Tandemstillen Erfahrung! (2jahre und Neugeborenes)

Hallo ihr Lieben!

Ich bin zwar erst in der 19.SSW aber so wie es aussieht wird sich meine Kleine nicht selbststaendig in dieser SS abstillen....

Kurze Vorgeschichte:
Sie wird im November 2, und still noch ca 2mal am Tag (vorm Schlafen nachts und wenn ich sie von der Kita abhole, daheim). Zu Beginn dieser Schwangerschafts hat sie auf einmal wieder gaaaaanz viel getrunken (zum Leid meiner Brueste es war sehr schmerzhaft) aber um die 10SSW herum hat sie selbst weniger getrunken. Meine Milch ist um einiges weniger geworden aber sie nuckelt auch gerne "trocken". Dadurch, dass wir erst vor nem Monat mit der Kita angefangen haben, und sie diese Naehe sichtlich braucht (und es mich auch nicht wirklich stoert ) will ich sie nicht abstillen. Am Wochenende versteht sie das nein, wenn sie tagsuber trinken will (am WE nur nach dem Nickerchen).

So nun stelle ich mich auf das Tandemstillen ein. Die Nummer 2 soll irgendwann Ende Februar Anfang Maerz kommen...und ich mach mir so Gedanken. Ich nehme an, dass um diese Zeit im KH immer noch Covid beschraenkungen sein werde und sie somit sowieso nur sehr wenig in KH kommen kann, somit habe ich in Ruhe Zeit mit dem Kleinen eine gute Stillbeziehung aufzubauen und es auch sein Kolostrum bekommt, leider wird es aus medizinischen Gruenden ein Kaiserschnitt, somit werde ich auch laenger im KH bleiben...und hoffe dass ich bin dahin schon Milcheinschuss hatte (mit meiner 1. hatte ich erst an Tag 7 einen Milcheinschuss....:-( ).

Aber nehmen wir an, die meine Grosse will doch auf einmal mehr am Tag trinken..."trinkt" sie dann dem Kleinen das Kolostrum weg? Vor allem, wie stellt sich der Koerper auf die verschiedenen Saugverhalten ein?

Ich wuerde mich sehr ueber eure Erfahrungsberichte freuen!

LG!

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Hallo,
also ich hatte auch erwartet/ gehofft, dass sich meine zweijährige Tochter während der Schwangerschaft selbst abstillt, aber dem war nicht so. Sie hat dann auch trocken weitergenuckelt. Zum Ende des zweiten Trimesters kam dann allerdings eine Phase, in der sie immer nachts zwischen halb vier und vier aufgewacht ist und über eine Stunde lang an der Brust genuckelt hat, was ziemlich anstrengend war, wenn man am nächsten Morgen früh aufstehen und zur Arbeit muss. Ich hatte dann aber auch irgendwie nicht die Kraft für ein Abstilldrama und wollte das für sie auch nicht. Ich habe meinen Sohn dann ambulant entbunden, sodass ich nicht länger weg war und Hatte auch erst spät einen Milcheinschuss. Da er dann die ersten Tage abgenommen hat und nah an der 10% -Marke war, meinte meine Hebamme, ich solle doch, bis er wieder zugenommen hat, ihm die Milch vorbehalten. Das habe ich dann gemacht und es war dann gar nicht so ein Abstilldrama wie ich dachte. Sie hat verstanden, dass das Baby beim Stillen jetzt vorgeht und begnügt sich damit, wenn sie zuschauen darf, wie das Baby trinkt. Ich hatte dann trotzdem ein schlechtes Gewissen, hätte es aber auch als komisch empfunden, wenn sie nach einer Woche Pause wieder gestillt worden wäre.
Ich kenne einige, die erfolgreich und gerne tandemstillen und ich hatte mich dann zum Ende der Schwangerschaft hin auch damit angefreundet, aber im Nachhinein würde ich vor der Geburt abstillen, weil ich persönlich es während der Schwangerschaft zu kräftezehrend fand. Ein Vorteil war allerdings, dass ich diesmal keinerlei Schmerzen an den Brustwarzen hatte, weil sie wohl noch an das Stillen gewöhnt waren, beim ersten Kind war es am Anfang sehr schmerzhaft.

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Hi! Ich hab selbst keine Erfahrung aber schau mal auf YouTube auf den Kanal #familyfirst. Sie hat schönen Videos dazu gemacht!

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Deine Brust kann sich an die Bedürfnisse beider Kinder einstellen. Es gibt Frauen die stillen das kleine mit einer Brust und das ältere mit der anderen. Die Baby-Brust produziert kolostum und die andere etwas reifere Milch. Das kann funktionieren.
Wenn man das nicht trennt (ist ja doch ein gewisser Aufwand) dann stellt sich die Brust immer auf die Bedürfnisse des jüngeren Kindes ein.
Wenn du Tandemstillen willst dann solltest du eine Regel eisern befolgen und sie deinem Kind beibringen: Erst das Baby!
Das Baby bekommt zuerst die Brust, dann die Schwester. Es gibt auch gemütliche Positionen um beide gleichzeitig zu stillen. Auch da sollte das Baby zuerst andocken und erst wenn es sicher festgesaugt ist, darf die ältere dazu kommen.

Führ es als eine Selbstverständlichkeit ein ohne großes Trara. Kleinkinder geben sich dann meist damit zufrieden dass "es eben so ist".