Abstillen mit 14 Monaten

Hallo,

ich möchte meinen Sohn (wird nächste Woche 14 Monate) langsam aber sicher abstillen. Nur habe ich überhaupt keine Idee wie... Einschlafen funktioniert nur mit Stillen/Brust nuckeln, in der Nacht ist er locker 15 Mal an meiner Brust, anders lässt er sich gar nicht beruhigen. Er lässt sich auch von niemand anderem ins Bett bringen (er schläft im Familienbett, aber weder dort noch im eigenen Bett kann ihn bspw. der Papa zum Schlafen bringen), denn dann ist nur Geschrei.

Ich kann und möchte das Stillen aber einfach nicht mehr und ich finde, dass es für Kind UND Mutter noch passen muss.

Kann mir irgendjemand Ratschläge geben, wie man ein "älteres" Kind abstillt, welches so Brust vernarrt ist?

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Ich hab Motte mit 13 Monaten (nachts) abgestillt. Eingeschlafen ist sie zwar nicht an der Brust, aber nachts war sie meist stündlich dran und ohne hat sie nicht weiter geschlafen.

Ich hab mich grob an das Abstillen nach Gordon gehalten und nachts angefangen, da mich das am meisten nervte.

Ich hab es Motte angekündigt und dann im fest gelegten Zeitraum nicht gestillt. Zum großen Erstaunen klappte es sofort ohne Tränen! Plötzlich nahm sie Schnuller und Wasser nachts. Ich sagte jeden Abend: „Trink ordentlich, du weißt, heute Nacht stillen wir nicht mehr, weil du jetzt groß bist.“

Wenn der Zeitraum für 3 Nächte ohne Probleme bewältigt wurde, hab ich ihn ausgedehnt. Nach circa einer Woche waren wir nachts (also abends vorm einschlafen und morgens erst nach dem aufwachen wieder; wach wurde sie nachts trotzdem, aber es reichte Schnuller und Wasser) stillfrei.

Nach 2 Wochen wollte sie von selbst morgens nicht mehr. Ich Stillte also nur mittags und abends jeweils vorm Schlaf. Als nächstes machte sie abends Theater, zappelte nur an der Brust und spuckte sie ständig aus. Also hab ich auch das weg gelassen. Einige Zeit später war es mittags das gleiche Theater. Also auch da weg gelassen (sie schläft seitdem ein, indem ich mich einfach neben sie lege, „ssssh“ mache und sie bei Bedarf streichle/zurück ziehe).

Ganz abgestillt war sie mit 16 Monaten. Für uns war es richtig gut so und es gab nicht eine einzige Träne, das hab ich NIE für möglich gehalten.

Joa... so Liefs bei uns 🙈😂

Viel Erfolg euch!

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Das hast Du öfters erzählt. Ich finde es erstaunlich, dass sie dich so gut sprachlich verstanden hat. Mein Sohn ist 11 Monate und spricht noch nichts (ausser Doppellauten) und versteht am ehesten Nein, sonst nicht viel. Er wächst doppelsprachig auf. Kann mir beim besten Willen nicht vorstellen, dass er so eine Ankündigung in 2 Monaten inhaltlich verstehen würde. Von akzeptieren gar nicht zu sprechen. Aber abstillen möchte ich im nächsten halben, dreiviertel Jahr auch.

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Was ich sagen wollte, vielleicht war deine Tochter einfach bereit dafür, Ankündigung hin oder her.

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Hallo, mein Sohn ist auch 14 Monate . Er ist auch ein kleiner brustjunkie. Aber ich möchte auch nicht mehr. Tagsüber stille ich ihn schon länger nicht mehr. Nachts kommt er auch alle 2-3 Stunden, oder häufiger. Habe vor 1 Woche angefangen . Ihm immer wieder tagsüber erklärt dass wir es nachts ohne versuchen wollen usw .
1. Nacht: 30 Minuten weinen, aber immer wieder beruhigen lassen . Mit tragen und singen eingeschlafen. Nach 2 Stunden wieder wach gewesen, Wasser angeboten, kurz geweint, nach 20 Minuten eingeschlafen . Jede wachphase wurde schon in der ersten Nacht kürzer. So um 1 hat er sich gar nicht mehr beruhigen lassen, da hatte er dann Hunger. Also nur 1 mal gestillt in der ersten Nacht .
1. Nacht: das weinen und protestieren wurde immer kürzer . Ich stille nur noch einmal nachts und zwar immer zur gleichen Zeit. Da lässt er sich auch gar nicht mit Wasser beruhigen (17 Uhr Abendbrot, ich denke echt dass er dann wirklich Hunger hat)

So passt es erstmal für mich, und ich dachte wirklich dass es Horror wird. Haben das Thema abstillen schon einige male angefangen aber ich musste immer wieder abbrechen weil er sich nie hat beruhigen lassen und so sehr geschrien hat dass er würgen musste .
Man muss sich einfach sicher sein dass man abstillen möchte, konsequent sein . Das strahlt man dann auch aus , und dann verstehen das die kleinen auch eher und sind nicht unsicher weil Mama unsicher ist

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Erinnert mich an meinen Sohn in dem Alter... er war ein Schnuller und Fläschchen verweigerten Brustjunkie der sich nur durch Stillen zum Schlafen bringen ließ. Als ich dann nicht mehr stillen wollte hab ich zuerst tagsüber das Stillen bis auf Mittags weggelassen, das ging problemlos. Dann war nachts dran... Ich hab mich entschieden als erstes das Einschlafstillen am Abend wegzulassen. Die ersten Nächte gab es unfassbar viele Tränen und Gebrüll, aber ich hab es durchgezogen und irgendwann schlief er kuschelnd auf meinem Arm ein. Ich hab dann alle paar Tage einmal öfter beim nächtlichen Aufwachen nicht gestillt. Es dauerte immer 2-3 Tage, dass er es akzeptiert hat. Dann ging es aber immer problemlos. Schließlich gab es noch eine Mahlzeit um 4 Uhr und eine nach dem Aufwachen. Die um 4 Uhr hat er dann selbst abgeschafft als er soweit war. Nach dem Aufwachen haben wir noch eine Weile gestillt. Irgendwann im Urlaub fand mein Sohn dann plötzlich die bis dahin so verhasste Kuhmilch ganz toll. Da wusste ich er ist bereit und wir konnten problemlos abstillen. Der Prozess zog sich bei uns über 4 Monate (inkl Rückschritt weil er die Grippe hatte), war also sehr sanft. Ich würde es immer wieder so machen.

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Das ist toll, dass es für euch so funktioniert hat.

Genau der Punkt „die ersten Nächte hab es viel Gebrüll und Tränen“ ist halt mein großes Problem... ich kann und will ihn halt nicht so Weinen und tottraurig sehen 😕 aber vermutlich geht es ohne Tränen gar nicht...

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Ganz ohne Tränen geht es vermutlich nur wenn das Kind sich selbst dann abstillen darf wenn es soweit ist. Da muss man als Mama dann aber auch mitmachen wollen so lang. Für mich persönlich war es normal und verständlich, dass er traurig und wütend war etwas geliebtes und gewohntes loslassen zu müssen - aber ich wollte halt einfach nicht mehr und auch das darf sein. Ich war ja trotzdem die ganze Zeit bei ihm und hab seinen Frust mit ihm gemeinsam ertragen.

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Warst du abends denn mal komplett außer Haus, als dein Mann euer Baby schlafen gelegt hat?

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Ja genau, ich war dann nicht zuhause, aber es hat trotzdem nicht funktioniert ☹️

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Puh, das ist schwierig 😓

Ich würde allerdings genau dies immer wieder üben. Euer Baby schreit und weint ja nicht allein sondern Papa ist da. Die zwei müssen ihren eigenen Weg finden.