Frage an alle BARFer (Hund)

    • (1) 27.10.15 - 11:05

      Hallo!

      Ich denke z.Zt. über das Thema Barf nach - ich würde am Anfang Frostfutter (fertige Menus) füttern wollen - und hätte da mal einige Fragen an die Profis:

      1. Ist Barf teurer als (gutes) Fertigfutter?

      2. Im Internet bestellen oder im Laden kaufen?

      3. Kann ich einfach von Nass- auf Barf umstellen?

      4. Was macht man bei Tagesausflügen oder im Urlaub?

      Danke und LG
      sonntagskind

      • Hallo!

        Ich werde mich mal kurz fassen

        Zu 1: In unserem Fall definitiv Nein! Wir haben mittlerweile 2 Hunde, 25 Kilo und 38 Kilo. Wenn ich vom jetzigen Trockenfutter ausgehe (Wofsblut) ist BARF nicht teurer.
        Den Rüden stellen wir gerade erst um. Er bekommt noch ein mal täglich Trockenfutter. Das würde ich dir auch empfehlen, langsam umzustellen.

        Zu 2: Ich habe am Anfang lieber ausschließlich im Internet bestellt. Die Auswahl War größer und ich konnte gerade am Anfang besser die Futterpläne planen. (Unser Fleischer hat eben nicht so viel Auswahl) Der Rüde ist schon 8 und bekommt mehr fettarmes Geflügel, die Hündin ist noch jung und sehr agil, also bekommt sie zb mehr Rind.

        Mittlerweile gehe ich für Knochen nur noch zum Fleischer, weil es bei ihm günstiger ist.
        Das Fleisch ist aber im Internet günstiger, zumindest wenn man zu für einen oder zwei Monate bestellt.

        -Zu 3: Wie oben schon erwähnt, würde ich langsam umstellen.
        Es gibt Hunde, die das nach langer Fertigfuttergabe nicht vertragen.

        Zu 4: Die Hunde werden Morgens und Abends gefüttert. Für unterwegs als Snack habe ich zb Hühnerhälse und Hühnerherzen im Frischebeutel mit.
        Im Urlaub nehme ich nach wie vor Trockenfutter.

        LG

        Hallo,

        ich habe mich nach langer Überlegung und intensiven Informationen GEGEN barfen entschieden.

        Junghund, 6 Monate, 20 kg bekommt aktuell Wolfsblut Trockenfutter ab und zu auch mal etwas Nassfutter.

        Für mich wären anfangs auch nur Fertigmenues in Frage gekommen. Im Internet gibts soviele Anbieter, da findet jeder was.

        Ich möchte in meiner Küche auch kein Fleisch, Innereien usw. kleinschneiden und Obst/Gemüse evtl. noch pürieren - der Arbeitsaufwand wäre mir Tag für Tag zu hoch, da bin ich ehrlich.

        Wenn ich mir aber vorstelle, jeden Tag das tiefgefrorene Futter rechtzeitig aus der TK-Truhe nehmen zu müssen, muss man ja auch erstmal testen, wie lange es zum Auftauen brauch.

        Gefüttert soll es ja zimmerwarm werden. Wenn ich es morgens und abends füttern will, taue ich dann gleich eine Tagesportion (z.Bsp. über Nacht im Kühlschrank) auf und lagere die 2. Hälfte der Tagesration im Kühlschrank. Diese muss ich dann nachmittags ja auch wieder aus dem Kühlschrank nehmen, damit sie Zimmertemperatur annimmt.

        Irgendwie stelle ich mir das total schwierig vor. Was, wenn ich es mal vergesse rauszunehmen - oder verkompliziere ich mir das jetzt selbst #schock

        Was ist, wenn ich den Hund mal wegen z.Bsp. Krankheit für ein paar Tage nicht selbst versorgen kann. Fremden die Barf-Fütterung zuzumuten #kratz dem Hund für diese Zeit einfach wieder Trockenfutter zu geben, das finde ich jetzt irgendwie auch nicht richtig.

        Ich lasse mir aber gerne von Barf-Erfahrenen meine Bedenken nehmen, denn ganz vom Tisch ist das Thema bei uns noch nicht.

        Ich liebe meinen Hund und versuche ihm das bestmögliche für seine Gesundheit zukommen zu lassen, aber nicht um jeden Preis.

        • Du schreibst genau von meinen "Bedenken", deshalb habe ich bisher Barf nicht erwogen, aber meine Hündin (12 Monate) ist gegen irgendwas allergisch - hat man noch nicht herausgefunden - und jeder meinte, ich solle barfen, das wäre bei den meisten Hunden die "Heilung".
          Aber überzeugt bin ich wg. des Arbeitsaufwandes + Zeiteinteilung eben (noch) nicht 100%ig ...

          Natürlich bin ich bereit, schon noch mehr für eine gesunde Ernährung meines Hundes zu leisten als nur "Dose/Tüte auf", aber Barf ist für mich schon fast eine Wissenschaft die ich mir kaum zutraue #zitter

          • Was fütterst du deinem Hund denn aktuell?

            Es gibt z.Bsp. Nassfutter, dass nur aus einer Proteinquelle besteht, speziell für ernährungsempfindliche Hunde.

            http://www.futter-shuttle.de/de/Hund/Nassfutter-Solo-Protein

            Mit Allergie hat unser Hund gottseidank keine Probleme.

            Wir hatten anfangs mal das Trockenfutter von Bosch mit Getreide gefüttert, da hat er sowas von gepupst #rofl und sein Kot war irgednwie so fluffig davon.

            Mit dem getreidefreien Welpen Trockenfutter vom Futter Shuttle waren wir auch super zufrieden und wie gesagt, aktuell bekommt er jetzt Welpenfutter für große Rassen von Wolfsblut - habe gerade einen 15kg Sack bestellt.

            • Hallo!

              Sie bekommt schon immer getreidefreies Futter mit hohem Fleischanteil.
              In den ersten 3 Monaten bekam sie erst Platinum und dann Wolfsblut, aber davon bekam sie entweder nicht auszuhaltende Blähungen (Platinum) oder trockenes "staubiges" Fell (Wolfsblut). Die Pfoten hatte sie sich da auch mehr geleckt.

              Dann haben wir umgestellt auf das Welpen-Nassfutter von Real Nature, das sollte lt. Test recht gut sein. Mit 7 oder 8 Monaten haben wir dann umgestellt auf Rinti, da das auch ganz gut abgeschnitten haben soll und auch nicht so teuer ist. Auch gefällt mir eben, dass nur 1 Proteinquelle drin ist.
              Sie hatte es auch bis Juli gut vertragen, seitdem leckt und beißt sie sich ständig die Pfoten (auch nachts #augen).

              Ein Bluttest ergab lediglich einen gering erhöhten Wert bei Futtermilben, aber der TA meinte dass das bei Nassfutter eher unwahrscheinlich ist. Er tippt auf Hausstaub.
              Er wollte jetzt erst mal die kühlere Jahreszeit abwarten, ob es besser wird.

              Inzwischen mache ich seit 2 Wochen eine Ausschlussdiät mit Rinti Pur (Pferd), aber es tut sich bisher rein gar nichts.

              Ich denke ich werde mit ihr mal zu einem Dermatologen/ Homöophaten gehen müssen ...

              LG
              sonntagskind

          Vielleicht zu einem Tierarzt gehen und die Allergie versuchen herauszufinden, anstatt wild das Futter umzustellen auf fremde Hinweise. Wenn ihr mehr wisst, kannst du immer noch barfen.

          • >> Vielleicht zu einem Tierarzt gehen und die Allergie versuchen herauszufinden<<

            Da sind wir doch auch gerade dabei #kratz
            Dass ich mich über Barf erkundige, ist ja bisher noch Zukunftsmusik und meine letzte Hoffnung auf Besserung.
            Samstag wurde wieder Blut abgenommen und sollen auf irgendwelche Bakterien getestet werden, denn selbst durch eine Cortisonspritze ging die Leckerei nicht weg bzw. besserte sich, also sollen es schon mal keine Milben sein...

            • Wenn ein Hund allergisch auf Futter reagiert, wird er in der Regel auf eine spezielle Diät gesetzt (z.B. Pferd, Känguru oder Strauss) und darf NICHTS, gar nichts anderes fressen, über einen Zeitraum von mindestens sechs Wochen. Es muss ja erst einmal alles aus dem System raus.

              Wenn er nicht auf das Futter allergisch reagiert bzw. auf die Inhaltsstoffe, ist es nicht so dringend zu barfen, da das Problem ja an der Umwelt liegt.

              Es klingt ein bisschen abenteuerlich, wenn dir Fans das Barfen als Heilmittel verkaufen und ihr habt noch keinen Anhaltspunkt, wieso euer Hund allergisch reagiert.

              • Hallo!

                Ja so machen wir das gerade, sie bekommt seit 4 Wochen Pferd pur. Keine Besserung bisher.
                Auch eine Cortisonspritze ergab keine kurzzeitige Linderung, daher glaubt der Tierarzt nicht an eine Futtermittelallergie/ -unverträglichkeit.

                Es ist zum Glück auch nicht so, dass sich meine Hündin wund leckt/kratzt. Aber sie tut es eben ständig. Man sieht fast nichts, lediglich die Haut zwischen den Balle ist etwas gerötet, aber nicht offen.

                Das mit dem Barf wurde mir nur von Hundebesitzern empfohlen, deren Hunde vorher auch allergische Reaktionen zeigten und bei denen jetzt nichts mehr ist. Und das waren nicht wenige (bin in einem Hundeforum).

                Es wird nochmal ein Bluttest gemacht, wir werden sehen ob dabei was rauskommt.

                LG
                sonntagskind

                • Hallo,

                  fütterst du pures Pferdefleisch, oder Trockenfutter mit Pferd?
                  Manchmal reagieren Hunde auf die Futtermilben im Trockenfutter allergisch.
                  Egal welches Trockenfutter du fütterst, da hilft nur Feuchtfutter oder roh füttern!

                  Oftmals wird geraten, das TroFu einzufrieren - das würde ich nicht machen!

                  Barf ist kein Allerheilmittel, aber wenn man es richtig macht, ist es eine gesunde Ernährung für den Hund mit wenig Zusatzstoffen und man weiß, was der Hund frisst!

                  LG Pechawa

                  • Der einzige Wert, der bei der 1. Blutuntersuchung im August erhöht war (+1) waren Futtermilben - sie bekommt aber Nassfutter, schon seit April/Mai. Dürfte also nicht der Fall sein - ich habe daraufhin alle Leckerlis (das einzige Trockenfutter) weggeworfen.
                    Hat aber bisher auch nichts gebracht.
                    Die Werte bei Pilzsporen, Pollen und Flohmilben lagen bei 0.
                    Der Tierarzt lässt jetzt Hausstaub und noch irgendwas untersuchen. Bin gespannt ...

                Hallo,

                gerade das reine Pfotenlecken, ohne weitere Symptome, ist nicht zwangsläufig eine Allergie, zumal bei Euch ja auch Kortison nicht mal eine kurzfristige Besserung brachte.

                Pfotenlecken hat häufig auch psychische Gründe - Stress, Unterforderung, Überforderung...

                Viele Grüße, Alex

                • Ja davon hatte ich auch schon gelesen/gehört.
                  Stress und Überforderung können denke ich nicht sein, dann schon eher Unterforderung.
                  Sie ist ein junger Hund und ich achte darauf, mich öfter (so 2x die Woche) mit anderen Hunden zum Toben zu treffen.

                  Ansonsten machen wir die normalen Spaziergänge:
                  Morgens und abends ca.15 Minuten, mittags ca. 20-30 Minuten und nachmittags 45 Minuten. Zwischendurch wird mal im Garten getobt oder eben drinnen. I.d.R. warte ich, bis sie mich auffordert.
                  In den Garten darf sie jederzeit.

                  Ich muss dazu sagen, dass unsere Hündin (franz. Bulldogge) zu den "fauleren" gehört, oft gar nicht Gassigehen will. Wenn sie dann aber draußen ist, ist alles gut.

                  Meinst du das ist so ausreichend? Wie kann ich das herausfinden?

                  Auffällig ist, dass sie gerade nach der Abendrunde direkt auf ihren Schlafplatz läuft und sich die Pfoten leckt bis zum Umfallen. Ich muss sie dann regelrecht "zwingen" aufzuhören.
                  Irgendwie ist das für mich daher eher ein Zeichen, dass es irgendwas draußen sein müsste ...

                  • Hallo,

                    Unsere Hunde neigen beide zum Pfotenlecken - allerdings aus total unterschiedlichen Gründen.

                    Unsere Hündin ist sehr unsicher und stressanfällig. Warum, wissen wir leider nicht - wir haben sie mit vier Jahren und einigen Macken übernommen. Damals hat sie dauerhaft geleckt, inzwisvhen "nur" noch, wenn etwas sehr stressig für sie war.

                    Unser Rüde leckt sehr, sehr selten, aber dann aus Langeweile. Letzten Monat z.B. hatte ich starke Rückenprobleme, die Kinder waren krank und die Hunde sind sehr zu kurz gekommen - Spaziergänge waren wirkliche Minirunden. Er ist eigentlich eher eine Couchpotato, aber das war dann doch zu viel (bzw. zu wenig...) und er hat sich die Pfoten geleckt.

                    Bei unseren Hunden hilft Ablenkung am besten. Häufig fülle ich ihnen einen Kong. Unserer Hündin einen, aus dem sie möglichst viel rauslecken muss, Leberwurst an die Innenwände geschmiert (Lecken beruhigt und nimmt Stress), unserem Rüden befülle ich ihn so, dass er richtig arbeiten muss, um an das Futter zu kommen (ordentlich gestopft, mit gschmolzenem Käse verschlossen o.ä., damit er den Kopf nutzen muss und etwas gegen die Langeweile tut).

                    Wenn Dein Hund es so extrem nach der Abendrunde tut, würde ich persönlich jetzt aus dem Bauch heraus darauf tippen, dass sie irgendwas stresst. Das kann alles mögliche sein. Bereitest Du evtl. Nach der Runde ihr Fressen zu und sie macht es als Übersprungshandlung, um den "Wartestress" zu überbrücken? Auch das könnte sein. Oder geht Ihr nur dann über eine bestimmte Wiese und es ist evtl. doch eine Kontaktallergie? Das ist wirklich ganz, ganz schwierig herauszubekommen...

                    Viele Grüße, Alex

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