Mein Kind kämpft um sein leben.......wegen Penicillinsaft

    • (1) 16.03.16 - 07:41

      Hallo Ihr Lieben...

      Ich bin am ende meiner kräfte.....

      Meine Tochter 3 1/3 hat scharlach.

      Wir haben Penicillinsaft verschrieben bekommen, den ich ihr 3 mal am tag jew. 2,5ml verabreichen soll.

      Ich habe den Saft angemischt und erstmal probiert.....er iss papp süss erinnert an so ein künstliches bananenaroma und hat eben einen bitteren beigeschmack....

      Also nicht lecker aber es geht wirklich.....

      Haben dann alle zusammen (Mein Mann, ich, grosse schwester und die Patientin) auf dem sofa gesessen und ihr erklärt wofür der saft ist und dass sie ihn nehmen muss um wieder gesund zu werden.

      sie hat genipp.....und dann sofort ihren mund "ausgewischt....."

      Gut dann wo rein mischen.....habe gegoogelt.....das geht in allem....sogar milch.....

      Also lets go....

      Im ACE Saft...
      Im Kakao......
      In der Marmelade aufm brot.....
      im joghurt....
      der nutella.....

      keine chance........

      Es wird probiert und dann nichtmehr angerührt....

      Aber das zeug muss rein.....

      Hab es mit bestechung versucht....wenn du den saft nimmst gibt es danach was zum naschen....

      Hab es mit drohen versucht.....wenn du den saft nicht nimmst müssen wir ins krankenhaus.....da bekommst du dann jedesmal eine spritze....ihre antwort......ok....ins krankenhaus mama#schock

      also......

      festhalten und einflösen.....dacht ich mir.....

      Meine tochter kämpft um ihr nacktes überleben.....

      es war echt ein kampf......
      Sie hat mir gegen die nase getreten.....ich hab geblutet....

      hab sie dann versucht in ein handtuch zu wickeln......sie schlägt um sich.....entwindet sich aus jedem klammergriff.....

      seit gestern versucht sie mich zu beissen.....

      sie presst die lippen zusammen....ich komm mit der kunststoffspritze kaum zwischen ihre zähne....muss ihr die nase zuhalten damit sie den mund öffnet.....puste sie an damit sie schluckt....

      sie kratze beisst und tritt.....

      Ich war beim kinderarzt.....das war echt für die #katze.......die alternative tabletten.....
      keine chance.....wir bleiben beim saft....

      ich habe ihr jetzt gerade mit meiner großen tochter ihre erste tagesdosis für heute eingegeben.....mein herz rast immer noch.....sie hat mir ein büschel haare ausgerissen....

      Ich habe solche angst dass diese katastrohphe unsere vertrauensbasis zerstört......

      wenn ich sie frage ob sie mir böse ist sagt sie nein mama....aber wie schaut es wirklich in ihr aus.....

      mir bricht jedesmal das herz wenn wir da durch müssen.....zwischen dem medizin verabreichen ist alles wie immer bei ihr....sie kuschelt mit mir....küsst mich und sagst sie liebt mich.......

      mich sticht das jedesmal ins herz, weil ich mich so schlecht fühle....

      Ich komme mir vor wie jemand der sein kind misshandelt.....

      21 x haben wir das nun noch vor uns.....und ich weiss echt nicht wie ich das durchstehen soll......

      es ist einfach nur traurig.......das liegt wie eine schwarze wolke über uns......

      ich wünsche mir so dass dieser horror vorbei ist.....

      • (2) 16.03.16 - 07:54

        Hallo

        Unser Ältester hat ähnlich konsequent verweigert (AB bei eitriger Angina). Bus zum erbrechen. Er war da 4. Er hat es dann tatsächlich gespritzt bekommen. Könnten zur Kia-Praxis, zum Glück auch am WE, da die Praxis eh Notdienst hatte.

        Aber Lebensgefahr wegen Scharlach??? So schlimm habe ich ja noch nie gehört. Wenn tatsächlich Lebensgefahr bestehen würde dann wärt ihr doch schon längst im KH. Ich kann verstehen das diese Situation belastend ist, aber Panik macht es nicht besser.

        Gute Besserung eurem Kind.

        • Hallo,

          Die Te meinte wohl eher, dass Kind kämpfe gegen den Saft, als ginge es um ihr Leben ;-)

          Akute Lebensgefahr besteht natürlich nicht, grundsätzlich können aber die Komplikationen bei Scharlach lebensgefährlich verlaufen ( z.B. Herzmuskelentzündung)- weswegen man ja auch antibiotisch behandelt!

          Der Te wünsche ich alles Gute und starke Nerven - einen guten Rat hab ich leider nicht...

          LG

          (4) 16.03.16 - 10:02

          hey tosse...

          Nein das war auf ihren kampf gegen das medikament bezogen...

          Klar hat sie "nur" scharlach....

          Beim kinderarzt war ich ja schon.....da wurde mir gesagt dass, das als injektion heute nichtmehr gemacht werden würde...

          nur tabletten oder saft.....

          Ich danke dir

      Hallo,

      da ist eher die Frage, ob die Vertrauensbasis überhaupt je aufgebaut wurde, wenn Euch das Kind nicht vertraut, dass der Saft gut und wichtig ist. Blutige Nase, ausgerissene Haarbüschel etc. hören sich nicht nach normaler Abwehr an. Und gewaltsames Einflössen halte ich für sehr übertrieben (nichts gegen etwas unsanftere Überredungen, aber solche Gewaltausbrüche wirken schon sehr brutal).

      Was macht sie denn bei Fiebersaft? Bei Pudding/Joghurt? Mag sie gar keine Lebensmittel?

      Kannst Du sie mit Süßigkeiten überreden? Sonst lieber stationäre Aufnahme. Wenn einem Kind dreimal am Tag eine Spritze von fremden Menschen lieber ist, als max. 10 ml einer Flüssigkeit von der Mutter zu schlucken, sollte man die Ängste des Kindes akzeptieren.

      Liebe Grüße Andrea

      • Na, das ist ja mal ne Antwort...

        Kann auch ein Zeichen für eine sehr gute Vertrauensabasis sein: Das Kind traut sich, sich zu widersetzen. ;-)

        Meine hat sich z.B. schon mit 2 anstandslos beim KA Blut abnehmen,... lassen. Wenn ich ihr vorher erklärt habe, dass es wichtig ist, etwas pikst und ich dann bei ihr bin.

        Aber Nasentropfen, Augentropfen? Keine Chance.

        Diagnostizierst du jetzt auch eine gestörte Vertrauensbasis?

        Dann vielen Dank auch.

        Mit so ner Hammerschlagpsychologie wäre ich ja sehr vorsichtig. #schein

        Übrigens wissen auch sehr viele Erwachsene aus Vernunftgründen, dass sie bestimmte Dinge tun bzw lassen sollten. Und die können sich auch nicht überwinden.

        VG

        • Hallo

          Das habe ich auch gerade gedacht.

          Meine Tochter ist fünf Jahre alt und hatte im Februar zum ersten Mal Fieber und hat ähnlich reagiert als ich ihr Saft geben musste. Vom fiebermessen mal abgesehen.

          Lass uns mal ne Gruppentherapie machen.#rofl#rofl

          Lg

          • Ich mach mit.#schein
            Hier haben allerdings zwei Kinder eine gute Vertrauensbasis und nehmen nötige Medikamente;-). Nur einer wehrt sich immer und hat lieber Schmerzen als was zu nehmen. Zum Glück hatte der noch nichts Ernsthaftes#schwitz.

        (10) 16.03.16 - 10:27

        Hallo,

        normale Aber und das Ausreißen von Haarbüscheln und das blutumschlagen der Mutter sind doch wohl Unterschiede. Die TE ist nervlich am Ende (schreibt sie zumindest). Sich gegen die Eltern widersetzen ist völlig normal, aber in dem Ausmaß, ohne beruhigt werden zu können und die Mutter Angst hat, dass das Kind das Vertrauen, dass angeblich selbstverständlich ansonsten absolut besteht zu zerstören?

        Ich bin kein Psychologe und glaube auch nicht daran, dass wegen einer Unstimmigkeit eine echte Vertrauensbasis zerstört wird (die Mutter hat allerdings die Angst, dass das Kind ihr deshalb das Vertrauen entzieht - zumindest schrieb sie dies).

        Körperliche Gewalt mit körperlichen Verletzungen und möglichen bleibenden Gesundheitsschäden um AB-Saft zu verabreichen? Und das ist normal?

        Liebe Grüße Andrea

        • (11) 16.03.16 - 11:23

          Also, zum Augentropfen mussten WIR zeitweise körperliche Gewalt anwenden. Leider. Keine Ahnung, ob das normal ist. Es hat nichts geholfen, kein Erklären, kein Reinblinzeln, keine Gummibärchen, keine Schokolade, kein selber Flasche festhalten, kein Mund fusselig reden, kein Verarzten der Stofftiere, ... Nix zu machen.

          Die Maus hat tatsächlich um sich getreten. Einer musste also festhalten und einer tropfen. #schwitz

          Sind wir jetzt gestört? Ist mein Kind gestört? Keine Ahnung, ich denke nicht, jedenfalls hat mir mein Arzt gesagt, dass in seinem KIGA die Bindehautentzündung ewig gewütet hat, weil andere Eltern es nicht "übers Herz" brachten, ihr Kind vernünftig zu tropfen. Der war ziemlich sauer auf diese Mütter.

          Man kann auch andersrum einen Schuh draus machen: Wenn man als Eltern immer mit erklären,... weitergekommen ist und dann tatsächlich etwas mit "Gewalt" durchsetzen muss, ist das wahrschienlich erstmal schwierig. Kind merkt Unsicherheit, Mama ist/wird unsicher, Situation eskaliert.

          Da was reinzuinterpretieren finde ich von Außen anmaßend.

          Viele Grüße

          • (12) 16.03.16 - 11:34

            hallo mihka,

            Meine Tochter ist kurz danach schon wieder ganz entspannt.....kommt kuscheln, alles wie immer....ich hab einfach angst dass sie das vertrauen verliert.....ich sage ihr ja schon vorher was gleich kommt..dass ich das machen muss damit sie gesund wird und dass ich sie lieb habe.....ich mach mir halt sorgen dass ich da was kaputt mache zwischenmenschlich.....

            danke dir

            • (13) 16.03.16 - 12:23

              Also, als Eltern muss man doch manchmal Dinge erzwingen.

              Wenn es wirklich wichtig ist, habe ich damit kein Problem. Ich erkläre kurz warum, auch, das ich verstehe, dass sie das nicht möchte.

              LG

          (14) 16.03.16 - 11:36

          Hallo,

          Augentropfen bei Bindehautentzündung habe ich auch "mit Gewalt" verabreicht. Dazu reicht aber das fixieren der Arme und das Öffnen des Auges. Zu Zweit am einfachsten - richtig. Aber das, was bei der TE passiert ist geht doch darüber hinaus. Kampf ums Überleben mit blutender Nase und ausgerissenen Haarbüscheln #zitter, nur um einen aromatisierten Saft zu trinken, den man auch noch mit anderen Sachen vermischen darf.

          AB-Saft fanden unsere Kinder auch nicht toll, aber aus der Spritze mit anschliessendem Süßigkeitenkonsum wurde der zum Hit....

          Wahrscheinlich bin ich einfach verwöhnt, weil ich um alles nicht so ein Tamtam mache. "Wat mutt, datt mutt"......

          Liebe Grüße Andrea

          • (15) 16.03.16 - 11:46

            Also, wenn meine Maus nicht will, braucht man 2 Personen zum Festhalten. Die Tropfen sollen ja auch in´s Auge.

            Ich halte mich auch eher für streng, wenn ich mich so umgucke, d.h. ich setzte mich bei Sachen, die mir wirklich wichtig sind auch durch.

            Trotzdem habe ich Tritte abbekommen.

            Kinder sind auch unterschiedlich. Früher habe ich auch gedacht, es ist alles Erziehung. Und die macht natürlich viel aus.

            Aber mittlerweile weiß ich, es gibt tatsächlich unterschiedliche Schwierigkeitsgrade bei Kindern. #schein (Nicht falsch verstehen, ich bin total stolz auf meine Maus, sie gilt als "gut erzogen", super sozial,.. und ist echt lieb. Aber sie war kein Anfängerkind ;-))

            Ich freu mich dann auch immer ein bisschen, wenn hier Beiträge kommen, in denen eine Mutter plötzlich mit dem 2. ,3. oder sogar 4. Kind gar nicht zurecht kommt, weil es überhaupt nicht so funktioniert wie beim ersten. (*schäm* #hicks)

            VG

      du bist schwer auszuhalten:-[

Liebe Andrea ,
Dir alle Glückwünsche, daß du zu jedem deiner Kinder es geschafft hast, eine ausgeprägte Vertrauensbasis aufzubauen, die du ja in deinem Post jeder Mutter absprichst, die ihrem Kind keine Medikamente verabreichen kann.

Manchmal hilft ein Blick über den Tellerrand.Nicht jedes Kind ist gleich!
Aber wenn ich nr.2 nicht hätte, hätte ich dir wahrscheinlich sogar Recht gegeben;-)

LG karimba

  • Hallo karimba,
    wir reden hier aber doch nicht von normalem Ekel gegen bittere Medizin, sondern über einen von der TE geschilderten Überlebenskampf mit massiver körperlicher Gewalt, büschelweisem Ausreißen von Haaren, blutender Nase und welchen Grausamkeiten noch alles.

    Die TE ist laut eigener Aussage nervlich am Ende und macht sich Sorgen, dass Ihre Tochter psychische Schäden durch die körperlichen Auseinandersetzungen davonträgt.

    Du verallgemeinerst gerade extrem.

    Liebe Grüße Andrea

    • Und mit diesen Auseinandersetzungen ist sie nicht allein... Das war die Grundaussage!

      Bei uns ist es sogar so schlimm,daß selbst abhören nur mit körperlichen Einwirken funktioniert. Und wenn du das nicht kennst,herzlichen Glückwunsch! Nur hast du somit auch keine Vorstellung darüber, was für Kräfte die kleinen dabei frei setzen können.

      So einem Kind kannst du gerne mal probieren ein Zäpfchen zu stecken.
      Ich erwähnte ja bereits... Kind eins macht sowas garnicht und in dieser Form hätte ich es mir auch nie vorgestellt!

Hallo, gnarfing,

sag ihr jedes Mal, dass sie diesen Saft auf jeden Fall nehmen wird, egal, wie lange es dauert, und dann sagst du, da könnt ihr das doch auch sofort machen!
Immer und immer die gleiche Leier bis sie es verstanden hat.

Ansonsten: Sie wird sich auf jeden Fall dran gewöhnen. Ich glaube ganz fest daran, dass ihr nicht bei allen 21x dieses Theater habt.

Grüße vom katzenfutter

  • hallo katzenmutter

    das mach ich ja von anfang an...ich frage sie auch davor ob sie es selber nehmen will...
    dass ich sie dann auf den schoss nehme und sie dann nicht festhalten muss....dass es danach gleich was leckeres zum trinken gibt....

    das klappt (noch) nicht.....

    hoffe es wird noch.....

    wenns garnicht besser wird muss ich mir was einfallen lassen....

    Danke dir

(22) 16.03.16 - 08:32

Na da hatte ich bei der Überschrift was anderes erwartet, als ein Kind das sich gegen Medizin wehrt. Eher ein allergischer Schock und sie kämpft wirklich um ihr Leben.

Aber gut ... wirkliche Tricks hab ich nicht. Bei uns hat es mit flüssiger Medizin beim Großen ganz gut funktioniert sie mit einer Spritze in den Mund zu geben und direkt im Anschluss was leckeres Trinken oder Essen (da darf es auch mal Fanta, Pudding, Fruchtzwerg, ... sein). Und nebenbei lief ein Zeichentrickfilm zur Ablenkung.

Die Kleine mit ihren 9 Monaten bekommt gerade auch Antibiotika und mag es nicht, aber zum Glück kann man sie noch ganz gut festhalten.

lgj

(23) 16.03.16 - 08:38

Hi,

versuche dochmal an ihre Selbstständigkeit zu appelieren. Das hat bei meiner ganz gut geklappt, als sie im Januar ekligen Hustensaft nehmen musste.

Gib ihr die Medizin, am besten in so einer Spritze wie beim Fiebersaft und sag ihr, sie kann es selber nehmen (natürlich von dir aufgezogen und zu den festegelegten Zeiten), da sie ja schon groß ist.
Und anschließend dann natürlich noch mit was leckeren runterspühlen.

Viele Grüße und viel Glück

(24) 16.03.16 - 08:40

Hallo,

bei uns geht es ähnlich ab :-(

Wir geben den Saft nun immer in einem Überraschungsmoment aus einer Spritze (natürlich ohne Nadelaufsatz) direkt in den Mund.

Grüßle

(25) 16.03.16 - 08:59

Die überschrift finde ich auch sehr mißverständlich..... aber ok.

Deine Tochter hat da ein spiel draus gemacht - auf dass ich mich nicht (mehr) einlassen würde.

Du greifst nicht genug durch - zögerst. Ich weiß wieviel Kraft so Zwerge haben können - aber du bist erwachsen, du hast mehr Kraft.
Nicht lange Diskutieren. Klare Ansagen - klare Handlungen.
Die Variante ihr die Wahl zu lassen,den Saft SELBER zu nehmen finde ich noch gut. Wenn sie das ablehnt, dann durchgreifen. Nicht mehr diskutieren, nicht mehr zögern. Festhalten, ich würde mich wohl auf das Kind drauf setzen (so dass sie nicht weg kann, aber natürlich nicht mein Gewicht auf ihr lastet), dann sind schon mal die Füße außer Gefecht. Im schlimmsten Fall zu zweit festhalten und dann nicht "mach doch jetzt bitte den mund auf" verzweifel flehen sondern "Mund auf!"
Das gute finde ich (ich weiß das klingt gemein) aber wenn Kinder weinen haben sie automatisch den Mund offen ;-)

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