Schwanger mit 2. Kind und Hund

    • (1) 27.12.17 - 17:44

      Hallo ihr lieben,

      Unser Sohn ist jetzt knapp 9 Monate und heute morgen habe ich eine positiven sst gemacht. Wäre ja alles gut soweit aber wir holen Freitag unseren neuen Hund auch noch ab!

      Wir haben uns die Entscheidung für den Hund nicht leicht gemacht und lange überlegt bzw uns umgeschaut und uns Schluss endlich in eine 1 jährige Hündin aus Spanien verliebt! Sie ist total lieb, kennt Kinder jeden Alters und lebt auf einer Pflegestelle! Sie ist aber auch sehr lebhaft und muss auch noch einiges lernen.

      Es war jetzt nicht geplant dass ich so schnell wieder schwanger bin... nun hab ich ganz schön Schiss ob das mit dem Hund dann nicht doch der falsche Zeitpunkt ist! Es würde mir das Herz brechen aber wir sind am überlegen tatsächlich noch so kurzfristig doch abzusagen und sie nicht zu holen! Wir haben es uns schon alles so schön ausgemalt mit allem Positiven und „negativen“ Aspekten. Mit unserem Sohn und dem Hund bin ich mir auch sicher alles schaffen zu können aber wie sieht es mit zwei Kindern aus!?!?? Vor allem in der Anfangszeit!?!?

      Ich bin total verunsichert und auch gerade sehr traurig! Alles ist schon für den Hund vorbereitet! Die ganze Familie ist eingeweiht und freut sich!

      Wir leben in einer EGwohnung mit großem Garten und habe auch Hunde Erfahrung, ich etwas weniger als mein Mann! Er ist mit Rottweilern aufgewachsen..

      Wer kann mir von ähnlichen Situation oder Erfahrungen berichten?

      Freue mich auf antworten!

      • Hallo,

        ganz ehrlich, ich würde den Hund absagen. Ich habe viel Hundeerfahrung und auch schwanger zu einem Kleinkind einen Hund dazu geholt. Nie wieder!

        Ich fand es extrem stressig.

        Lg

        • Ok Danke für deine ehrliche Antwort! Wie alt war denn dein erstes Kind? Und was genau fandest du dann als sehr anstrengend?

          Lieben Dank!!

          • Mein großer war genau ein Jahr als der Hund kam.

            Ok, bei uns war es ein Welpe, aber auch mit nem einjährigen Hund (zumal mit Strassenerfahrung) bleibt noch so viel an Erziehungsarbeit (und mit Rottweilererfahrung kommt man da ggf auch nicht weiter). Kind krank - klar geht der Garten, aber zum einen möchte man wirklich ein Hundeklo im Garten und zum anderen einem unbeaufsichtigten Junghund fällt auch im Garten noch einiges an Blödsinn ein. Wetter richtig Mist - Hund muss trotzdem raus.

            Mal eben schnell mit dem Hund raus, schwanger und mit Kleinstkind ist eben nicht so einfach "schnell mal raus". Was, wenn Nr 2 nicht so pflegeleicht ist, wie Nr. 1? Dazu kommt, Ein Hund möchte nicht nur spazieren gehen, er möchte auch kopfmäßig beschäftigt werden...

            Ich verstehe den Wunsch nach einem Hund - denke aber jetzt ist für euch der falsche Zeitpunkt.
            Lg

      Hallo!

      Du musst halt bei jedem Wetter und zuverlässig täglich mehrere Stunden mit dem Hund laufen, ihn Erziehen, Hundeschule besuchen... und das mit erst einem, bald zwei Kindern im Schlepptau. Die auch jedes mal an- und ausgezogen werden müssen, sich vielleicht langweilen denn der Hund darf nicht mit auf den Spielplatz. Das mit einem Kind, das noch nicht gut und weit laufen kann und einem das gar nicht laufen kann. Das beschränkt auch die Wege, die ihr nehmen könnt deutlich, und es wird kompliziert.

      Erfahrungen mit Hunden in der eigenen Kindheit zählen wirklich nicht, weil man damals ja gar nicht selbst aktiv erzogen hat, sondern nur dabei war, und auch sich vieles geändert hat. So in Sachen Gewalt etc. hat man schon andere Ansichten.

      Die Frage ist, was ändert die Schwangerschaft jetzt, außer dass ihr nur ein paar Monate habt, bis es halbwegs klappen muss, statt 1,5 Jahren bis Kind 2 geplant war? Mit Kleinkind und Hund ist es immer kompliziert, aber ihr habt euch das ja eigentlich schon zugetraut.

      • Danke für deine Antwort!

        Mein Mann unterstütz mich auf jeden Fall und würde morgens und abends mit dem Hund raus auch ne größere runde bzw auch mit ihm joggen, Fahrradfahren gehen... hundeschule ist samstags oder sonntags und ich gehe dort sehr gern hin denn ich mache auch sehr gerne mal etwas ohne Kinder.
        Außerdem leben meine Eltern in der Nähe und springen ein bei Krankheit oder ähnliches...
        Und dann haben wir noch den großen Garten...

        Ich habe in meiner Kindheit so gut wie nie einen Spielplatz betreten da wir immer auf wald und Wiese unterwegs waren... uns war es deswegen nie langweilig!
        Das schlimmste finde ich ist es mit dem Kind den ganzen Tag zuhause zu sitzen! Ich muss immer raus!

        Eigentlich denke ich könnte man es schaffen und es würde sogar sehr schön werden! Aber ich hab Angst mir das alles schön zu malen und eine falsche Entscheidung zu treffen!

    Also ich bin der Meinung das es immer geht, irgendwie. Bloß ihr habt jetzt die Situation das ihr noch entscheiden könnt.
    Ich bin momentan mit Kind 3 schwanger und haben auch zur Zeit 3 Hunde. Ganz ehrlich ich würd es mir anders wünschen. Klar ist es schön die Kids mit den Hunden zu sehen aber der tägl. Aufwand allen gerecht zu werden ( Mann meist nicht da der es anfangen könnte) bei schlechten Wetter, oder Krankheit oder einfach mal n straffer Zeitplan reicht da schon und man kommt ins rudern. Bitte wägt das genau ab auch auf lange Sicht, nicht nur zum Wohle des Hundes auch für euch. Wir haben jetzt schon so viele Familie miterlebt die sagten Kind dann noch Welpe/ junghund wenn das Kind 1-2 Jahre war was zu 90% immer in die Hose ging. Entweder war der Hund nach 2/3 Monaten weg oder erziehungstechnich/ sozial ne Katastrophe und Risiko für alle.

    • Klar macht mir das Angst dass ich Nicht allen gerecht werden kann und mich das überfordern wird.
      Andererseits wann ist denn der richtige Zeitpunkt für einen Hund?
      Für mich war immer klar, dass wir uns einen Hund holen wenn wir eine Familie haben. Wenn beide Vollzeit arbeiten kommt es nicht in frage. Aber wann dann?

      Mein Mann unterstützt mich auf jeden Fall und würde morgens und abends mit dem Hund gehen, auch ne größere runde. Ich müsste also 1 mal am Tag mit Kindern und Hund raus... mein erster Sohn wird dann zeitnah in eine Kita gehen, da muss ich ihn hinbringen und abholen, zweites Kind und Hund komme dann natürlich mit. Meine Eltern wohnen in der Nähe und springen natürlich ein bei Krankheit oder irgendwelchen anderen Problemen. Und samstags oder sonntags ist Hundeschule, da würde ich dann hingehen denn ich bin froh auch mal etwas ohne Kinder machen zu können.
      Und dann haben wir noch einen 300qm großen bis dahin eingezäunten Garten.

      Sind meine Vorstellungen wirklich do Realitätsfern?
      Ich kann mir vorstellen dass es Menschen gibt die sich gedankenlos einen Hund anschaffen und es dann nicht auf die Reihe bekommen. Aber hat das wirklich die Regel? Bzw ist die Vorstellung es könnte klappen und sogar sehr schön werden wirklich so falsch?

      Die Anfangszeit mit Neugeborenen und kleinen Kind wird sicherlich hart, aber dauert ja auch nicht ewig das sind Max die ersten 3-4 Monate... mein Mann würde aber auch 1-2 Monate elternzeit nehmen...

      Ich bin wirklich hin und hergerissen! Ich möchte keine falsche Entscheidung treffen, aber ich will es auch nicht unnötig schlecht reden! Für mich gehört zu einer Familie eben auch einfach ein Tier! Und zwar sicher kein Hamster...

      Danke für deine Antwort!
      Liebe Grüße

      • Es ist wirklich keine leichte Entscheidung. Bei uns waren die ersten 2 Hunde vor den Kindern. 1 gehörte mir einer meinem Mann über die wir uns dann auch kennengelernt haben. Daher sind wir wenn man so will von Anfang an reingewachsen. Viele holen sich ja nach dem 1 Kind einen Hund und malen sich das rosa rot aus. Klar kann es klappen manchmal (in unseren hundebekanntschaften meistens) leider nicht.

        Du machst aber so vom lesen her den Eindruck das das schon so gut durchdacht ist und das Potenzial da ist das es fkt. Nur bitte überdenke einen Punkt noch der mir persönlich noch auffällt - mit kind(ern) zum Kindergarten- ich persönlich find es furchtbar. Bei uns haben wir momentan zwei Sorten die die im Auto warten und sich dementsprechend die Seele aus dem Leib kleffen, und die (im Moment zum Glück nur einer) der vor dem Kiga angebunden wird und dort klefft. Die erste „Sorte“ ist mir zwar noch lieber aber eigtl für den Hund (!wenn man es nicht übt, sondern einfach macht!) furchtbar. Nr 2 ist immer ne Gradwanderung was ist wenn man Kind reinschafft und draußen ein Kind warum auch immer zu dem hund geht, theoretisch muss er nicht mal was machen aber ihr werdet da ganz schnell Mode da alles behauptet werden kann- ob wahr oder nicht lässt sich ja im Nachhinein nie nachvollziehen. Das würd ich nicht mal mit meiner Hündin machen und für sie würd ich meine Hand ins Feuer legen. Einfach auch da es wenn so n Zwerg da mal hingeht am Ohr ziehen oder was auch immer nicht schön fürs Tier ist.

        Sorry viel Text 😅

        Im Endeffekt könnt ihr es nur ausprobieren und schauen wie es läuft den der Hund spielt auch eine große Rolle ob es klappt oder nicht.

        Nur so rosig wie es man sich ausmalt wird es def. nicht. Aber schön kann es sein 😉wenn man sich alle Türen offenhält und auf alle evtl vorbereitet ist.

        • Ja ich denke wir gehören zu der Sorte Menschen die so einen Schritt sehr gut überlegen bevor sie ihn gehen.
          Wir haben es uns wirklich nicht leicht gemacht und uns gut informiert. Haben im Vorfeld bereits Geld für eine Hundetrainerin ausgegeben und uns beraten lassen „vor Anschaffung eines Hundes“. Ich habe sehr viel gelesen und mich mit allen Hundebesitzer unterhalten die ich kenne oder getroffen habe.
          Ich hätte mir mit dem Hund einen lang ersehnten Traum erfüllt! Und dann fanden wir auch noch unsere traumhündin!
          Es war perfekt!
          Aber jetzt ist alles anders mit dem positiven Test!
          Wir haben der Pflegestelle Bescheid gesagt und werden sie nicht holen! Alles ist schon vorbereitet und wird jetzt wieder zurück gegeben! Vielleicht ist es die richtige Entscheidung aber ich werde sicherlich noch einige Zeit brauchen um mich damit abfinden zu können! Bin wirklich sehr traurig!

          Danke dir für deine ausführliche Antwort und deine Tipps!

          • Hut ab vor eure Entscheidung, egal wie sie ausfällt, ihr setzt euch echt mit der Thematik auseinander.👍🏼
            Ist zwar schade für beide Seiten aber ich denke zu einem späteren Zeitpunkt der „günstiger“ (wenn es sowas gibt) werdet ihr euch noch euren Traum erfüllen können.

            Denke spätestens wenn die Kinder selber den Wunsch äußern und auch mal mit anpacken können ☺️😉.

Hallo,

Ich würde es nicht machen....

Zum einen würde ich mir keinen Hund holen wenn ich ss bin, weil es echt sehr sehr schwer ist dem gerecht zu werden!

Zum anderen würde ich niemals einen älteren Hund holen, weil niemand weiß was er erlebt hat.... und wie dieser mit Kindern reagiert!

Lg

  • Danke für deine Antwort!

    Du meinst es ist schwierig Hund und Baby gerecht zu werden? Oder grundsätzlich Hund und Kinder?
    Hast du Hund oder Kind und Erfahrung damit?

    Für uns kommt nur ein Tierschutz Hund in frage und damit nur ein etwas ältere, da man bei einem Welpen aus dem Tierschutz nie weis was drin ist. Die Hündin die wir uns ausgesucht haben ist 1 Jahr alt, hat keinerlei Ängste und lebt auf einer Pflegestelle mit Kindern zwischen 1-14 Jahre. Sie ist super lieb!

    Danke nochmals für deine ehrliche Antwort!

    • Hallo,

      Ich habe Erfahrung und sehe sehr viel unerzogene Hunde.

      ich habe einen Hund(7 Jahre) und 2 Kinder (9 Monate und 5 Jahre).

      Der Hund kommt jetzt in die Pubertät und testet seine Grenzen.
      Ich finde es nicht optimal, er kommt bei euch an und dann bekommt ihr euer Baby und alles ändert sich.
      Manchmal ist es nicht leicht dem Hund gerecht zu werden!

      Wie alt ist dein Kind? Habt ihr Haus und Garten? Wie willst du den Hund auslasten?

      Gerade Hunde aus dem Ausland sind oft krank und brauchen regelmäßig Medikamente.... ist finanziell sehr zu bedenken. Oft haben die spanischen Straßenhunde einen großen jagddrang....

      Lg

      • Wir leben in einer EG Wohnung mit 300 qm Garten. Mein Sohn ist 10 Monate und wird dann wenn das zweite Baby kommt 1,5 Jahre alt sein...
        Ich gehe mit ihm mind einmal am Tag spazieren und denke daran wird sich auch nichts ändern wenn das zweite Kind da ist. Mein Mann geht morgens und abends gassi bzw würden wir uns abends abwechseln da ich auch gerne mal ohne Kinder das Haus verlasse! Samstags oder sonntags ist wäre dann hundeachule. Wie ich sie sonst auslaste weis ich noch nicht, da ist ja auch jeder Hund anders! Mein Mann möchte sie gerne mit zum Fahrrad fahren nehmen.

        Ich würde nicht unbedingt sagen dass die Hunde aus dem Ausland immer krank sind. Sie ist im Winter geboren und kam als Welpe im April nach Deutschland und hat damit sehr gute Chancen zum Beispiel wegen leishmaniose oder ähnliches. Ich habe schon von vielen Zuchthunden gehört die gesundheitliche Probleme hatten und wo sehr teure Operationen notwendig waren.

        Wie macht ihr es denn mit zwei kleinen Kindern und Hund? Kannst du dem nichts positive abgewinnen?
        Ich finde es einfach sehr schön wenn Kinder mit Tieren aufwachsen! Ich möchte aber den Hund auch für mich, ich interessiere mich sehr für die Hundeerziehung und habe daran sehr viel Freude! Zudem finde ich es gut einen Grund zu haben bei jedem Wind und Wetter raus zu kommen.

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