Hund wegen mangelnder Leinenführigkeit abgeben??

    • (1) 11.07.15 - 15:34

      Hallo,

      die Überschrift ist hart, ich weiss. Mir zieht es schon beim schreiben das Herz zusammen, denn eigentlich ist es das Letzte was ich tun will.
      Aber: ich habe ein grosses Problem mit meiner 6 Monatigen Goldi Hündin., dass allmählich ihre und meine Sicherheit und Gesundheit gefährdet, und das ist das stände Zerren an der Leine. Wobei es nicht nur das Zerren an sich ist, manchmal hüpft sie wie ein Flummi wenn sie angeleint ist. Sie zieht meist nicht durchgehend ( das fände ich noch einfacher zu handeln) sondern fängt ruckartig und scheinbar grundlos damit an. Ausser sie ist sehr aufgeregt (zB: wenn mehrere Personen mitgehen)

      In der Hundeschule wurde mir die BE A TREE Methode vorgeschlagen, die ich laut Trainerin auch richtig anwende, Ich weiss, dass das Zeit braucht und auch eine Frage der Geld, aber ich habe Angst, dass ich diese Zeit nicht mehr habe, weil sie bald zu kräftig für mich ist.
      Ein anderer Vorschlag war, mit ihr immer die selbe Strecke hin und her zu laufen ( ca. 30 Meter) oder vor sie zu treten. Das alles nervt sie aber sichtbar, sie hüpft noch mehr, bei Bee a Tree fängt sie irgendwann an zu fietschen und will in die Leine beissen ( nein,, ich mache das nicht mit Leinenruck.

      Ich muss dazu sagen, dass ich relativ klein und zierlich, aber weiss Gott nicht schwächlich und auch nicht empfindlich. Aber gerade wenn sie ruckartig anfängt zu ziehen, oder um mich herumhopst habe ich Mühe mich auf den Beinen zu halten.

      Dazu kommt, dass ich einen Knoropelschaden am Knie habe und im August operiert werde. Zwar konnte ich meine Mutter, meine Nachbarin und eine Freundin dazu überreden in den ersten Tagen/ Wochen mit ihr mehrmals täglich spazieren zu gehen. Aber ganz ohne rausgehen wird es auch nicht gehen, sie ist zwar schon schön stubenrein, aber wenn sie muss, muss sie und das kann dann natürlich nicht warten bis jemand kommt.

      Mit anderen Hunden hat sie überhaupt kein Problem, die können sie auch anbellen, dass ist ihr gleich sie geht gelassen an ihnen vorbei. Sie ist sehr selbstsicher, hat vor nichts und niemanden Angst. Wenn sie wegen irgendwas erschrickt, geht sie gleich danach hin und schaut was los war. Sie hat auch keine Probleme mal 5 Minuten alleine zu sein. Ihrer Ursprungsfamilie hat sie überhaupt nicht hinterhergeweint. Sie ist nicht so "abhängig von ihren Menschen nehme ich an. Unsere Bindung würde ich aber als gut bezeichnen. In Wohnung und Garten ist sie sehr folgsam, nur wenn wir unser Grundstück verlassen geht das Theater los.

      Ich kann verstehen, wenn viele von euch schon bei dem Begriff " Stachelhalsband" sauer werden, aber ich überlege mir wirklich, ob ich ein solches nicht zusätzlich verwenden sollte: nur zur Sicherheit, nicht zur Erziehung. Ich würde sie also mit zwei Leinen führen, Die eine am Geschirr um sie zu führen und die zweite um sie zu halten wenn ich das Gefühl habe sie nicht mehr halten zu kännen. Was haltet ihr davon?

      Das ist bestimmt nicht schön, aber ich habe ja auch eine Verantwortung meinen Mitmenschen gegenüber. Und ich selbst will auch nicht unter die Räder kommen ( im wahrsten Sinne des Wortes.

      Mir läuft einfach die Zeit davon und wenn das nicht bald besser wird werde ich über kurz oder lang entweder mit Druck arbeiten müssen oder ihr ein neues Zuhause zu suchen, mit Menschen die fähig sind ihr das abzugewöhnen.bzw zu halten wenn sie ausgewachsen ist. Ich weiss nicht, warum ich es nicht kann und glaubt mir, ich fühle mich wirklich schrecklich deswegen. Sie ist ansonsten ein toller Hund uns uns würde es wirklich das Herz brechen.

      Ich kann übrigens nicht sagen, ob sie nicht versteht, was ich von ihr will, oder ob sie es ignoriert.

      Vielen Dank vorab!.

      P:S; ich weiss auch, dass es Frauen gibt, die Bernhadiener halten können, ich kann es einfach nicht. Ich wünschte wirklich es wäre so!

      • Hallo!

        Vielleicht ist "Be a Tree" noch nicht deutlich genug? Versuch makl, nicht nur stehen zu bleiben, sondern in eine andere Richtung zu gehen. Nicht heftig an der leine rucken, sondern einfach die Richtung wechseln, dann spürt sie es am halsband, ohne dass es weh tut.

        Das Problem mit Stachlern und Würgern ist ja, dass viele Hunde sich trotzdem dagegen lehnen und damit dann wirklich ernsthaft weh tun. Dann noch lieber ein Halti, da musst Du aber aufpassen,dass Du ihr nicht den als verdrehst, das kann bis zum Schleudertrauma gehen.
        Hat sie ein sehr breites oder ein eher schmales Halsband? Das ändert ja auch schon den Druck auf den Hals.

        Vielleicht auch mal den Spaziergang in mehrere Phasen unterteilen: eine "wir laufen brav zur Wiese"-Phase, wo Du die Leine ganz kurz nimmst, den Hund direkt neben den Bein, da wird nicht geschnüffelt und die Leine ist so kurz, dass an Rumgespringe gar nicht zu denken ist. Eine "rumschnüffelphase" mit langer Leine, kurz bevor abgeleint und frei gelaufen wird, und eine "Heimgeh-Phase" wieder an kurzer Leine. Hab ich irgendwann eingeführt weil ich nicht mitten im Verkehr zwischen Autos einen Hund wolte der groß rumspinnt, jedes zweite Auto anpieseln will oder so, das wollte ich auch wieder nicht.

        Eine Leine an der ein Hund Flummi-Spr+nge macht ist vielleicht echt noch zu lang.

        Ich hab auch so einen hier zu Hause der das mit dem an der Leine laufen irgendwie nicht kapieren wollte.

        Bei uns brachte ein Side by Side Geschirr in Kombi mit "Be a Tree" den Durchbruch. Damit hat er dann kappiert das ziehen uncool ist. Lockeres bei Fuß laufen habe ich dann fleißig gelobt. Da unserer nicht verfressen ist sondern eher sehr mäkelig ist Leckerlies zum belohnen hier schwierig. was er heute toll findet lehnt er morgen ab. Und ich weigere mich mit ner Fleischwurst in der Tasche rum zu laufen!

        Hi,

        also an deiner Stelle würde ich es auch mit der Richtungswechselmethode probieren und immer schön loben wenns mal gut klappt. Sobald gezogen wird, stehen bleiben und Richtung wechseln.

        Und wenn du so Probleme hast sie zu halten, würde ich vor allem dort üben, wo ein Ausbrechen nicht eure Sicherheit gefährdet. Also irgendwo in der Natur weit weg von stark befahrenen Straßen.

        Ausserdem solltest du die Leine am Anfang eher kurz halten. Wichtig ist auch die richtige Leine. Also möglichst keine Flexileine sondern eine die du gut halten kannst. Stachelhalsbänder bringen bei "sturen" Hunden nichts, außer dass sie ernsthafte Verletzungen hervorrufen können und noch mehr zur Ablehnung der Leine führen.

        LG

      • Also ich finde du musst auch bedenken das sie 6 Monate alt ist .sie ist ein klein Kind ihr wird es bestimmt noch schwer fallen sich lange auf was zu konzentrieren . Ich habe es damals gut in griff bekommen mit der Mischung aus einfach weg drehen und in eine andere Richtung laufen wenn gezogen wurde (wichtig nicht reden )wenn unserer gehüpft ist bin ich einfach stehen geblieben und hab ihn ignoriert bis er ruhig wurde dann wurde er gelobt und es ging weiter .
        wir benutzten damals ein würgeHalsband (so einstellen das es nicht den Hund erwürgt der Hund muss den Druck merken , als unangenehm empfinden , aber er soll Luft bekomme .)und einem Geschirr .dazu nimmst du eine Leine wo an beiden enden ein Karabiner ist .einer dann ans Geschirr der andere ans Halsband du führst den Hund am Geschirr nur wenn sie zieht zieht sich das Halsband an .
        Wenn du aber das Gefühl hast du schaffst das nicht kannst dich gerne per pn melden arbeite ehrenamtlich für einen tierschutzverein und würde dir helfen die kleine zu vermitteln .

        Vom halti würde ich abraten damit tust dem Hund weh und kannst ohne professionelle Anleitung sehr viel falsch machen.

        Hallo,

        zunächst einmal können wenige Hunde mit 6 Monaten schon perfekt an der Leine laufen. Das solltest du dir vor Augen führen, wenn es wieder einmal nicht klappt.

        Du schreibst ja: " es würde UNS das Herz brechen". Hast du einen Partner, der dich bei diesem Problem eventuell unterstützen könnte? Der körperlich kräftiger gebaut ist als du? Zumindest solange, bis sie es gelernt hat.
        Ich fürchte nämlich, über kurz oder lang wird deine Hündin merken, dass du ihr nicht wirklich etwas entgegenzusetzen hast und sie mit dir quasi "schlitten fahren" kann.
        Wenn sie dich von hier nach dort ziehen kann, wie es ihr beliebt, wird sie das merken und keine Veranlassung sehen, ihr Verhalten zu ändern.
        Wir haben im hiesigen Tierheim (bin da ehrenamtlich tätig) einen ausgewachsenen Golden Retriver Rüden, der auch niemals gelernt hat, an der Leine zu laufen und dem auch sonst wenig Grenzen gesetzt wurden. Ich muss sagen, dass ich (162 cm, 50 kg) mit diesem Hund niemals auf einer öffentlichen Straße laufen würde, da ich ihn nicht sicher halten kann.
        Ich kann dich also durchaus verstehen. Und das ...zig Huschu-Stunden einiges an Geld kosten ist natürlich klar.

        Mein Tipp wäre, dass du dir jemanden suchst (Partner, aus der Familie, Freunde), der körperlich mit dem Hund fertig wird und du mit diesem gemeinsam trainieren kannst. Das setzte natürlich voraus, dass dieser jemand auch viel Zeit mitbringen könnte, um die Leinenführigkeit zu trainieren.

        LG und alles Gute

        Nici

      • Sie ist doch erst 6 Monate alt - da kann sie das Laufen an der lockeren Leine doch noch lernen!

        Ich denke mal, das die Methode der Hundeschule einfach nicht di e richtige für deine Kleine ist. Wir haben es in der Hundeschule ganz anders gelernt (und bei meinem 7 Monate alten Hund klappt es super), und zwar haben wir es genau so gelernt, wie in einem Hunde-Erziehungs-Ratgeber auch beschrieben wurde:

        Du nimmst den Hund an eine relativ kurze Leine. Dann gehst du los, indem du deine Körperhaltung etwas übertreibst, du musst dynamisch wirken und ihm so zeigen, in welche Richtung es geht. Am besten sagst du gleichzeitig "los" oder so. Das übst du nur wenige Schritte, so 3-5 Schritte. Dann sagst du: "Stopp", zeigst durch deine Körperhaltung, dass angehalten wird und hältst gleichzeitig die flache Hand wie ein Stopp-Schild vor sein Gesicht. Dann lobst du den Hund, wenn er anhält. Dann geht es wieder los - du musst nur ganz kurze Entfernungen zurück legen und immer loben, wenn er nicht zieht. Bald wird er merken, wofür er gelobt wird. Durch die extrem kurzen Entfernungen hat er meist keine Zeit, irgendwo anderes hin zu wollen. Gibt ihm ruhig auch ab und zu ein Leckerli, wenn er das Leinentraining gut macht. Wichtig ist, dass du durch eine übertriebene Körperhaltung immer zeigst, wann gegangen wird und wohin. Zieht der Hund, machst du ein missbilligendes Geräusch. Durch die wenigen Schritte am Stück soll aber verhindert werden, dass er überhaupt zieht.

        Ansonsten besteht doch auch die Möglichkeit, Einzelstunden zu nehmen in einer Hundeschule - ich würde dann aber eine andere wählen.

        Hier sind 4 Methode, beschrieben, um dem Hund Leinenführigkeit beizubringen: https://www.youtube.com/watch?v=RFEQAYkW0Xk

        Ich finde es nicht sehr intelligent sich einen hund zu kaufen der im schlimmsten Fall am ende soviel wiegt wie das herrchen #klatsch

        Zumal diese Rasse grundsätzlich sprungfedern in den Füßen hat!
        Mit viel Arbeit kriegst dus schon hin, allerdings Bitte bitte ohne Stachel oder würgebänder!!

        (11) 13.07.15 - 17:21

        Hi,

        wir hatten einen bernhardiner, den meine Mutter ausgebildet hat. Der hatte 75kg - und meine Mutter gerade mal 40kg bei 153cm Körpergröße. Das ist alles handelbar - vor allem, wenn der Hund nicht erfährt, wieviel Kraft er wirklich hat.

        Ansonsten dürfte eigentlich niemand große Hunde halten - unser Bernhardiner hat meinen Vater mit 180cm und gut 120kg mal eben von den Füßen geholt, weil mein vater einen Moment unaufmersak war und der knapp 2jährige Hund eine läufige Hündin für sich entdeckt hat.

        Gruß
        Kim

        • (12) 13.07.15 - 17:30

          Wenn ein hund gut erzogen ist dann ist das vllt keim großes Problem, aber wohl wäre mir persönlich einfach nicht.

          Meine eltern haben einen labbi rüden der ziemlich groß geraten ist mit ca 40 kilo
          normal hört der hund aufs Wort wenn es da nicht seinen "lieblingshund" gäbe....
          und ehrlich , ich wiege 68 kilo und bin nicht schwach aber wenn sie aufeinander treffen hab ich ganz schön zu kämpfen.

          Wir hatten auch mal ne frau die ungefähr die Statur deiner mama haben könnte, mit 4 (!) Rottweilern an der leine!

          Keiner von denen mochte Katzen, wir haben katzen. Grundsätzlich lief die dame einmal quer übers Grundstück. Was glaubst du was da los war. Und meine Brüder waren noch im krabbelalter , sind oftmals eben im Garten rumgekrabbelt. Da war paar mal die Polizei da!

          Ich denke wenn man sich mit ner rasse auseinander setzt muss man das abwägen. Auch das Knie prob ihr übriges tun

          • (13) 13.07.15 - 17:34

            "Wir hatten auch mal ne frau die ungefähr die Statur deiner mama haben könnte, mit 4 (!) Rottweilern an der leine!"

            DAS halte ich für sehr leichtsinnig - auch im eigenen Interesse.

            Naja, gut erzogen sind die wenigsten Hunde von Anfang an, aber wenn man weiß wie bzw die richtige Anleitung hat, dann klappt das sehr gut.

            Der einzige Hund, der mich jemals von den Füßen geholt hat, war mein 7kg Dackel-Mix. Der hat wg einen "blöden" Katze so einen Aufstand gemacht und ist mir vor / zwischen den Füßen rumgehampelt, dass ich mich voll lang gelegt habe. Und die Leine konnte ich nicht kürzer nehmen, weil er so klein war.

            Aber jeder so, wie er sich sicher fühlt!

            • (14) 13.07.15 - 19:29

              Ach Gott, auch die kleinsten machen terror :-)

              Nein, auch an die te, ich mein das nicht böse! Am ende ist es eigentlich Glück das es so eine liebe rasse ist!

              Aber auch eine tollpatschige, der meiner mama hat sich beim begrüßen mal dermaßen gefreut das er eine Riesen runde gerannt ist und mir vollgas zwischen den beinen durch weil er natürlich nicht mehr bremsen konnte #augen
              ich hochschwanger saß auf und bremste ihn so.
              man, wir waren beide total erschrocken. Jedesmal wenn einer wegen seiner tollpatschigkeit aufkreischt sitzt er fix und fertig vor einem und winselt solang bis man ihn durchstreichelt :-)

      (15) 13.07.15 - 17:42

      Hunde können grundsätzlich das 5-10fache des eigenen Körpergewichts ziehen. Und das Dauerhaft über größere Strecken, kurzfristig wie beim plötzlichen los zerren weil der Lieblingsfeind auftaucht sind noch wesentlich höhere Kräfte möglich.

      Damit würde sich die Auswahl an möglichen Hunderassen bei Dir auch Chihuahuas, Dackel und Yorkshire Terrier begrenzen, für die meisten zierlicheren Frauchen.

      Mein Goldie hatte ausgewachsen "nur" 30 Kilo, trotzdem konnte der auch sehr ordentlich ziehen - auch wenn man zu 99% der Zeit eher aufpassen musste, dass die durchhängende leine nicht im Dreck schleift.

      Hallo,

      so ein Schmarrn. Nur weil ich zierlich bin schaffen wir uns bestimmt keine Fußhupe an. Wir mögen Hunde, keine Kanalratzen. Nur soviel dazu.

      Ein Hund ist ein Hund - egal ob groß oder klein - entweder man erzieht den Hund oder eben nicht. Große Hunde sind nicht schwerer zu erziehen wie die kleineren Artgenossen. Kleine Rassen sind meistens die größeren Kläffer und widerspenstiger als große, souveräne Hunde.

      Unser Leo war um einiges leichter - nachdem wir bei einem Hundetrainer waren - so hinzubekommen wie er gewesen ist im Gegensatz zu kleineren Hunden (Pflegehunde) bzw. unsere Cookie.

      Klar hast Du Recht, wenn ein 70 Kilo Hund urplötzlich abgehen sollte wie Schnitzel, dass er nicht gehalten werden kann. Dazu darf es allerdings gar nicht kommen. Ein großer Hund hat in sämtlichen Situationen so zu reagieren wie Herrchen meint, nicht wie er meinen könnte. ;-)

      Das wiederum kann man lernen - beide Seiten. Ist halt ein wenig Arbeit für beide.

      LG
      Caro

Hi,

das Verfahren, einfach stehen zu bleiben, passt nicht für jeden Hund - und wenn eine Hundeschule nur so standartmäßig arbeitet, dann hat sie ihren Zweck verfehlt. Ich würde mich nach einer anderen Hundeschule / einem anderen Trainer umsehen und Einzelstunden "draußen" nehmen. Viele Hunde sind auch einfach Platzidioten und machen auf dem Platz / im Garten alles toll - es ist ja wie ein vakuum und hat mit dem normalen Alltag nur wenig zu tun.

Meine Hündin (25kg) hat es einen Sch... interessiert, wenn ich stehen geblieben bin. Ich habe damit nur das Gegenteil erreicht - nämlich, dass sie selbst an kurzer Leine immer mehr aufgedreht hat und noch viel heftiger ins Halsband sprang. Geschirr brauchte ich gar nicht probieren - damit hätte sie noch viel mehr Kraft entwickelt.

Bei Sana half nur: sehr kurz nehmen (manchmal 10cm vom Halsband weg), richtig festhalten und unbeirrt weiter gehen. Und das kommentarlos. Und sofort Leckerli rein (oder wie auch immer der Hund gerne gelobt wird), wenn Hund sich entspannte und / oder nach mir geschaut hat. Das ganz hat bei uns fast 2 Jahre gedauert und manchmal kommt die alte Zugmaschine auch heute noch durch.

Was ich bis heute vermeide, ist mit ihr durch unser Dorf zu gehen. Das ist wie Spießrutenlaufen, weil alle 15m irgendwo ein Hund wohnt, der an den Zaun springt oder dahinter bellt etc. Und Sana weiß dass... In fremden Orten ist sie völlig relaxed.

In ganz extremen Zeiten habe ich Sana an einen Zuggurt gehängt, weil die Zieherei mir die schulter kaputt gemacht hat und ich einen kaputten Rücken habe. Mit dem Gurt konnte ich viel besser agieren, weil ich

1. beide Hände frei hatte
2. viel besser mein gesamtes Gewicht einsetzen konnte
3. nie Angst haben musste, dass ich versehentlich die Leine in so einer Situation loslasse und der Hund weg ist

Gruß
Kim

Hallo,

ich würde ehrlich gesagt versuchen bei dem Problem schon deutlich vor dem Gassi gehen anzusetzen, auch wenn das natürlich zunächst zeitaufwändiger sein mag. Meine Hündin war auch nur schwer davon zu überzeugen manierlich an der Leine zu laufen.
Im Idealfall spielst du mit ihr im Haus, lässt sie etwas suchen, vollkommen egal, nur: beschäftige sie VOR dem spazieren gehen. (Klar ist sie jung, natürlich muss sie pinkeln, vllt gehst du eben raus lässt sie ihr Geschäft erledigen, machst sie dann müde und übst danach, oder du gehst halt nicht erst los wenn du siehst das sie unbedingt muss).
Wenn du sie dann schon ein bisschen müde gemacht hast, kurze Pause, bisschen runterkommen, rausgehen, üben. Ich hoffe sie versteht was das Wörtchen nein bedeutet, die meisten Hunde haben schlicht und ergreifend nicht verstanden was sie an der Leine machen sollen und was nicht.

Du solltest nicht versuchen ihr irgendwas beizubringen was einfach Konzentration erfordert wenn die in totaler "oh mein gott wir gehen endlich raus es passiert was uaaaaahhhh" stimmung ist, also mit meiner war das eine Katastrophe. Da hat sie auch nur rumgekaspert und sich auch einfach kein Stück auf mich konzentriert.

ich hoffe das war irgendwie verständlich ;-)
lg heike

Zum einen - dein Hund ist noch ein Baby - vergiss das nicht!

Zum anderen finde ich es befremdlich, dass du so sehr betonst, dass du keinen Leinenruck anwendest, dann aber überlegst, ein Stachelhslsband einzusetzen. Das ist für mich übrigens das schlimmste was es gibt und man erreicht NICHTS damit, außer dass der Hund Schmerzen hat und abstumpft.

Führst du sie an Halsband oder am Geschirr? Ich persönlich bin kein großer Geschirrfreund - für mich ist ein breites und korrekt verschnalltes Lederhalsband das Mittel der Wahl. Meist ist für die Lerneinheiten die gewählte Leine zu lang, ich habe gute Erfahrungen mit 1m Leinen gemacht. Wichtig, mach auch Pause zwischendurch. Lange Leine ans Geschirr, schnuffeln lassen etc.

Rumhüpfen und Leine beißen würde ich ihr schlichtweg verbieten.

Hallo, danke für eure Antworten!

In den letzten Tagen habe ich einiges umgestellt.. So übe ich "ei Fuss nur noch wenn es dunkel ist oder reget. Da sucht sie vielmehr meine Nähe. Tagsüber schicke ich soweit wie möglich meinen Freund raus, geht aber wegen Arbeit nicht immer. Versuche jetzt auch immer sie vor dem Spaziergang auch kognitiv zu fordern.

Ich nehme jetzt die 10 m Leine., halte sie aber auch oft ganz kurz. Ich glaube die Leine, die ich bis jetzt hatte, hatte einfach eine blöde Länge ( obwohl sie mir von der Trainerin empfohlen wurde) Da ist sie immer eine Fusslänge vor mir gegangen. Richtig neben mir zu laufen hat sie also noch gar nicht richtig gekannt.( wollte ich eigentlich auch noch nicht verlangen, da sie laut Trainerin noch zu jung ist. Ich solle lieber schauen, dass sie an langer Leine nicht zerrt. Das war wohl ein Fehler und wird besimmt einige Zeit dauern um ihn zu beheben. Reicht es wenn ich sie nur zwischendurch für ein paar Minuten ganz kurz nehme? Oder lernt sie dann auch nicht mit mir zu laufen? Die Schule werde ich definitiv wechseln.Hab mich da eigentlich sehr wohl gefühlt, aber die Methoden helfen bei meinem selbstbewussten Hund einfach nicht....

Es wird komplett ohne Zwang und nur mit positiver Bestärkung gearbeitet. Unter "Zwang" fällt da auch den Hund lauter ansprechen oder zu blockieren. Bei unsicheren Hunden kann das vielleicht wirklich bedrohlich wirken, meine Kleine lässt sich dadurch aber nicht verängstigen :-)

Ich führe sie am Geschirr, am Halsband zerret sie noch mehr und sie mag es auch überhaupt nicht. In letzter Zeit hatte sie gar keins mehr um, weil sie sich dann ständig kratzt ( hatten schon mehrere Modelle Stachelhalsband ist aber noch nicht ganz vom Tisch. Ich kenne auch Hunde die trotzdem zerren, vermutlich aus Gewohnheit.

Ich würde das nicht dauerhaft gebrauchen, nur in Situationen, in denen ich die Wahl habe zwischen hinfallen und loslassen. So schlimm war es bisher noch nicht, aber wenn sie ausgewachsen ist, möchte ich nicht, dass sie unter die Räder kommt weil ich sie nicht halten kann.

Ich habe auch noch zwei andere Fragen, will aber nicht extra neuen Thread eröffnen.
Zum einen weiss ich nicht wieviel Auslauf sie braucht. Wir gehen alle zwei Stunden 20 min raus und jedes zweite Mal 30 Minuten. Passt das so?

Zweitens: klingt bestimmt blöd, aber woher weiss ich, dass mein Hund wirklich abrufbar ist? An der Langen Leine kommt sie immer wenn ich sie rufe, aber woher weiss ich ob sie das auch ohne macht?

Mir ist schon klar, dass sie noch ein Baby ist, aber eben ein verdammt starkes Baby und ich habe wie gesagt Angst, dass ich sie irgendwann nicht mehr halten kann. Deswegen drängt die Zeit etwas! Vor

  • Also ich kann nur den kopf schütteln hast du dich überhaupt bevor der Hund kam informiert .stachelhalsband geht gar nicht mach es dir um und lass deinen freund ziehe dann siehst du wie es ist .dein Hund soll bei der Erziehung nicht verängstigt werden .er soll mit dir zusammen arbeiten weil er es toll findet mit dir was zumachen und Spaß dran hat mit angst erreichst du auf Dauer nichts .warum schaffst du dir so einen Hund an wenn er dir zu groß ist .ich weiß nicht ob du die richtige für den Hund bist .ich würde mir Gedanken machen ob du für den Hund nicht besser ein Zuhause suchst wo dir Leute mit der Größe klar kommen .

    (22) 24.07.15 - 12:58

    Also ich finde einmal am Tag sollte mind. ne Stunde drin sein.

    Und zwar mit toben, laufen, springen, buddeln.... Wahrscheinlich hat sie zuviel Power, weil sie nicht ausgelastet ist.

    • (23) 27.07.15 - 13:13

      Der Hund ist nicht ausgewachsen! Und gerade die Retriever haben sowieso gerne mal Gelenkprobleme. Und nicht jeder Hund kann frei laufen - getobt wird im Garten und das auch altersgemäß. Körperlich wird es kaum jemand schaffen, einen Hund wirklich auszulasten. Müde werden sie durch Kopfarbeit.

Hi,

also... Stachelwürger solltest Du gedanklich streichen. Die gehören - wenn überhaupt - zu den letzten Mitteln und in fachkundige Hände, um einen Hund zu korrigieren. Und wenn Dein Hund so heftig wird, dass Du hinfällst oder ihn nicht halten kannst, dann hilft dir auch kein Stachel mehr - in diesen Situationen spürt der Hund es nicht mehr.

Ein Stachel macht mehr Vertrauen kaputt, als es an Nutzen bringt.

Und zu Deiner Frage:
Ja - Dein Hund lernt es besser, "Fuß" zu gehen, wenn Du ihn immer nur für wenige Schritte kurz nimmst und für sein tolles Verhalten lobst. Es fehlt schlicht die Konzentrationsfähigkeit, dass schon über mehrere Minuten durchzuhalten. Es gehört sehr viel Gefühl dazu zu merken, wann aus "läuft toll" Überforderung wird bzw. "einen schirtt zuviel". Richtungswechsel helfen auch, die Konzentration auf dich zu lenken - das muss gar nicht ruppig sein - ansprechen und wenn dein Hund dich anschaut, Richtung wechseln.

Ich weiß nicht mehr genau, wie alt dein Hund ist, aber man sagt etwa 5min pro Lebensmonat am Stück spazieren gehen. Und alle 2h halte ich für sehr viel, wenn dein Hund bereits stubenrein ist - vielleicht ist das auch schon zu viel für den Kopf.

Gruß
Kim

Hallo dignitydestiny ,

also ich denke, du bist gerade einfach an nem Tiefpunkt... an so einem Tiefpunkt war ich vor knapp einem halben Jahr auch... nur mit dem Unterschied, dass ich noch einen erst Hund und ein Baby zusätzlich hatte/habe.

Wir haben uns eine Husky-Dame geholt. Wir warn anfangs überglücklich... waren uns natürlich auch bewusst, dass es nicht einfach wird... Stubenrein war sie auch sehr schnell bis auf ein paar Unfälle... ABER das Gassi gehen war eine Katastrophe... genau das gleiche wie bei dir... ziehn wie ein Berserker, rumspringen wie ein "flummi" oder auch plötzliches stehen bleiben ,wenn sie was interessantes gerochen hat und gott bewahre wenn wir andere Menschen oder Hunde getroffen haben wurde sie so stark obwohl sie noch nich mal ausgewachsen war... wahnsinn...

es hat nichts geholfen... Leckerlis, Richtungswechsel, Stehen bleiben, mit Fuß blockieren, Schimpfen ... ich war so verzweifelt... so enttäuscht und wütend von mir selber, dass ich das nicht hinkriege...

habe irgendwann auch mit dem Gedanken gespielt sie wieder herzugeben, obwohl mir dass das Herz gebrochen hätte...

dann zwischen dem 7 und 8 Lebensmonat hat sie das erst mal ihre Periode bekommen... sie war ab da an wie ausgewechselt... sie wurde richtig verschmust ... hat sich streicheln lassen ohne zu knabbern... wurde auch vom Wesen her sehr ruhig und ausgelassen...

Ab da ging es dann mit dem Gassi gehen auch um 80% besser.. Sie hat zwar immer noch gezogen aber nicht mehr so stark... klar nach der Periode wurde sie schon wieder etwas wilder aber nicht mehr so wie die ersten Monate...

Auch jetzt mit fast einem Jahr müssen wir durchaus noch das gehen an der Leine üben bzw. dran arbeiten aber das Gassi gehen macht jetzt wieder richtig spaß...

Ich würde dir raten, aufjedenfall ncoh die erste Periode abzuwarten.

Meine erste Hündin (Prager Rattler) hatte als Welpe einen extremen Jagdtrieb (die Husky-Dame kann sich da in die Ecke-Stellen als Vergleich) die war bei Spaziergängen auch total auf alles und jeden fixiert was sich bewegt hat...
bei ihr hat sehr gut die Klicker Methode funktioniert... weil mir aufgefallen ist, dass sie nicht auf mich achtet beim Gassi gehen, also habe ich ihr mit dem Klicker beigebracht mir in die Augen zu schauen auf ein Kommando (schau)... das hat dann für weitere Kommandos sehr gut funktioniert.

Habe dann immer erst "schau" gesagt und dann das Kommando "bleib" usw... kann ich nur empfehlen. Mit der Klicker Methode kann man auch sehr viele andere Kommandos unter anderem auch an der Leine gehen lernen.

(Beim Husky konnte ich das nicht weil mit Kinderwagen und zwei Hunden hat man einfach zu wenige Hände um noch einen Klicker zu benutzen :)

Hunde sind wie Menschen-Babys... sie haben ihre schwierigen Phasen aber die gehen auch wieder vorbei... man muss nur durchhalten

deine nächste schwierige Phase wird dann das Kauen werden... Alles was man anfressen kann wird dann angefressen.... Stühle, Tisch, Schränke, selbst vom Kühlschrank den Henkel hat sie angefressen...

Für deine OP wünsche ich dir alles gute und mit deiner Hündin wünsch ich dir viel Geduld und Durchhalte Vermögen

Top Diskussionen anzeigen