Milchstau, Blues, einfach alles Sch***

Hallo,

seit 3 Tagen kämpfe ich mit einer schrecklichen Brustentzündung, mit Fieber, Schüttelfrost und allem drum und dran. Schlucke seit 3 Tagen Antibiotika, bin total mies drauf.

Ich dachte nicht, dass dies nach 6 Monaten vorkommt! Es ist einfach schrecklich.

Meine Mutter, mein Vater, meine Tante, alle machen mich fertig ("ja, das kommt davon, dann wirst du wohl jetzt endlich mit dem Quatsch :-[ aufhören. Das arme Baby, muss das jetzt aus einer entzündeten Brust trinken?"#bla#bla#bla)

Ich bin einfach nur noch traurig, weil ich das Gefühl habe, dass es langsam aber sicher dem Ende zugeht mit dem Stillen. Am Abend bekommt Clarisse schon HA2 Milch, und Mittags Karotten mit Kartoffel.

Eigentlich wollte ich noch ein wenig morgens und am späten Nachmittag weiterstillen...

ach, ich bin einfach nur traurig... Wir waren in Ferien und mussten einen Tag früher abreisen... und nachts ist im Moment die Hölle, weil Clarisse einfach nicht mehr schlafen will... ich stille sie dann immer wieder in den Schlaf.

Oh mann, ich geh am Stock.

Danke fürs Lesen,

cosica

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Hallo Cosica,

ich kenne dich noch vom Schwangerschaftsforum.

Mein Tochter ist auch bald 6 Monate und ich stille sie immer noch voll auch nachts stille ich sie in den Schlaf.

Rufe doch mal deine Hebamme an, vielleicht kann sie dir ja bei deiner Brusteinzündung helfen.

Vielleicht hast du ja zu schnell abgestillt, und deshalb die Brustentzündung. Lege deine Maus einfach noch mal an, damit sie die Brust leertrinken kann. Die Entzündung wird dann schon weggehen. Du schreibst ja, dass du noch weiterstillen willst also spricht ja nichts gegen das Anlegen.

Viele Grüße
banania76+boy (28 Monate)+#babygirl (fast 6 Monate)

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Hallo,

ja irgendwie war mir heute den ganzen Tag nach heulen... geht aber besser.

Meine Hebamme wollte ich nicht anrufen, da ich ja eigentlich alles weiss, was man machen kann/soll/muss wenn man eine Mastitis hat (es ist nicht das erste Mal). Ich habe auch eifrig gekühlt, habe Paracetamol genommen und halt Antibiotika, da man mit 2 kleinen Kindern schnell wieder auf die Beine kommen muss.

Mein Problem ist wie gesagt vor allem mein Umfeld, alle sind so gegen das Stillen (ausser mein Freund, der unterstützt mich einfach in dem, was ich machen möchte).

Ich arbeite auch ganz, habe also jetzt 3 Monate lang jeden Tag 2-3 mal im Büro abgepumpt, und das geht ganz schön an die Substanz. Deshalb wollte ich halt anfangen, Clarisse etwas anderes zu geben, da ich einfach nicht mehr kann.

Trotzdem wäre ich froh, noch ein wenig weiterstillen zu können, wenn auch nicht mehr ganz.

Heute am späten Nachmittag habe ich 120 ml abgepumpt, da ging es mir (und meinem Moral) schon wieder viel besser;-).

Lieben Dank & schönes Wochenende,

cosica

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Hallöchen!

Du arme - ich kann mit Dir mitfühlen! Hatte auch schon 2mal eine Brustentzüngung #heul. Ich habs aber ohne Antibiotika ganz gut wegbekommen.
Und zwar hab ich die Brust vor dem Stillen mit einem heißen Waschlappen erwärmt und meinen Kleinen so angelegt, daß sein Kiefer auf die harte Stelle gedrückt hat. Ist zwar in dem Moment tierisch unangenehm - aber es hilft. Nach dem Stillen hab ich dann Quark-Wickel gemacht (kühlt und zieht die Entzündung raus) und Salbe (Antimast-Selz) drauf geschmiert. Hat alles prima geholfen. Die Entzündung war innerhalb kürzester Zeit verschwunden. Ich konnte sogar einer weiteren Entzündung entgehen, weil ich bei den ersten Anzeichen gleich Quark-Wickel gemacht hab :-).

Und so blödes Gerede - das macht dem Baby überhaupt nichts aus der entzündeten Brust zu trinken. Die Milch ist ja schließlich nicht sauer oder so ;-).

Wünsch Dir noch gute Besserung und Kopf hoch - und still weiter solange Du's für richtig hälst.

Lg
Beate mit Julian (9.9.06)