wichtig ist jetzt, wie schon erwähnt, dir richtige Bewegung. Laufen (Joggen), Rad fahren, schwimmen. Muskelaufbau ist sehr wichtig. Wenn Muskelschwund eintritt durch zu wenig oder gar keine Bewegung, wird sich sein Zustand verschlimmern und Lahmheit etc tritt ein.

      Du hast insoweit Glück, dass der Hund noch so jung ist, denn da besteht die Chance das sich die HD verwächst bzw deutlich verbessert, sodass er weniger Beschwerden hat.

      Denn genau das selbe Problem hatten wir auch. Mit einem halben Jahr wurde eine HD festgestellt. Der Tierarzt riet mir gleich meinen Hund einzuschläfern, weil es keinen Sinn macht. Man hab ich geheult. . Das ist nun etwas über 2 Jahre her und Hundi lebt immer noch.

      Zu Anfang hatte er kaum Muskulatur in drr Hinterhand :-( nach und nach hat es sich aber gebessert. Wir haben bis 18 Monate Junior Futter gegeben, sind sehr viel gelaufen ( mehrere Kilometer am Tag), vor etwa 1'5 Jahren zum ersten Mal schwimmen und Rad fahren. Jetzt schaut er gut aus :-) Gewicht liegt bei ca 54 kg und ich hab einen zufriedenen Hund ohne Schmerzen.

      Achja und mäßiges Treppensteigen ist auch gut für die Gelenke. Kein Rennen, laufen! !!

      Ansonsten würde ich vorschlagen, du legst monatlich bissel Geld beiseite für die Op und auch wenns nur für eine Hüftdseite ist.

(22) 01.12.14 - 11:05

" Entweder Goldimplantate ca. 5000 - 8000 € je nachdem wie viele gesetzt werden und welcher Tierarzt, die Kosten schwanken da ziemlich.2

Die Kosten für GI schwanken ganz bestimmt aber Deine Zahlen sind völlig überzogen.
Für den Betrag kannst Du beide Hüftgelenke operieren lassen.

  • (23) 01.12.14 - 11:12

    Sogar mehr...

    Eine Freundin hat ihren Labbi beidseitig wg ED UND HD operieren lassen - für deutlich unter 5000€ und incl. aller damit zusammenhängenden Folgekosten.

(24) 01.12.14 - 10:14

Bei all den Kosten, die auf dich zukommen, finde ich es dennoch toll, dass du bereit bist, das alles auf dich zu nehmen!! Für viele wäre es das einfachste, den Hund einfach auszusetzen oder ihn ins Tierheim zu geben!

(25) 01.12.14 - 11:08

Hi,

ich habe selbst eine Hündin mit einseitiger mittlerer HD (Grad C Übergang D) sowie massiver Fehlstellung der kompletten Hinterhand. Sana bekam die Diagnose auch recht früh (mit gut 2 Jahren im Frühsommer 2013). Die Smptome waren wie bei Dir: keine Kraft in der Hinterhand, Aufstehen / 2 Treppenstufen gehen ging nicht (klappte hinten zusammen), deutliche Schmerzanzeichen, Lahmheit etc.

Nach der Diagnose habe ich folgendes gemacht:

1. ca 6 Wochen Schmerzmittelgabe (Metacam - ist magenschonender als vieles andere)

2. 100% Grünlippenmuschelextract gekauft (aktuell von Lunderland - gibts auch von AniForte - 500g kosten ca 35€ bei Amazon) - das vom TA empfohlene enthielt gerade mal 4%!

3. Ich habe einen Kurs für Bodenarbeit nach Tellington gemacht (ist im Prinzip Agility für "behinderte" Hunde, weil alles langsam und kontrolliert sowie ohne Sprünge gemacht wird). Dazu noch einen Kurz für den Tellington Touch incl. Bandarbeit.

4. Toben mit "rüpelhaft" bzw. sehr körperlich spielenden Hunden (wie z.B. Boxern) unterbinde ich. Rennspiele und weniger körperliches Spiel ist erlaubt.

4. Schmerzmittel / Entzündungshemmer bekommt Sana nur noch nach Bedarf und auch erstmal pflanzlich - idR reicht das, wenn die erste akute Phase vorbei ist und man direkt reagiert.

5. Seit Sana schmerzfrei ist, gehe ich regelmäßig wandern.

Mega wichtig bei HD ist der Muskelaufbau der Hinterhand, damit die Muskeln die Gelenke entsprechend stüzen können. Die kannst Du mit regelmäßiger, kontrollierter Bewegung, Bodenarbeit (z.B. Leiter flach auf den Boden legen und Hund drüberführen oder Slalom um Bäume etc.), schwimmen etc erreichen. Damit die Muskulatur entspannt, kannst Du vorsichtig massieren bzw. die Hinterhand bewegen, wenn der Hund ruhig auf der Seite liegt. Ideal ist hier der TellingtonTouch.

Dazu ist ebenfalls wichtig, dass der Hund bei nasskaltem Wetter warm gehalten wird - ein fleecegefütterter Mantel (oder ein nicht zu dicker Mantel), der die Hüfte gut bedeckt, reicht idR. Die gibt es auch in Labbigröße recht günstig (von Trixie für ca 35€ oder bei Loesdau für 30€).

Ich weiß nicht wo Du wohnst, aber evtl. lohnt es sich, mit dem Hund in die Uniklinik Giessen zu fahren - die sind deutlich günstiger als Tierärzte vor Ort und private Kliniken und haben jede Menge KnowHow.

Unser TA (sowie ein weiterer) empfahl uns, falls es Sana irgendwann deutlich schlechter gehen würde, über eine Hüftkopfresektion nachzudenken. Diese kann durch die Muskulatur aufgefangen werden und der Hund ist dann schmerzfrei. Und es wäre mit ca 700€ pro Seite (so die uns gemachten Angaben) eine bezahlbare Variante.

Meine Sana (wird im Feb. 4) ist jetzt seit ca. einem Jahr schmerzfrei. Es hat Monate gedauert, bis es soweit war. Im Oktober fing sie wieder ein wenig an zu "autschen" - spürbar daran, dass sie nicht mehr mit unserer anderen Hündin spielte. Sie bekam Wärme, Massagen, TTouches und Belladonna-Globulis und einen Mantel für Spaziergänge bei nasskalter Witterung. Mittlerweile geht es ihr wieder so gut, dass sie anstrengend ist (was mich aber freut). Sana hat auch von meiner Seite keine Einschränkungen in dem, was sie macht - abgesehen davon, dass ich viele Treppen und Sprünge weitgehend vermeide.
Ich möchte, dass mein noch junger Hund möglichst normal und glücklich leben kann - und das geht nur, wenn sie wie ein solcher spielen, toben, rennen darf. Sollte das bedeuten, dass sie 1 Jahr früher gehen muss, dann ist es das Wert.

Und zum Schluß das, was bisher keiner ausgesprochen hat:

Ist der Hund mit den Dir zur Verfügung stehenden Mitteln nicht schmerzfrei zu bekommen und kann kein weitgehend normales Hundeleben führen (dazu gehört für mich auch in schmerzfreien Zeiten rennen dürfen, toben dürfen, etc), dann darf man auch durchaus drüber nachdenken, dieses Leben eines jungen Hundes nach Rücksprache mit dem Tierarzt zu beenden.

Evtl. könntest Du bei guter Aussicht auf Heilung durch OP oder Goldakkupunktur oder anderes einen Kredit aufnehmen (oder falls möglich einen Nebenjob suchen) - das wäre mein Weg, bevor ich über eine Einschläferung nachdenken würde. Abgeben und den Hund einem ungewissen Schicksal überlassen würde ich allerdings nicht.

Dazu empfehle ich Dir, sofern es einen Nachweis darüber gibt, wem Du den Hund wann abgekauft hast und zu welchem Betrag, auch ohne Rechtschutzversicherung mit einem Anwalt zu sprechen. Beratungsgespräche kosten nicht die Welt. Hier kommt mMn durchaus Arglist in Betracht und somit uU eine Rückerstattung des Kaufpreises. Evtl. kennst Du auch den TA bei dem die Vorbesitzer waren und kannst ihn fragen, ob und wann er eine entsprechende Diagnose gestellt hat.

Krankenversicherung kannst Du allerdings vergessen. Diese schließen ALLE bekannten Vorerkrankungen aus.

Alles Gute für Deinen Hund und Dich!

Kim

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