Verwandte Kinder in der Einrichtung

    • (1) 23.06.16 - 11:30

      Hallo
      Meine Kinder haben zwar noch Zeit aber die Frage interessiert meine Schwester und mich trotzdem. Meine Nichte kommt im September in die Krippe. Meine Kinder folgen dann im Januar und September nächsten Jahres.
      Tochter 1 kommt in die gleiche Gruppe wie meine Nichte.
      Es ist aber eine offene Einrichtung und auch in der Krippe (Krippe ist im Kindergarten dabei) sind die Räume eigentlich jeden Tag offen, es wird zusammen raus gegangen, spazieren gegangen und soweiter.
      Wir fragen uns jetzt wie das wird, die Kinder wachsen in einem engen Verhältnis miteinander auf. Meine Nichte und Tochter 1 sind, soweit es in dem Alter geht, ein Herz und eine Seele.
      Werden sie aneinander kleben und besser gesagt, wird es sie nicht irgendwann nerven so oft zusammen zu sein?
      Das 2 Geschwister in der gleichen Einrichtung sind hab ich schon im Freundeskreis aber wie sieht das bei gleich 4 Kindern aus die verwandt sind ? #schwitz
      Wäre interessant wenn da jemand Erfahrungen hat.

      LG

      • Hallo,

        die beiden Großen meiner Schwester und die Söhne meines Bruders (geboren 1994 und 1995 im Abstand von wenigen Monaten) sind zusammen in einen Kindergarten gegangen.

        Wobei es 2 Gruppen waren, in eine gingen die beiden meiner Schwester, in die andere die beiden meines Bruders.

        Sie sind wie Geschwister aufgewachsen, sie waren im Kindergarten wie Geschwister (wobei bis auf den Großen meines Bruders, der nach dem Weggang seiner 1. "Freundin" keine Freundschaften mehr geschlossen hat), hatten aber auch guten Kontakt zu den anderen Kindern.

        Auch heute haben die 4 ein sehr enges Verhältnis zueinander.

        Sehe ich jetzt nicht als Problem.

        GLG

        Meine zwei engsten Freundinnen und ich kennen uns seit dem Kindergarten. Eine der beiden wurde schon neben mir im Kinderwagen geschoben, weil unsere Eltern befreundet waren. Mit einer der beiden war ich die gesamte Schulzeit in einer Klasse. Unsere Dritte im Bunde war leider 1.-4. Klasse in der Parallelklasse und 5./6. an einer anderen Schule. Später waren wir wieder vereint und darüber ungemein glücklich. Wir drei haben bis heute ein so vertrautes, enges Verhältnis, auch wenn gerade ich ganz anders als die anderen beiden bin und schon immer war. Ich denke, wir profitieren ungemein davon, dass wir von klein auf so ein enges Verhältnis zueinander hatten - ob nun durch Verwandtschaft, befreundete Eltern oder eigene Freunde-Wahl.

        Daher ist meine Ansicht ganz klar: Lasst sie in einem Kindergarten zusammen sein, wenn sie sich so wohlfühlen.

        • Was anderes steht auch gar nicht zur Wahl :-)
          Bei Tochter 1 hoffe ich das ihr Verhältnis so wird wie es bisher scheint. Sie kommen vielleicht auch zusammen in die Schule hätten möglicherweise dieselbe Zukunft wie du und deine Freundinnen.
          Mal schauen!

      Ich verstehe das Problem nicht.

      Bei uns in der Einrichtung wird es auch so gehandhabt, dass Geschwisterkinder nicht in die gleiche Gruppe kommen. Mir leuchtet das absolut nicht ein. Ich finde es wunderbar, wenn Geschwister - oder anderweitig verwandte Kinder - gemeinsam Zeit verbringen und gemeinsame Erlebnisse teilen. Wenn es einem mal nicht gut geht, hat er einen Verwandten, den er gut kennt und an den er sich anlehnen kann. Wenn die Trennung von der Mutter vielleicht manchmal noch schwer fällt, ist man nicht allein. Was, bitte, soll dagegen sprechen?!
      Meine Kinder haben vorher, bis meine Tochter in die Schule kam, gemeinsam eine Kita besucht, in der es nur eine Gruppe gab. Sie waren also immer zusammen und haben das sehr genossen. Man merkt jetzt, da sie unterschiedliche Lebenswelten haben, dass ihr Verhältnis sich verändert hat, und nicht unbedingt zum Besten. Es gibt deutlich mehr Streit, sie sind sich einfach nicht mehr so nahe und haben nicht mehr so viel gemeinsame Erlebnisse.

      • Was für ein Problem ?
        Ich wollte nur wissen wie das in der Umsetzung aussehen kann.
        Abgesehen davon ist mir durchaus bewusst das ein gemeinster Kindergarten Besuch nicht ausschlaggebend ist wie sich verstanden wird.

    in den meisten kitas hier finden sich verwandte.

    manchmal glucken sie zusammen, manchmal sind sie froh, sich aus dem weg zu gehen. das kann auch phasenweise wechseln.

    ob sie verwandt sind oder ständig zusammen, weil sie nachbarskinder sind, macht für die kleinen keinen unterschied. wenns zu viel wird, gehen sie sich schon aus dem weg.

    Nächstes Jahr geht mein Kleiner in die gleiche Gruppe wie sein großer Bruder und seine Großcousine. Die ist genauso alt wie unser Großer. Die spielen mal ganz toll und dann gibts Monate wo sie sich nicht so leiden können.

    Freundschaften kommen in dem Alter und gehen auch wieder. Ob Verwandt oder nicht ist den Kids komplett egal. Die Erzieher/innen achten schon darauf das wenn zwei sehr aneinander hängen auch mal andere Kinder mit ihnen spielen.

    Hallo,

    meine vier Enkelkinder sind zwei Jahre lang in dieselbe (offene) Einrichtung gegangen. Im Vorfeld haben sich meine Töchter einige Gedanken gemacht (ob jeder eigene Freunde finden wird; ob sie sich weiterhin gut verstehen werden; ob sie überhaupt offen für andere Kinder sein werden.....).
    Keines der "befürchteten" evtl. Probleme ist aufgetreten. Sie hatten Phasen, in denen sie alle vier fast nur gemeinsam spielten, sie hatten Phasen, in denen sie fast gar nicht miteinander umgingen. Alle vier verstehen sich immer noch super - sie sind eng miteinander, sie streiten sich, sie verlassen sich aufeinander....und jeder hat eigene Freunde!
    Ich glaube, du kannst dem Krippenstart deiner Kinder und deiner Nichte ganz gelassen entgegensehen ;-)

    LG

    (10) 24.06.16 - 06:04

    Hallo,

    mein Brüder und ich haben die Kinder wie die Orgelspfeifen bekommen. Insgesamt 7. Dementsprechend waren immer welche zusammen im Kindergarten oder jetzt auch in der Schule.

    Das ist herrlich. Die Kinder haben eh ein sehr gutes Verhältnis zueinander. Im Kindergarten haben sie sich immer gegenseitig geholfen. Es hatte jedes Kind seine Freunde mit denen es gespielt hat. Selten haben Cousinen und Cousins zusammen gehangen. Wurde es aber mal brenzlig, ist einer hingefallen oder wurde geärgert usw., stand die Verwandtschaft quer bei Fuß. Da wurde getröstet, bedauert und zurück geärgert. War einer neu im Kiga, lief die Eingewöhnung ohne Probleme. Es war immer ein nächstgrößerer Cousin oder eine Cousine da, die vertraut war und geholfen hat Fuß zu fassen. Jetzt sind nur noch die 2 Kleinen im Kindergarten. Mein Neffe (3) und meine Tochter (5). Die beiden haben morgens oft Startschwierigkeiten. Da kommt der eine immer zum anderen bis es gut ist. Auch in der Schule ist so ein Verhältnis von Vorteil. Mein Sohn wurde Anfang des Schuljahres von einem Klassenkamerad gemobt. Lang hat der das nicht gemacht. Dann stand die "Sippe" dahinter.

    Blut ist nun mal dicker als Wasser.
    Wobei ich aber festgestellt habe, dass sich die Geschwister untereinander nicht so verhalten. Die haben zwar auch ein sehr gutes Verhältnis, lassen den anderen aber auch erst gern mal auflaufen wenn was ist.

    Fazit: Was besseres kann den Kindern nicht passieren wenn sie immer irgendwo jemand vertrauten um sich haben. Je älter sie werden umso mehr lösen sie sich wieder voneinander.

    LG
    Michaela

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