Unfall im Kindergarten mit evtl. Folgen...

    • (1) 10.08.16 - 20:04

      Hallo Zusammen,

      gestern hatte mein Sohn im Kindergarten einen Unfall. Er ist kopfüber von einer Kletterstange im Außenbereich gefallen. Dies haben drei Erzieherinnen mitbekommen. Meinem Sohn ging es augenscheinlich gut und sie haben keine weiteren Maßnahmen ergriffen. Leider hat man mich über den Vorfall am Vormittag nicht informiert und auch nichts ins Verbandsbuch eingetragen.
      Heute ist er mit einem Schiefhals aufgewacht. Erst habe ich gedacht, er habe eventuell einen angeschwollenen Lymphknoten. Als die Schmerzen trotz mehrfacher Gabe von Schmerzmitteln nicht nachließen, ging ich zur Kinderärztin.

      Dort wurde eine Infektion ausgeschlossen und bei weiterer Befragung, ob er einen Sturz gehabt habe, gab mein Sohn an, er sei am Vortag von der Stange gefallen, genau auf den Kopf.
      Dies wurde mir telefonisch von der Leitung bestätigt.

      Er hat eine schwere Stauchung der Halswirbelsäule und es konnte nicht ausgeschlossen, dass Muskel und/oder Bänder mit verletzt sind. Das kann erst im MRT ausgeschlossen werden, welches am Freitag erfolgt.

      Wären die Erzieherinnen nicht verpflichtet gewesen, mich spätestens beim abholen über diesen Unfall zu informieren? Gibt es irgendwo einen Gesetzestext?

      Es ist leider nicht das erste Mal, dass Unfälle verschwiegen werden und im Nachhinein erst raus gekommen sind (durch Erzählungen der Kinder zB.).
      Wendet man sich für eine Beschwerde an die Leitung oder gleich an den Träger?

      Danke und Liebe Grüße

      • Hallo chani,

        erstmal alles, alles Gute für den Kleinen. Ich hoffe, dass er da keine bleibenden Probleme beibehalten wird. #klee Bei Stürzen auf den Kopf wäre ich aber auch empfindlich. Du hast gefragt, ob du eine Beschwerde an den Träger oder die Leitung richten sollst. Ich würde beides machen. Nur die Leitung finde ich aufgrund mehrfacher Vorkommnisse zu wenig. Nur den Träger zu informieren komisch, weil die Leitung das schon auch wissen sollte, um auch sofort am Verhalten was zu ändern.

        LG
        blue

        (3) 10.08.16 - 22:06

        Hallo!

        Warum hätte man Dich informieren müssen, wo es dem Kind doch nach dem Sturz gut ging, auch noch Stunden später? Die Erzieherinnen haben ihn sicher anfangs genauer beobachtet und nichts feststellen können. Außerdem ist ja oft beim Abholen gar nicht mehr dieselbe Erzieherin da wie am Vormittag.

        weißt Du überhaupt, wie genau sie den Sturz gesehen haben? Sie müssen ja auch noch 25 andere Kinder im Auge haben, vielleicht nur aus dem Augenwinkel und gar nicht so genau gesehen, wie Dein Sohn aufgekommen ist. und danach war er ja gleich wieder fit und am rumtoben.

        Es stürzen doch dauernd Kinder. Das lässt sich nun mal nicht verhindern, und auch wenn sie nur beim Rennen hin fallen kann dabei ein Knie ernster verletzt werden oder ein Handgelenk verstaucht. Und von diesen Stangen fallen auch oft Kinder runter, aber wenn ihnen danach doch offenbar nichts weh tut, sondrn sie top fit bleiben, dann machen sich die Erzieherinnen da auch keine Sorgen - und vergessen so etwas auch einfach. Das sind ja auch nur Menschen. Übrigens welche, mit einem sehr stressigen Job.

        Und offenbar ist Dein Sohn ja nicht mehr so klein, dass er von so etwas nacht auch selber erzählen könnte. Sollen die Erzieherinnen wirklich jede Kleinigkeit aufschreiben, damit sie ja nicht vergessen davon zu berichten? dann kann man halt nichts mehr sonst machen, weil ja ständig jemand was notieren muss.

        Natürlich kann der Unfall auch jetzt noch ins Verbandsbuch geschrieben werden und wird trotz verspäteter Niederschrift als Kitaunfall anerkannt werden. es hat also keine Konsequenzen.

        Wenn Du beim Träger anrufen solltest wird man Dir auch sagen, dass es eben vorkommt, dass Kinder stürzen, und wenn es ihnen danach gut geht müssen die Erzieherinnen das nicht mitteilen. ist halt dumm gelaufen, dass es einen Tag später offenbar doch Probleme gibt. aber auch das kommt vor.

        Gute besserung an Deinen Sohn! Konzentriere deine Energie lieber darauf als auf Kleinliche Beschwerden.

        • (4) 11.08.16 - 06:55

          "Warum hätte man Dich informieren müssen, wo es dem Kind doch nach dem Sturz gut ging, auch noch Stunden später?"

          Ganz einfach: Weil bei Stürzen auf den Kopf die Symptome auch erst 48 h später auftreten können.

          VG

        • Unser KiGa informiert uns immer, wenn es einen Unfall gab.

          Nicht, weil wir kleinlich sind, mir ist klar, dass das immer passieren kann, sondern, weil auch noch Stunden (beim Kopf bis zu 48 Stunden) nach dem Unfall erst Symptome von Verletzungen kommen können.
          Da ist es dann durchaus wichtig, dass ich dem Arzt sagen kann, das etwas war.

          Nein, sorry, aber ich teile deine Meinung absolut nicht.

          Ich bin selbst Erzieherin, und ein Sturz auf den KOPF muss ich definitiv direkt beim Abholen kommunizieren.
          Wahrscheinlich hätte ich direkt nach dem Sturz der Mutter angerufen, ihr die Situation geschildert und ihr überlassen, ob sie ihr Kind abholen oder lieber noch dalassen will.

          Finde es unverantwortlich, da einfach NIX zu sagen. Bei Personalwechsel während der Betreuungszeit muss man das eben an die zuständigen Kolleginnen weitergeben. Da versteh ich keinen Spaß. Jede kleine Schürfwunde muss man natürlich nicht direkt mitteilen, sowas kann evtl. auch mal vergessen werden, aber ein Sturz auf den Kopf kann man icht einfach verschweigen. Ob vergessen oder wissentlich nix gesagt, sowas geht nicht.

          Normalerweise schreibe ich sowas selten, aber in dem Fall würd ich eine Beschwerde bei der Leitung und beim Träger einreichen.

          Nicht auszudenken, wenn es eine Hirnblutung gegeben hätte, und ihr wisst nix von dem Sturz und könnt nicht sofort reagieren. Finde es unverantwortlich.

        • (7) 12.08.16 - 09:07

          Moin,

          Ich sehe auch vieles locker aber ein Sturz auf den Kopf ganz sicher nicht!

          Ärzte haben auch einen stressigen Job und mehr als 24 Stunden Dienste...ist dann auch nicht so schlimm wenn sie nach dem 12 Patient mal was übersehen oder wie?!

          Die Kita ist selbstverständlich verpflichtet die Eltern zu informieren! Das kann ganz schön nach hinten losgehen...

          Mit freundlichen Grüßen

          (8) 13.08.16 - 11:39

          Hoffentlich bist du KEINE Erzieherin!

          "Es stürzen doch dauernd Kinder. Das lässt sich nun mal nicht verhindern, und auch wenn sie nur beim Rennen hin fallen kann dabei ein Knie ernster verletzt werden oder ein Handgelenk verstaucht."

          Thema verfehlt! Es ging nicht um das Verhindern!

          Es ist schlicht eine Frage der FÜRSORGEPFLICHT, dass man den Eltern sagt, wenn es einen Unfall gab, vor allem, wenn das Kind auf den Kopf stürzt! Unglaublich, was manche hier für einen Unfug von sich geben!

          (9) 13.08.16 - 13:53

          Ein Sturz auf den Kopf ist keine Kleinigkeit und muss den Eltern mitgeteilt werden!

          Da kann der Job noch so stressig sein, sowas darf nicht passieren

          Damit meine ich nicht den Sturz sondern dass den Eltern nichts gesagt wurde

          Und ich sehe auch vieles locker aber das ist ein absolutes Unding und kann auch richtig mies ausgehen!
          Wollte dich hören wenn dein Kind zu spät behandelt wird bei einer ernsthaften Kopfverletzung weil du nichts von einem Sturz weißt und zb beim brechen einfach von Magen Darm ausgehst

          Ob du dann immer noch der Ansicht bist ach die Erzieherinnen haben halt einen stressigen Job und man kann ja mal was vergessen

          Viele Grüße

          Silke

          (10) 04.09.16 - 13:55

          Na Du bist ja mal lustig, wenn dein Kind stürzt und niemand sagt es dir und nach 24 h hat es ne Gehirnblutung bist du sicher auch ganz locker weil es ihm ja vorher noch gut ging oder was?
          Hast du überhaupt ne Ahnung dass man Folgen bei einem Kopfsturz nicht sofort feststellen muss?
          Du scheinst genauso viel Ahnung zu haben von Kindern wie ich von Chirugie-das bedeutet gar keine-sonst würdest du nicht so dumm daher schreiben

      (11) 10.08.16 - 22:24

      Also ich finde schon das der Kiga dich hätte informieren müssen, vor allem da er ja auch den Kopf gefallen ist.

      Mein Großer ist auch einmal von der Stange geknallt, er hatte im Endeffekt nichts, aber die Erzieherin bleib bei ihm bis ich kam ( war kurz vor der Abholzeit) und hat mir berichtet und geraten ins KH zu gehen und ihn checken zu lassen. Er war aber wohl auch kurz benommen nach dem Sturz den auch keiner gesehen hat. Uns wurde auch gesagt das er ja evt. eine Gehirnerschütterung oder so was haben könnte ohne das er sagt ihm tut was eh oder man merkt es ihm an.

      Ich denke es wird aber schwierig ob man etwas im Gesetz findet. Da wird sicher keine Auflistung stehen wegen was sie alles eine Meldung machen müssen.

      Ich würde erstmal mit der Leitung sprechen, sollte die sich total anstellen oder das Gespräch eben nicht so verlaufen wie du gerne hättest, kannst du dich ja immer noch an den Träger wenden.

      (12) 10.08.16 - 22:49

      Wie bitte???Da wäre mir ja sowas von der Kragen geplatzt,das geht gar nicht!

      Ich muss jeden kleinsten Kratzer im Unfallflucht unterschreiben.Bei einem derartigen Sturz auf den Kopf erwarte ich eigentlich einen Anruf.Und wenn das nicht erfolgt,dann spätestens beim abholen.Es hätte ja auch eine Gehirnerschütterung sein können und ihr habt keine Ahnung. Ich finde das fahrlässig. Ich würde mich,da es anscheinend nicht das erste mal ist,direkt beim Träger beschweren.Und wie!

      (13) 11.08.16 - 07:46

      Hallo,
      wurde schon ein CT geschrieben?
      Eine Fraktur würdest du im MRT noch nicht mal unbedingt sehen.

      Und ja, der Kindergarten muss dich informieren und solche Unfälle auch eintragen. Schwierig ist natürlich ein Unfall von einem normalen Sturz zu unterscheiden. Sturz auf dem Kopf wäre bei uns aber immer ein Unfall gewesen - da wären die Eltern nicht beim Abholen, sondern UMGEHEND informiert wurden und sie müssten dann auch das Kind abholen.

      • (14) 11.08.16 - 08:06

        Gestern wurde geröngt und da wurde keine Fraktur gesehen. CT wurde wegen der großen Strahlenbelastung nicht durchgeführt und die haben sich für das MRT entschieden.

        • (15) 11.08.16 - 08:32

          Glaube mir, im Röntgen sieht man nix.
          Mein Sohn ist Anfang des Jahres (innen) vom Fenster kopfüber gestürzt (war im Ausland). Ich bin mit ihm sofort in die Notaufnahme, aber selbst dort wurden wir weggeschickt. Am nächsten Tag bin ich mit ihm in ein anderes KH und habe ein CT wirklich (auf eigene Kosten) erzwungen. Der Radiologe war noch nicht mal bereit das wirklich richtig auszuwerten. Naja, unschöne und lange Geschichte. Das Ende vom Lied: Mein Sohn hatte neben einer Gehirnerschütterung (die man ihm natürlich anmerkte), einer Stauchung der HWS auch noch eine Schädelbasisfraktur. Letztere wurde anhand der Bilder des CTs erst über 2 Wochen nach dem Sturz diagnostiziert. Eigentlich müsste ein Schädelbasisbruch behandelt werden...
          Es wurde bei ihm auch erst ein Röntgen gemacht. Da war nichts sichtbar. Erst das CT hat alles gezeigt. Ein MRT soll jetzt erst gemacht werden... Er läuft seit dem Sturz manchmal auf Zehenspitzen. So ca. 2 Wochen nach dem Sturz ist er gar nicht gelaufen. Der Arzt vermutet, dass ein Strang der Wirbelsäule beschädigt wurde.
          Bestehe auf ein CT. Die Strahlenbelastung ist eine Ausrede, die Ärzte gern benutzen. Das ist Blödsinn. Informiere dich mal über die Strahlenbelastung im Allgemeinen. Unnütze Untersuchungen kann man schon aus Kostengründen und aus der (nervlichen und seelischen) Belastung fürs Kind weglassen - aber die Strahlenbelastung ist wirklich eine Ausrede. Sowieso nach so einem Sturz. Lieber Langzeitschäden akzeptieren?

          • (16) 15.08.16 - 18:34

            Hallo,

            also die Strahlenbelastung ist wirklich kein "Klacks". Wir reden hier nicht von einem Röntgen-Thorax, also einer einfachen Lungenaufnahme. Da ist die Belastung wirklich nur wie bei einem Transatlantik-Flug. Aber bei einem CT ist die Strahlenbelastung um ein Vielfaches erhöht und mann sieht nur die Knochen und große Blutungen, nicht aber die kleineren Details in den Weichteilen. Beim MRT sieht man auch die Knochen gut und hat keine Strahlenbelastung. Wenn nicht akute Lebensgefahr besteht, bei Kindern immer das MRT bevorzugen!!!Da sieht man dann auch kleinerere Blutungen und Weichteil/Nervenverletzungen...Kinder sind noch im Wachstum, das darf man nie vergessen! Langzeitschäden wegen CT sind nicht zu vernachlässigen, besonders Schäden am Erbgut!

    (17) 11.08.16 - 08:17

    Erstmal alles gute.

    Bei stürzen sollte man grundsätzlich informiert werden. Wir werden grundsätzliche angerufen - sei es nur eine Schwellung aufgrund eines Mückenstiches. Es ist die Pflicht dich zu informieren da du dir sorgeberechtigte bist. Warte erstmal den Freitag ab und wende dich direkt an dem Träger!

    Sowas sollte nicht Passieren.

    Lg

    (18) 11.08.16 - 08:19

    Woher weißt du denn, dass die Erzieher den Unfall überhaupt richtig gesehen haben? Kindergartenkinder werden nicht mehr 1000%ig überwacht, es sind ja keine Babys mehr...
    Und wenn bei jedem Sturz vorsorglich die Eltern informiert werden, ist es denen in der Regel auch nicht recht.
    Nicht mal dein Sohn hat das ganze als dramatisch wahrgenommen, sonst hätte er dir sicher davon erzählt, spätestens bei Schmerzen.
    Natürlich wäre es schön, wenn die Erzieher ihre Augen immer und überall haben könnten, wenn sie jede Situation richtig einschätzen könnten. Nur leider sind es ja auch nur Menschen... Die wenigesten Eltern schaffen es ihre eigenen Kinder nonstop zu überwachen, wie sollen das Erzieher mit 20 und mehr Kindern schaffen?

    Natürlich kannst du dich beschweren, aber einen offensichtlich böswilles Verschweigen kann ich hier nicht erkennen und selbst wenn doch, wie soll das bewiesen werden?

    Alles Gute an deinen Sohn!

    • (19) 11.08.16 - 08:43

      * bei weiterer Befragung, ob er einen Sturz gehabt habe, gab mein Sohn an, er sei am Vortag von der Stange gefallen, genau auf den Kopf.
      Dies wurde mir telefonisch von der Leitung bestätigt.*
      Ich finde, da kann man doch schon raus lesen, das der Sturz beobachtet wurde oder nicht?
      Wenn die Leitung darüber Bescheid weiß, wird ihr das ja irgendeine der Erzieherinnen erzählt haben...

      • (20) 11.08.16 - 08:57

        Naja, wenn ein Kind vom Gerüst fällt, wird es vermutlich weinend zur Erzieherin gehen und sich trösten lassen, auch wenn es ein ganz normaler Sturz war. Deshalb hat die Erzieherin den Sturz aber noch lange nicht gesehen.

        Und ich kann mir kaum vorstellen, dass eine Erzieherin zwar die Leitung informiert (den Sturz also als schwerwiegender einstuft, dann aber den Eltern nicht gesagt wird. Das wäre allerding ein starkes Stück, aber davon kann man kaum ausgehen. Vermutlich hat die Leitung beim Anruf eben mal schnell nachgefragt, ob am Vortag etwas vorgefallen sein könnte.

        • (21) 11.08.16 - 09:06

          Ja, wenn mein Sohn weinend ankommt, frage ich ihn, was los war und wo es weh tut. Ich "unterstelle" der Erzieherin mal, das sie dasselbe gemacht hat ;-)
          Dann weiß sie zumindest, das er vom Gerüst gefallen ist!
          Ein Sturz vom Gerüst ist für mich nicht zu vergleichen mit aufs Knie gefallen oder mit dem Bobby Car über Kopf gegangen sein. Gerade wenn man das als Erzieherin nicht gesehen hat (was ich wirklich verstehe) sollte es dann nicht erst recht eine Info an die Eltern geben?
          á la: Kind sagt, ist vom Klettergerüst gefallen, hab es in dem Moment leider nicht genau gesehen, bitte Kind beobachten oder falls blauer Fleck/Schramme/wasweißich auftaucht, wissen Sie Bescheid, woher das kommt?!

          Ich würde das auch so handhaben, wenn ein Kind bei uns zum spielen da ist und das gleiche passiert! (Und dasselbe würde ich erwarten)

          • (22) 11.08.16 - 09:25

            Ja, klar, so eine Info wäre nett.

            Aber das geht, denke ich, ein bisschen an der Realität vorbei. Da fallen ständig Kinder, wahrscheinlich müsste man täglich bei jedem vierten Kind eine solche Info rausgeben. Das macht doch keiner. Außerdem müsste dann ja auch immer dieselbe Erzieherin anwesend sein oder aber tatsächlich über jeden blauen Fleck Buch geführt werden.

            Wenn man nichts gesehen hat und es dem Kind offensichtlich nach dem ersten Schreck wieder gut geht, hakt man das doch ab. Man kann doch nicht davon ausgehen, dass er böse auf den Kopf gefallen ist.

            Der Kleine selbst hatte den Sturz offensichtlich ja schon fast vergessen. Am Tag selbst hatte er wohl keine Schmerzen und selbst am nächsten Tag ist ihm der Sturz erst auf Nachfragen wieder eingefallen.

            • (23) 11.08.16 - 09:53

              Wir empfinden das wohl einfach unterschiedlich ;-) Für mich ist es eben ein deutlicher Unterschied, ob ein Kind aus großer Höhe fällt und dann womöglich noch auf den Kopf oder wegen rempeln, stolpern, albern sein etc fällt!
              Da ich irgendwie davon ausgehe, das Stürze vom Klettergerüst nicht täglich mehrfach passieren, würde ich das nicht als Zumutung für die Erzieher sehen, eine Info an die Eltern zu geben! Und ein Kindergartenkind wird wohl kaum entscheiden können, was wichtig ist und was nicht....
              Sollte es so sein, das die Kinder da ständig vom Gerüst purzeln, würde ich mich fragen, wieso das so ist? Mein Sohn ist motorisch nicht sonderlich fit und trotzdem ist er so vorsichtig, das er da bislang noch nicht runter gefallen ist. Ich gehe davon aus, das das bei den meisten Kindern so ist, und daher Stürze immer noch die Ausnahme sind oder nicht?

              Vielleicht bin ich auch von unserem Dorfkindergarten verwöhnt... da kennen die Erzieherinnen wirklich jedes Kind und ich kriege beim abholen meistens irgendwelche Infos (hat gut/schlecht gegessen, war heute sehr ruhig oder hat schön mit xy gespielt) :-)
              Der Job der Erzieherin ist echt hart und stressig und natürlich können sie die Augen nicht überall haben, das verstehe ich vollkommen. Aber mal ehrlich, wenn an dem Tag sagen wir mal 3 Kinder vom Gerüst fallen, ist das wirklich zuviel, wenn man an die drei Eltern eine Info gibt? Es reicht ja im Grunde auch ein Zettel im Fach oder so...

              Tatsächlich würde ich aber auch kein Faß aufmachen, wenn ich an der Stelle der TE wäre, aber mit der betreffenden Erzieherin (mein Sohn hat zwei Bezugserzieherinnnen) würde ich mich darüber schon unterhalten wollen, um zu hören, wie sie das eingeschätzt hat und warum nix gesagt wurde.

              • (24) 11.08.16 - 10:19

                Wir wissen einfach nicht, was genau abgelaufen ist , deshalb ist es eigentlich auch unmöglich zu entscheiden, ob hier nun etwas fahrlässig verschwiegen wurde oder nicht.
                Nicht mal die Mutter weiß ja, wie es abgelaufen ist.

                Deshalb im Zweifel immer für den Angeklagten, finde ich...

                Ich würde die Erzieherin übrigens auch ansprechen. Weniger um ihr ein schlechtes Gewissen zu machen. Mich würde interessieren, ob sie nicht vielleicht doch nähere Informationen über den Sturz hat, evtl weiß worauf das Kind gefallen ist, bzw wie dramatisch der Sturz tatsächlich war.

                (25) 11.08.16 - 19:52

                Natürlich kenenn Erzieherinnen in JEDER einrichtung jedes einzelne Kind. Nur sind manche Kitas eben so groß, dass man in der einen Stunde wo alle abgeholt werden einfach nicht die zeit hat, mit allen Eltern eingehender zu reden. Das macht man gewöhnlich dann bei den Eltern, deren Kinder selber noch nicht viel erzählen können, also Krippenkinder und Late Talker.

                Bei den Kindern, die aber schon sehr gut reden und auch in der Lage sind, nachvollziehbar zu sagen was los war, da wird es den Kindern auch mal überlassen, selber zu erzählen. Das ist ja auch gut für deren sprachliche Fähigkeiten und spart viel Zeit.

                Insbesondere wenn es Richtung Vorschulalter geht muss das auch reichen, schließlich wird an der Schule kein Lehrer mehr mit allen Eltern einzeln reden, meistens gibt es da nur selten überhaupt Kontakt. Eben bei Elternabenden und elterngesprächen, aber nicht mal beim Abholen, viele Schulen haben als Bedingung, dass die Eltern draußen warten.

                In der Kita ist man da auch immer ein bisschen zwischen zwei Extremen - auf der einen Seite sollte man den Eltern schon alles sagen und Kinder gerade nach kleinen Unfällen lieber einmal zu oft als einmal zu selten abholen lassen. Auf der anderen Seite gehen die Eltern aber auch auf die Barrikaden, wenn sie dann 3 mal im Monat früher von der Arbeit gehen müssen, um ihr Kind abzuholen, weil es gestürzt ist, Durchfall hatte, von einer Zecke gebissen wurde, oder sonst irgendwas ist.

                das ist echt ein Problem, weil es eben oft die eine oder andere Kleinigkeit gibt, bei der man durchaus diskutieren kann, ob es angemessen wäre, ein Kind abholen zu lassen. Wenn die Mama hausfrau ist - kein Problem. Aber mit einem Arbeitgeber der auch nicht unendlich viel Geduld hat wird es schwierig.

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