Letztes Kindergartenjahr, Namen schreiben

    • (1) 16.09.16 - 10:59

      Mein großer hat das letzte Kindergartenjahr. Daher werden auch schon diverse vorbereitende Tätigkeiten auf die Schule durchgeführt.

      Nun sollten sie diese Woche ihren Namen schreiben. Aus seiner Gruppe konnten es alle, bis auf ihn.
      Das machte ihn traurig. Ich wollte dann mit ihm üben, das hat er aber abgelehnt.

      Nun ist es so, das er feinmotorisch absolut nicht "begabt" ist. Er hasst malen, zeichnen und basteln, läuft am liebsten den ganzen tag herum, klettert, balanciert und turnt gerne.

      Feinmotorisch hängt er schon immer den anderen Kindern um etliches nach.

      Nun mach ich mir halt Gedanken, wie das dann in der schule wird. Ob er sich beim schreiben nicht extrem schwer tun wird, wenn wir jetzt nicht üben. Andererseits will ich ihn nicht zwingen, da es ihm ja von sich aus Spaß machen soll.

      Er kennt die Buchstaben teilweise, zahlen bis 30 sind kein Problem. Rechnen im 10er Bereich fast problemlos.

      Was denkt ihr? Soll ich einfach den Kindergarten machen lassen? Soll ich ihn fördern? Wenn ja, wie? Gespräch mit seiner Pädagogin werde ich heute oder nöchste Woche noch haben.

      Hat jemand Erfahrung mit ähnlichen Kandidaten?

      Hab auch schon an physiotherapie gedacht, da bei ihm die stifthaltung noch immer sehr verkrampft ist

      Danke euch

      LG bunny

      • Hey Bunny,

        ich würde sagen: Ruhig bleiben...er hat noch fast 1 Jahr Zeit....Jetzt bloß keinen Druck aufbauen. Das findet sich alles.

        LG Steffi

        P.s.: Unser Konnte seinen Namen zur Einschulung schreiben, Mama und Papa auch und das auch lesen, mehr nicht....am Ende der erste Klasse gehörte er zu den Besten...

        Hallo,

        ich würde bein KG nachfragen, wie da die Vorschulförderung" abläuft.

        Heute haben viele KG ein offenes Konzept und die Kinder können hauptsächlch das machen, was sie gern tun. Das, was man nicht gut kann, macht man ja meistens auch nicht gern.

        Jedenfalls war es ja früher bei uns noch üblich, das man halt basteln musste.#schein Stift- und Scherenhaltung wurde da mit jedem Kind geübt.

        Ich würde das zuhause durchaus spielerischmit ihm fördern, muss ja kein täglicher stundenlanger Druck sein. Aber im Kindergarten meiner Tochter sehe ich es ähnlich. Stifthaltung, Scherenhaltung,... habe ich zuhause mit ihr geübt. Die Erzieherinnen achten überhaupt nicht drauf.

        Und das nennt sich dann "individuelle Frühförderung"...

        LG
        LG

      Hallo!

      Ich würde schon versuchen, die Feinmotorik etwas zu fördern - schaden kann das auf keinen Fall. Das muss aber nicht immer durch Malen sein. Bügelperlen, Fädelperlen, Steckspiele... All das fördert die Feinmotorik auch.
      Mein Sohn malt auch sehr ungerne, aber seine Feinmotorik ist normal. Er mag halt mehr so Jungs-Sachen - basteln, werkeln, schnitzen...
      Seinen Namen kann er abschreiben, wenn man es ihm vorschreibt (er kommt allerdings auch erst 2018 in die Schule), aber er bekommt keinen Gegenstand erkennbar aufs Papier. Was er allerdings gerne macht, ist nachspuren. Vielleicht wäre das auch etwas für deinen Sohn. Das kann man im Grunde ganz einfach selber machen, indem man "Schwungübungen" mit Bleistift / hellem Stift aufs Papier mal und die Kinder in kräftigen Farben nachmalen läßt. Es gibt aber auch Nachspurblöcke im Handel zu kaufen.
      Wir haben z.B. diese beiden:
      https://www.amazon.de/Mein-dicker-Kindergarten-Malblock-Von-Punkt/dp/3551183562/ref=sr_1_1?ie=UTF8&qid=1474020254&sr=8-1&keywords=malblock+kindergarten+punkt+zu+punkt
      und

      https://www.amazon.de/Ars-Edition-131405-Lernraupe-Schwung%C3%BCbungen/dp/3845814055/ref=sr_1_sc_2?ie=UTF8&qid=1474020730&sr=8-2-spell&keywords=schwung%C3%BCbungen+ars+ediion

      LG

      • Diese Blöcke kenne ich, hab ich auch gekauft, liegen aber unbeachtet in seinem Kasten. Auf Anfragen, ob er das nicht mal probieren möchte, verneint er.

        Bügelperlen, ketten fädeln etc. Lehnt er auch im Kindergarten ab. Wenns ein gemeinsames Projekt damit gibt, macht er zwar mit aber recht begeistert is er halt nicht davon.

        Das Gespräch mit der Pädagogin folgt ohnehin noch

        • Vielleicht dreht der Kleine sich auch etwas im Kreis: Die Feinmotorik ist nicht so ausgeprägt, also hat er hier keine Erfolge. Und Dinge, wo man nur Misserfolge hat, machen keinen Spaß..
          Hat der Kleine schon einmal Holzarbeiten gemacht? Hämmern, Sägen, Schrauben? Das ist doch oftmals eher etwas für Jungs, vielleicht macht ihm so etwas Spaß.

          Ich würde jedenfalls schon versuchen, die Feinmotorik zu fördern, aber natürlich sollte das kein Zwang sein. Ich hätte da doch Angst, dass der Frust, den der Kleine jetzt schon aushalten muss, weil er als einziger seinen Namen nicht schreiben kann, in der Schule noch schlimmer wird.

          LG

    Ich würd mir keinen allzu großen Kopf machen!

    Meine Tochter wollte das Schreiben auch nicht wirklich üben im Kindergarten. Sie war im Waldkindergarten und das war genau ihr Ding. Rennen, Klettern, Fetzen. Sie wollte nie Puzzel machen, schneiden, malen, etc. machte sie immer mal wieder phasenweise, aber schon deutlich schlechter, als andere Kinder in ihrem Alter.

    Sie ist jetzt in der 2. Klasse und mit Schuleintritt hat sie deutlich aufgeholt. Sie mal immer noch schlechter als andere und auch ihre Schrift ist nicht gerade ordentlich, aber das macht alles nichts.

    Mach ihm keinen Stress. Solange die Erzieher alles im Rahmen finden, wird das auch so passen.

    • Mein Sohn ist auch im Waldkindergarten, und auch er mag überhaupt nicht malen. Er ist jetzt fast 5, und bis heute hat er noch kein halbwegs erkennbares Bild gemalt. Trotzdem habe ich - anders als die TE - nicht das Gefühl, dass er feinmotorisch hinterher ist. Er kann dafür super mit Hammer und Schraubenzieher umgehen. Das macht er mindestens so gut wie seine 2,5 Jahre ältere Schwester - und die ist eigentlich immer in jeder Hinsicht weiter gewesen als ihre Altersgenossen (kam mit 3 1/4 in den Kindergarten und konnte z.B. 4 Wochen später ihren Namen schreiben; sie war auch noch keine 3, als sie die ersten Kopffüssler aufs Papier brachte...).

      LG

Ich finde schon, dass es nicht verkehrt ist, vor der Schule ein bisschen an der Feinmotorik zu feilen. Natuerlich lernen die Kinder sowas im Zweifelsfall dann eben in der Schule, wenn sie es vorher nicht koennen, aber sie tun sich einfach schwerer.

Ich wuerde schauen, ob es etwas gibt, womit er sich motivieren laesst. Mein Sohn ist zwar noch kleiner, aber Feinmotorik ist auch nicht unbedingt seine Staerke. Ihn konnte ich ueber Buchstaben motivieren. Malen fand er ganz doof (weil er es nicht altergerecht konnte), aber zu lernen, wie man "Dinosaurier" und "Roboter" fuer den Weihnachtswunschzettel schreibt, hat ihn echt interessiert.

Wenn dein Sohn gerne rechnet, vielleicht hat er Spass daran, Zahlen und Rechenaufgaben zu schreiben?

Mein Sohn hat erste Malversuche mit dem Finger auf den iPad gemacht. da musste er sich nicht mit der Stifthaltung plagen und hat daher schneller Erfolge gesehen.

Oder, wenn ihn das alles abschreckt, vielleicht mal ganz woanders ansetzen. Feinmotorik kann man auch beim Gemueseschnippeln oder Handwerken lernen. Das bringt zwar direkt so viel fuers Malen und Schreiben, aber wenn die Feinmotorik insgesamt besser wird, dann klappt auch die Stifthaltung und alles was daran haengt, besser.

Ja, ein Jahr vor Schulstart darf man sich zu dem Thema Feinmotorik Gedanken machen.

Ich würde NICHT!!! mit dem Schreiben von Buchstaben anfangen, das ist auch garnicht nötig, aber malen sollte drin sein.

Bitte den Stift richtig halten lassen. Und ich würde es schon richtig finden ihn jetzt für ein paar Minuten am Tag dazu zu bringen etwas mit Stift oder Schere zu arbeiten.

Sonst wird der Schulstart ein echter Schock - Sind grade 2 Treads im nächsten Forum-

Jetzt kannst du handeln und dein Sohn kann lernen, dass man auch mal Sachen machen muss, die eben nicht wirklich Spass machen.

Meine Große konnte ihren Namen mit 3 Jahren malen, die Kleine mit 4. Beide konnten deshalb noch lange nicht schreiben.

Er sollte aber im Vorschulalter in der Lage sein, seinen Namen zu erkennen, wenn er ihn sieht.

Inhaltlich würde ich ihn auf keinen Fall auf die Schule vorbereiten, da machen die meisten Eltern eher viel kaputt als dass sie helfen würden (schon alleine das falsche Benennen der Buchstaben z.B. als BE statt als B).

Feinmotorisch: Was ergab denn die letzte U? Da wird das doch alles mitgetestet.

Vielleicht findest Du ja Ausmalbilder, die ihm gefallen oder vielleicht mag er mit Dir gemeinsam malen (er macht einen STrich, Du machst einen usw. bis ein Bild entstanden ist).

Wenn die Stifthaltung stimmt, dann lernt er auch das Schreiben. Blöd wäre, wenn er die STifte nach wie vor nur in der FAust halten kann. Dann würde ich schon mal mit ihm üben. Wenn ich meiner Kleinen (auch Vorschulalter) sage, dass etwas für die Schule wichtig ist, dann sieht sie es ein und übt. (Bei uns war es das Po-Abwischen nach Stuhlgang).

Wenn die Stifthaltung auch beim malen verkrampft ist, würde ich umgehend beim KiA wegen einem Rezept für die Ergo aufschlagen. Das ist nicht die Aufgabe der Physio das zu "bearbeiten".
Kann er schneiden mit einer Kinderschere?
Mein Jüngster hat auch eine extrem verkrampfte Stifthaltung - er ist allerdings jetzt in der 3. Klasse. Seine Ergo hat ihm spezielle Halter gebastelt, die auf die Stifte geschoben werden. So kommen seine Finger erstmal in die richtige Position, die Hand dreht sich und der Arm wird gesenkt.
Mit Lego bauen ist auch eine tolle Übung ;-) - malen mögen viele Kinder nicht.

Habt ihr mal Papier in Schnipsel reißen und dann aufkleben versucht?

  • Danke für eure vielen und tollen antworten.

    Also den Hintern wischt er sich selbst ab seit den Ferien. Hab ihm gesagt das er ein großer ist und in der schule macht ihm das auch keiner und mittlerweile klappt das auch ganz gut.

    Handwerken tut er gerne mit dem Papa. Da ist er aber auch manchmal geduldlos. Bohren und hämmern ist absolut kein Problem.

    Das schneiden funktioniert auch problemlos. Schere hält er super in der Hand und schneidet fast gerade auf der Linie.

    Gemüse schnippeln ist auch kein Thema. Ist zwar nicht sein Ding aber er macht das echt toll.

    Es ist wirklich nur das schreiben und malen. Er malt entweder kringel die laut ihm einen Wirbelsturm darstellen oder mänchen die aus lauter kreisen und strichen bestehen. Was ich da schon von anderen Kindern an Kunstwerken gesehen habe, da sind wir weit von entfernt.

    Seinen Namen Erkennt er, kann auch die Buchstaben benennen. Es liegt wirklich nur an der extrem verkrampften stifthaltung und seinem absoluten deinteresse an stiften, schreiben und malen. Den Stift hält er richtig, legt aber die Hand nicht auf weil zu verkrampft. Ich hab schon versucht, spielerisch ihm zu erklären das seine Hand ein Rennauto ist. Die Handfläche sind die Räder, die muss er auflegen, sonst kann das Auto nicht fahren. Aber das bringt nix seil einfach zu verkrampft.

    Die letzte u Untersuchung War vollkommen in Ordnung.

    Ergo werde ich mal bei der Pädagogin und dem Arzt vorschlagen, bin gespannt was kommt.

    Werde nächste Woche auch berichten, was seine Erzieherin gesagt hat

    Alles liebe

    Bunny

Hallo,

mein SOhn ( jetzt 2. Klasse) konnte am Anfang des letzten Kiga jahres seinen Namen auch nicht schreiben, er hatte auch kein Interesse - irgedwann MItte des Jahre, konnte er es. Ich habe nichts unternommen diesbezüglich.

Miene Tochte - 4,5. schreibt Ihren seit gut einem halben Jahr - auch sie hat es im Kiga gelernt.

also ganz unterschiedlich..

LG

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