Stillhütchen abgewöhnen ist eine schwere Sache

    • (1) 18.02.19 - 22:00

      Hallo,

      war heute mit meiner Tochter bei einer ehemaligen Kollegin. Ihre Tochter ist ein paar Tage älter. Wir konnten bisher immer nur mit Stillhütchen stillen und sie riet mir, dass sie es unbedingt ohne lernen muss, da sie nur sehr langsam zunimmt. Dafür bin ich auch, nur wusste ich nicht, wie ich ihr das richtig beibringen sollte. Ich hab nämlich keine Hebamme. Sie hat es mir dann gezeigt und meine Tochter hatte die Brust auch echt gut im Mund dann. Nur leider wollte sie nicht saugen und hat ganz arg geweint. Richtig verzweifelt. Das tut mir so im Herzen weh. Meine Kollegin meinte, ich muss dran bleiben, auch, wenn sie so weint, irgendwann wird sie trinken. Aber ich weiß nicht, wie ich meiner Tochter klar machen kann, dass sie saugen muss bzw ich verstehe es nicht, warum sie nicht saugen will.

      Hat jemand noch einen Tipp auf Lager?

      • Ich hab 5 Monate ausschließlich mit Stillhütchen gestillt und mein Kind hat auch relativ schlecht zugenommen, aber es hat zugenommen. Ich hab mir immer nur unnötig Stress gemacht, weil XY ankam und meinte: "dein Kind muss auch ohne Stillhütchen stillen können". Ich hab also immer versucht es ihm abzugewöhnen, weil mich die Dinger im grunde auch genervt haben. Mein Kind hat auch jedes Mal sehr geweint. Ich habs dann einfach gelassen und mir gedacht, dass ich den Stress vermeide, nur weil ich es einfacher und bequemer ohne finden würde. Das Kind braucht es eben zum trinken und basta.
        Nach 5 Monaten hat er dann beim Trinken mal mit rumgesielt und es runtergezerrt und dockte einfach so ohne an. Von heut auf morgen! Dabei blieb es auch. Abgestillt hab ich dann als er 15 Monate alt war!

        • Dass sie schlecht zunimmt, belastet mich ziemlich. Sie trinkt aber generell schlecht. Auch wenn sie msl ne Flasche bekommt, trinkt sie nur wenig draus.

          Mir macht es nichts aus mit Hütchen zu stillen, aber ohne ist es sicherlich besser.

          Das Problem ist nur, dass ich sie mit Hütchen viel besser anlegen kann, weil ich dann beide Hände frei hab. Die nimmt nämlich jedesmal ihre Hände vor das Hütchen bzw. an ihren Mund, sodass sie es nicht in den Mund nehmen kann, weil sie sich damit dann selber im Weg ist. Als ich anfangs noch ohne Hit gestillt hab, waren meine Warzen total wund und sie hat mir dann jedesmal rein gekrallt. Aber egal, wie oft ich ihre Arme zur Seite mach, sie lernt es einfach nicht. Da frag ich mich manchmal echt, wie man so dusselig sein kann 😂. Ich weiß, das klingt böse, aber ist so nicht gemeint. Auch verdreht sie beim stillen ständig ihren Kopf so hin, dass sie keine Luft bekommen kann, weil ihre Nase vergraben ist und deswegen kann ich nebenbei dann auch nicht schlafen, weil ich immer aufpassen muss.

          Dann ist es wohl eine Frage der Zeit, wann und ob sie es ohne schaffen. Ich hoffte da gibt es einen Trick, damit sie lossaugt.

          • Wenn sie die Brust im Mund hat, könntest du parallel die Brust etwas ausstreichen, damit sie weiß, dass da was kommt.
            Und die Wunden Warzen gehören dazu. Wenn das Baby aber richtig angelegt ist, ist es nur eine Frage der Zeit bis die Warzen sich an die Belastung gewöhnt haben.

                • Gut, das lässt sich wahrscheinlich nicht vermeiden. Ich meinte zu meine Kollegin, dass sie ja voll die tollen Warzen zum stillen hat und sie meinte, die haben sich dadurch so entwickelt. Das wusste ich jetzt auch nicht.

          Ich weiß ja auch garnicht, wie alt dein Kind ist. Die richtig großen Stillprobleme hatten wir die ersten 3 Monate, bis es allmählich besser wurde, aber das ging dann alles nach und nach.
          Ich hatte auch die Erfahrung im allgemeinen gemacht, dass man dem Kind, egal in welcher Hinsicht, nichts aufzwingen kann. Wie eben genau mit den Stillhütchen. Die unzähligen stressigen weg-lass-Versuche hätte ich mir wirklich im Nachhinein sparen können. Also Kopf hoch und nicht beirren lassen. Man kann sich ja "Tipps" anhören, aber man sollte gut abwägen welche man befolgt!

          • Sie wird am Freitag 7 Wochen alt. Vorhin hätte es fast geklappt. Sie hat mitgemacht, aber dann doch wieder aufgegeben. Mich stresst das auch voll, wenn sie dann so weint. Es gibt andere Situationen, wo sie auch weint und das tut mir dann natürlich auch leid, aber da denk ich mir eher, da müssen wir jetzt durch. Aber da finde ich es schlimm.

            • Ach süße 7 Wochen erst. Dann gib ihr noch einfach Zeit und wenn du das Gefühl hast, es klappt mit Hütchen besser, dann ist das eben so und lass dir von keinem reinreden. Es ist eure Stillbeziehung, nicht vom Papa, der Oma oder einer Kollegin! Nur ihr beide müsst zurechtkommen. Macht eure eigenen Regeln! Wenn du sie mit den Versuchen stresst und sie weint, lass es doch einfach, versuch es in ein paar Tagen oder Wochen nochmal, wenn es dir so wichtig ist oder lass den Dingen ihren Lauf!

              • Ja die ist noch ganz klein. Wobei sie gar nicht klein ist 😂. Hab ein sehr langes Babylein. Trinken kann sie mit Hütchen besser. Ich weiß nur nicht, ob sie damit genug raus bekommt.
                Mein Mann meinte gestern, dass es immer wieder Situation geben wird, wo sie aufgeben möchte, weil es nicht gleich klappt und das man sie dann trotzdem motivieren muss weiter zu machen. Aber das ist doch was ganz anderes. Ich kann zum Beispiel nicht mit Stäbchen essen. Es wäre doch genau das gleiche, wenn man mich zwingen würde, damit zu essen und nur damit. Klar würde ich es irgendwann lernen, aber der Frust ist erst mal da. Meine Maus lernt es vllt auch noch aber es wird halt dauern. Und ich dachte früher immer, die können das einfach von Natur aus.

    Ich habe zwar das Glück von Beginn an ohne Hütchen stillen zu können, hatte mich aber dennoch mal damit befasst. Dabei bin ich auch auf das entwöhnen gestoßen.
    Am besten versucht man es einfach immer mal wieder ohne Hütchen, dann wenn das Baby gerade wach wird und noch gut gelaunt ist. Wenn der Hunger und das Geschrei erstmal richtig losgehen, ist es auch schwierig die Würmer an etwas Neues zu führen.
    Man sollte die Hütchen auf keinen Fall nach und nach abschneiden. Das kann wegen schärfer Kanten gefährlich werden.
    Einfach immer wieder verschiedenes probieren und euch Zeit lassen. Das Gelingen kommt von ganz alleine!
    Wenn dein Baby während dem trinken mal kurz von der Brust geht, kannst du das Hütchen abnehmen und das Baby neu andocken. Vielleicht nimmt es dann halbgesättigt die Brust gut an. Ich würde den C Griff probieren, dann kann dein Baby gut zupacken. Oder Du lässt Dein Baby an der ersten Brust mit Hütchen trinken und versuchst es an der zweiten ohne Hütchen anzulegen.

    Das wird schon & nur weil dein Baby langsam zunimmt, geht es ihm nicht schlecht. Die einen so, die anderen so.
    Ich verstehe die Sorge ums Gewicht aber zu gut. Macht euch keinen Stress und immer mit der Ruhe. Der erfolgreiche Tag wird kommen!

    Alles Gute 🍀

    • Vorhin hat sie auch kurz mitgemacht, aber dann wieder aufgegeben. Meine ehemalige Kollegin hat mir gezeigt, wie ich die Brust halten muss. Aber immer, wenn sie dann dran ist und ich los lasse, lässt sie auch los. Ne, wenn sie Hunger hat und schon schreit, dann saugt sie da auch nicht. Nur mit dem Stillhütchen.

      Würde das Hütchen nie abschneiden.
      Was ist denn der C Griff? Ist das dieser Footballgriff?

      Ich finde nur, dass sie zu langsam zunimmt. Wir waren am 11. zur U3 und da hieß es, die Zunahme ist nicht viel aber es ist im Rahmen und dass sie von Natur aus wohl einfach zierlich ist. Jetzt hat sie in einer Woche aber gerade mal 50 g zugenommen. Obwohl sie dauernd an der Brust ist. Sie ist aber sonst sehr munter und fit. Ich hab aber trotzdem Angst, dass sie irgendwie krank ist.

      • Als das bei uns so schlimm war, hat unser Sohn einen ganzen Monat lang nur 100g zugenommen. Das war der 3. Lebensmonat. Danach ging es langsam aber stetig bergauf.
        Gib nicht auf! Mach am besten keine Stillproben oder so, dass verunsichert nur. Solange sie zunimmt, es doch ok. Mach dir keine Sorgen! Vielleicht steckt aber auch was anderes dahinter. Bei uns wurde es auch besser, als wir beim Ostheopathen waren!

        • Das ist ja krass nur 100 g pro Monat. Ging es ihm da nicht schlecht?

          Ich hab halt Angst, dass sie krank ist und das nicht entdeckt wird. Vielleicht ist aber auch ihr Stoffwechsel so gut, dass sie nichts ansetzt. Wenn das geht.

          Wir möchten auch zum Osteopathen. Meine Schwiegermutter hat bei ihrer angefragt, aber die hat sich noch nicht gemeldet.

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