Angst vor Hunden - bitte Hilfe!

    • (1) 01.07.15 - 14:02

      Hallo,

      Vielleicht könnt ihr mir helfen:

      Wir haben von Bekannten einen Platz auf einem Campingplatz übernehmen können und ohne groß zu überlegen angenommen. (Auf Rügen, direkt an der Ostsee).

      Nun habe ich heute mal im Netz nach dem Platz geschaut und festgestellt, dass es sich dort um einen Hundestrand handelt.

      Mein Problem:
      Ich habe panische Angst vor Hunden! Ich brauche nur einen Hund auf der anderen Straßenseite zu sehen und schon setzt bei mir irgendwie alles aus. Ich schreie nicht und ich renne auch nicht weg, ich friere eher auf der Stelle ein und schwitze im wahrsten Sinne Blut und Wasser. Für mich furchtbar - zumal ich Hunde eigentlich gern mag, aber wie gesagt, ich brauche nur einen sehen ...

      Was nun? Wenn ich mir vorstelle, ich sitze mit meinen Kindern am Strand und es rennt ein Hund auf die Kinder und mich zu #schock ...

      Könnt ihr mir vielleicht ein paar Verhaltensregeln sagen? Oder Erfahrungsberichte, wie Hunde so allgemein am Strand drauf sind?

      Danke!
      Xenotaph

      • (2) 01.07.15 - 14:33

        Hallo!
        Also, ehrlich gesagt glaube ich nicht, dass dir geholfen ist, wenn dir hier per Internet ein paar Tips gegeben werden. Ich denke eher, dass du deine Panik mit professioneller Hilfe in den Griff kriegen musst, denn das scheint bei dir ja keine Abneigung zu sein (du schreibst ja, dass du Hunde eigentlich magst!), sondern ein richtiger Angstzustand. Da das aber dauert, denke ich, dass dieser Campingplatz für euch im Moment nicht das richtige ist.

        Hattest du als Kind ein schlechtes Erlebnis mit einem Hund? Oder ist sonst irgendetwas vorgefallen? Bei Freunden von uns hat die Mutter panische Angst vor Hunden, und ihre 5-jährige Tochter inzwischen auch, obwohl die nie etwas schlechtes mit Hunden erlebt hat - sie hat die Panik ihrer Mutter übernommen... Sehr übel. Und daher würde ich dir auch raten, deine Ängste anzugehen, sonst übernehmen deine Kinder die auch! Hunde begenen einem einfach überall, da kommt man nicht drum herum..

        Meiner Erfahrung nach drehen Hunde an einem Strand auch gerne richtig auf, ist ja klar, die sind im Grunde wie Kinder, Wasser, Sand, und viele Kumpels, das ist für Hunde toll! Und vermutlich wird an dem Strand keine Leinenpflicht herrschen, d.h., es kann dir wahrscheinlich öfter mal passieren, dass ein Hund bei euch am Handtuch mal zum schnuppern und hallo sagen vorbei kommt. Leider sind ja viele Hunde nicht abrufbar (und dürfen trotzdem fröhlich frei laufen..), sie sind zwar nett, aber aufdringlich.. Nicht ganz das richtige für dich..

        Alles Gute!

        (3) 01.07.15 - 15:28

        Ich finde es großartig wie das Schicksal einen manchmal so entgegenkommt.

        Hier kann dir keiner helfen. Evtl suchst du mal eine Hundeschule aus und rufst da an, evtl können die dir auch weiter helfen.

        Evtl. in grauer Zukunft , wenn du deine Angst besiegt hast, evtl bist du an dem Strand mit einem eigenen Hund.

        (4) 01.07.15 - 22:55

        Eine super Medizin gegen dein Problem und kein Witz....schafft euch ein hund an.

        Ich hatte auch Angst vor Hunden..nun haben wir mittlerweile drei große Hunde und es kann mir entgegen kommen,was will...Ich habe vor keinem hund mehr Angst.

      • Hallo,

        " zumal ich Hunde eigentlich gern mag, aber wie gesagt, ich brauche nur einen sehen ..."

        Wie geht das denn? Du magst Hunde, hast aber panische Angst vor ihnen??

        Wie Hunde auf Campingplätzen so drauf sind kann ich dir nicht sagen. Ich könnte dir nur genau sagen, wie mein eigener Hund drauf ist, weil ich die anderen Hunde nicht kenne. Das wird hier nebenbei gesagt aber auch keiner voraussagen können, wie die Hunde generell auf Campingplätzen drauf sind.

        Bezüglich Verhaltensregeln: wenn ein Hund auf dich zukommt solltest du ruhig und relaxt weitergehen (nicht rennen! oder panisch mit den Armen fuchteln oder laut kreischen - das stachelt die meisten Hunde an, dir erst Recht große Beachtung zu schenken).

        Ich persönlich würde an deiner Stelle nicht am Hundestrand baden, wenn du selbst keinen Hund und solch große Angst hast. Geh doch einfach ein paar Meter weiter und bade am normalen Strand. Da haben die Hunde nämlich nichts zu suchen.

        Alles Gute und viel Spaß auf Rügen

        Nici

        (6) 06.07.15 - 09:25

        Gibt es für dich etwas, was dich entspannt?

        Der witz bei einer phobie (du beschreibst typische merkmale einer phobie: körperlich spürbare Angst, rational nicht erklärbar) ist, dass sie rasch zum erliegen kommen kann. Du hast hier eine körperliche reaktion auf einen visuellen reiz (hund auf der anderen straßenseite) das muss nicht mal angst sein. Es braucht sich nur so anfühlen. Hunger, oder hektisches zur bahn rennen können sich auch leicht wie angst anfühlen. Hauptmerkmal sind zittern und schneller puls, vielleicht auch ein flaues gefühl im bauch. Phobien brauchen kein furchtereignis. Manchmal sind es unglückliche Umstände, die zur phobie führen, die bewusst gar nicht als auslösendes ereignis wahrgenommen werden. Es gibt Menschen, die zur phobie neigen. Denen passiert das einfach mal. Vielleicht gehörst du dazu. Das erklärt dann auch, dass du hunde eigentlich magst, obwohl du beim Anblick eines Hundes panik empfindest.

        Du kannst dem wunderbar entgegenwirken, indem du darauf achtest, entspannt zu sein. Progressive muskelrelaxation oder yoga können da gute Methoden sein. Setz dich in nächster zeit dem angstauslösendem reiz hund aus. Geh zur hundeschule und stell dich in blicknähe. Dann versuchst du dich beim anblick der hunde bewusst zu entspannen.

        Vielleicht kannst du literatur über expositionstraining bei tierphobien finden.
        Nur Mut! ;-)

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