Einige Fragen zur Katzenhaltung

    • (1) 22.02.18 - 12:05

      Hallo ihr Lieben,

      Wir bekommen Anfang April zwei Bkh Kater, sie werden dann zwölf Wochen alt sein.
      Wir hatten noch nie Katzen, haben also keine Erfahrung im Umgang mit Katzen.
      Einen Kratzbaum, ein Kratzbrett, eine Heizungsliege und einiges an Spielzeug haben wir schon angeschafft. Zwei Katzenklos, Futternäpfe, etc haben wir auch schon.
      Gibt es sonst noch Dinge, die Katzen gerne mögen oder sollen wir erstmal abwarten, bis sie da sind?
      Zum Thema Ernährung hab ich mich auch schon eingelesen und bin ganz begeistert von barf. Hat da jemand Erfahrung von euch und kann mir ein bisschen berichten?
      Von der Züchterin bekommen sie Nass- und Trockenfutter von Felix.
      Könnte ich sie dann noch umgewöhnen?
      Ist das überhaupt eine gute Marke?
      Ach und falls das wichtig ist, sie sollen keine reinen Wohnungskatzen werden!

      Vielen Dank für eure Hilfe!

      Liebe Grüße!

      • (2) 22.02.18 - 18:55

        Hi!

        Ihr seid besser vorbereitet als ich, als ich die Kleine adoptiert habe. Ich hatte zwei Tage um alles zusammenzukriegen und habe Näpfe ausgeliehen, ein uralt Katzenklo aus einem Keller ausgegraben und geputzt, ein IKEA-Teppich war eine Kratzmöglichkeit und eine Hundekiste der Transportkorb.
        Katzen sind erstaunlich anpassungsfähig.... jetzt, auch mit der Grossen, sieht alles ein bisschen anders aus, aber wie gesagt, ihr habt ja schon viel.

        Noch zu den einzelnen Punkten:
        Zum Futter findest du hier einen ausführlichen Beitrag von mir, auch mit empfehlenswerten Marken. (Beitrag #11)
        Unbedingt umgewöhnen, das sollte in dem Alter auch kein Problem sein. Gute Züchter sollten aber nicht minderwertiges Futter von Felix füttern... Kommen eure BKHs mit Stammbaum? Sind die Eltern getestet?

        BARF mache ich nicht, es ist auch von Vorteil wenn die Katzen zumindest Dosenfutter akzeptieren, falls ihr aus Gründen mal nicht Fleisch zubereiten könnt, nehmen sie es hoffentlich an.

        Kleine Katzen sind wie Kinder, sie sind furchtbar verspielt und vergessen vielleicht mal auf's Klo zu gehen, bis es ganz dringend ist. Die Regel lautet 1 Toilette pro Katze + 1, in eurem Fall also eigentlich 3. Bei späterem Freilauf kann man das auch wieder reduzieren, ich habe hier zwei für zwei Katzen + eben draussen.
        Falls eure Kitten aber noch ein paar Unfälle haben, könnt ihr noch mehr Toiletten aufstellen, damit die Wege nicht so lang sind. Da tun es auch Blumenuntersetzer, ist ja nur provisorisch. Aber das werdet ihr merken.

        Für Unfälle könnt ihr euch auch einen Enzymreiniger wie Biodor besorgen. Der vernichtet den Geruch der Hinterlassenschaft auch für Katzennasen und verhindert, dass sie die Stelle als Toilette ansehen, weil es für sie noch so riecht.

        Und weil kleine Katzen eben noch so verspielt sind, sollte Freilauf erst mit einem Jahr gewährt werden. Verspielte Katzen laufen schneller mal vor ein Auto, weil sie einem Blatt nachjagen. Wenn ihr ihnen mehr Zeit gebt, haben sie eine höhere Überlebenschance. Es empfiehlt sich auch sie mit einem Chip zu versehen und zu registrieren.

        Falls es ein Pärchen ist, so früh wie möglich kastrieren lassen bzw. zeitnah bei eurem Einzug. Auch wenn sie kein Pärchen sind, unbedingt frühzeitig kastrieren lassen. Für Kätzinnen ist eine Rolligkeit nur Qual und erhöht das Risiko von Krebs, bei Katern besteht das Risiko von Markierverhalten. Ausserdem schiessen Kater auch nach der Kastration noch bis zu sechs Wochen scharf.

        Ansonsten wachst ihr mit den Kitten... als ich meine adoptiert habe hatten wir sofort einen Tierarztmarathon vor uns, nach zwei Monaten dann endlich eine Ausschlussdiagnose: chronische Krankheit, Medikamente alle 12 Stunden und gleichzeitig eine Sozialisierung mit einer zweiten Katze. Nach vier Monaten haben wir endlich Alltag. It is what it is. #herzlich

          • (5) 22.02.18 - 22:43

            Nein, laut meinem Tierarzt kommt das einer Vergewaltigung von Kindern gleich. Er sagt, wenn er das machen muss, fühlt er sich nie wohl dabei. Er praktiziert schon 40 Berufsjahre und ist sehr erfahren. Er hat uns geraten bei Männchen bis min. zum 6. Monat zu warten, sofern das möglich ist und nicht eine rollige Katzendame im Zuhause lebt. Ansonsten nach dem ersten markieren. Auch für weibliche Katzen ist es besser wenn der Eingriff später erfolgen kann, vorausgesetzt sie kann nicht schwanger werden durch anwesende Kater. Nach der ersten Rolligkeit sollte der Eingriff aber zeitnah erfolgen, wenn sie sehr leidet und keine Trächtigkeit geplant ist.

            Du wirst Ärzte finden, die es eher machen. Aber ich finde es logisch zu warten bis das Tier halbwegs ausgewachsen ist. Es ist immerhin ein Eingriff in die Natur. Das darf man nicht vergessen.

            Wenn ohnehin niemand tragend werden kann, und das Tier nicht leidet, alles markiert oder so, kann man theoretisch noch länger warten. Beobachte einfach dein Tier. Man merkt ja, ob es ihm gut geht oder nicht. Unsere eine Katzendame war sehr selten rollig und hat nicht miaut und war auch nicht anstrengend. Wir lassen sie nun erst mit 1 1/2 sterilisieren aus Vorsicht bzgl. Dauerrolligkeit und in Absprache mit dem Arzt. Aber das kommt eben aufs Tier an. Manchmal muss es tatsächlich schon im 4. Monat sein, dass einer dran glauben muss bei früher Geschlechtsreife, wenn man ein Päarchen aufnimmt z.b.

            (6) 22.02.18 - 22:49

            Züchter ohne Stammbaum und Vereinszugehörigkeit sind schlussendlich nur Vermehrer. Mit Test meine ich damit Erbkrankheiten, wie Hüftdysplasie, HCM (häufige und vererbbare Herzkrankheit), PKD (vererbbrare Nierenkrankheit). Bei seriösen Züchtern sind die Elterntiere und deren Elterntiere getestet und frei von diesen Krankheiten. Damit bekommt man mit hoher Wahrscheinlichkeit ein gesundes Tier, während man ohne diese Tests ein grosses Risiko hat, dass das Tier später erkrankt.

            Weiterhin gelten Katzen nur mit Stammbaum als reinrassig. Ohne Stammbaum sind eure Perserkatzen schlichte Europäische Hauskatzen - nicht, dass EHKs nicht toll sind, meine Kleine Wald- und Wiesenkatze aus dem Tierschutz ist ein Goldstück! Aber ihr habt euch wohl in eine Rasse verliebt. Ein Vermehrer kümmert sich nicht um den Standard, während ein Züchter darauf schaut, welche Elterntiere er verpaart um die Rasse bestmöglichst zu erhalten. Der Verkauf als reinrassige Perser ist ohne Papiere eigentlich Betrug.

            Weiterhin sollten Kitten frühestens mit 12 Wochen vermittelt werden, besser wäre 14 Wochen. Auch die Futterwahl (Felix!) spricht nicht für eine seriöse Züchterin.

            Weiterhin solltet ihr unbedingt prüfen, welche gesundheitlichen Vorsorgen gemacht wurden, Tests, Impfungen und Entwurmungen mit Nachweis, sonst beginnt ihr mit hoher Wahrscheinlichkeit mit Flöhen, Milben und im schlimmsten Fall mit Giardien. Ein Züchter sorgt dafür, denn er hat das Fachwissen und achtet auf die Gesundheit (deshalb auch die Tests auf Erbkrankheiten)...

            Ein Verein achtet auch auf den Umgang der Katze, so dass sie nicht als Gebärmaschine missbraucht wird.

            Vielleicht sprecht ihr eure Vermehrerin nochmals darauf an. Ich sage nicht, dass sie ihre Katzen nicht liebt, aber sie handelt nicht im Interesse der Katzen, gerade gesundheitlich. Das sie sie nicht in Einzelhaltung abgibt, ist noch das Minimum.

            Idealerweise rate ich euch, wenn ihr wirklich Perser möchtet, zu einem seriösen Züchter zu gehen. Falls es nicht zwingend sein muss: es ist Frühling, die Tierheime werden bald platzen mit kleinen Kitten, oftmals Geschwister. Da habt ihr zwar auch wieder das gesundheitliche Risiko, aber ihr gebt zwei verlorenen Katzen ein Zuhause.

            Ich habe eine erwachsene Katze aus dem Tierschutz, die aber ein bisschen worst case gesundheitlich ist... würde trotzdem wieder eine aus dem Tierschutz nehmen, denn sie ist sicher nicht die Regel. Meine zweite Katze ist eine Kastratin (ehemalige Zuchtkatze) mit Stammbaum. Kastraten sind in der Regel billiger als reinrassige Kitten.

            Überlegt es euch nochmals, auch wenn das jetzt viel zu schlucken ist.

            Bis zu 14 Wochen ist eine Frühkastration möglich, ich würde es zwischen 14 und 16 Wochen machen lassen. Auch hier, seriöse Züchter geben sie heute häufig bereits kastriert ab. Die Wundheilung geht in dem Alter schnell voran, als Narkose empfiehlt sich die etwas sanftere Inhalationsnarkose. Ist allerdings auch ein bisschen teurer.
            Viele Tierärzte sitzen noch auf dem alten Zug und warten bis die Kater markieren oder die Katze rollig wird, leider können Katzen auch still rollig werden und leiden dann. Deshalb unter Umständen bei mehreren Tierärzten vorstellig werden.

            Ebenso liebe Grüsse!

            • (7) 23.02.18 - 08:40

              Nochmals vielen Dank!
              Das sind wirklich wertvolle Infos!
              Wir bekommen British Kurzhaar, keine Perser, aber da würde ja das selbe gelten, oder?
              Wir haben diese Rasse ausgesucht, weil sie uns vom Charakter her so zusagt.
              Eine Zucht gibts bei uns in 50 km Umkreis mir eine und die hat im Moment keine kitten, deshalb sind wir mehr aus Zufall auf die private gestoßen.
              Sie hat wie wir kleine Kinder und die Kitten waren sehr aufgeweckt, kamen gleich zu uns zum kuscheln und das zuhause wirkte insgesamt sehr liebevoll, deshalb haben wir uns dafür entschieden. Über Krankheiten etc haben wir uns leider gar keine Gedanken gemacht, da sie ja geimpft, etc zu uns kommen. Aber ich spreche sie auf jeden Fall nochmal darauf an.
              Wir haben schon fest zugesagt und 300 Euro angezahlt. Hoffentlich war das kein Fehler...

              • (8) 23.02.18 - 09:24

                Natürlich, BKH, ja! Ich hatte Perser wegen dem Beitrag unten im Kopf, tut mir leid. Für den Züchter/Vermehrer gilt natürlich dasselbe.

                Auch ein Züchter macht dies "privat", sie verdienen nicht wirklich Geld damit, denn die Gesundheitstest sind natürlich kostenaufwändig. Also nicht denken, dass Züchter hier gewinnorientierend arbeiten.

                Wie gesagt, ich spreche der Vermehrerin auch nicht ab, dass sie die Kitten liebevoll aufzieht, aber es ist sicher nicht im Sinne der Gesundheit und dem Rassenstandard.

                Ich würde auch sagen: sprecht mit ihr darüber. Erbkrankheiten sind nicht lustig, ich habe selber ein Sorgenkind (Asthmatikerin), es ist ein erheblicher Unterschied in der Haltung zwischen einer gesunden Katze und einer, die auf lebensnotwendige Medikamente angewiesen ist.

                Ausserdem sollten Vermehrer nicht unterstützt werden.

                300 Euro ist viel Geld, aber mit meiner Erfahrung an Tierarztbesuchen... ich persönlich würde bei mangelnder Gesundheitsversorgung und -vorsorge darauf verzichten. Aber ich kann absolut nachvollziehen , dass dies auch emotional schwer ist, wenn man die Kleinen schon gesehen hat.

                Meine ist mir auch als "gesund" vermittelt worden, eigentlich hiess es chronischer Katzenschnupfen bei Stress. Wäre ja kein Problem gewesen. Nach 10 Tagen wegen starkem Milbenbefall zum Tierarzt - das kam noch aus dem Tierschutz, sie hatte da noch keinen Freilauf. Kinnakne kam irgendwann auch dazu.
                Gut. Atmung war schlecht, Asthmanafall und Atemnot, notfallmässig zum Tierarzt. Palpation kein Ergebnis, Atemgeräusche bedenklich. Medikamente, Schleimlöser, keine Besserung. Röntgen. Deutliche Zeichnung der Bronchien, Schatten vor dem Herzen. Im besten Fall eine Bronchitis, im schlimmsten Fall Tumor, wahrscheinlichster Fall Asthma. Herzultraschall. Kontrollröntgen. Blutabnahme. Lungenlavage. 6 Wochen nach dem Einzug und einen vierstelligen Betrag später Befund: Asthma.

                Zusätzliche Kosten von ca. 50 Euro pro Monat an Medikamenten. Jährliche Kontrolle im dreistelligen Betrag. JEDEN Tag um 6 Uhr morgens inhalieren, auch wenn man an einem Sonntag gerne mal bis 8 Uhr ausschlafen möchte. Jeden Abend um dieselbe Zeit weitere Inhalationsmedikamente. Alle Termine müssen um die Krankheit gelegt werden.

                Man gewöhnt sich daran, aber es ist ein Unterschied, wenn ich meine Kastratin einer Züchterin anschaue, die gesund ist. Man verliert auch mit Katzen eine gewisse Unabhängigkeit, aber mit einem Sorgenkind ist man eingeschränkt.

                Und ich hatte auch die Möglichkeit sie wieder in den Tierschutz zu bringen... aber letztendlich habe ich mich für sie entschieden, auch unwissend der Krankheit und ich übernehme die Verantwortung mit allen Konsequenzen. Hätte ich es jedoch vorher gewusst, hätte ich sie nicht adoptiert.

                Aber ich habe hier wirklich zwei Vorzeigebeispiele von gesundheitlich überwachter und nicht überwachter Zucht resp. Vermehrung.
                Wie gesagt, ich würde auch das Risiko eingehen und wieder ein Sorgenkind aus dem Tierschutz übernehmen, aber wissend, was auf mich zukommt.

                Aber dementsprechend schrecke ich auch vor einem Vermehrer zurück, weil du hier wirklich die Katze im Sack kaufst. Letztendlich ist es eure Entscheidung. Aber seid euch bewusst, dass das Risiko für einen Pflegefall höher ist und dass sowohl finanzielle, psychische und zeitliche Konsequenzen hat.

                Im Alltag sind meine Katzen jedoch beide gleiche Dödel, jetzt wo das Sorgenkind gut eingestellt ist. :-)

                • (9) 23.02.18 - 11:49

                  Das tut mir Leid mit deiner Katze. Wirklich toll, wie du dich ihr trotzdem annimmst bzw das alles auf dich nimmst!
                  Ich werde sie auf jeden Fall auf alles ansprechen und sollten irgendwelche Zweifel auftreten, hoffentlich eine Lösung finden.
                  Ich bin auf jeden Fall sehr froh, dass du mir so weiter geholfen hast!

          (10) 23.02.18 - 11:55

          Ich meine das nicht böse, aber schau dir lieber die "Züchterin" genauer an.

          • (11) 23.02.18 - 11:59

            Da hast du absolut recht.
            Im schlimmsten Fall haben wir 300 Euro Lehrgeld bezahlt.

            • (12) 23.02.18 - 12:04

              Es geht ja leider nicht nur ums Geld für die Anschaffung. Schlimmstenfalls sind die Kleinen krank und Dauergäste beim Tierarzt. Das ist teuer und bricht einem das Herz. Ich drücke euch ganz fest die Daumen, dass alles gut geht.

              (13) 23.02.18 - 16:10

              Für BKH zahlt man normal das zehnfache. Bei dem Preis wirst du sicher reingelegt - die sind sicher nicht geimpft und entwurmt, das ist bei dem Preis nicht drin, und 12 Wochen so hungrige Rassekitten füttern für so wenig Geld? Wie soll das gehen?

              • (14) 23.02.18 - 16:20

                Nein, 300 Euro sind nur die Anzahlung. Insgesamt müssen wir 900 Euro bezahlen.
                Meine Schwester hat beim Züchter 500 Euro pro Katze bezahlt, also 50 Euro mehr als wir, deswegen fand ich den Preis realistisch. Ach und die waren auch entwurmt und geimpft.
                Ist der Preis wirklich so unrealistisch niedrig?

                • (15) 23.02.18 - 17:27

                  Verdächtig auf jeden Fall, Verbandszüchter verlangen normalerweise Vierstellig - füttern dafür aber auch kein Supermarkt-Futter. Die Katzen von den Zuckerbomben mit Aromastoffen und Geschmacksverstärkern wegbringen wird nicht unbedingt einfach werden. Das ist halt echt ziemlicher Müll.

    (16) 22.02.18 - 22:26

    Ich hab letztens erst wieder ne Studie gelesen, das Barf ein völlig überschätzter Trend ist, da Halter natürlich meist auf Supermarkt Fleisch zurück greifen müssen, dass roh gegeben häufig durch Transport Lagerung etc eine hohe Keimbelastung hat, die zwar für den Menschen nicht weiter wild ist - wir kochen ja - aber für die Tiere roh das Risiko zu erkranken ernsthaft erhöht. Dazu ist Barf eigentlich nur mit Zusätzen bestimmter Stoffe/Vitamine zu empfehlen, da das Fleisch, was normale Leute kaufen nicht von freilaufenden Wildtieren stammt die unterschiedliche Nahrung aufnehmen sondern von hochgezüchteteten Tieren, die mit Fertigfuttermischungen schnell schlachttauglich gefüttert werden. Denen fehlen dann Nährstoffe. Und dann hat man noch das ganze Antibiotika was zu viel gegeben wird. Kurzum wenn du nicht sehr viel Geld in sehr gutes schlachtfrisches Biofleisch zur direkten Rohverfütterung investieren willst, ist es besser du kaufst hochwertiges gekochtes und dadurch nicht keimbelastetes Katzenfutter in dass die Vitamine und Zusätze, die die Katze braucht in der Regel schon beigemischt werden. Hochwertig ist wie gesagt das Stichwort.

    Achte auf einen hohen Fleischanteil. Das meiste Futter in Supermarktregalen und aus der Werbung taugt erschreckenderweise rein gar nichts. Es gibt ein paar glückliche Ausnahmen bei Eigenmarken von Aldi und Kaufland. Ansonsten steht fast überall drauf dass in der Geflügel Box wo so fett Huhn drauf steht nur 4% Huhn tatsächlich drin sind. Das selbe natürlich bei allem anderen Fleisch und Fisch. Lies dir einfach Mal das Kleingedruckte auf der Packung durch. Warum sich sowas noch Katzenfutter nennen darf, ist mir schleierhaft.

    Felix ist genau so ein Rotz, was nicht gerade für deinen Züchter spricht. Ich habe hier gerade selber einen Wurf Katzen. Wir füttern Cosma Nature Kitten mit 70% Fleischanteil. Das hat für Kitten eine sehr schöne Konsistenz und ist bei mir schwer beliebt. Wenn sie aber nur Felix kennen, kauf vorsichtshalber ne Packung und biete beides an bis du sicher bist, dass das bessere Futter ausreichend gefressen wird. Dann lass das billige weg und nimm nur gutes. Da leben die Katzen länger von. Ich bestelle immer meistens bei Bitiba oder Fressnapf größere Mengen zum MengenSparpreis und lass es mir vor die Tür liefern. Da haben ich und die Katzen mehr von als die ewige Suche nach was brauchbaren im Supermarktregal.

    • (17) 23.02.18 - 08:57

      Ich esse gar kein Fleisch, mein Mann kauft immer beim Metzger im Nachbarort mit eigener Schlachtung. Dort wollten wir auch für die Katzen einkaufen.
      Aber die Studie werd ich mir auf jeden Fall suchen und nochmal darüber nachdenken.
      Danke dafür und auch für deine Futter Empfehlungen!
      Bei Felix möchte ich auf keinen Fall bleiben. Das Thema kam ganz nebenbei auf und sie hat mir noch erzählt, dass sei viel besser, als das "Discounter" Dosenfutter. Ich hatte da schon meine Zweifel, wollte ihr aber nicht dagegen reden.
      Bei Bitiba haben wir schon das ganze Zubehör bestellt, da schau ich mir gleich auch die Dosenfutter an!
      Trockenfutter soll man ja gar nicht geben, lieg ich da richtig?

      • (18) 23.02.18 - 09:31

        Ja, gar kein Trockenfutter, ausser als Futter im einem Fummelspielzeug. (Meine habe kein Spielzeug, ich werfe da Leckerlies mal in einen Eierkarton, kleine Kartonschachteln, WC-Röhren usw.)

        Du kannst dir meinen Beitrag wirklich an den Kühlschrank heften, ich habe mich selber lange informiert.

        Dosenfutter empfiehlt sich zu Beginn Probepakete, zum ein bisschen rausfinden was ihnen schmeckt und was sie vertragen. Es kann sein, dass sie am Anfang das "gute" Futter verschmähen, da Felix und anderes minderwertiges Futter chemische Stoffe drin hat, wie Junk Food bei uns und leicht süchtig macht.

        Deshalb würde ich für die erste Zeit noch Felix Zuhause haben und wenn sie das neue alleine nicht fressen, einfach mischen. Zuerst Felix mit einem Teelöffel neues Futter und dann langsam steigern.

        Du kannst dir auch noch zooplus.de ansehen, mit den Sparpaketen fährst du sehr günstig. Mit einem E-Mail an den Kundendienst solltest du auch einen 7 %-Sparplan bekommen. Ansonsten ist Sandra's Tieroase super, sie haben viel hochwertiges Futter.

(19) 23.02.18 - 11:13

Hast ja eigentlich schon alles gesagt bekommen.

Wenn du vernünftiges Naßfutter fütterst - bitte nicht nur eine Marke, Trockenfutter höchstens als Leckerlie gibst, am Besten getreidefei, kannst du 20 % der Nahrung durch Rohfleisch ersetzten. Wenn sie später im Freigang sind sorgen sie selber für Barf.
Solltest du tatsächlich dich für Barf entscheiden, gibt es auch online Händler die dir Fleisch und notwendige Suplemente liefern. Normales Supermarktfleisch wie wir es essen ist nur bedingt geeignet. Katzen essen in der Natur auch fast das ganze Tier. Knochen, Innereien, Fleisch, Sehnen, Fell, Federn.

Allerdings unbedingt kastrieren vor der Geschlechtsreife die kann ab dem 4. Monat eintreten. Viele Katzendamen hauen ab bei der 1. Rolligkeit und ups Würfe gibt es genug. Kater markieren oftmals weiter, auch nach der Kastration. Im Tierschutz und bei den meisten Tierärzten ist Frühkastration bis zur 14 Lebenswoche gang und gebe und es gibt keine Langzeitschäden.

Und ja du hast keine BKH's. Du hast Lastramis. Tiere ohne Stammbaum sind einfache Landstraßenmischungen. Deine Tiere kommen nicht vom Züchtern, sondern von einem Vermehrer. Zu Gute halten kann man dem Vermehrer, das er die Kitten immerhin 12 Wochen behält. Die Meisten geben nach 6-8 Wochen ab. Da fangen die richtig das fressen an.

Achja und wundere dich nicht über die Futtermengen. Du hast Katzen die nicht gerade zierlich werden, da gehen große Mengen weg. Hatte schon Katerkitten, die haben in dem Alter mal so 1.000 gr hochwertiges Naßfutter verputzt. Sind halt wie Jungs im Wachstum.

(22) 23.02.18 - 20:19

Du hast ja bereits viele gute Tips bekommen, ich will nur kurz ergänzen:
Die Wahl Eures "Züchters" war sehr medium aber ist ja nicht mehr zu ändern - ich persönlich nehme immer nur Tiere aus dem Tierheim bzw. Tierschutz, auch da sitzen Rassekatzen (sofern das denn sein muss) die dringend ein Zuhause brauchen.

Felix ist, wie schon gesagt, so ziemlich das Letzte.
Umgewöhnen geht einfach, wenn man immer etwas mehr vom "Guten" unter das alte mischt.
Futter sollte immer zimmerwarm sein.

Hier gibt es seit 14 Jahren hochwertiges Nassfutter, 40% und zu ca. 60%, Rohfleisch. Es ist Unsinn, dass man ab 20% Rohfleisch supplementieren muss, in gutem Nassfutter ist ausreichend viel der lebenswichtigen Stoffe zugesetzt.Trofu gibt es hier nur zum "jagen" und für Notfälle, das ist dann aber auch sehr hochwertig, Orijen z.B.

Laut meines Tierarztes, der reiner Katzenspezialist ist, ist das eine perfekte Mischung, meine Mädels waren nie krank, haben nie Zahnstein gehabt (weil sie die dicken Fleischbrocken selbst zersäbeln müssen) und sind für ihr alter extrem fit.
Ich kann das also nur empfehlen.
Zu vermeiden ist rohes Schweinefleisch, da gibt es einen Erreger der ihnen sehr schaden kann. Ich übergiesse das Fleisch vorher nur ganz kurz mit kochendem Wasser, um evtl. äussere Erreger abzutöten.

Ihr habt ja gut vorgesorgt, das wird genügen, im Laufe der Zeit merkt ihr schon, wenn etwas fehlt!

LG, katzz

(23) 24.02.18 - 21:51

Schön das ihr euch Gedanken macht. Felix ist Schrott! Trockenfutter sowieso. Katzen trinken nicht genug und nehmen fast 70% ihres Flüssigkeitsbedarfes über die Nahrung auf. Trockenfutter kann langfristig zu übergewicht, Zahnstein und Blasensteinen führen.

Meine 2 bekommen Feringa, Animonda Carny, Macs und ab und zu roh. Leider frisst das nur eine von beiden. Die andere würde eher verhungern als rohes Fleisch zu fressen. Gewöhn die schnell um. Felix ist echt so richtig Müll.

Und ganz wichtig, so früh es geht kastrieren! Das geht auch mit 16 Wochen schon. Wenn die erstmal markieren, wird das wirklich ekelhaft. Wenn die mal raus sollen, nicht unter einem Jahr. Katzen erkennen vorher Gefahren nicht so gut. Ähnlich wie Kleinkinder.


LG

Franzi

(24) 26.02.18 - 15:00

Hi,

ich habe zwei Lastramis und würde immer auch nur solche wählen. Menschen die züchten sind mir suspekt und im Grunde sind das für mich auch nur vermehrer mit Urkunde.
Manche davon sind sicherlich sehr gewissenhaft, aber auch unter den anerkannten Züchtern gibt es genug schwarze Schafe die man als Laie gar nicht erkennen kann.
Ok, wenn es denn unbedingt eine bestimmte Rasse sein muss kommt man an einem Vermehrer mit Urkunde nicht dran vorbei, aber wozu braucht man bei Katzen bitte einen Stammbaum?

Ich hab zwei super Katzen, gesund, Freigänger, gelehrig und zufrieden.
Die Herkunft ist eine reinrassige Zuchtkatzenoma, welche wohl Mal dem Hause entflohen ist und von einem Kater der Nachbarschaft gedeckt wurde. Daraus entstand dann die Mutter meiner Katzen welche dann von der Züchterin abfällig verschenkt wurde da dieser Nachwuchs ja "nicht tragbar" ist.
Diese Katze landete bei einer Nachbarin, hatte Freilauf von Beginn an und war halt leider (oder in meinem Fall nicht leider) trächtig und bekam meine beiden.
Ich hab meine mit nem halben Jahr kastrieren lassen, finde das selbstverständlich.
Trotzdem ihre Herkunft so Hoppla ist bin ich froh sie zu haben

  • Au weia, selbst noch Mal durchgelesen was ich geschrieben habe....klingt eigentlich nicht so wie ich es meine.
    Eigentlich meine ich eher dass Katzen nicht unbedingt von einem Züchter kommen müssen. Ich verstehe auch dieses rumgezüchte nicht wirklich. Und auch Zuchttiere sind vor Krankheit nicht bewährt, manche werden ja direkt krank gezüchtet, Plattnasen zum Beispiel die kaum schnaufen können oder nackte Tiere dir nen Sonnenschutz brauchen wenn sie in die Sonne gehen.....
    Ich hab meine Katzen gern genommen wie sie sind. So ne Hobbyzucht die soviel Geld nimmt ist aber auch komisch.

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