Hund in neues Zuhause bringen wie verabschieden

    • (1) 15.06.15 - 06:32

      Hallo,
      Wir müssen leider denn Hund meiner Mutter abgeben, weil sie nicht mehr genug Zeit hat und auch körperlich an ihre Grenzen stößt. Nun haben wir über ebay- kleinanzeigen eine sehr nette Familie für ihn gefunden. Diese haben uns am Wochenende besucht und die Sympathie war sofort auf beiden Seiten da, er hat sie begrüßt als gehörten sie zur Familie. Übernächste Woche werde ich ihn nun zu ihnen bringen. Meine Frage ist ob das jemand schon mal hinter sich hat und wie ich mich am besten verhalte um es ihm so leicht wie möglich zu machen. Bei mir werden sicher Tränen fließen.. Soll ich mich richtig verabschieden oder besser einfach gehen? Was meint ihr?

      Ich dachte eben ich schau mir vielleicht mit ihm alles an, eventuell noch ein kleiner gemeinsamer Spaziergang mit dem neuen Frauchen und dann geh ich?
      Zur Info er ist ein 4jähriger, kastrierter Golden Retriever, abgegeben wird er natürlich nur mit Schutzvertrag.
      Danke fürs Antworten.
      Grüße
      emryn

      • Das neue Zuhause anschauen sollte vor der Abgabe passieren, damit Du ein gutes Gefühl hast wo der Hund hinkommt.

        Beim Abgabetag solltest Du den Hund ohne große Verabschiedung übergeben. Tiere verstehen diese menschliche Gefühlsregung nicht. Je weniger Theater gemacht wird, umso einfacher ist es für den Hund.

        Viel Glück.

        • Kann das neue Zuhause leider nicht im Vorraus besichtigen, da es über 200km weit weg ist.. Sie haben uns Bilder gezeigt und ich habs mir auf Google Maps angeschaut...
          Danke
          Emryn

          • Hallo,
            ich kann Dir nur erzählen, wie es war, als unsere Maus uns gebracht wurde.

            Die Pflegefamilie war ausnahmsweise vorab nicht bei uns. Wir waren nur ein Mal bei ihnen zuhause. Sie kamen am Übergabetag, haben sich hier alles angeschaut. Wären sie irgendwie unsicher gewesen, hätten sie sie wieder mitgenommen. Das wussten wir vorab. Der Vertrag wurde auch erst unterschrieben, als feststand, dass sie sofort bei uns bleiben wird.
            Ich denke, auf dieses Bauchgefühl solltest Du auch hören. Wenn Ihr bei irgendwas Zweifel habt, brecht das Ganze lieber vor Ort ab, bevor Ihr ewig grübelt, ob die Leute wirklich die richtigen sind.

            Den eigentlichen Abschied gab es dann gar nicht. Das Pflegefrauchen hat sie mit schon leicht geröteten Augen gestreichelt, ich bin mit ihr zum spielen in den Garten, die Pflegefamilie hat sich still und unauffällig zur Haustür raus geschlichen. Draußen hat das Frauchen bestimmt Rotz und Wasser geheult. Sie hing so sehr an unserer Maus...

            Seitdem sind wir per Mail in Kontakt. Anfangs immer wieder mit Fragen, mittlerweile nur noch mit Fotos.

            LG, #stern

            • Hallo,

              Das klingt gut so werde ich es machen. Keine Frage wenn mir irgendetwas komisch vorkommt, pack ich ihn wieder ein und nehm in wieder mit.
              Werd mir dann wohl hinterher einen Parkplatz suchen zum Ausheulen.

              Danke dir.
              Emryn

      Hallo!

      Für den Hund wird es nur schwieriger, wenn Du weinst und eine große Szene machst, er denkt dann, dass was ganz schlimmes passiert. Also versuch Dich so gut es geht am Riemen zu reißen, auch wenn es schwer fällt.

      Bitte auch nicht beim Spaziergang verabschieden, sondern ihn wirklich nochmal zum Haus begleiten, da gerne seinen vertrauten Korb aufstellen und dann gehen. Er soll nicht jahrelang beim Gassi gehen Angst haben, weil ihm dabei ja schon mal ein Rudel verloren gegangen ist.

      Sobald Du dann außer Sicht- und Hörweite ist darfst Du natürlich heulen, würde mir nicht anders gehen. Aber nicht vor dem Hund, geb Dir bitte echt Mühe.

      Bitte auch in den ersten Monaten nicht besuchen oder so telefonieren, dass der Hund eure Stimmen hört. Gerne Emails und Fotos schicken lassen, aber der Hund sollte da außen vor bleiben.

    (8) 15.06.15 - 14:26

    Ja, am besten sein Spielzeug, Decke, Korb usw alles mitnehmen....

    Oh je, ich heul hier schon beim lesen von deinem Thread.

    Das tut mir so leid.... ich hoffe, der Hund wird sich schnell einleben.

    • (9) 15.06.15 - 17:21

      Hallo,
      Mir kommen auch ständig die Tränen, wenn ich daran denke. Hab ihn schließlich mit groß gezogen, aber leider bleibt keine andere Möglichkeit. Da meine Mama auf ein Burn- Out zuläuft und ich leider auch nicht mehr unterstützen kann...Spielzeug, Decke Napf usw. bekommt er alles mit.
      LG emryn

      • (10) 16.06.15 - 16:29

        ... dabei werden Haustiere bei Burn-Out sogar empfohlen!

        Ich will damit nicht die Pläne über den Haufen werfen, den Goldi in eine andere Familie zu geben, aber zumindest anregen über den Schritt nachzudenken und sich im Zusammenhang mit Burn-Out, oder psychischen Problemen nochmal genau zu informieren, dass Haustiere ein guter Weg zur Genesung sind!

        Zudem ist Burn-Out kein Dauerzustand und je nach begleitendem Arzt und Umfang einer Therapie wieder schnell vergessen - der Hund hingegen ist für immer weg.

        LG netty

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