Mein Mann fängt an den Hind zu hassen

Unser Hund ist drei . Ein Mischling Schäferhund mit Labrator. Wir haben ihn mit einem Jahr bekommen, aus Rumänien. Er ist ein Angst Hund, hat sich aber mittlerweile gut gemacht, liebt unsere Katzen und ist sehr sensibel.
Problem ist nun dieses das sich due berufliche Situation geändert hat.
Ich arbeite Teilzeit Teilweise mit Doppeldienst. Fahr dann zwischendurch immer heim und geh gassi. Wenn ich nicht kann muss meiner in der Mittagspause die nur 1 Std beträgt mit unserem Zacki raus.
Was dann immer zum Streit führt… wir arbeiten in der Stadt und wohnen 20 min entfernt.
Fahr jetzt schon das 8 te mal zwischen den Doppeldiensten nach Hause. Sprit Geld bekomme ich nicht. Von meinem Mann..
Nur wenn meiner Spätschicht hat geht er um 6.30 mit dem Hund raus, da bin ich schon lange auf Arbeit.
Er fängt aber erst so auf 10.30 an, ich hab schon oft gesagt er soll raus mit unserem Hund, kurz bevor er geht, raus, er meinte dann das solle ich ihm über lassen. Aber so würde er aushalten bis ich komme. Er meinte auch es dreht sich alles um den Hund man muss planen kann nicht spontan weg. Er konnte nicht am Haus weiter arbeiten weil immer der Hind da is. Ich hab dann nur darauf geantwortet das man das bei einem Kleinkind auch nicht kann.. ist halt so.
Er meinte nur der Hind muss weg er fängt langsam ihn zu hassen, am Anfang war das nicht so. Er streichelt ihn auch nicht mal wenn Zacki seinen Kopf auf sein Bein legt.Er will den Hund weggeben… wir haben für morgen einen Besuch bei einer Bekannten ausgemacht die sich unseren Hund ansehen möchte, die sich so wie sie wrwähnte auch mit Angsthunden auskennt, ihr Hund ist mit 13 vor einem halben Jahr verstorben. Auch ein Angst Hund. Ich werde mir das morgen ansehen wie die Frau ist wie sich unser Hund verhält. Wir haben auch keinen Garten mehr, mussten ein Carport draufbauen, weil sich Nachbarn beschweren das wir auf ihrem Gelände nicht mehr parken dürfen obwohl still gelegte Gastronomie,

Ich werde nicht schnell entscheiden, mache es nach Bauch Gefühl. Momentan ist unser Hund halt viel allein . Hab schon überlegt keine Doppeltduebsre zu machen , aber dann müsste ich volle Dienste machen und dann müsste er genauso lange aushalten. Ich hab auch schon überlegt meinen Mann zu verlassen und Hund mit zu nehmen. Mein Mann meinte wenn ich den Hund behalten will muss ich aber alles alleine machen.
Was ist eure Meinung dazu was kann ich noch machen?

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Hallo!
Habt Ihr den Hund über eine Tierschutzorganisation bekommen? Wenn ja, dann solltest Du die als Erstes kontaktieren. Eine seriöse TO hat i. d. R. die "Hand" auf dem Hund, so daß Du ihn nicht so einfach weitergeben kannst.
Ansonsten erspare ich mir weitere großartige Ausführungen über Deinen Mann...... Nur eines noch: KEINE Kinder mit ihm bekommen. Du weißt jetzt, wie er tickt!
Viele Grüße
Trollmama
P.s.: Dein Hund würde jederzeit und ohne zu zögern sein Leben für Dich geben. Kannst Du das auch über Deinen Mann sagen? Wenn Du nicht innerhalb eines Bruchteils einer Sekunde mit "Ja" antworten kannst, dann solltest Du Dir überlegen, WEN Du weggibst.....

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Nein, Rein rechtlich hat eine Tierschutzorganisation nichts mehr mit dem Hund zu tun, auch wenn die meisten irgendwelche unwirksamen Klauseln in den Vertrag schreiben, dass der Hund nicht weiter vermittelt werden darf.
Gibt ja auch öfters gute Gründe den Verein raus zu lassen, weil man zb privat jemanden kennt. Bevor allerdings Tierheim im Raum steht würde ich die Orga informieren.

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Hallo,

wenn du den Hund von einer TS-Orga adoptiert hast, darfst du den Hund nicht einfach weggeben.
Du musst vorher die TS-Orga informieren. Bei einer möglichen Weggabe des Hundes hat die Orga
das Recht, den Hund zurückzunehmen.
Schau bitte noch einmal im Übernahme-Vertrag nach.

Die Meinung deines Mannes zum Hund und sein Verhalten ihm gegenüber wirst du vermutlich nicht
ändern können. Bisher hast du die Hauptlast der Verantwortung und Pflege getragen, das geht aufgrund
deiner beruflichen Situation nicht mehr. Kann passieren. Allerdings zieht sich dein Mann komplett raus und
fühlt sich in seiner persönlichen Freiheit durch den Hund begrenzt und entwickelt Hassgefühle. Für eine
gute Lösung für alle Beteiligten müssten du und dein Mann an einem Strang ziehen.

Das hört sich leider nicht gut an.

U. U. ist der Hund in einem anderen guten Zuhause besser aufgehoben. Für den Hund wird es vermutlich
erst einmal eine Tragödie, wenn er weggegeben wird.
Ich persönlich würde vermutlich Hassgefühle gegen meinen Mann entwickeln, wenn ich wegen seiner
Bequemlichkeit, meinen Hund hergeben müsste. Aber das nur mal so am Rande...

LG und alles Gute


Nici

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Diese Klauseln sind nicht rechtens.
Schreiben die Tierschutz Organisation immer gern hin, aber das hat keine rechtliche Bindung. Ein Hund ist im Sinne des BGB eine Sache, und wer die Sache besitzt dsrf sie weiter verkaufen.

An die TE: ich finde es sehr verantwortungsvoll wie du dich um den Hund kümmerst und wie du auch jetzt vorgehst. Es ist sehr schade dass dein Mann offensichtlich die Lust an dem Lebewesen verloren hat. Kommentare dazu hast du ja schon erhalten.
Die Idee Mann verlassen, Hund behalten ist sicher eine Überlegung wert.....😉

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Tiere sind laut BGB keine Sache mehr, siehe § 90a BGB. Hab ich aber auch bis vor kurzem gedacht, da es immer so gesagt wird.

Stimmt aber, dass viele dieser Klauseln gar keine Gültigkeit haben. Es soll paar Klauseln geben, die durchaus rechtens sind, aber die meisten sind es nicht. Das wäre nun auch meine Antwort, dennoch sind seriöse Tierschutzvereine / Organisationen immer froh, wenn man sich zuerst an sie wendet, ehe das Tier ggf. zum Wanderpokal wird. Muss aber am Ende jeder für sich entscheiden, ganz klar.

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Ich habe 2 Fragen :
Wann hast du denn mal Zeit für den Hund. Hört sich so an , als wäre er sehr viel alleine.

Wollte dein Mann denn auch einen Hund haben??
Ich finde es schwer,ihm jetzt die alleinige Schuld an allem zu geben .
Mein Mann meinte mal zu mir , wenn ich unbedingt einen Hund haben möchte , muss ich mich alleine drum kümmern. Er hat da einfach keine Lust drauf.
Verstehe ich, bin ich fein mit.
Habe aber keinen Hund
Und Nein ,er ist trotz , das er keinen Hund will, ein richrig toller Papa .

Ich hoffe ihr könnt eine Lösung finden für den Hund.

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Vielleicht gibt es für Mittags auch eine andere Lösung: Nachbarn, Gassikumpel,…

Wie lange ist der Hund am Stück allein? Blasentechnisch halten die meisten Hunde ohne Probleme 8-10h (zb Nachts ) aus, nur alleine sollten sie eben nicht ganz so lange sein. Viele Tierschutzorganisation reden von maximal 3-4 Stunden alleine, das halte ich aber realitätsfern. Bei uns sind es zb etwas über 6h (Arbeiten versetzt) und unser Hund schläft die ganze Zeit.

Ich finde es nicht in Ordnung von deinem Mann erst einverstanden mit dem Hund zu sein und dann die Lust zu verlieren, wobei als Ersthund ein Auslandshund bzw Angsthund natürlich eine Herausforderung ist, die nichts mit der Vorstellung eines niedlichen unkomplizierten Hundes ohne eigenen Willen (so denken die meisten Nichthundehalter) zu tun hat. Ich würde von meinem Mann erstmal mehrere Lösungen und Ideen erwarten, bevor man den Schritt der Abgabe in Erwägung zieht. Euer Hund ist vielleicht seit 3-6 Monaten wirklich angekommen und schon steckt man(n) die Nase in den Sand… Habt ihr gemeinsam(!) alles probiert?

Mich gibt es nur mit meinen Tieren, und vor einer Abgabe würde ich erstmal alles Probieren. Eine Abgabe nur für meinen Mann gäb es hier nicht, dann dürfte er ausziehen.

So und jetzt muss ich Gassi. Alles Gute.

Bearbeitet von chotty
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Hallo Manulee,

das ist eine schwierige Situation, die dich mit Sicherheit ziemlich traurig macht.

Ich habe so oft über diese Situation nachgedacht und in der Vergangenheit auch ganz viele Geschichten - ähnlich wie deine - gelesen.

Für mich steht das Wohl des Hundes immer im Vordergrund und ich bin der Überzeugung, dass diese Entscheidung ganz schön schwer fällt.

Ich weiß natürlich nicht, was dein Mann und du beschlossen habt als ihr euch den Hund angeschafft habt - wenn du aber auch selbst sagst, dass sich eure Situation jetzt geändert hat, dann kann natürlich auch passieren, dass sich Ansichten und Gefühle bezüglich der Anschaffung ändern.

Was man rausliest ist, dass du wirklich alles gibst und dir das auch von deinem Mann wünschen würdest: Möglichst spät erst spazieren, damit die Zeit, die er alleine ist, nicht allzu lang ist. Am Ende ist die Quintessenz aber dennoch, dass euer Hund mittlerweile ziemlich lang alleine ist und sich das auch nicht ändern würde. Auch nicht, wenn du dich von deinem Mann trennen würdest.

Würde sich durch eine Trennung, die du in Erwägung gezogen hast, die Situation für den Hund ändern?

Dass sich "alles" nur noch um den Hund dreht kann ich nachvollziehen. Durch das viele Alleinsein, wird natürlich jegliche Freizeit kompensiert, um dem Hund doch gerecht zu werden.

Ich kann dir nur den Blick aus der anderen Richtung geben: Ich habe so einen Hund. Einen Hund, der mit 4 Jahren zu mir gekommen ist.

Er ist gestern (wirklich :) ) 9 Jahre alt geworden, seit 5 Jahren bei mir / uns. Meinen Partner habe ich kennengelernt als ich ihn bereits 2 Jahre lang hatte. Ich hatte mich gerade selbstständig gemacht als ich mir den Hund geholt habe. Irgendwann habe ich jedoch auch meine Selbstständigkeit aufgegeben und für mich stand fest: Ich werde nur einen Job annehmen, bei dem Hunde im Büro erlaubt sind.

Dies hat sich immer so weitergezogen. Natürlich hat nicht jeder die Möglichkeit in einem Bereich zu arbeiten, wo es potenziell diese Möglichkeit gäbe. Auch hat nicht jeder die Möglichkeit in einem Job zu arbeiten, wo Home Office möglich ist. So ist es bei mir aktuell. Ich arbeite jetzt seit 3 Jahren in meinem Job, habe also auch noch einmal gewechselt, das Thema Hund aber in jedem meiner Bewerbungsgespräche thematisiert.

Da ich in einer Großstadt lebe, gibt es hier auch die Möglichkeit, den Hund in eine Huta (Quasi eine Hundekita :D) zu geben. Dafür muss der Hund aber auch gemacht sein. Ein Angsthund gehört wohl nicht zu diesen Auserwählten.

Natürlich könnte dein Mann am Haus auch nicht einfach so weiterarbeiten, wenn ihr ein Kleinkind hättet. Aber ich muss doch auch sagen, dass dieser Vergleich hinkt und meiner Meinung nach nichts über das Verantwortungsbewusstsein eines anderen Menschen aussagt. Auch bedeutet es in meinen Augen nicht, dass Menschen, die sich gut um einen Hund kümmern können, das auch für ein Kind könnten.

Was ich weiß: Wenn der Hund und die Aktivitäten mit dem Hund eher zu einer Last und primär zu einer Pflicht werden, dann geht der Spaß verloren. Ein Hund wird auch nicht immer mehr Unabhängigkeit erlangen wie ein Kind. Euer Hund wird nicht in eine Kita gehen. Ein zukünftiges Kind von euch höchstwahrscheinlich schon. Unser System in Deutschland ist dafür ausgelegt, Lösungen zu bieten, die beiden Elternteilen eine Arbeit ermöglichen. Bei Hunden ist das nicht so. Euer Hund hat seinen Status Quo erreicht. Er braucht täglich Spaziergänge, Streicheleinheiten und Zeit in einer Gemeinschaft.

Ich bin dem vorherigen Besitzer meines Hundes so unglaublich dankbar, dass er damals diesen für ihn absolut schweren Entschluss gefasst hat und, dass ich ihn adoptieren durfte. Auch, wenn ich in den ersten 2 Jahren ziemlich viel geheult habe. (Gott, war dieser Hund frech.. :D). Ich habe bis heute Kontakt zu seinem ehemaligen Besitzer gehalten. Wir waren auch schon ein paar Mal gemeinsam spazieren. Mein Hund war gar nicht verwirrt. Er hat sich die ganze Zeit nur an mir orientiert. Er ist bei mir richtig aufgeblüht.

Ich schreibe das nicht, weil ich eine Lobeshymne auf mich aussprechen möchte, sondern um zu zeigen, dass Hunde auch später noch glücklich werden können. Die Entscheidung über diese Zukunft liegt immer in den Händen der aktuellen Besitzer.

Im Idealfall entscheidet man sich für einen Hund und deckt die meisten Eventualitäten ab. Im realen Leben passieren manchmal Dinge, die man sich nicht vorstellen kann und dann ändert sich das ganze Leben für einen selbst. Ich habe früher unter solchen Beiträgen oft gelesen "Und wenn ihr Kinder bekommt??? Dann könnt ihr die doch auch nicht einfach weggeben". Ich kann nachvollziehen was damit gemeint ist. Aber ich kann diese Aussage inhaltlich nicht nachvollziehen. Weil man mit einem Kind auch einfach Betreuungsoptionen an die Hand bekommt. Auch urteile ich nicht über Eltern, die ihre Kinder 8 Stunden in eine Kita geben. Auch nicht, wenn sie es nur für ein paar wenige Stunden machen. Ich urteile einfach gar nicht über andere Menschen, wenn ich ihre ganze Geschichte nicht kenne.

Deswegen ziehe ich lediglich meinen Hut vor jedem, dem das Wohl eines anderen Lebewesens so sehr am Herzen liegt, dass er Entscheidungen in Erwägung zieht, die einen selbst auch traurig machen können.

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Ich würde anfangen den Mann zu hassen. M also deine Reaktion hund nehmen und mann verlassen wäre auch meine Reaktion.

Könnte mit keinem zusammen sein der ein Tier hasst und es verwahrlosen lässt.. (du musst dich alleine kümmern obwohl er weiß dass das nicht geht und der hund unangemessen zuviel alleine ist bzw für sehr lange zeit nicht raus kann)

Schick den mann in die Wüste..

Lg