Cushing beim 14,5 Jahre altem Hund

    • (1) 05.12.16 - 14:41

      Hallo,

      ich habe soeben erfahren, dass bei unserer Hündin der Verdacht auf Cushing besteht. Es gibt da wohl zwei Formen, die man mit einem weiterem Test rausfinden könnte. Aber egal um welchen es sich handelt, man kann die Symptome nur mit Tabletten unterdrücken, die Krankheit ist nicht heilbar.

      Da unsere Hündin nicht die jüngste ist und noch weitere Baustellen hat ( ein ziemlich großer Tumor am Hinterlauf, bei dem man noch nicht weiß ob er gut oder bösartig ist, Hautveränderungen...) sind wir uns unsicher ob wir den Hund behandeln lassen sollen. Es sind nicht die weiteren Baustellen, die uns grübeln lassen, sondern der Umstand, das der Hund panische Angst vor Tierarztbesuchen hat. Und mit panisch meine ich: der Hund fängt an wie wild zu hecheln, zittert am ganzen Körper und wurde schon mal Ohnmächtig.

      Würden wir den Hund behandeln lassen, so müsste er jetzt noch einen großen Bluttest über sich ergehen lassen (wehrt sich gegen das Blutabnehmen heftig) und während der Einstellung mit den Tabletten müssten wir wohl alle paar Wochen zur Blutabnahme, später alle 3 Monate.

      Momentan äußert sich der Verdacht auf Cushing durch die vermehrte Wasseraufnahme und die im Bluttest erhöhten Nieren- und Leberwerte.

      Wie würdet ihr in solch einer Situation bei einem fast 15 Jährigen Hund entscheiden?

      Hatte einer von euch vielleicht einen Hund mit Cushing? Habt ihr ihn behandelt oder nicht?

      Ich bin hin und hergerissen. Ich weiß, dass wenn wir sie nicht behandeln lassen, sie vermutlich nicht mehr lange lebt, andrerseits sie so panisch immer beim Tierarztbesuch zu sehen und wie sie dort offensichtlich psychisch leidet bricht mir ebenfalls das Herz #heul.

      • Hallo!

        Hmmm ich selbst hatte Cushing, weil ich 1 Jahr lang hochdosiert Kortison nehmen musste... ich wusste aber was die Ursache war.

        Ihr müsstet jetzt anhand ein Bluttest erstmal gucken, ob es einen auffälligen Tumormarker gibt.

        "andrerseits sie so panisch immer beim Tierarztbesuch zu sehen und wie sie dort offensichtlich psychisch leidet bricht mir ebenfalls das Herz #heul."

        Die wenigsten Hunde lieben ihren Tierarzt, auf derartige Befindlichkeiten, wie "psychisch leidet", kannst Du und solltest Du keine Rücksicht nehmen, was muss, dass muss!

        So oder so unbehandelt wird eure Hündin stark an Lebensqualität verlieren und auch nicht lange durchhalten, zumal sie weitere nicht unerhebliche Baustellen hat.

        Ich höre bei so etwas auf meinen Bauch und beobachte sehr genau, sobald alle nötigen Befunde vorliegen. Habe ich das Gefühl nur noch ein Häufchen Elend vor mir zu haben, und das schlimme ist ja das Hunde bis sie zeigen das es ihnen wirklich schlecht geht, schon sehr stark leiden, dann gibt es nur eine Konsequenz, nämlich so wenig Leid wie möglich und nicht unnötig rauszögern.

        Viel Kraft
        netty

        • Danke für deine schnelle Antwort.

          Der Tumor am Hinterlauf ist sehr groß und wurde schon vor einem halben Jahr von dem Tierarzt begutachtet. Da sie damit keine Probleme hat, also keine Schmerzen und er sie nicht im Laufen beeinträchtigt, hat der Tierarzt uns dazu geraten es nicht zu operieren wegen ihrem Alter und auffälligen Herzgeräuschen.

          Die Frage die ich mir stelle ist: Will ich den Hund solch einem Stress aussetzten?

          Als der Tumor am Hinterlauf aufgetaucht ist, habe ich mich schon intensiv damit beschäftigt für den Fall aller Fälle und wir sind uns einig, dass wir den Hund dann, wenn es nicht mehr geht, erlösen werden.

          • "für den Fall aller Fälle und wir sind uns einig, dass wir den Hund dann, wenn es nicht mehr geht, erlösen werden."

            Und genau mit dieser Fragestellung würde ich beim TA vorsprechen. TA versuchen die Besitzer sehr zu schonen, weil Vierbeiner nicht mehr nur einfach mitlaufen, sondern vollwertige Familienmitglieder sind - da will man nicht über letzte Maßnahmen reden - um so dankbarer sind TA dann wenn solche Dinge vom Besitzer angesprochen werden.

            Prüfe die Optionen mit deinem TA zusammen, was ist realistisch beim Status Quo und was nur ein rauszögern und Leid verlängern.

            Sie ist 14,5 Jahre das ist schon wirklich eine Leistung.

            LG netty

        "Die wenigsten Hunde lieben ihren Tierarzt, auf derartige Befindlichkeiten, wie "psychisch leidet", kannst Du und solltest Du keine Rücksicht nehmen, was muss, dass muss!"

        ....da bin ich ganz und garnicht deiner Meinung.

        Nenn du es "Befindlichkeiten", für mich ist das eine psyschiche und physische Tierquälerei. Der Hund ist fast 15 Jahre alt und wäre es mein Hund, würde ich ihm dieses Tierarztmatyrium nicht mehr antun.

        Vor kurzem kam im TV eine Tierhalterin mit ihrer 19! Jahre alten, herzkranken Katze zum TA. Sie wollte nochmal ein Blutbild machen lassen, da die Katze ihre Herztabletten verweigerte. Die Katze hatte eine derartige Angst, zur Blutentnahme kam es auch nicht mehr, da sie auf dem Behandlungstisch verendet ist - manchmal frage ich mich, was wollen Tierhalter. Irgendwann ist doch mal Schluss mit Diagnosen, Bluttests und und und....

        Nochmal, der Hund ist 14,5 Jahre alt.

        Als Tierhalter sollte man in der Verpflichtung sein, dem Tier bei Krankheit und hohem Alter ein einigermaßen lebenswertes Leben zu ermöglichen und dass es keine Schmerzen hat. Ist das nicht mehr möglich, muss das Tier erlöst werden und nicht auf Teufel komm raus zum TA geschleift werden.

        • Es ging nicht darum auf Teufel komm raus zu therapieren über Monate mit engen Intervallen beim TA. Hier geht es um eine Anamnese, warum muss der Hund pauschal eingeschläfert werden ohne überhaupt vorher ein Blutbild erstellt zu haben?

          Kannst du das tatsächlich entscheiden ohne überhaupt mögliche Optionen zu kennen?

          Evtl. reicht eine Tablette pro Tag zum Wohlbefinden für noch ein schönes letztes Jahr...

          Die wenigsten Tiere gehen gerne zum TA, dennoch lässt sich ein Besuch dort manchmal nicht vermeiden und dann kann doch nicht abgewogen werden zwischen Nutzen und "mein Tier mag da nicht hin". Hier geht es nur um einen Bluttest bei meinem ersten Post.

          Ich habe zum rauszögern von Leid meinen Standpunkt und ebenfalls geäußert vielleicht magst Du den Rest ja noch lesen.

    (7) 05.12.16 - 21:05

    mein hund wurde mit cushing 19 jahre alt.
    natürlich habe ich behandelt. er hatte sonst noch eine gute lebensqualität. da habe ich ihm natürlich die probleme die cushing bereitet (zb auch von dir beschriebene hautveränderungen) genommen.
    die "große" blutuntersuchung sind zwei blutentnahmen (bei dem dexa test wären es drei) und das spritzen eines medikamentes über die gleiche kanüle. kann man am hinterbein machen, im wartezimmer oder sogar im kofferraum wenn es entspannter ist.
    ich habe meinen hund allerdings auch mit 17 noch wegen einen tumor operieren lassen.

    ABER: cushing macht keine hohen nierenwerte! wenn das wirklich der fall ust liegt entweder kein cushing vor oder noch etwas anderes.

    Hallo!

    Zu Cushing kann ich, zum Glück für mich, nichts beitragen. Aber wenn die Hündin solch panische Angst vor dem Tierarzt hat, gibt es nicht einen in Eurer Nähe, der auch Hausbesuche macht? Wir haben für unseren, leider mittlerweile dahin geschiedenen Kater extra den TA gewechselt, da der Kater panische Angst vor dem Autofahren hatte.
    Ich würde die Hündin noch nicht so schnell aufgeben, wenn sie ansonsten ein lebenswertes Leben hat.
    Ich drücke Euch die Daumen, dass Eure Süße noch ein paar schöne Jahre bei Euch hat!
    Liebe Grüße

    Pamamaroo

    Unser Kater war 15 als er Nierenkrank wurde und Herzprobleme hatte er auch. Er bekam Medikamente. Aber die Fahrten zu Kontrollen und das Blut abnehmen war jedes mal ein solches Drama das ich echt Angst hatte, der stirbt am Herzkasper auf der Fahrt oder wenn er auf diesen Tisch muss. Also haben wir entschlossen, er bekommt die Tabletten und die Werte werden nur dann Kontrolliert wenn ich merke das es ihm schlechter geht. So mussten wir nicht mehr alle 3 Monate hin sondern im Schnitt 1-2x im Jahr. Das war schon eine riesen Erleichterung.

    Klar, mit häufigeren Kontrollen hätte man ihn vielleicht besser einstellen können und er hätte noch länger leben können. Aber er wurde 18,5 Jahre alt und hat da innerhalb von 1,5 Tagen total abgebaut und hatte dann komplettes Nierenversagen. Sonntags Nachmittags noch mit uns draußen auf der Terrasse die Sonne genossen, abends das Futter erbrochen, am nächsten Tag nichts angerührt, Nachmittags zum Tierarzt. Der meinte auch er kann ihm noch dies und das und jenes Geben.......aber ich wollte das dann nicht mehr. Er hatte 15 super Jahre, danach dann noch 3,5 mit leichten Einschränkungen. Diese Behandlung hätte geheißen erstmal stationär beim Tierarzt bleiben, danach wenn es denn angeschlagen hätte mehr Tabletten und wöchentlich Urin /Blut/ Gewicht beim TA. Das wollte ich ihm ganz ehrlich nicht antuen (von den Kosten mal ganz abgesehen)
    Gäbe es die Möglichkeit bei euch auch? Vielleicht beim Einstellen mehr oder minder regelmäßig Werte Kontrollieren, danach bei Bedarf auch wenn die Einstellung dann nicht immer ganz optimal ist?
    Gäbe es die Option das der TA zu euch nach Hause kommt?
    Könnte sie wenn sie in die Praxis muss etwas bekommen das sie entspannter macht (vielleicht auch pflanzlich)?

    Hallo,

    Ich kenne diese Krankheit nicht.

    Aber da dein Hund auch einen großen Tumor hat und so panisch beim Tierarzt reagiert, würde ich ihnen eine Behandlung wohl nicht zumuten! Vorausgesetzt dein Hund hat keine Schmerzen....?!
    Aber das kannst du sicher einschätzen.

    Dein Hund hat ein stattliches Alter erreicht und ich persönlich würde in dem Alter das nicht mehr antun.

    Wir mussten letztes Jahr unseren 7 jährigem Hund einschläfern lassen, er hatte einen großen Hirntumor....die op wäre möglich gewesen, aber der Ausgang war ungewiss! Auch wenn es verdammt Schwer viel, er musste nicht länger leiden. Er musste viel zu früh gehen... aber er war viel präsenter in seiner "kurzen" Zeit bei uns als andere.... er hatte ein wunderbares Leben! Sorry fürs bla bla ....

    Meine Hunde werden nur so lange es für uns vertretbar ist medizinisch versorgt. Zum Glück kann man es bei den Tieren entscheiden.

    Hab Mut und entscheide nach Bauchgefühl! Es wird die richtige Entscheidung sein!!! :)

    Genieß die Zeit!
    Lg

    meine Vorgehensweise wäre, auf alle Fälle heraus finden lassen, was der Hund denn nun genau hat. Bedeutet evtl. noch ein mal Stress für Blutabnahme.

    Danach Entscheidung über das weitere Vorgehen. Behandlung, die für den Hund absoluten Stress bedeuten, würde ich....... nicht machen. Es geht ja um den Hund und nicht um euch.

    Auch wenn es in der heutigen Zeit alle möglichen Behandlungsmöglichkeiten gibt, so muss man doch nicht alles, was möglich ist, auch machen. Schon gar nicht bei einem Hund in einem so stolzen Alter!
    Ich wünsche dir eine gute Entscheidung. Im Sinne des Hundes, dass es ihm gut geht und er noch eine schöne Zeit hat od. ihm unnötiges Leiden zu ersparen

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