Texten mit anderen Frauen

    • (1) 03.04.19 - 09:50
      Ziemlich durch

      Hallo Urbis!

      Ist es möglich, dass ein Mann über Jahre hinweg mit verschiedenen Frauen „freundschaftlich“ schreibt, ohne dass er wirklich fremd gegangen ist? Oder ist diese Texterei schon Betrug?

      Ich habe durch Zufall herausgefunden, dass mein Mann mit mindestens 5 Frauen chattet. Die Frauen wechseln auch und es geht seit Jahren so. Das ist eher so bla, bla. Was machst, wie gehts, oh, tolles Foto. Es werden auch Kusssmileys verschickt. Mein Mann ist der Meinung, das alles hätte rein gar nichts zu bedeuten. Es wären normale soziale Kontakte. Ich fühle mich aber sowieso schon nicht genug beachtet. So dass es mir besonders missfällt, wenn er seine Energie in andere Frauen investiert, statt in mich.
      Ab und zu würde er sich auch auf einen Kaffee verabreden. Warum ich von diesen Frauen nichts weiß und er die Chats geheim hält, meinte er- weil er wissen würde wie ich reagiere und darauf keinen Bock hätte. Er hätte mich aber nie betrogen (im Sinne von Sex mit anderen).

      Er selber ist ein Sexmuffel insofern glaube ich ihn das sogar. Vielleicht reicht ihm diese Bestätigung durch die Texterei und das Gefühl, er könnte wenn er wollte.

      Mir fehlt Bestätigung und Liebe. :-( Sonst könnte ich damit vielleicht auch besser umgehen. Aber unser Sex, wenn er stattfindet, ist so schlecht, dass ich es aufgegeben habe ihn zu bitten es so zu machen, wie es mir gefällt. Er tut es eh nicht oder hat es spätestens beim nächsten Mal wieder vergessen. Es ist so unglaublich frustrierend, wenn ich ihm hundert mal sage, dass ich es nicht mag, wenn er seine Finger in mir dreht und er tut es immer wieder.

      Alles in allem stehe ich vor der Frage, ob unsere Ehe noch Sinn macht. Wir haben eigentlich alles: zwei tolle Kinder, ein schönes Haus. Der Alltag ist gut, wir streiten nie. Beruflich lebt sich jeder aus. Andere würden wohl sagen, wir sind ein Traumpaar.

      Aber ich bin unglücklich. Wenn ich ihm „verbiete“ mit anderen zu schreiben, bringt mich das nicht weiter. Ich wünschte ja er hätte gar kein Verlangen danach. Und jetzt weiß ich nicht weiter.

      Vielleicht versteht mich jemand. Danke!

      • Auch Männer können mit Frauen einfach so befreundet sein, sei es dass man sich von der Schule kennt, von Arbeit oder sonstwo.

        (3) 03.04.19 - 11:20

        Ich denke, dass dein Mann sich mit anderen Frauen schreibt, ist euer kleinstes Problem und nur vor dem Hintergrund zu verstehen und zu bewerten, dass es in eurer gemeinsamen Sexualität offenbar gewaltig hakt.
        Ich weiß nicht, was zuerst da war (die berühmte Frage nach Huhn oder Ei; irgendwann ist es eh müßig, sich die zu stellen. Stattdessen sollte man lieber überlegen, wie man die Kuh vom Eis bekommt): seine Sexmuffeligkeit oder deine Rückmeldung an ihn, dass er es so, wie er sexuell mit der umgeht, nicht richtig macht (was ja auch durchaus sein kann), aber ich gehe mal davon aus, dass dein Mann in seinem erotischen Selbstbewusstsein als Mann ganz schön angeknackst ist. Die Frauen dienen ihm vielleicht dazu, sich als Mann fühlen zu können, ohne seinen Mann stehen oder es ihnen irgendwie besorgen zu müssen.

        Insofern denke ich tatsächlich, dass da nicht mehr läuft, entspricht tatsächlich der Wahrheit. Er müsste ja sonst wieder fürchten, etwas falsch im Bett zu machen.

        Ich weiß nicht, wie eure Gespräche über eure erotischen Wünsche bisher abgelaufen sind, ob ihr beide offen über das sprechen konntet, was ihr für Ängste mitbringt, wie ihr euch fühlt, was ihr euch wünscht, wie der Tonfall war, aber ich würde da vermutlich ansetzen und mir ggf. sogar Unterstützung durch einen Paar- bzw. Sexualtherapeuten holen.

        Ich habe gerade ein Interview in einem Sexualtherapeuten gelesen, der darauf hinwies, dass Lust immer als positiv und gesund bewertet wird, während Unlust pathologisiert würde. Der "Unlustige" müsse sich stets erklären und rechtfertigen und es würde erwartet, dass er einen Schritt auf den "Lustigen" zumacht, niemals umgekehrt.

        Deshalb würde er den Partner mit mehr Lust in einer Therapie immer fragen, warum er denn mehr Sex, besseren Sex, anderen Sex wolle und häufig käme dann raus, dass die Motive rein egoistischer Natur seien (man will sich geliebt fühlen, begehrt fühlen, seine Lust ausleben wollen etc.), der andere mit seinen Bedürfnissen wird dabei oft übersehen und Unlust sei dann die logische unbewusste Konsequenz und würde sich weiter verfestigen....

        Vielleicht schieße ich über das Ziel hinaus mit meiner Antwort und das ist bei euch alles ganz anders.
        Es wird aber unter Garantie einen Zusammenhang geben zwischen dem Schreiben mit den Frauen und eurer gemeinschaftlichen Sexualität bzw. dem sexuellen Selbstbewusstsein deines Mannes. Vielleicht findet ihr einen Zugang zueinander, wenn ihr mal über diesen Zusammenhang sprecht.

        (4) 03.04.19 - 11:51

        War er schon immer so ein mieser Liebhaber? Ich als Mann muss doch bemüht sein, meine Frau auch sexuell glücklich zu machen, von ihr bzw. mit ihr zu lernen. Die Befriedigung meiner Frau steht für mich an erster Stelle und erst dann komme ich, im wahrsten Sinne des Wortes.

        Ist er sonst auch so, dass er schnell vergisst oder nur im sexuellen Bereich?

      • Schlag ihm doch mal eine offene Beziehung vor: Er kann weiter seine Befriedigung in Chats finden und Du eben mit richtigem Sex... dürfte spannend werden, was dann kommt.

        Freundschaft zwischen Mann und Frau gibt es. Wenn man aber in einer Beziehung ist, hat man sich das gegenseitig gefälligst mitzuteilen, mit wem man seine Freizeit verbringt, wenn es nicht gerade der jeweilige Partner ist. Wer damit ein Problem hat und ein Geheimnis um Kontakte und Treffen macht UND den anderen noch dazu vernachlässigt, könnte das gerne so weiter machen, nur halt in Zukunft dann ohne mich.

      • Abgesehen davon, dass ich an dauerhafte Freundschaften zwischen heterosexuellen Männern und Frauen nicht glaube, sondern dass sich immer, früher oder später eine erotische Komponente einspielt, ist sein Schreiben mit den anderen Damen doch gar nicht das Problem.

        Du fühlst Dich zu wenig beachtet, begehrt und berücksichtigt. Würdest Du Dich als Mittelpunkt seiner Liebe, seiner Zuneigung und seiner erotischen Sehnsüchte fühlen, wären diese anderen Damen doch nicht wirklich ein Problem. Du könntest aufgrund der vielfältigen Aufmerksamkeit, die er Dir entgegenbringt, ganz lässig über die Krümel hinwegsehen, die er flirthalber diesen Damen über WhatsApp hinwirft.

        Vielleicht ist er Deiner zu sicher und deswegen hat sein Bemühen, seine Aufmerksamkeit, seine Leidenschaft so nachgelassen. Man sieht sich jeden Tag, meint jede Facette des anderen zu kennen, ist in allem Alltagsdingen ein eingespieltes Duo aber die Erotik ist komplett verschüttet. Und er sucht eben über diese Flirterei einen Ausgleich, einen kleinen Kick.

        Ich könnte Dir jetzt raten, mach es ihm nach. Wenn er merkt, dass nichts, was selbstverständlich scheint, auch wirklich selbstverständlich ist, wird er seinen Sinne schon wieder mehr auf Dich richten.

        Aber das sagt sich so leicht...

        • (8) 03.04.19 - 20:07

          "Abgesehen davon, dass ich an dauerhafte Freundschaften zwischen heterosexuellen Männern und Frauen nicht glaube, sondern dass sich immer, früher oder später eine erotische Komponente einspielt,"

          Das ist doch keine Frage des Glaubens, solche Freundschaften gibt es und werden auch von mir gepflegt. Mir kommt der Gedanke beschränkt vor (natürlich nicht im Sinne von "doof", sondern eben sich selbst begrenzend).

          Es ist doch auch sicher bei dir nicht so, dass du dir bei jeder Frau ein erotisches Interesse vorstellen könntest.

          • "solche Freundschaften gibt es"

            Es gibt auch bemannte Raumfahrt. Aber wie viele Menschen fliegen wirklich ins Weltall?

            "solche Freundschaften gibt es und werden auch von mir gepflegt."

            Das glaube ich Dir unbenommen. Aber bei wie vielen Deiner männlichen Freunde kannst Du Stein und Bein versichern, dass sie Dich noch niemals als Frau gesehen haben und nicht dabei - vielleicht auch nur für einen Moment - sexuelle Inspirationen im Zusammenhang mit Deiner Person im Kopf hatten?

            Ich denke, dass Männer und Frauen auch z.T. unterschiedliche Ansprüche und Erwartungen an eine Freundschaft haben und die im Verhältnis Mann und Frau sehr viel schwieriger zueinander passen.

            Es sind tatsächlich vor allem Frauen, die der urbanen Legende Glauben schenken, dauerhafte Freundschaften (nicht Bekanntschaft) zwischen Männern und Frauen ohne jegliche erotische Komponenten seien möglich.

            Für mich ist eine Frau ganz grundsätzlich nie nur ein Neutrum, dass ich wie bei einem Mann ganz einfach ausschließlich als Mensch erlebe und nicht in einer Geschlechterrolle. Sie ist eben immer für mich auch Frau. Vielleicht nur zu einem kleinen Prozentsatz in meiner Wahrnehmung aber dennoch strahlt eine Frau eben auch Frau aus. Mit all den Facetten an Reizen und Signalen, die eine Frau nun mal als Frau entsendet. Ihre Haare, ihre Stimme, ihre Silhouette, ihr Denken, ihre Sprache, ihre Bewegung, ihr Geruch, ihr Blick...ein ganzes Füllhorn an Signalen, die in meinem Hirn auftreffen. Und je persönlicher und enger diese Freundschaft ist, umso häufiger bekomme ich diese Signale gesendet.

            Natürlich spricht man es eben nicht aus, man schaut nicht, man glotzt nicht, man bleibt in der Distanz, die einem die eigene Sozialisierung und Erziehung und auch ein gesellschaftliches Regelwerk gebietet. Auch ein männliches Hirn besteht eben aus mehr als nur dem limbischen System, dass für die Verarbeitung von Schlüsselreizen verantwortlich ist.
            Außerdem sind es oft nur Gedankenblitze, kurze Momente, wenn überhaupt Kurzfilme im Kopf, kein fortwährendes verzehrendes Begehren, dass einen heimsucht.

            Und manche dieser sexuell aufgeladenen Gedanken tabuisiert man umgehend. Man verschließt sie hinter einem, dass es nicht sein darf. Es müssen eben weit mehr Dinge zusammenkommen, wenigstens für mich, bevor man einer Frau wirklich Avancen macht.

            Allerdings, das räume ich ein: Mit zunehmendem Alter spielen hormonelle Irritationen eine immer weniger bedeutende Rolle. Deswegen ja: Ab 70 oder 80 kann es auch Freundschaften zwischen Männern und Frauen geben. Wobei auch da durchaus immer noch Erotik ins Spiel kommen kann.

            Abschließend eine kleine Anekdote von vor schon einigen Jahren. Ich hatte mal eine solch' sog. rein platonische Freundschaft zu einer Frau, die ich lange kannte (übers Studium) und es war noch nie etwas passiert. Die Initiative zur dieser Freundschaft ging latent eher von ihr aus, ich weiß gar nicht, ob ich sie wirklich als Freundin im Sinne von Freund, also durch Dick und Dünn usw. gesehen habe, und zu Beginn vor allem fragte sie allerhand zu ihrer Beziehung zu ihrem Mann und eben der Sichtweise, wie Männer wann wie was sehen. Später hat sie mich zu vielem als Ratgeber oder auch schon mal als Kummerkasten gesucht. Wir haben aber auch, in einer Gruppe, Dinge zusammen unternommen. Wir hatten einen ähnlichen Musik- und Literaturgeschmack, also auch eine Reihe von gemeinsamen Themen und konnten abendfüllend nach einem Kinobesuch über einen Film diskutieren. Ich habe auch bei ihr übernachtet, natürlich auf der Couch, oder sie bei mir.

            Irgendwann, da kannten wir uns schon 10 Jahre, hat sie mich mal gefragt, warum unsere Freundschaft (sie sah es als "Freundschaft") so gut funktioniert. Ich habe ihr geantwortet, dass sie mir als Frau nichts bedeute, aber schon viel als Mensch (was, zugegeben, so zu einhundert Prozent gar nicht stimmte) aber es ging ja um die Freundschaft in ihrer Frage. Ich lobte unseren gemeinsamen Film- und Musikgeschmack, ihre Intelligenz, ihre Empathie, ihre Fähigkeit und ihr Vertrauen, sich mir mitzuteilen....

            Was denkst Du, was dann passierte? Sie sagte, das wäre wohl mit das Unverschämteste, was ihr ein Mann (ein MANN wohlgemerkt, nicht ein MENSCH) je gesagt habe. Denn sie schloss natürlich daraus, dass sie total unattraktiv (für mich) wäre. Alle meine positiven Bemerkungen traten komplett in den Hintergrund.

            Bis dato dachte ich doch glatt, bei einer echten Freundschaft, spiele Äußeres und sexuelle Attraktivität eben überhaupt keine Rolle. Sie sollen es sogar nicht. Wie töricht von mir.

            Mein Fazit aus dieser Geschichte: Frauen wünschen sich vielleicht auch Männer als Freundin oder gar beste Freundin. Aber ihre Wirkung als Frau wollen sie dennoch zumindest nicht abgesprochen bekommen. Auch nicht von der sog. besten männlichen Freundin. Welch' ein Widerspruch.

            Das war nur eine kleine Geschichte, die natürlich keineswegs repräsentativ sein soll aber die mir neben vielen anderen Beobachtungen zeigt, dass diese Konstellation mehr Wunschdenken und Illusion als gelebte Realität ist.

            Aber gut, es mag möglich sein. Bemannte Raumfahrt ist, wie erwähnt, ja auch möglich :-)

            Eigentlich ist das ein sehr interessantes Thema allerdings schon schwierig, vor allem in einem Forum, weil man stets Gefahr läuft über dünnes Eis zu laufen und schließlich einzubrechen.

            • (10) 03.04.19 - 23:37

              „Es gibt auch bemannte Raumfahrt. Aber wie viele Menschen fliegen wirklich ins Weltall?“

              Aha – ich kann es nicht, also muss es Raketenwissenschaft sein und mindestens so selten wie ein vierblättriges Kleeblatt.

              "Aber bei wie vielen Deiner männlichen Freunde kannst Du Stein und Bein versichern, dass sie Dich noch niemals als Frau gesehen haben und nicht dabei - vielleicht auch nur für einen Moment - sexuelle Inspirationen im Zusammenhang mit Deiner Person im Kopf hatten?"

              Ich gehe davon aus, dass das nicht der Fall ist, kann aber ebenso wenig in die Köpfe anderer schauen, wie du es kannst. Solche Spekulationen sind also müßig. Aber selbst wenn - so viel Souveränität kann ich von jedem gestandenen Mann und jeder gestandenen Frau erwarten, dass einen das nicht gleich aus der Ruhe bringt, was bei dir nicht der Fall zu sein scheint.

              Wovon hält dich deine Sichtweise („männliches Hirn“ „Schlüsselreize“) dann noch ab? Frauen als Kolleginnen oder Vorgesetzte zu sehen? Man hat ja immer die erotische Komponente im Hinterkopf.

              Erotische Anziehung kann sich außerdem auch zwischen heterosexuellen Frauen entwickeln, trotzdem wird kaum einer auf die Idee kommen, Frauenfreundschaften in Abrede zu stellen oder auch Freundschaften zwischen lesbischen und heterosexuellen Frauen.

              Ich habe den Eindruck, dass du sehr in einer getrennten Mann-Frau-Welt gefangen bist, in der jeder unbedingt auf seiner Seite bleiben muss.

              Daher auch die Hervorhebung deiner Anekdote mit Fazit:

              "Mein Fazit aus dieser Geschichte: Frauen wünschen sich vielleicht auch Männer als Freundin oder gar beste Freundin. Aber ihre Wirkung als Frau wollen sie dennoch zumindest nicht abgesprochen bekommen."

              Ich bin über 50 Jahre alt. Meine Wirkung als Frau hat für mich bezogen auf meine Partnerwahl eine Rolle gespielt, ansonsten nicht. Deine Gedankengänge erscheinen mir unnötig kompliziert.

              Ganz platt wird es dann hier:
              „Ich denke, dass Männer und Frauen auch z.T. unterschiedliche Ansprüche und Erwartungen an eine Freundschaft haben und die im Verhältnis Mann und Frau sehr viel schwieriger zueinander passen.“

              Du ignorierst die Bandbreite innerhalb der Geschlechter. Nicht Männer und Frauen haben unterschiedliche Erwartungen an Freundschaft, auch die Bandbreite innerhalb der Geschlechter ist riesig. Das sind individuell unterschiedliche Vorstellungen, die man nicht einfach am Geschlecht festmachen kann, es sei denn, man möchte das für sich selbst. Also Butter bei die Fische: Welche Erwartungen hast du denn an eine Freundschaft? Für mich heißt das: Gemeinsame Interessen, Werte, Vorlieben, Unternehmungen, gegenseitige Unterstützung, Hilfeleistung – Das kannst du mit einer Frau nicht haben? Wegen der „Facetten an Reizen und Signalen, die eine Frau nun mal als Frau entsendet?“

              Du meine Güte: die weibliche Libido ist nicht anders gestrickt als die männliche – viele Männer sind attraktiv, welche Rolle das im Alltag spielt, bleibt jedem überlassen.

              Vielleicht bin ich auch zu bodenständig, um das noch nachvollziehen zu können. Ich gehe meinetwegen am Montag mit einem Freund zum Sport. Den kenne ich seit vielen Jahren. Weder er noch ich empfinden alle Vertreter des anderen Geschlechts als anziehend. Das ist ja dein Grundgedanke: Weil das eine Frau ist..usw. usw. Und das soll einer Freundschaft entgegenstehen.

              Das mag für dich in Ordnung sein, für mich und andere wäre das eine unnötige Beschränkung.

              "Es sind tatsächlich vor allem Frauen, die der urbanen Legende Glauben schenken, dauerhafte Freundschaften (nicht Bekanntschaft) zwischen Männern und Frauen ohne jegliche erotische Komponenten seien möglich."

              Hier gehst du entschieden zu weit.

              Du stellst Frauen hier nicht zum ersten Mal als naive Träumerchen hin, denen du anmaßend die naiven Augen öffnen möchtest.

              Das gilt ebenso für den Vergleich mit der bemannten Raumfahrt. Deine eigene Sichtweise bleibt dir unbenommen. Aber nur, weil du persönlich nicht dazu in der Lage bist, Freundschaften ohne erotische Komponente mit Frauen einzugehen bzw. das Geschlecht für dich ein Ausschlusskriterium ist, musst du deine Sichtweise nicht auf andere übertragen und gelebte Freundschaften in Abrede stellen.

              • (11) 04.04.19 - 07:51

                "so viel Souveränität kann ich von jedem gestandenen Mann und jeder gestandenen Frau erwarten, dass einen das nicht gleich aus der Ruhe bringt, was bei dir nicht der Fall zu sein scheint."

                Genau diese Interpretation meines Textes habe ich befürchtet. dass das nun ausgerechnet von Dir kommt, finde ich es ein bisschen enttäuschend.
                Zumindest habe ich versucht, Gedankengänge so zu beschreiben, dass man bei engerem persönlichen Kontakt mit einer Frau eben NICHT zwangsläufig ins Schwitzen gerät.

                Die darin liegende latente Unterstellung, Männer bzw. ich würden ständig von ihrem Eros beherrscht, ist, gelinde gesagt, ziemlich tumb.

                "Das ist ja dein Grundgedanke: Weil das eine Frau ist..usw. usw. "

                Eben. Eine Frau ist immer auch eine Frau. Was sie de facto auch ist. Aber was nicht bedeutet, dass man jeder Frau augenscheinlich Avancen macht.

                "Du stellst Frauen hier nicht zum ersten Mal als naive Träumerchen hin, denen du anmaßend die naiven Augen öffnen möchtest. "

                Ich frage mich tatsächlich, wer hier zu weit geht. Du unterstellst mir, ich würde Frauen als naiv ansehen? Nein. Ich sage lediglich, dass es geschlechterbedingt unterschiedliche Sichtweisen gibt. Dass Du daraus schlussfolgerst, Frauen seien für mich naive Dummchen, entspringt wohl eher Deiner Grundskepsis gegenüber unterschiedlichen Denkmustern der Geschlechter, weil Du sehr vorschnell patriarchische Gesinnung oder tradierte Denkschemata witterst.

                Des Weiteren frage ich mich, würdest Du mir auch vorhalten, ich würde Frauen als native Träumerchen hinstellen, wenn ich als Frau schreiben würde? Die nächste Frage wäre dann, wer ist hier in einem fortwährenden Geschlechterkampf verhaftet und möchte alte Schlachten ständig neu schlagen.

                "Aber nur, weil du persönlich nicht dazu in der Lage bist, Freundschaften ohne erotische Komponente mit Frauen einzugehen"

                Du unterschätzt mich erneut sehr vorschnell. Und ich möchte Dich herzlich bitten, Dir nicht anzumaßen, darüber zu Gericht zu sitzen, wozu ich in der Lage bin oder nicht. Ich habe diese platonische Freundschaften zu Frauen - auch wenn diese über den gesamten Zeitraum der Jahre nicht immer nur rein platonisch waren.

                Leider bestätigst Du meinen letzten Satz: Eigentlich ein interessantes Thema aber nahezu unmöglich, darüber einigermaßen entspannt in einem Internet-Forum zu plaudern. Vielleicht liegt es aber einfach nur an meinem sprachlichen Unvermögen, Gedankengänge unmissverständlich darzustellen.

                • (12) 04.04.19 - 09:20

                  „Die darin liegende latente Unterstellung, Männer bzw. ich würden ständig von ihrem Eros beherrscht, ist, gelinde gesagt, ziemlich tumb.“

                  Nein, das unterstelle ich gerade nicht. Im Gegenteil bin ich solchen Auffassungen auch hier im Forum stets vehement entgegengetreten. Entsprechend bin ich es im Gegensatz zu dir, die Freundschaften zwischen Männern und Frauen ohne jede Einschränkung bejaht, während von dir folgende Aussagen kommen:

                  Einerseits:
                  „dass ich an dauerhafte Freundschaften zwischen heterosexuellen Männern und Frauen nicht glaube, sondern dass sich immer, früher oder später eine erotische Komponente einspielt,“

                  Andererseits:
                  „Ich habe diese platonische Freundschaften zu Frauen - auch wenn diese über den gesamten Zeitraum der Jahre nicht immer nur rein platonisch waren.“

                  Einerseits „glaubst“ du nicht an dauerhafte Freundschaften, andererseits pflegst du in Widerspruch dazu diese selbst. Auch wenn du nun meinst, dass sich irgendwann eine erotische Komponente eingespielt hat: Was ist denn nun für dich das Wesen einer Freundschaft? Natürlich hat man kein Neutrum vor sich. Nur stellst du eine – deiner Meinung nach zwangsläufig sich einspielende Erotik- in den Vordergrund, die wiederum eine platonische Freundschaft unmöglich machen soll. Wenn die erotische Komponente aber so entscheidend sein soll, dass sie die Befähigung zu Freundschaften prägen soll, dann frage ich mich, wo und wie sich das praktisch auswirken soll. Was kann ich konkret innerhalb einer Freundschaft so nicht handhaben, weil der andere Mann oder Frau ist, worin liegt die Beschränkung?

                  Du meinst, Frauen und Männer hätten unterschiedliche Vorstellungen von Freundschaften. Wie man hier im Forum jeden Tag lesen kann, haben aber auch Frauen untereinander völlig unterschiedliche Vorstellungen davon, so dass sich jede Verallgemeinerung ausschließt.

                  Ganz grundsätzlich ist mir auch nicht klar, wie du auf die Idee kommst, dass bei jeder, wirklich jeder Frau eine erotische Spannung aufkommen soll. Nach der Maßgabe wären Freundschaften zwischen lesbischen und heterosexuellen Frauen ja auch nicht möglich oder zwischen homosexuellen und heterosexuellen Männern.

                  Zu den naiven Dummchen:
                  „Es sind tatsächlich vor allem Frauen, die der urbanen Legende Glauben schenken, dauerhafte Freundschaften (nicht Bekanntschaft) zwischen Männern und Frauen ohne jegliche erotische Komponenten seien möglich.“

                  Du meinst, Frauen gehen einer Legende auf den Leim. Im Gegensatz zu dir sind sie nicht in der Lage, die (= deine) Wahrheit zu erkennen. Natürlich überhebst du damit deine, nicht die männliche, sondern ganz speziell deine Sichtweise über die der von dir genannten Frauen, die sich einer Täuschung hingeben.

                  „Aber ihre Wirkung als Frau wollen sie dennoch zumindest nicht abgesprochen bekommen.“
                  Auch hier eine Verallgemeinerung und Übertragung deiner Sichtweise auf alle. Hier im Forum und auch im Thread schreiben Frauen von platonischen Freundschaften mit Männern. Das in Abrede zu stellen oder mit der Seltenheit bemannter Raumfahrt zu vergleichen, heißt, dass du diese gar nicht ernst nimmst – urbane Legende eben. Da machst du es dir zu einfach.

                  „Des Weiteren frage ich mich, würdest Du mir auch vorhalten, ich würde Frauen als native Träumerchen hinstellen, wenn ich als Frau schreiben würde?“
                  Selbstverständlich. Das kannst du hier in einigen Beiträgen im Forum nachlesen. Stereotype werden von Männern und Frauen gleichermaßen am Leben erhalten zum Nachteil von allen. Deshalb führe ich auch keinen Geschlechterkampf, sondern einen Kampf gegen Klischees. Wenn ich mir anschaue, wie sich der Blick auf Frauen in den letzten 100 Jahren gewandelt, hat, ist nicht viel von den früher in Stein gemeißelten Wahrheiten übrig geblieben.

                  „Ich sage lediglich, dass es geschlechterbedingt unterschiedliche Sichtweisen gibt.“

                  Und ich meine, dass du dich hier einer theoretischen Betrachtung hingibst, die von der Realität nicht abgebildet wird. Würde es eine weibliche Sichtweise geben, hätten wir hier in einem überwiegend von Frauen genutzten Forum wenigstens in Teilbereichen im Forum irgendeinen Grundkonsens. Tausend Menschen, tausend Sichtweisen.

                  • (13) 04.04.19 - 09:50

                    "Einerseits „glaubst“ du nicht an dauerhafte Freundschaften, andererseits pflegst du in Widerspruch dazu diese selbst. "

                    Ich widme mich jetzt nur noch mal diesem Satz....

                    Bitte lies, was ich geschrieben habe und überlese nicht kleine aber wesentliche Ergänzungen.

                    Ich sage: Für mich ist eine rein platonische Freundschaft zwischen Frauen und Männern, ohne jegliche Anflüge eines erotischen Blockwinkels zu keinem Zeitpunkt und das dauerhaft, nahezu eine Unmöglichkeit.

                    Ich sage ausdrücklich NICHT, dass auch immer etwas handlungsmäßiges in dies Richtung passieren MUSS.

                    Und mit den Frauen, mit denen ich heute tatsächlich ausschließlich befreundet bin, habe ich die Erotik schon hinter mir. Und das ist das, was ich meine, mit "dauerhaft" und "ausschließlich".

                    Vergib mir, wenn ich sonst nicht weiter antworte. Du wiederholst Dich mit Sichtweisen, teilweise Plattitüden auf meine Person, die Du gerne haben darfst aber ich muss nicht jeden - Entschuldige - Unfug kommentieren.

            (14) 04.04.19 - 17:23

            Ich bin eine Frau. Und ich finde deinen Beitrag toll. Sehr ehrlich und direkt. Danke.
            Die restliche Diskussion habe ich nur noch überflogen, wohl aber gemerkt, dass dir da viel Kritik entgegen kam...

            Ich glaube aber, dass es genau so ist.
            Nicht jeder führt aber das aus, was seine sexuellen Gedanken(-blitze) ihm suggerieren...deshalb funktioniert es hier und da...

      Abgesehen davon, dass ich an dauerhafte Freundschaften zwischen heterosexuellen Männern und Frauen nicht glaube, sondern dass sich immer, früher oder später eine erotische Komponente einspielt...

      Was für ein Blödsinn..ich habe 2 männliche Freunde, einer ist sogar mein bester Freund...die ich seit 27 bzw. 19 Jahren kenne...da gab es schon alles..aber noch keine erotische Komponente...Trotz schlafen im gleichen Bett, Urlaube und Nächte, in denen man sich alkoholisch abgeschossen hat. Aber kann ja noch kommen...mal schaun, wie viele Jahrzehnte es noch dauert! Vielleicht dann im Altersheim...

      • Du solltest vielleicht meinen Text einfach nochmal lesen. ich habe nirgends geschrieben, dass immer etwas passieren muss.

        Ich habe lediglich versucht darzulegen, dass ich bei einer persönlichen Freundschaft oder engen Bekanntschaft mit einer Frau, eben auch, wenn auch nicht dominierend, die Frau in ihr sehe.

    (17) 04.04.19 - 08:41

    Ich weiß, dass du das so siehst. Ich sehe das aber anders und ich frage mich, warum denn bitte die erotische Komponente hinderlich sein soll, eine Freundschaft zu einem Mann zu führen.

    Ich habe zwei gute männliche Freunde, die mich seit Jahren begleiten. Bei beiden habe ich mir ganz sicher auch schon mal überlegt, wie es wäre mit ihnen zu schlafen und weil ich ein neugieriger Mensch bin, würde ich das vermutlich auch tun, wenn ich nicht gebunden wäre und meinen Mann das doch sehr irritieren würde. Trotz dieser Gedanken und einer latenten Anziehung bin ich dennoch mit beiden befreundet und ich finde nicht, dass das unserer Freundschaft einen Abbruch tut.

    Mein Mann hat eine Freundin, wo ich mir 100 Prozent sicher bin, dass er sie auch scharf findet und dass er, hätten wir uns nicht getroffen, sicherlich auch an Sex mit ihr interessiert wäre. Trotzdem sind sie seit mehreren Jahrzehnten befreundet.

    Definierst du denn Freundschaft so, dass es da gar keine sexuelle Anziehungskraft gibt? Dann ist es so, dass ich das komplett anders sehe: Ich finde es eine Bereicherung, wenn man sein Gegenüber auch in erotischer Hinsicht zu schätzen weiß.

    Ich wäre im Übrigen, wie deine (Ex?) platonische Freundin von damals tierisch verletzt, wenn mir einer meiner männlichen Freunde vor den Latz knallen würde, unsere Freundschaft würde funktionieren, weil sie mich nicht als Frau wahrnehmen. Ich bin nun mal eine Frau und würde mich nicht wahrgenommen fühlen, wenn man mich nur auf das "mit der kann man Pferde stehlen" reduzieren würde. Ich möchte auch von Frauen als Frau wahrgenommen fühlen.

    Ich weiß nicht, wie dir das gelingt, andere Menschen losgelöst von ihrem Geschlecht wahrzunehmen und inwiefern du das erstrebenswert oder als Bedingung für Freundschaft findest. Vielleicht verstehe ich dich da auch falsch. Ich zumindest nehme grundsätzlich alle Menschen in ihrer Geschlechtlichkeit war (nicht immer, aber halt dann und wann) und einige finde ich anziehend, andere nicht und lieber bin ich mit den befreundet, die ich anziehend finde... #kratz
    Was sagt das nun über mich aus? Oder über Freundschaften??

    • (18) 04.04.19 - 09:39

      "Ich weiß, dass du das so siehst. Ich sehe das aber anders und ich frage mich, warum denn bitte die erotische Komponente hinderlich sein soll, eine Freundschaft zu einem Mann zu führen. "

      Und an welcher Stelle genau habe ich geschrieben, dass ich mich durch mögliche erotische Gedankenanfälle behindert fühle, für eine Frau in meinem Umfeld nicht nur einfach ein Freund, ein Bekannter, ein freundschaftlicher Ratgeber zu sein?

      " Bei beiden habe ich mir ganz sicher auch schon mal überlegt, wie es wäre mit ihnen zu schlafen und weil ich ein neugieriger Mensch bin"

      Sinngemäß habe ich nichts anderes geschrieben als Du nun. Eigenartigerweise macht Du bei meinem Text aber Kategorien und Schubladen auf, um das von mir Geschriebene einzusortieren, wo es nicht hingehört.

      "Definierst du denn Freundschaft so, dass es da gar keine sexuelle Anziehungskraft gibt?"

      Bei meinen männlichen Freunden ist das exakt genau so. Natürlich weiß ich, dass auch die sexuelle Wesen sind. Aber niemals auf mich gerichtet.

      Freundschaft generell und an sich hat aber viele Facetten und bei weiblichen "Freunden" kann nicht unbedingt und ausschließlich sagen, dass ich sie genauso neutral sehe wie einen Mann.

      Mit der Mutter meines Sohnes bin ich heute auch befreundet. Wenn es auch ein langer Weg bis dahin war und unsere Rollen eben nicht ausschließlich auf einer Freundesebene stattgefunden haben sondern wir vor 19 Jahren einen Paarbeziehungen hatten.

      Übrigens kann man auch als Paar gleichzeitig beste Freunde sein, Aber auch das ist in meiner Wahrnehmung eher ein seltenes Geschenk.

      "Ich bin nun mal eine Frau und würde mich nicht wahrgenommen fühlen, wenn man mich nur auf das "mit der kann man Pferde stehlen" reduzieren würde"

      Da haben wir wohl unterschiedliche Wertvorstellungen, vielleicht auch unterschiedliche Ansichten, was Freundschaft ist. Dein "nur auf das reduzieren", ist für mich eigentlich das Höchtste, was einem an Bindung zwischen zwei Menschen passieren kann. Und deswegen ist es so rar.

      Die sprichwörtlichen gestohlenen Pferde symbolisieren für mich das Gegen durch Dick und Dünn, das Füreinander einstehen, wann immer und wo auch immer. Diese Art menschlicher Bindung geht weit über jegliche Erotik hinaus.

      Deswegen war es damals auch als Kompliment gemeint. Eben, dass ich diese Beziehung losgelöst von profanem irdischem Verlangen gesehen habe. Scheinbar war es für sie aber eine Kränkung, dass ich sie, obwohl sie selbst das Freundschaftliche in den Vordergrund gestellt, ihre Wirkung als Frau auf mich, schlicht ad acta gelegt habe.

      So unterschiedlich sind eben oftmals die Sichtweisen. Genauso wie die Fähigkeit, Geschriebenes zu interpretieren. Von an den "Latz geknallt" kann nämlich bei dem damaligen Gespräch keine Rede sein.

      "Ich weiß nicht, wie dir das gelingt, andere Menschen losgelöst von ihrem Geschlecht wahrzunehmen"

      Ich habe auch nicht geschrieben, dass ich das mache oder kann. Wenn ich von einem Neutrum schrieb, so bezog sich das auf jegliche Abstinenz erotischer Gedanken oder gar Gefühle bei mir.

      "und einige finde ich anziehend, andere nicht"

      Dito. Aber hier geht es ja um das Thema Freundschaft.

      Und eine Freundschaft ist schon etwas, was ein Mehr an Nähe, an Berührungspunkten, an Gemeinsamkeiten und wohl auch an der Bereitschaft sich dem anderen zu öffnen, bedeutet. Und vor allem auch an Dauer. Nicht jeden, den man gerade 6 Monate kennt und mit dem man sich gut versteht, ist schon ein Freund. Je näher mir aber eine Frau kommt, je mehr sie sich in all ihren Facetten mir anvertraut, je mehr sie erzählt, desto eher spielen sich bei mir auch erotische Gedanken eine Rolle. Menschen, die einem spirituell und emotional sehr nahe kommen, mit denen fühlt sich - jedenfalls für mich - eine potentielle Sexualität auch spielerisch leicht an. Was nicht heißt, dass es dorthin kommen muss....

      Den Rest Deines Posts lasse ich unkommentiert. Ich würde mich nur wiederholen und eventuell weiterhin in die missliche Lange bringen, falsch verstanden zu werden oder mich falsch auszudrücken.

      • (19) 04.04.19 - 09:46

        "Und an welcher Stelle genau habe ich geschrieben, dass ich mich durch mögliche erotische Gedankenanfälle behindert fühle, für eine Frau in meinem Umfeld nicht nur einfach ein Freund, ein Bekannter, ein freundschaftlicher Ratgeber zu sein?"

        Du schreibst doch immer wieder, dass du Freundschaft zwischen Mann und Frau auf Dauer für unmöglich hältst...

        Zitat:"Abgesehen davon, dass ich an dauerhafte Freundschaften zwischen heterosexuellen Männern und Frauen nicht glaube, sondern dass sich immer, früher oder später eine erotische Komponente einspielt..."

        Dich jetzt zum "Unverstandenen" zu stilisieren, finde ich irgendwie zu billig. Ich bin ernsthaft und ganz ohne Hinterlist daran interessiert, wie du zu einer Aussage wie der soeben zitierten kommst....

        • (20) 04.04.19 - 10:00

          Du kannst das gerne billig finden.

          Eine Antwort, warum Du mich dahingehend missverstehen musst, dass eine freundschaftliche Beziehung zu einer Frau durch sporadische erotische Gedanken behindert wird, bleibst Du schuldig.

          Ich sage eben nicht, wie Du es wohl zwanghaft verstehen musst, eine Freundschaft zwischen Männern und Frauen sei unmöglich.

          Ich sage lediglich, eine Freundschaft zwischen Männern und Frauen in permanenter und fortwährender Abwesenheit von jeglicher Erotik, unmöglich ist.

          Wenn Dir der Unterschied nicht klar wird, dann kapituliere ich einfach an dieser Stelle . :-)

          Ich bin an dieser Stelle raus.

          • (21) 04.04.19 - 10:07

            Dann habe ich dich falsch gelesen.
            Zitat:"Abgesehen davon, dass ich an dauerhafte Freundschaften zwischen heterosexuellen Männern und Frauen nicht glaube, sondern dass sich immer, früher oder später eine erotische Komponente einspielt..."

            Das klingt hier so als ob die sich früher oder später einstellende erotische Komponente das Ende der dauerhaften Freundschaft bedeutet.
            Du meinst also, dass rein platonische Freundschaften zwischen heterosexuellen Männern und Frauen nicht möglich sind?

            Dann sind wir ja ganz einer Meinung.

            Du hast auch schon mal entspannter diskutiert...

(22) 03.04.19 - 18:04

Weißt du, euer Problem ist doch wirklich nicht das Chatten. Ich finde es völlig normal, auch mit Männern per WhatsApp zu schreiben. Ok, die meisten meiner männlichen WhatsApp-Chats sind Kollegen. Aber auch da ist es so, dass wir zuerst mal beruflich schreiben und dann doch irgendwie ins Private kommen. Kuss-Smileys weiß ich jetzt nicht, ob das sein muss, aber es gibt ja wirklich die von der Blödel-Fraktion, die das so halten. Oder halt einfach so Bussi-Bussi-Leute.

Und ja, auch ich gehe manchmal mit nem Kollegen ins Café und wenn ich einen alten Schulfreund zufällig träfe, dann könnte es durchaus sein, dass wir uns "verratschen" und dann halt vielleicht auch mal in ein Café gehen. Hm. Ich treffe gelegentlich einen alten Schulkameraden von mir an unserem Wintercampingplatz bei Abspülen. Was meinst du, wie lang die Gespräche da manchmal werden? Das erzähl ich meinem Mann, wenn es zur Sprache kommt. Sonst nicht. Es ist ihm aber auch wurscht.

Tatsächlich gibt es genau einen Mann, den mein Mann partout nicht mag - ich weiß nicht mal warum. Und neulich war ich mit dem im Café (am Stadtplatz, wo uns alle jeder kennt), weil wir was zu besprechen hatten, was nicht jeder in der Arbeit hören musste. Ich hab das auch nicht gleich mal erzählt daheim, weil ich genauso weiß, dass sich mein Mann zumindest im Stillen aufgeregt hätte. Wenn ich mit dem betreffenden Kollegen in ein ruhiges Kämmerlein in der Arbeit gegangen wäre, dann hätte ich es ihm auch nicht erzählt, aber da hätte es auch keiner "verlangt", obwohl da ja viel "gefährlicher" gewesen wäre als das Café.

Und übrigens, ja, ich mag die Chats gerne, genauso wie ich mich über einen unterhaltsamen Chat mit meiner Freundin, mit meinem Bruder oder sonstwem freue. Im Café war es auch sehr nett, aber mit einer guten Freundin wäre es auch nett gewesen.

Ich habe beruflich und privat so viel mit Männern zu tun UND ich bin ein absolut treuer Mensch. Ich sehe als völlig normal und unverfänglich, mich mit Männern zu treffen, mit ihnen zu schreiben, etc. Alles andere finde ich im Jahr 2019 auch gruselig. Sorry.

(23) 03.04.19 - 20:30

Der Titel des Threads spricht eine ganz andere Sprache als dein Beitrag.

Auf das Geschreibsel mit anderen Frauen möchte ich hier gar nicht weiter eingehen. Von Freundschaft kann wegen der geschilderten Oberflächlichkeit und wechselnden Personen nicht die Rede sein. Da er nur mit Frauen diese Kontakte hat, wird es ihm halt dabei um dieses typisch-moderne "tolles-Foto", "bussi-bussi", "komm ich auch noch gut an"- Theater gehen.

Aber wen interessiert das, nachdem in eurer Paarbeziehung offenbar der Wurm drin ist. Er zeigt wenig Interesse an gemeinsam gelebter Sexualität, es scheint ihn auch nicht zu interessieren, was dir gefällt und was nicht. Allein schon dem Partner "hundert mal" sagen zu müssen, was man nicht mag... Das liest sich schon sehr gleichgültig und lieblos.

"Wir haben eigentlich alles: zwei tolle Kinder, ein schönes Haus. Der Alltag ist gut, wir streiten nie. Beruflich lebt sich jeder aus."
Nicht streiten und alles haben, macht eine Partner-GbR aber nicht zur glücklichen Paarbeziehung.

Auch wenn er das Geschreibsel mit anderen Frauen einstellen würde, eure Probleme wären damit nicht gelöst, denn dann hätte er doch auch nicht mehr Interesse an dir.

Was auch immer sich da im Laufe der Jahre eingeschlichen hat, es wird ja nicht immer so gewesen sein. Du schreibst jetzt nichts davon, ob und was du selbst schon versucht hast, um wieder positive Spannung weg vom Alltag zwischen euch aufzubauen.

Hast du ihn mal ruhig darauf angesprochen, ob er mit der Situation zwischen euch so zufrieden ist, ob er vielleicht nicht auch was vermisst oder versucht, selber frischen Wind in die Beziehung zu bringen?

Hallo!

Dass er mit anderen schreibt und das auch nicht anzüglich / sexuell und du auch nicht denkst, dass er fremdgegangen ist, zeigt ja, dass das nicht das eigentliche Problem ist.

Er holt sich dadurch wahrscheinlich einfach etwas Bestätigung, Ego-Pushing, mit anderen ist er vielleicht einfach ganz normal befreundet.

Dir fehlt es an Liebe, Bestätigung und Sex. Du sagst, ihr streitet nicht, habt einen guten Alltag. Vielleicht ist das aber auch einfach alles: ihr versteht euch.

Sehnst du dich denn nach Liebe von ihm? Oder generell?
Wünscht du dir, dass eure Beziehung besser wird, weil ihr eben verheiratet seid, Haus & Kinder habt oder weil du ihn sehr liebst und dein Leben unbedingt mit ihm führen möchtest?

Ich denke, das sind so grundsätzliche Überlegungen, die du mal anstellen solltest. DU bist unglücklich - werd dir klar darüber, warum und wie es zu ändern wäre.

Spiel in Gedanken doch mal ein Leben ohne ihn durch. Geht das für dich ganz gut?

Sprich mal in Ruhe mit ihm über eure ganze Beziehung. Ist er glücklich? Was fehlt ihm? Wollt ihr beide das Ganze überhaupt noch oder ist es eben bequem, das Leben weiterzuführen, sodass ihr liebre weniger glücklich aber streit- und stressfrei seid?

Alles Gute für dich

Und? Frag ihn doch mal, ob du auch 5 heiße Typen zum Schreiben finden könntest...ist ihm bestimmt recht#aergerq

Ja und treffen so mit ein, zwei würdest dich auch gerne.. aber er muss ja keine Angst haben...fremd gehste ja nicht...

Das würde ich dem Genie echt sagen#wolke

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