Fläschchen, aber meine Muttermilch?

Hallo zusammen,

Ich bin auf der Suche nach Erfahrungen.

Nachdem ich mir nicht so ganz sicher bin, ob ich stillen möchte (irgendwie ist das für mich eine sehr komische Vorstellung) und außerdem nach vier Monaten schon wieder arbeiten werde, überlege ich mir, einfach von Anfang an Fläschchen zu geben.

Allerdings möchte ich meinem Kind natürlich das beste bieten, was sich finden lässt, also würde ich meine Muttermilch verwenden wollen - Milcheinschuss etc müsste doch mit Pumpe genauso stattfinden?

Mich würde einfach interessieren, ob jemand sowas mal gemacht hat (:

Vielen Dank!

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Hallo.

Ich habe 11 Wochen abgepumpt. Weil ich musste ! Am Anfang alle 2 Stunden, dann alle 3 und dann so alle 4-5 Stunden. Tag wie Nacht. Sonst geht die Milch zu schnell zurück... Flaschen warm machen, pumpset sterilisieren, Flasche sterilisieren. Unterwegs Flaschen kühlen, wärner mitnehmen, zeitlich abpassen. Das Baby versorgen, trotzdem die pumpzeiten einhalten. Das Baby nachts füttern, dann schläft es wieder und man muss dann selbst noch da sitzen und Pumpen. Never! Ich bin so froh, dass mein Sohn dann doch noch gelernt hat zu stillen. Endlich kann ich das Haus verlassen ohne zeitliche Begrenzung, meine Tasche enthält nur noch Wickelzeug, er muss nicht mehr brüllen, weil er auf die Flasche warten muss sondern einfach schnell angedockt wird.

An deiner Stelle würde ich erstmal schauen, wenn das Baby da ist. Und wenn du nur 3 Monate stillst, ist das immer noch besser als gar nicht. Aber pumpstillen würde ich nicht empfehlen, wenn man nicht muss. Die zeit kann man besser mit schlafen, kuscheln und essen verbringen.

Alles gute!

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Hallo, der Milcheinschuss findet auf jeden Fall statt.

Ich würde einfach schauen, wie du das nach der Geburt siehst. Dann kann deine Meinung schon eine ganz andere sein. Ich stille voll und finde es sehr praktisch.

Abpumpen artet für mich dermaßen in Stress aus, so dass ich nur 2-3 Stunden weg bin, um dann wieder zu stillen, wenn ich mein Baby nicht mitnehmen kann. Für mich wäre das gar nichts. Ich ziehe aber vor jeder Frau den Hut, die mehrmals täglich abpumpt und dann Muttermilch über die Flasche füttert. LG

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Hallo,
Da bei uns das Anlegen trotz mehrfacher Stillberatung nicht geklappt hat, mache ich es genau so: ich pumpe die Milch ab und füttere sie per Flasche.

Vorteile:
- auch der Papa kann füttern, was er wunderschön findet. Und ich konnte/kann ab und zu n bissel Schlaf nachholen ;-)
- wenn die Muttermilch mal nicht ausreicht, da das Kind mehr möchte als man abgepumpt hat, kann man auch mal etwas Pre geben

Nachteile:
- es ist sehr aufwendig! Grade am Anfang (die ersten 5 Wochen) saß ich alle 2 h für 20 Minuten vor der Pumpe, uff. Gerade in der Nacht ist das sooo nervig, insbesondere wenn das Kind schon längere Phasen schlafen kann, man aber trotzdem aufstehen muss.
- die Brust wird nie so effektiv entleert, wie wenn das Baby dran saugt. Daher kann man schneller Milchstau bekommen oder es kann sich schneller die Milchmenge reduzieren.

Bei mir war es so, dass sich nach 2 Monaten alles eingespielt hatte und ich langsam eine Pumppause für die Nacht einführen konnte.

Warte einfach ab, wie du dich nach der Geburt fühlst. Wenn das "direkte" Stillen dann nix für dich ist, dann mach das ruhig mit dem pumpstillen! Es ist zwar aufwendig, aber man fuchst sich da rein und dann geht es auch gut :-) . Wenn man das ganze dann noch mit etwas Pre im Notfall ergänzt und sich so etwas Stress nimmt, klappt das gut!

Glg

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Also mal ganz ehrlich: ich würde mich entscheiden. Entweder richtig stillen oder Pre-Nahrung. Abpumpen wäre mir auf Dauer viel zu viel Arbeit.

LG

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Ich finde allerdings die Entscheidung nicht gerade einfach, da es um die Gesundheit meines Babys geht.

Und wenn es die Möglichkeit gibt, beides zu vereinen, warum muss ich mich dann entscheiden?

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Ich habe deinen Beitrag so verstanden, dass du abpumpen würdest, weil du nicht stillen möchtest oder dir das jetzt noch nicht vorstellen könntest. Wenn es nicht anders geht, dann ist abpumpen eine gute Lösung, aber nur weil man nicht möchte, also dafür ist es einfach zu stressig und du machst dir damit ja auch doppelte Arbeit. Ich weiß nicht, in welchem Beruf du arbeitest, aber ich stelle es mir schwierig vor, auf Arbeit mal eben abzupumpen.

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Das ist am anfang eine seltsame vorstellung, bis du merkst, wie nah du deinem kind bist und dass er rein durch dich satt wird. Wenn du pumpst hast du nur nachteile. Du musst sterilisieren, waschen, pumpen etc. man bekommt nicht so viel gepumpt mit den normalen pumpen, dass du den ganzen tag von anfang an abdecken kannst. Zumindest geht es bei den wenigsten. Da du eh arbeiten gehen willst, hätte pumpen kein unterschied zu stillen, was deine brüste angeht. Du könntest zwei monate voll stillen und dann mit pre ergänzen. Zu den zeiten, an denen du später arbeitest dürftest du nicht pumpen oder stillen, weil sonst kannst du mal schnell ein milchstau.

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Weshalb soll ich zu den Zeiten, zu denen ich arbeite, nicht pumpen? Also, dass da ein Übergang sein muss ist mir klar, aber ob ich die ersten Monate voll stille oder auch tagsüber abpumpe, dürfte doch keinen Unterschied machen?

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Ich persönlich würde das stillen dem pumpen immer vorziehen

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Ob der Milcheinschuss so stattfindet, kann man nicht sagen.Die Pumpe leistet nicht annähernd die Arbeit,wie ein Baby.Nur durch den Rhythmus von deinem Baby lernt dein Körper,wieviel Milch er produzieren muss.
An sich wäre es natürlich eine tolle Alternative zur Fertigmilch.Muttermilch ist einfach das Beste.
Warum stillst du nicht die ersten Wochen?So kommt die Milchproduktion schön in Gang und dann kannst du immernoch abpumpen und dein Baby an die Flasche gewöhnen

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Hallo,

Ich pumpe auch nur ab und füttere dann mit Flasche und das nun schon 5 Monate. Ich hatte ganz normal Milcheinschuss, habe mehr Milch als ich brauche und finde es auch nicht stressiger als zu stillen. Du pumpst ja in einem bestimmten Rhythmus, so als wenn du stillst. Wenn sich das erstmal eingespielt hat macht das keinen Unterschied. Pumpstillen ist genauso gut und bereitet auch nicht mehr Aufwand.

Falls du noch Fragen hast, kannst du mir gern schreiben.

LG

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Eine Freundin von mir hat das gemacht, weil sie sehr schnell wieder arbeiten musste/wollte (selbstständig, daher war das nichts mit Mutterschutz und so). Sie hat bis ins zweite Lebensjahr hinein pumpgestillt. Ihre Maus wollte dann auch nur die Flasche, an die Brust ist sie gar nicht gegangen, selbst wenn sie ihr angeboten wurde.

Ich denke, beides hat Vor- und Nachteile (auch wenn mich jetzt die Stillmafia wahrscheinlich gleich erschlagen will) und jeder sollte das selbst entscheiden. Was ich toll finde, ist, dass du Muttermilch für dein Kind möchtest (und dafür auch bereit bist, etwas Unannehmlichkeiten auf dich zu nehmen).

Vorteile Pumpstillen:
- der Papa kann auch mal füttern
- es ist in der Öffentlichkeit diskreter, und wenn man es mit Thermoskanne oder so vorbereitet hat auch stressfreier (ja ja, ich weiß, man kann auch ein Tuch über das Kind tun und stillen ist ja eh total natürlich und da sollte keiner komisch gucken, aber ich hab trotzdem nicht allzu gerne meinen Mops über dem Restauranttisch hängen, weil das Baby mal wieder andockt, abdockt, sich umschaut, andockt, ...)
- du kannst auch mal längere Zeit ohne Baby aus dem Haus gehen (wenn sich das mit dem Pump- und Stillrhythmus eingependelt hat)
- es ist weniger wahrscheinlich, dass sich das Baby an das "an der Brust nuckelnd einschlafen" gewöhnt (hier gibt es sicher auch wieder einige, die das eher als Nachteil sehen - aber es ist einfach echt schwer wieder abzugewöhnen)
- wahrscheinlich weniger wunde Brustwarzen zu Beginn

Vorteile Bruststillen:
- weniger Aufwand (Pumpzeit, Fläschchen und Pumpe abkochen, Milch erwärmen, ...)
- praktisch: immer verfügbar, immer richtige Temperatur
- Baby und Brust kommunizieren wohl auch durch den Speichel des Babys miteinander (welche Antikörper braucht das Baby, welche Nährstoffe, ...)
- mit nichts bekommt man ein Baby so schnell beruhigt (hier auch ein möglicher Nachteil: wenn man sich zu sehr an diese Beruhigungsmethode gewöhnt haben andere, die nicht die Mama sind, es sehr schwer)
- es ist häufig sehr schön und innig (manchmal erst nach den ersten Wochen, die die meisten als anstrengend und teilweise schmerzhaft empfinden)
- einfacher, den Milchfluss aufrecht zu erhalten und an das Baby anzupassen (das macht das Baby einfach selbst)

Du wirst selbst entscheiden, was für euch beide das Beste ist. Und nach der Geburt siehst du es vielleicht schon ganz anders als jetzt. Es gibt viele Frauen, die die Vorstellung, ein Kind zu stillen, erst einmal komisch finden. Du bist mit solchen Gedanken nicht alleine. Viele empfinden es dann trotzdem als "natürlich" und nicht schlimm oder unnormal, sobald das Baby da ist.
Wenn es dir weiterhin komisch vorkommt, dann ist es eine gute Idee, schon eine Pumpe und Fläschchen vorher zu besorgen, dann bist du vorbereitet (falls dir im Krankenhaus nicht direkt eine gegeben wird).
Wie auch immer es kommen wird, ob bruststillen, pumpstillen oder künstliche Säuglingsnahrung, das sind alles gute Optionen und du wirst für euch das Richtige finden.

Für mich persönlich und für viele andere hier auch überwiegen klar die Vorteile des bruststillens. Aber vielleicht ist es für dich ja anders. Lass es auf dich zukommen #winke

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Ich habe es versucht, weil ich die schmerzen nicht aushielt ( bin eh schon sehr empfindlich an bw), nun bei mir brachte das pumpen nur qual und ich musste dann ums vollstillen richtig kämpfen!

Nicht bei jeder frau funktioniert das abpumpen;-) das solltest du wissen! Aber wenn es bei dir geht, dann ists doch super:-) allerdings ist das abpumpen echt lästig und dauert länger als stillen! Ich gebe dir den tip das stillen wenigstens zu probieren:-) für mich war zb klar nur bis 6 monate, dann fand ich es auch nicht mehr richtig! Gut, ziege war anderer meinung und wir haben noch ca 2 monate fürs abstillen gekämpft;-) vorher kann man sich einfach kein bild für machen:-)

Alles gute für euch!

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sie geht doch bald wieder arbeiten da kann sie schlecht das kind mitnehmen ;-)

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Ach stimmt, war mir untergegangen beim antworten!