Nach 5 Monaten abstillen?

Hallo zusammen,
ich stille nun seit einigen Wochen voll nach einigen Startschwierigkeiten, momentan immer noch tagsüber alle 2 Stunden, teilweise stündlich - ist soweit aber in Ordnung und ich stille gern. Man kommt momentan ja immer noch nicht so richtig raus ... Mein Kind ist jetzt 10 Wochen alt und ich überlege langsam wie ich mit dem Stillen weitermachen will.
Ich hatte mir vorgenommen 6 Monate voll zu stillen und dann immer noch morgens, abends und nachts. Nun überlege ich jedoch evtl. nach 6 Monaten komplett abzustillen und die Flasche zu geben. Das hat mehrere Gründe: a) ich finde die Abhängigkeit, die das Stillen von mir produziert irgendwie nicht gut - wir haben keine Familie im näheren Umkreis und selbst wenn diese die Kleine nehmen würde, ginge das dann nicht über eben diese 2 Stunden hinaus b) ich will mich unbedingt gegen Corona impfen lassen, aber nach mehreren Arztgesprächen und mit der Hebamme will mir niemand so richtig dazu raten so lange ich noch stille und ich könnte damit nicht leben der Kleinen durch die Impfung geschadet zu haben c) ich gehe im November wieder arbeiten und klar keiner weiß wie dann die Pandemie Situation ist, aber evtl. muss ich wieder auf Dienstreisen und dann eben auch mal woanders übernachten.
Mein Partner ist entspannt und meint wir lassen das dann auf uns zukommen. Seine Mutter ist sehr pro-Stillen eingestellt und meint er könne auf keinen Fall mit der Kleinen allein zu ihnen fahren, wenn sie ca. 8 Monate alt ist (dann hat er EZ), weil ich stillen muss. Klar, es ist meine Entscheidung, aber irgendwie hätte ich schon Bedenken vor ihrer Reaktion, wenn ich in paar Monate gar nicht mehr stille. Abgepumpt habe ich zu Anfang zur Milchanregung nach jeder Mahlzeit, aber da nur sehr wenig herausbekommen. Eigentlich wollte ich das dann machen, wenn ich wieder arbeiten gehe, aber habe das nun wieder verworfen. Evtl. kann man mehr herausbekommen, wenn vorher nicht gestillt wird?
Wie habt ihr das so gehandhabt? Gibts hier vllt auch jemanden mit Impferfahrung? Ist es mit der Flasche wirklich so viel umständlicher?

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Hallo,

also meine persönliche Meinung dazu ist, dass du die Entscheidung zum Thema Abstillzeit für dich und dein Kind selbst treffen darfst. Es ist sogar anmaßend, wenn sich deine Mutter da einmischt.
Es ist sehr gut, wenn du in der Lage bist deine Situation zu reflektieren und dann etwas zu ändern. Wenn du der Meinung bist, dass du es mit Milchflasche besser organisiert bekommst, dann mache es doch. Bei vielen Beiträgen hier, frage ich mich weshalb sich Frauen regelrecht quälen. Du bist zwar noch davon entfernt, aber weshalb den solange warten.
Deine Mutter ist pro stillen. Aber du doch auch. Klar ist stillen für das Kind gesund aber du hast ja sogar schon ein paar Monate geschafft.

Zu deinen Fragen. Zur Impfung und Stillen, weiß ich leider nichts.
Ich hab 4 Monate voll gestillt, es hat auf Anhieb geklappt und es war auch schön. Ich fand es nur blöd, dass ich nie wusste, wie viel mein Baby getrunken hat. Auch fand ich es körperlich anstrengend. Ich habe dann sowieso mit Beikost angefangen und den kleinen musste ich sogar bremsen damit er nicht gleich zu viel isst. Parallel habe ich Muttermilch mit Pre ab und zu ersetzt. Hat super geklappt und ich hatte nie Probleme mit dem abstillen. Weil er nicht mehr so Baby war, fand ich es nicht anstrengenden. Sterilisation von Flaschen ist wegfallen. Habe auch nur eine Glasflasche gekauft. Für mich war es einfacher 2 Minuten Milch anzurühren und 10 Minuten zu füttern als alle 2h für eine halbe Stunde auf dem Sofa zu liegen. Anfangs natürlich okay, aber irgendwann wird das Baby auch Groß.

Ich hoffe, dir hilft meine Antwort. LG

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Du solltest dich fragen, willst du Abstillen oder nicht. Und zwar wegen deines Gefühls, nicht wegen der Argumente, die du bringst.

Ich habe bis 18 Monate gestillt, bin nach 6 Monaten wieder arbeiten gegangen. Wenn ich nicht da war, gab es halt eine Flasche mit Pre. Meine Tochter hat auch mit knapp einem Jahr mal bei meinen Eltern geschlafen, War auch kein Problem.
Es muss nicht entweder oder.
Sie hat die Flasche aber nie von mir bekommen. Bei mir gab es nur Brust.

Mit der Impfung würde ich vielleicht bis zur Beikost warten, dann sollte das aber kein Problem sein. Ich kenne auch mehrere Frauen, die vollstillend geimpft wurden.

Wenn du aber Abstillen willst, weil du nicht mehr stillen willst, dann ist das doch voll in Ordnung und du solltest es machen. Aber da brauchst du keine Argumente. Du willst nicht mehr und fertig.

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Hast du dann nochmal abends gestillt bevor sie bei deinen Eltern übernachtet hat oder abgepumpt?

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Ich hab nur ausgestrichen. Sie war ab mittags bei meinen Eltern.

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Hallo!
Ich finde auch, dass du dich da nach deinem Gefühl richten solltest, wenn du noch stillen möchtest, wird das vermutlich auch weiterhin gehen, wenn nicht, dann hast du jedes Recht, es zu lassen.

Zum Impfen: Ich stille meine 4 Monate alte Tochter voll und habe vor zwei Wochen meine erste Impfdosis erhalten. Laut Kinderarzt ist dies sogar sinnvoll, weil die Kleinen so uU auch Antikörper abbekommen. Ich denke es ist für Fachpersonal einfach auch schwierig, bei so etwas definitiv zu sagen: Ja, mach das, das ist gut! , weil das ja einfach nicht sicher ist und niemand möchte, dass es dann heißt, aber Sie haben doch gesagt...

Zur Abhängigkeit: Mich persönlich hat das gar nicht so sehr eingeschränkt und im Endeffekt ist es ja eine verhältnismäßig kurze Zeit, in der das so ist. Aber das ist natürlich einfach Geschmackssache und kannst nur du für dich beantworten!

Ich wünsche dir, dass du eine Lösung findest, mit der du tatsächlich zufrieden bist, das ist ja bei all den anderen Meinungen und den Ansprüchen, die man sich eventuell auch an sich selbst stellt, gar nicht immer so einfach 🤗

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Gut zu planen ist wichtig, aber bis dahin kann noch viel passieren.

Ich wollte auch mit 6 Monaten abstillen, dass war vorher lange geplant. Ich habe mich dann doch dagegen entschieden, aus vielen Gründen, allen voran aber deswegen, weil ich sehr gerne gestillt habe.
Als unser Kind sieben Monate alt wurde, bin ich wieder Vollzeit arbeiten gegangen und mein Mann hat die Elternzeit übernommen. Ich habe abgepumpt für die Zeit und mein Mann hat die Milch mit Flasche gefüttert.

Ich habe mich übrigens nie abhängig gemacht mit dem stillen. Entweder das Kind ist mit hingekommen und mein Mann hat die Flasche gegeben, wenn ich mal länger unterwegs war. Natürlich kann man auch einfach pre geben, aber für mich haben die Vorteile von Muttermilch überwogen.

Also genieße erstmal eure Stillbeziehung und schaue in ein paar Monaten nochmal, wie du dich fühlst!

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Hallo,
ich schließe mich den Anderen an. Hör auf dein Gefühl.
Sobald meine Kleine angefangen hat, gut zu essen, hat sie automatisch immer seltener getrunken. Dadurch hatte ich schnell wieder mehr Freiheiten und konnte 5 Stunden ohne Probleme weg sein. Jetzt, mit 9 1/2 Monaten, stille ich sie noch 2 - 3 mal. Morgens nach dem Aufwachen, nachmittags und meistens abends vor dem Schlafen.
Ebenfalls wurde ich letzte Woche geimpft, das war kein Problem.
Ich gehe in 2 Wochen wieder arbeiten, dann ist die Kleine 10 Monate und der Papa in EZ. Man bekommt auf jeden Fall mehr Milch heraus, wenn man nicht vorher gestillt hat.
Liebe Grüße