Kein Milcheinschuss, Tag 6

Hallo ihr lieben,

Ich habe vor 6 Tagen eine wundervolle Tochter zur Welt gebracht. Ich hatte eine vaginale Geburt.
Kurz nach Entbindung hab ich die kleine angelegt und im KH wirklich alle 2-3 Stunden die kleine gestillt. Jedoch hatte ich da schon das Gefühl, es reicht ihr nicht, da sie teilweise nach 30min wieder an die Brust wollte.
Zuhause angekommen ging das natürlich weiter, sodass die Nächte auch unerträglich waren, weil sie teilweise 2std am Stück die Brust bekommen hat. Wir haben dann angefangen zuzufüttern. Ich habe dann zusätzlich angefangen abzupumpen und komme nach 2 Std aus beiden Brüsten zusammen grade mal auf 15-20 ml.
Ich nehme Bockshornklee, trinke Malzbier und Stilltee. Aber bisher kein Anzeichen eines Milcheinschusses.
Gibt's hier ähnliche Erfahrungen?
Kann es wirklich sein dass ich keinen mehr bekomme ?

Laut hebamme könnten Plazentareste das hemmen, allerdings gibt's keine Anzeichen, dass dies vorliegen würde. Zumal nach Entbindung 3 Hebammen die Plazenta kontrolliert haben und uns präsentiert haben.

Wäre über eure Erfahrungen dankbar

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Bitte kontaktiere ganz bald eine Stillberaterin!!
Wenn du das Gefühl hast, du hast zu wenig Milch, ist es um so wichtiger, früh zu reagieren!
Die ersten Wochen nach der Geburt sind sooo wichtig, für eine langfristige Milchbildung! Leider warten viele Frauen zu lange ab. Ich habe so viele Stillberatungen, da ist das Baby schon 6 oder 8 Wochen alt. Und dann ist man fast schon zu spät dran. Je früher man reagiert, desto einfacher lässt sich die Milchmenge noch steigern!

Wie fütterst du denn zu? Kennst du das Brusternährungsset? Das kann ich dir wirklich ans Herz legen und ist so viel Besser für dich und dein Baby, als mit der Flasche zuzufüttern!

Habe ich das richtig verstanden, dass du zwei Stunden am Stück pumpst??
Es ist schön, dass du so motiviert bist, aber das ist nicht ideal für die Milchbildung!
Weniger ist manchmal mehr. Versuch mal so: 5 Minuten Pumpen, 5 Minuten Pause, dann wieder von Vorne. Insgesamt 2-3 Durchgänge. So bist du nach 15 bzw. 25 Minuten fertig. Das ist viiiel effektiver, als 30 oder 60 Minuten am Stück zu pumpen!
Und das kannst du immer mal wieder machen. Wenn dein Kind allerdings oft Stillen möchte, und auch gut stillen kann (gut angelegt ist usw) dann würde ich das Anlegen immer bevorzugen! Keine Pumpe der Welt bringt die Milchbildung so gut in Gang wie ein Baby, das an deiner Brust saugt! Pumpen ist eigentlich nur dann nötig, wenn das Kind zu schwach ist um zu trinken oder nicht korrekt anlegen und nicht gut saugen kann (z. B. wegen einem kurzen Zungenband)

Malzbier und co kannst du weg lassen... Nahrungsmittel haben keine Auswirkung auf die Milchmenge ;-)

Wenn du bedenken hast wegen Plazentaresten, dann fahr zum Frauenarzt, der soll einen Ultraschall machen und einmal nachsehen :-)

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Mit meiner Stillberaterin bin ich schon am arbeiten. Vielleicht habe ich mich etwas falsch ausgedrückt sorry.
Anscheinend habe ich eine Brustform, die weniger Milchdrüsen oder iwie so hat.
Allerdings sollte ich trotzdem einen Milcheinschuss bekommen.
Ich pumpe keine zwei Stunden am Stück ab.
Wenn ich die kleine angelegt habe, Pumpe ich danach nochmal 10 min ab (wohl um die Milchbildung anzuregen).
Ich gebe ihr aber alle 2 Stunden die Brust. Allerdings ist es öfter so, dass Sie stundenlang dran nuckelt, weil nicht genügend raus kommt.
Mein Milcheinschuss will einfach nicht kommen.

Plazenta hab ich eigentlich keine Bedenken, da sie vollständig war und nichts dafür spricht, außer der fehlende Milcheinschuss (Hormone) meinte meine Hebamme.

Deshalb meine Frage, ob andere Frauen vllt ähnliches erlebt haben und einfach keinen Einschuss bekommen haben?

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Ich hatte keinen Milcheinschuss. Allerdings hat mein Zwerg auch nicht richtig gesaugt und sie haben mir in der Klinik erst nach 48h eine Pumpe geben wollen. Ich denke dadurch kam es bei uns dazu. Habe dann auch viel gepumpt, Bockshornklee etc und konnte die Milchmenge so noch gut steigern, hat aber sicherlich 4-5 Wochen und extrem viel Ausdauer gebraucht 🙈 Zwerg (8 Wo) trinkt nun zwar immer noch nicht richtig, aber ich kann immerhin die Mumi die ich abpumpe zufüttern statt Pre.

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Da du schon mit einer Stillberaterin arbeitest wirst du hoffentlich gut betreut.
Was ich dir noch sagen kann ist, dass Stundenlanges nuckeln bedeutet nicht automatisch dass zu wenig Milch da ist, sondern das heißt Clustern (Google Mal) und ist völlig normal. Alle 2-3 Stunden anlegen finde ich sehr wenig. Würde stündlich anlegen. Wie fütterst du denn zu? Wenn dein Baby sich an künstliche Sauger gewöhnt, kann es nicht mehr so effektiv von der Brust trinken und bekommt weniger Milch.
Musst du zufüttern? Nimmt dein Baby zu wenig zu? Jedes zufüttern reduziert deine Milchbildung. Abpumpen ist niemals so effektiv wie das Trinken vom Baby selbst.

5

Ich hatte keinen Milcheinschuss und beim Abpumpen kam in etwa die selbe Menge wie bei dir (wenn überhaupt und nur aus einer Brust) Allerdings lag mein Sohn auf der Intensivstation und ich war psychisch angeschlagen (hatte schließlich eine Wochenbettdepression).

Bei mir hat die Stilberatung gesagt, dass meine Psyche wohl den Milcheinschuss verhindert hat und erschwerend kam hinzu, dass mein Sohn nicht immer bei mir sein konnte. Nach 5 Wochen hat mir die Stillberaterin empfohlen das Stillen aufzugeben. War für mich eine Erleichterung.

Bei dir sind die Grundvoraussetzungen natürlich andere, aber die Psyche darf man trotzdem nicht unterschätzen.

Alles Gute 🤗

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Hallo,

ich hatte so gut wie keinen Milcheinschuss...
Mein Sohn musste von anfang an zugefüttert werden (gelbsucht, gewichtsverlust usw...)

Ich habe gempumpt wie verrückt...malzbier...alles mögliche...hab oft nur 2ml rausgekriegt beim pumpen...
Ich war nach 14 Tagen am ende und habe dann komplett auf pre umgestellt..

Mir ging es dann besser, da ich viel geweint habe, weil ich nie richtig milch hatte..



Irgendwie wars dann aber besser im kopf..mein kleiner war satt und hat sich prächtig entwickelt...

Hätte ich mich weiter so gequält...ich glaube ich wäre tief in ne depression gerutscht...

Ich hab mal das buch von isbaell horn gelesen, die hatte auch so probleme mit stillen, hat mir mut gemacht..

Alles liebe dir

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Ich hatte leider auch keinen richtigen Milcheinschuss. Wir hatten eine schwierige Geburt mit Komplikationen, mein Sohn hatte dann einen Infekt, leichte Gelbsucht und eine sehr starke Trinkschwäche sodass er gar keine Kraft hatte richtig zu saugen.
Ich musste ihn in der Klinik schon per Spritze mit Kollostrum und Spezialnahrung zufüttern und auch Zuhause war's sehr schwierig. Meine Hebamme kam 2x tgl, da sie auch Stillberaterin ist hat sie mir direkt ein Brusternährungsset zum zufüttern empfohlen und immer wieder kontrolliert ob er genug Kraft hat. Zu Beginn ging es nur mit Stillhütchen, die haben wir zum Glück zügig wieder weg bekommen aber die Milchbildung blieb aus.
Ich habe mit meiner Hebamme zusammen fast 3 Monate um jeden Tropfen Milch gekämpft, alles mögliche versucht und es wurde dann tatsächlich ein wenig mehr aber ich konnte nie vollstillen, dafür hat es leider nie gereicht.
Irgendwann hab ich akzeptiert das ich mein Kind Zwimilch ernähren muss aber es fiel mir schwer.
Ich hab immer so viel gestillt wie möglich, was fehlte wurde eben mit Pre ergänzt. So habe ich bis kurz nach dem zweiten Geburtstag gestillt (natürlich hat mein Kind da schon normal gegessen aber zusätzlich mochte er seine Milch).

Es gibt einfach Frauen da geht's nicht, auch wenn das selten ist aber es kommt vor.
Wichtig ist möglichst entspannt zu bleiben, Stress hemmt die Milch, viel nackig kuscheln und sich Zeit nehmen.
Die Pumpmenge sagt im übrigen gar nichts darüber aus wie viel dein Kind trinken kann. Es gibt Frauen die Zwillinge voll stillen aber keinen Tropfen abpumpen können, das liegt einfach am unterschiedlichen Mechanismus.
Auch Lebensmittel haben keinen Einfluss auf die Milchproduktion, wenn dir der Tee schmeckt trink ihn, viel trinken und genug Essen ist super wichtig aber der Tee oder das Malzbier allein macht keine Milch.