Todkranke Katze

    • (1) 28.07.17 - 05:59

      Hallo!
      Meine fast 16 jährige Katze ist seit gut einer Woche sehr krank.

      Es fing damit an das mir Ihre schnelle Atmung auffiel, sie atmete doppelt so schnell wie mein Kater. Die Tierärztin tippte auf Luftwegs Infekt. Sie bekam Antibiotika und Kortison.

      Vier Tage später noch immer keine Besserung, ihr Bauch hebte und senkte sich auch so stark beim Atmen, also bin ich wieder zum Arzt. Diesmal zu einem anderen. Dabei kam raus, Wasser in der Lunge, Herz stark vergrößert, evtl Tumor in der Lunge.

      Sie bekam erstmal was zum entwässern, zwei Tage später nochmal geröngt, Wasser noch nicht ganz weg aber besser. Dann wurde ihr noch Blut abgenommen.

      Gestern dann das niederschmetternde Ergebnis: Nierenwerte ganz ganz schlecht ( genaue Zahlen weiß ich leider nicht da die Ärztin mir das auf dem Computer zeigte) , genauso Leberwerte ganz ganz schlecht. Dann das vergrößerte Herz, das Wasser in der Lunge und der Verdacht auf den Tumor.

      Sie sagte es gibt eigentlich keine Hoffnung mehr, wir sollen nun überlegen was wir tun. Ob wir sie erlösen oder sie vier oder fünf Tage täglich in die Praxis kommt und ihr eine Infusion legen und sie paar Stunden immer dort bleibt. Es könnte was bringen, versprechen kann sie aber nix. Wir entschieden uns gegen die Infusion. Weil wir einfach sagen, wenn es so weit ist soll sie in Würde sterben und nicht noch an ihr herum gedocktert werden. Das hat sie einfach nicht verdient. Sie ist so eine tolle Katze!

      Und sie ist wirklich noch topfit! Sie frisst, trinkt, geht aufs Klo, will kuscheln. Sie ist völlig normal eigentlich. Sie hat noch nicht aufgegeben!

      Sorry für die lange Story... musste das mal los werden.

      Wie sind eure Erfahrungen mit eigentlich todkranken Katzen.... habt ihr gemerkt wenn sie nicht mehr wollten?

      Lg Yvonne

      • Hallo Yvonne, das tut mir leid :-(

        Bei unserer alten Katze ging das damals sehr schnell. Von heute auf morgen hat sie schwer geatmet, lag nur noch unter dem Tisch, hat nicht mehr gefressen, es ging ihr sichtlich schlecht. Wir sind sofort zum Tierarzt, sie wurde geröntgt, Befund: Riesiger Tumor, der auf die Lunge drückt, alles voller Wasser... Die Ärztin meinte, dass wir sie erlösen sollten, wir könnten sie nochmal mit nach Hause nehmen, damit mein Sohn sich verabschieden kann, sie könne aber nicht garantieren, dass sie den Transport überlebt (der Weg in die Praxis war schon schlimm, sie musste in ihrem ganzen Leben vielleicht dreimal in der Transportkiste im Auto transportiert werden und war da jedes Mal völlig aufgelöst).

        Wir haben uns dagegen entschieden und sie sofort erlösen lassen, so schwer es auch war, aber sie hat so gelitten, sie konnte eigentlich nicht mehr, trotzdem ist sie in der Praxis rumgelaufen, hat unsere Nähe gesucht, obwohl sie eigentlich viel zu schwach war um sich überhaupt zu bewegen. Sie muss schon lange krank gewesen sein, aber Katzen sind zäh, die lassen sich das nicht anmerken bzw. meist ist es dann schon zu spät.

        Ich würde nochmals mit der Tierärztin sprechen. Ich würde, nach der Erfahrung mit unserer alten Katze, nicht mehr warten, bis das Leiden sichtbar ist. Ich würde genau erfragen, ob sie Schmerzen hat, ihr das Atmen schwer fällt. Wenn ja, würde ich den letzten Schritt gehen, auch wenn das sehr sehr traurig ist.

        LG Dani

        • Vielen Dank für deine Antwort!

          Ich hätte in deinem Fall genauso entschieden. Deiner Katze ging es sichtlich schlecht. Das ist bei meiner gar nicht. Sie ist genauso wie immer. Nur das schnelle atmen fiel mir halt auf.

          Wir hatten gestern auch schon abends einen Termin zum einschläfern gemacht. Aber dann war ihre Atmung gestern Nachmittag auf einmal wieder richtig gut ( 27 Atemzüge in der Minute, davor hatte ich über 40 in der Minute gezählt.) Und mein Mann sagte er will nicht eine Katze einschläfern die so völlig normal wirkt und nix zu haben scheint. Wenn es ihr irgendwann sichtlich schlecht geht, dann keine Frage, handeln wir sofort. Im Moment frisst sie noch normal, trinkt, geht aufs Klo... sie sitzt mit uns auf dem Sofa und lässt sich den Bauch kraulen. Sie geht auch noch hoch auf den kratzbaum und die Treppe hoch ins Dachgeschoss. Sie ist so wie sie immer war.

          Sollte sich das ändern sind wir bereit sie gehen zu lassen damit sie nicht leiden muss.

          Gruß yvonne

      Es tut mir sehr leid.

      Katzen sind wirklich zäh und kämpfen um jedes ihrer neun Leben wie Löwen, sie reißen sich extrem zusammen, auch wenn es ihnen wirklich, wirklich schlecht geht. Deswegen neige ich leider auch dazu, dass ich mit ihnen kämpfen will, aber ehrlich gesagt: ich habe damit meinen letzten Katzen auch keinen Gefallen getan. Insbesondere wenn Nieren und Leber schon aufgeben, dann wird es nicht mehr besser, sondern nur viel, viel schlimmer. Man versucht so verzweifelt mitsamt dem Tierarzt zu kämpfen, aber letzten Endes verlängert man nur das Leiden.

      Deine Katze wird Dich nicht merken lassen, wie sie sich fühlt, sondern alle Schmerzen überspielen und es Dich kaum merken lassen, was los ist. Eine meiner Katzen muss schon mehrere Wochen komplett erbildet gewesen sein, bis wir es gemerkt haben - sogar das hat sie überspielen können. Schmerzen bemerkst Du einfach nicht, weil Katzen das einfach nicht zulassen.

      Aus meiner Sicht wäre es besser, sie gehen zu lassen, auch wenn es weh tut und sie noch einen fitten Eindruck macht. Es geht ihr innen drin sicher gar nicht gut, sie lässt es sich nur nicht anmerken, weil Katzen so extrem starke Persönlichkeiten sind.

    • (5) 29.07.17 - 09:32

      Deine Katze wird dich nicht merken lassen wie es ihr geht.
      Meiner Katze wuchs drückte letztes Jahr ein Tumor so stark gegen das Auge, dass dieses deformiert nach außen gedrückt wurde. In einer Wahnsinns Geschwindigkeit. Unaufhörlich lief Blut aus der Nase.
      Dennoch futterte und trank sie, schmuste, schleppte ihr Lieblingsspielzeug durch die Gegend. Sie benahm sich wie immer.

      Die Entscheidung musste ich treffen, weil einfach klar war, dass sie in dem Zustand leidet.

      Ich wünsche dir viel kraft.

      Unser alter Kater war seit er 15 war Nierenkrank. Mit einer Tablette am Tag ging es ihm sehr gut, das war kein Problem. Mit 18,5 ist er über die Regenbogenbrücke gegangen. Und da hat man ihm ganz deutlich angemerkt innerhalb 2 Tagen das er nicht mehr konnte und vor allem nicht mehr wollte. Da fiel die Entscheidung ihn gehen zu lassen nicht mehr so schwer.

    • (7) 31.07.17 - 18:40

      Du wirst es merken, wenn sie nicht mehr will. Zumindest meiner Erfahrung nach.

      Bei zwei unserer Katzen hat man es auch ganz deutlich gemerkt, als es "vorbei" war. Die Ältere war 17, als ihr Nierenleiden schlimmer wurde. Meine Mutter ist zum Tierarzt, als es ihr erstmals erkennbar etwas schlechter ging. Wir haben uns gegen ausführlichere Untersuchungen entschieden, da sie schon so alt war und wir ja wussten, dass es nur noch eine Frage der Zeit ist. Sie bekam einen Vitamincocktail, ein entzündungshemmendes Mittel (da sie zu dem Zeitpunkt wohl auch Magenschmerzen hatte) und Schmerzmittel, und kurz drauf war sie wieder deutlich fitter und verhielt sich völlig normal.
      Aber uns allen war klar: Das ist eine einmalige Sache. Das ziehen wir nicht durch, sondern wenn es wieder schlimmer wird, lassen wir sie gehen.

      Und zwei Wochen später wurde es dann schlimmer, und zwar deutlich schlimmer als das erste Mal. Sie war apathisch und hatte Schmerzen beim Laufen und alle wussten, dass es das war.
      Ihr Herz hat dann auch schon nach der Spritze mit dem Beruhigungsmittel aufgehört zu schlagen, vor dem eigentlichen Narkosemittel.

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